Einer der bedeutungsvollsten Untersuchungsgegenstände, mit der sich die psychologische Forschung seit langem auseinander setzt, ist die Voraussage und Analyse menschlichen Verhaltens. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der von Icek Ajzen entworfenen Theorie des geplanten Verhaltens (TGV), welche sich mit der Vorhersage von Verhalten aufgrund von Einstellungen auseinandersetzt. Die Zielsetzung besteht darin, die theoretischen Grundlagen der TGV zu ergründen.
In erster Linie soll herausgestellt werden, welche Determinanten den Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten bestimmen beziehungsweise erhöhen und somit für ein vorhersehbares Verhalten ausschlaggebend sind. Des Weiteren sind wesentliche Unterschiede und Ergänzungen aufzuzeigen, durch die sich der weiterentwickelte Ansatz Ajzens von dem Grundmodell 'Theorie des überlegten Handelns' (TÜH) abgrenzt. Ein weiterer beachtlicher Aspekt des Konzeptes ist der regelmäßige Einsatz in der angewandten Forschung. Anhand von ausgewählten Beispielen soll die geläufige Anwendung der Theorie auf Sachverhalte und Zustände in der Realität verdeutlicht werden. Die TGV soll schließlich auf Basis der kennzeichnenden Charakteristika kritisch betrachtet und beurteilt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen der Theorie des geplanten Verhaltens
- Hintergrund der Verhaltensforschung
- Einführung in die Theorie des überlegten Handelns
- Charakterisierung der Theorie des geplanten Verhaltens
- Anwendung der Theorie des geplanten Verhaltens
- Kritische Beurteilung und Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Theorie des geplanten Verhaltens (TGV) von Icek Ajzen und untersucht, wie Einstellungen das menschliche Verhalten beeinflussen. Die Arbeit beleuchtet die Determinanten, die den Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten bestimmen, und analysiert die Weiterentwicklung der TGV im Vergleich zur Theorie des überlegten Handelns (TÜH). Darüber hinaus werden anhand von Beispielen praktische Anwendungen der TGV in der Forschung dargestellt. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Beurteilung der TGV.
- Die Determinanten des Zusammenhangs zwischen Einstellung und Verhalten
- Die Weiterentwicklung der TGV im Vergleich zur TÜH
- Praktische Anwendungen der TGV in der Forschung
- Eine kritische Beurteilung der TGV
- Die wichtigsten Erkenntnisse und ein Ausblick
Zusammenfassung der Kapitel
Das zweite Kapitel der Arbeit beleuchtet die theoretischen Grundlagen der TGV. Es werden die Entstehungshintergründe und die Beschreibung des Modells erläutert. Im dritten Kapitel wird die Anwendung der TGV in der Realität anhand eines konkreten Fallbeispiels verdeutlicht. Das vierte Kapitel widmet sich einer kritischen Beurteilung der TGV, wobei die zentralen Merkmale des Modells im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Die Theorie des geplanten Verhaltens, Einstellung, Verhalten, Determinanten, Theorie des überlegten Handelns, Forschung, Anwendung, Kritik, Fazit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Theorie des geplanten Verhaltens (TGV)?
Die von Icek Ajzen entwickelte TGV ist ein psychologisches Modell, das menschliches Verhalten durch Einstellungen, subjektive Normen und die wahrgenommene Verhaltenskontrolle vorhersagt.
Wie unterscheidet sich die TGV von der Theorie des überlegten Handelns (TÜH)?
Die TGV erweitert die TÜH um die Komponente der „wahrgenommenen Verhaltenskontrolle“, um auch Verhalten zu erklären, das nicht vollständig unter willentlicher Kontrolle steht.
Welche Determinanten bestimmen das Verhalten?
Die drei Hauptdeterminanten sind die Einstellung zum Verhalten, die subjektive Norm (sozialer Druck) und die wahrgenommene Verhaltenskontrolle (Einschätzung der eigenen Fähigkeiten).
Wo wird die Theorie des geplanten Verhaltens angewendet?
Sie findet häufig Anwendung in der Gesundheitspsychologie, der Marktforschung und der Umweltpsychologie, um beispielsweise Konsumverhalten oder Gesundheitsvorsorge zu untersuchen.
Was sind die Kritikpunkte an der TGV?
Kritisiert wird oft, dass emotionale und unbewusste Faktoren im Modell zu wenig berücksichtigt werden und der Fokus zu stark auf rationalen Entscheidungsprozessen liegt.
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- Sina Zachert (Author), 2015, Die Theorie des geplanten Verhaltens. Hintergrund und kritische Beurteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317654