Ängste um die soziale Zukunft - ohne Generationenvertrag?

Eine Umfrage in Hamburg


Hausarbeit, 2004

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Generationenvertrag

2 Methode

3 Fehlerquellen der Methode

4 Auswertung und Ergebnisse
4.1 Kennen Sie den Begriff Generationenvertrag?
4.2 Was verbinden Sie mit dem Generationenvertrag ?
4.3 Ist der Generationenvertrag veraltet ?
4.4 Meinen Sie, dass der Generationenvertrag in den nächsten 15 Jahren gänzlich aufgelöst wird ?
4.5 Weicht die Solidarität des Generationenvertrags einer völligen Selbstabsicherung ?
4.6 Wird es in 15 Jahren noch eine staatlich abgesicherte Rente geben ?
4.7 Glauben Sie, dass die Regierung bezüglich der Renten-/Sozialsysteme die Wahrheit sagt ?
4.8 Haben Sie aufgrund der Veränderungen innerhalb der Sozialsysteme, Angst vor Ihrer persönlichen Zukunft ?

5 Interpretation

6 Schlußwort

7 Literaturverzeichnis

8 Internetverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit geht es um die Frage, ob der Generationenvertrag, nach Meinung in Hamburg lebender Personen, auch in Zukunft noch existieren wird oder sich bereits durch den Umbau der Sozialsysteme in der Auflösung befindet. Ferner sollte ermittelt werden, ob die befragten Personen Angst vor ihrer sozialen Zukunft haben. Um dieses herauszufinden, wurde eine Untersuchung unter in Hamburg lebenden Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt[1]. Das Alter der befragten Personen liegt zwischen 16 und 55 Jahren. Dabei wurden zum Teil erstaunliche Ergebnisse erhalten.

1.1 Generationenvertrag

Bevor auf die eigentliche Studie der Arbeit eingegangen werden kann, muss noch kurz erklärt werden, wobei es sich um den Generationenvertrag[2] handelt.

Die noch gültige Rentenversicherung beruht seit ihrer Gründung auf unserem Generationenvertrag[3]. So heisst es unter anderem auf der Internetseite der Universität Giessen dazu: „ Es steht jedoch nirgends und keine Generation hat bislang wirklich einen „Vertrag“ mit einer anderen Generation geschlossen“[4], allerdings beschreibt der Begriff Generationenvertrag, sehr gut die wirkliche Situation. Heidi Schüller[5] sagt dazu: „Die pfiffige Konstruktion des 1957 etablierten „Generationenvertrages“ basiert auf dem Prinzip eines Durchlauferhitzers: Die eingezahlten Beträge in die Rentenkasse der jeweils aktuellen Erwerbstätigen werden postwendend als Renten für die ältere Generation ausgezahlt.“ Bei Helmut Ball[6] heisst es dazu unter anderem: „Das in der Bundesrepublik Deutschland existierende System der Altersvorsorge basiert auf einem kollektiven Generationenvertrag. Die Angehörigen der jeweils arbeitenden Generation zahlen einen Teil ihres Arbeitseinkommens an die älteren,. um diesen die Finanzierung ihres Lebensunterhaltes zu ermöglichen.“ Es gibt hier wie festgestellt, verschiedene Möglichkeiten den Generationenvertrag zu interpretieren, generell aber kann gesagt werden, dass der Generationenvertrag prinzipiell die Älteren absichern soll, d.h. die Jüngeren zahlen ihre Beiträge in die Rentenversicherung ein, wovon die Renten der heute Älteren ausbezahlt werden.

So stützt und unterstützt die Generation, die im Berufsleben steht, die Generation, die sich im Ruhestand befindet. Die Weiterentwicklung und Anpassung des Generationenvertrages an die demografische und wirtschaftliche Entwicklung wird laufend diskutiert[7] und erschwert sich aufgrund der derzeitigen demografischen Lage in Deutschland. Hinter diesem Hintergrund sollte ermittelt werden, inwieweit angenommen wird, dass dieser Vertrag auch in Zukunft noch bestand haben wird und ob sich die Sozialsysteme in Zukunft „auflösen“ werden.

2 Methode

Um möglichst viele und genaue Informationen über die Zukunftsansichten der HamburgerInnen bezüglich der sozialen Zukunft zu er halten, wurde ein detaillierter Fragebogen mit 8 zielgerichteten Fragen erarbeitet.

Zunächst wurden allgemeine Angaben wie Geschlecht, Alter ,Berufstätigkeit und höchster Schulabschluss erhoben, anschließend wurden die 100 Teilnehmer gebeten, die Fragen der Studie zu beantworten.

Bei den Fragen handelt es sich bis auf eine, um Fragen die lediglich mit „Ja“, „Nein“ „Weiss Nicht“ und „Keine Angabe“ beantwortet werden konnten[8].

Lediglich die 2. Frage der Studie war eine offene Frage[9], hier sollten die Befragten mitteilen, was sie mit dem Begriff Generationenvertrag verbinden.

Die Fragen des Fragebogens wurden den Befragten nicht vorgelegt, sondern mündlich gestellt[10], um zu vermeiden, dass die Befragten zuerst alle Fragen durchlesen und nicht, durch die folgenden Fragen beeinflusst werden.

Für die Befragung wurden auf dem Campus der Universität und in der Hamburger Innenstadt Personen gesucht, die sich für diese Befragung zur Verfügung stellten.

Bevor die Befragung durch geführt werden konnte, wurden 5 Kategorien[11] erstellt. Die einzelnen Kategorien umfassten je 20 Arbeitslose, 20 Berufstätige, 20 Hausfrauen, 20 Schüler und 20 Studenten. Innerhalb der einzelnen Kategorien, wurden je 10 männliche und 10 weibliche Personen befragt. Insgesamt wurden so 100 Personen befragt, davon je 50 weiblich und 50 männlich.

3 Fehlerquellen der Methode

Eine Fehlerquelle der Befragung liegt in der im Vergleich zur Gesamtzahl der Einwohner Hamburgs geringen Anzahl der Befragten. Obwohl die Personen zufällig ausgewählt wurden, ist es möglich, dass nur HambugerInnen mit jeweils ähnlichen Ansichten befragt wurden. Das bedeutet, diese Umfrage erhebt keinesfalls den Anspruch auf Repräsentativität.

4 Auswertung und Ergebnisse

Im Folgenden werden die einzelnen Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt. Die einzelnen Ergebnisse der Studie, werden hierbei analysiert und in Abschnitt 5 der Arbeit interpretiert. Bei der Interpretation wurde auf die einschlägige Literatur zurückgegriffen. Die Auswertung dieser Befragung wird durch die Darstellung in Tabellenform zusätzlich veranschaulicht, damit auch ein optischer Eindruck der Ergebnisse vorhanden ist und man nicht nur mit komplexen Zahlen in den Texten konfrontiert wird. Es kann hierbei allerdings nicht auf alle möglichen Kreuzkombinationen eingegangen werden, da dieses den Umfang der Arbeit erheblich übersteigen würde. Es wird daher hauptsächlich auf die Unterschiede der Geschlechter eingegangen, sofern aber bei anderen Kreuzkombinationen[12] interessante Ergebnisse, die nicht zu erwarten waren, erzielt wurden, werden diese auch in den jeweiligen Abschnitten berücksichtigt[13].

Bei den angegebenen Werten in der Tabelle handelt es sich um Prozentwerte.

Es wird noch einmal daraufhin gewiesen, dass nicht der Anspruch erhoben wird, dass die durchgeführte Studie repräsentativ ist.

4.1 Kennen Sie den Begriff Generationenvertrag?

Es gaben 71% der 100 Befragten an, den Begriff Generationenvertrag zu kennen, 29% der befragten Personen, war der Begriff unbekannt.

Diese 71% setzen sich aus 49,3% Männern und 50,7% Frauen zusammen.

Von den verbliebenen 29% gaben 51, 7% der Männer und 48,3% der Frauen gaben an, den Begriff Generationenvertrag nicht zu kennen.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass alle befragten Schüler und Schülerinnen den Begriff Generationenvertrag kannten und auch seine richtige Bedeutung kannten[14]. Es gab keine andere Befragtengruppe, in der dieses ansonsten der Fall gewesen ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Die erzielten Ergebnisse wurden z.T. in Tabellenform dargestellt, daher ist der Umfang der Arbeit (nach Absprache) länger als 10 Seiten

[2] Der Generationenvertrag wurde u.a. von Wilfried Schreiber mit gestaltet

[3] Quest, Karlheinz: Der überforderte Generationenvertrag, S. 11

[4] Erziehung.uni.giesen.de zu letzet geändert am 25.09.2003 durch Robert Berthorst

[5] Schüller, Heidi: Die Altagslüge, S. 73

[6] Ball, Helmut: Zukunftsvorsorge und ökonomische Entwicklung, S. 166

[7] Dieses wird besonders deutlich in den aktuellen Tageszeitungen, wie z.B. Die Welt oder die FAZ

[8] sog. Multiple-Choice-Questions

[9] Auf eine offene Frage wird eine Antwort in eigenen Worten des Befragten erwartet. Es werden keine Antwortmöglichkeiten vorgeschlagen. Siehe dazu Schnell, Rainer u.a. in Methoden der empirischen Sozialforschung 1999, S. 308

[10] Face to Face-Interview

[11] Eine größere Spezifisierung der Berufsgruppen hätte den Rahmen der Arbeit überstiegen.

[12] Es liegen bei Bedarf sämtlich Kreuzkombinationen vor. Diese wurden mit SPSS erstellt.

[13] Rundungsfehler bei den Prozentangaben sind nicht auszuschließen

[14] Es wurde von den Schülern auch die Verbindung zum Umlageverfahren hergestellt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Ängste um die soziale Zukunft - ohne Generationenvertrag?
Untertitel
Eine Umfrage in Hamburg
Hochschule
Universität Hamburg  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Freizeitforschung
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V31746
ISBN (eBook)
9783638326551
ISBN (Buch)
9783638778503
Dateigröße
562 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine eigene empirische Untersuchung.
Schlagworte
Zukunft, Generationenvertrag, Freizeitforschung
Arbeit zitieren
Björn Pamperien (Autor), 2004, Ängste um die soziale Zukunft - ohne Generationenvertrag?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31746

Kommentare

  • Gast am 16.2.2005

    Gute Arbeit.

    Ich kenne diese Arbeit aus Hamburg und habe sie an der Uni gelesen und bin selbst befragt worden zu diesem Thema von Herrn Pamperien. Ich kann jedem nur empfehlen diese zu lesen.

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Titel: Ängste um die soziale Zukunft  - ohne Generationenvertrag?



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