Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - History

Das Geschichtsbewusstsein nach Karl-Ernst Jeismann und sein Einfluss auf den Geschichtsunterricht

Title: Das Geschichtsbewusstsein nach Karl-Ernst Jeismann und sein Einfluss auf den Geschichtsunterricht

Term Paper , 2011 , 20 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Eva Sailer (Author)

Didactics - History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Begriff Geschichtsbewusstsein ist seit Ende der 1960er Jahre ein zentraler Begriff in der Geschichtsdidaktik. Seit dieser Zeit bemüht sich die Geschichtsdidaktik darum, sowohl im Geschichtsunterricht und in der Wissenschaft als auch an Orten des sozialen und politischen Lebens ein vollständiges und multiperspektivisches Geschichtsbewusstsein zu vermitteln.

Das Geschichtsbewusstsein des Einzelnen wird vor allem von seiner Umgebung und dem jeweiligen Umfeld beeinflusst und ist somit von persönlichen Erfahrungen und Interessen, aber auch von Wertungen abhängig und stets Veränderungen unterlegen. Innerhalb der Geschichtsdidaktik kann man unter diesem Begriff auch den komplexen Prozess der Vergangenheitsbewältigung und der individuellen Geschichtsverarbeitung in der Gesellschaft verstehen.

Betrachtet man die Ausarbeitungen der Historiker Karl-Ernst Jeismann, Erich Kosthorst, Klaus Bergmann, Joachim Rohlfes und Jörn Rüsen, so stellt man Einigkeit darüber fest, dass die Beziehungen zwischen Geschichtstheorie, Geschichtsforschung und Geschichtsdidaktik seit Mitte der 1970er Jahre die Schwerpunkte in der Theoriediskussion bilden. Deshalb eignen sich die Ausführungen der oben genannten als solide Literaturgrundlage dieser Arbeit.

Jeismanns geschichtsdidaktische Position soll die Basis dieser Arbeit bilden. Hierbei soll jedoch von Anfang an klargestellt werden, dass sich seine Überlegungen nicht direkt auf die Didaktik des Geschichtsunterrichts beziehen, denn diesbezüglich macht er als Theoretiker nur wenig praktische Andeutungen.

Dennoch soll im weiteren Verlauf der Einfluss seiner theoretischen Ansichten auf die Entwicklung vom Geschichtsbewusstsein bis hin zum Kompetenzerwerb untersucht werden und welche Auswirkungen dies auf den Geschichtsunterricht hat. Unter Berücksichtigung der Lehrpläne und in der Konzeptierung einer Unterrichtsstunde soll dies herausgearbeitet werden. Nach einer anschließenden Überprüfung nach der Tauglichkeit des Geschichtsbewusstseins im Geschichtsunterricht soll eine Einschätzung des Einflusses Karl-Ernst Jeismanns auf den Geschichtsunterricht die Arbeit beenden und die gesammelten Ergebnisse zusammenfassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Geschichtsbewusstsein in der Geschichtsdidaktik

2. Karl-Ernst Jeismanns geschichtsdidaktische Position

2.1 Dreidimensionalität des Geschichtsbewusstseins

2.1.1 Analyse

2.1.2 Sachurteil

2.1.3 Wertung

2.2 Vom Geschichtsbewusstsein zum Kompetenzerwerb

2.2.1 Fragekompetenz

2.2.2 Sachkompetenz

2.2.3 Methodenkompetenz

2.2.4 Orientierungskompetenz

3. Der Einfluss Karl-Ernst Jeismanns auf den Geschichtsunterricht

3.1 Berücksichtigung der Lehrpläne

3.2 Unterrichtsvorschlag

3.3 Überprüfung des Geschichtsbewusstseins im Geschichtsunterricht

4. Einschätzung des Einflusses Karl-Ernst Jeismanns auf den Geschichtsunterricht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die geschichtsdidaktische Position von Karl-Ernst Jeismann und untersucht deren Einfluss auf die zeitgenössische Gestaltung des Geschichtsunterrichts. Zentral ist dabei die Frage, wie durch das Konzept des Geschichtsbewusstseins – insbesondere durch die Kategorien Analyse, Sachurteil und Wertung – Kompetenzen vermittelt werden können, die Schüler zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit der Geschichte und zur Orientierung in der Gegenwart befähigen.

  • Die dreidimensionale Struktur des Geschichtsbewusstseins nach Jeismann.
  • Transformation von Geschichtsbewusstsein in schulische Kompetenzbereiche.
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen auf moderne Lehrplanvorgaben.
  • Praktische Anwendung des Kompetenzkonzepts am Beispiel der Unterrichtsplanung.
  • Bedeutung von Geschichte für die Identitätsbildung und gesellschaftliche Partizipation.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Sachurteil

Im Anschluss an die Analyse wird das Beschriebene interpretiert, Bezüge zu anderen historischen Zeugnissen hergestellt und in einen größeren historischen Zusammenhang eingeordnet, wodurch ein Sachurteil gewonnen wird. Das Sachurteil als Dimension findet sich am Besten zwischen der Analyse und der Wertung wieder, da sie zu beiden ein fließender Übergang verbindet.

Im Sachurteil vereinen sich diejenigen Urteile und Aussagen, die etwas über den historischen Themenkomplex ausdrücken, sei es über dessen Vor- oder Nachteil, die Zustände eines Verhältnisses oder über Konsequenzen von Vorgängen. Weiter kann man diese Dimension dafür verantwortlich machen, dass komplexe historische Verläufe oder Verhältnisse zu einer 'Theorie' zusammengefasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Geschichtsbewusstsein in der Geschichtsdidaktik: Dieses Kapitel erläutert die Etablierung des Begriffs Geschichtsbewusstsein seit den 1960er Jahren als zentrale Kategorie und seine Bedeutung für das Selbstverständnis der modernen Geschichtsdidaktik.

2. Karl-Ernst Jeismanns geschichtsdidaktische Position: Hier werden die theoretischen Grundlagen Jeismanns analysiert, insbesondere seine Dreidimensionalität (Analyse, Sachurteil, Wertung) und deren Erweiterung durch spezifische historische Kompetenzen.

3. Der Einfluss Karl-Ernst Jeismanns auf den Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel untersucht, wie Jeismanns Ansätze die Krisen des Geschichtsunterrichts bewältigten und in praktische Unterrichtskonzepte sowie Lehrpläne einflossen.

4. Einschätzung des Einflusses Karl-Ernst Jeismanns auf den Geschichtsunterricht: Der abschließende Teil würdigt die Bedeutung von Jeismanns Theorie als notwendiges Ideal für eine aufgeklärte Geschichtsvermittlung und reflektiert deren Praxistauglichkeit.

Schlüsselwörter

Geschichtsbewusstsein, Karl-Ernst Jeismann, Geschichtsdidaktik, Sachurteil, Analyse, Wertung, Kompetenzerwerb, Geschichtsunterricht, historische Kompetenz, Rekonstruktion, Dekonstruktion, Orientierungskompetenz, Vergangenheitsdeutung, Identitätsbildung, Geschichtsvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die geschichtsdidaktische Theorie von Karl-Ernst Jeismann und deren Relevanz für die praktische Gestaltung des Geschichtsunterrichts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Geschichtsbewusstsein, die methodische Erschließung historischer Prozesse und die Förderung von Kompetenzen bei Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Jeismanns theoretischem Modell auf die Vermittlung historischer Bildung und die Entwicklung einer eigenen Urteilsfähigkeit der Lernenden aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, basierend auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Primärquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Jeismanns Dimensionen des Geschichtsbewusstseins, deren Überführung in den Kompetenzerwerb sowie die praktische Anwendung in einem Unterrichtsvorschlag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Geschichtsbewusstsein, Didaktik, Sachurteil, Analyse, Wertung und Kompetenzorientierung.

Wie unterscheidet sich die Sachkompetenz von der Fragekompetenz?

Die Fragekompetenz ist der erste Schritt der Rekonstruktion, während die Sachkompetenz die Fähigkeit beschreibt, historisches Wissen anzuwenden, zu kategorisieren und in bestehende Wissensbestände einzuordnen.

Welche Rolle spielt die "Krise der Orientierungsgewissheit" laut Jeismann?

Diese Krise Mitte der 1960er Jahre markierte das Ende eines Konsenses über den Sinn des Geschichtsunterrichts und war der Ausgangspunkt für die notwendige theoretische Neuausrichtung, die Jeismann maßgeblich prägte.

Ist der Ansatz von Jeismann rein theoretisch oder praxistauglich?

Obwohl es sich um ein theoretisches Konstrukt handelt, wird in der Arbeit argumentiert, dass es als notwendiges Ideal zur Förderung eines reflektierten, mündigen Umgangs mit Geschichte in der Praxis unverzichtbar ist.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Das Geschichtsbewusstsein nach Karl-Ernst Jeismann und sein Einfluss auf den Geschichtsunterricht
College
LMU Munich  (Historisches Seminar)
Course
Einführung in die Geschichtsdidaktik
Grade
1,4
Author
Eva Sailer (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V317455
ISBN (eBook)
9783668167636
ISBN (Book)
9783668167643
Language
German
Tags
geschichtsbewusstsein karl-ernst jeismann einfluss geschichtsunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Sailer (Author), 2011, Das Geschichtsbewusstsein nach Karl-Ernst Jeismann und sein Einfluss auf den Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317455
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint