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Das System freier Träger

Title: Das System freier Träger

Seminar Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Andrea Schulze (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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In dieser Arbeit soll der Text: „Das System öffentlicher und freier Träger sowie gewerblicher Anbieter sozialer (Dienst-) Leistungen“ nach Harald Hottellet behandelt werden. Insbesondere der Teil, in dem es um die Freien Träger geht. Einführend wird ein kleiner Überblick über alle Träger der Jugendhilfe gegeben. In dem zu klären ist, wie sie sich definieren und welchen Grundsätzen, Rechten und Pflichten sie unterliegen. Anschließend soll diese Arbeit spezifisch auf die Freien Träger und ihre Prinzipien eingehen. Schwerpunktmäßig werden aber nur die größten Wohlfahrtsverbände mit ihren Aufgaben angesprochen. Allgemein werden Träger in der sozialen Arbeit als Organisationen dargestellt, die gemäß dem Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) auch und hauptsächlich die Aufgaben der Jugendhilfe wahrnehmen. Nach der Trägerschaft wird unterschieden nach öffentlichen und freien Trägern. Öffentliche Träger sind auf regionaler Ebene die örtlichen Träger; das sind Kreise, kreisfreie Städte und zum Teil auch kreisangehörige Gemeinden, sofern sie ein eigenes Jugendamt besitzen. Sie erbringen ihre Leistungen durch die Jugendämter, während auf überregionaler Ebene die überörtlichen Träger in Form von Bundesländern ihre Leistungen durch die Landesjugendämter erbringen. Das bayerische Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) beschäftigt sich ausführlich mit den Trägern der Jugendhilfe. Die öffentlichen Träger sind dazu verpflichtet, die Jugendhilfeleistungen nach dem SGB VIII zu erbringen. Dagegen handeln freie Träger eher situationsbedingt und aus einem Mangel an sozialen Dienstleistungen heraus. Ihre Prinzipien beruhen auf Freiwilligkeit und Gemeinnützigkeit. Zu den freien Trägern der Jugendhilfe zählen die sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die sich zu einer Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zusammengeschlossenen haben (Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland). Neben diesen Hauptorganisationen existieren noch eine Reihe von trägerübergreifenden Organisationen und Alternativprojekten. Beispiele dafür sind Kirchen und die Religionsgemeinschaften des öffentlichen Rechts, Jugendverbände, Selbsthilfe- beziehungsweise selbstorganisierte Gruppen und juristische Personen, deren Zweck es ist, die Jugendhilfe zu fördern.

Excerpt


Gliederung

Vorwort

Einleitung

Freie Träger in ihrer Definition

Freie Träger im Überblick

Die Spitzenverbände

Die Arbeiterwohlfahrt

Die Caritas Deutschland

Die Paritätische Wohlfahrtsorganisation

Das Deutsche Rote Kreuz

Das Diakonische Werk

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Weitere Wohlfahrtsorganisationen

Dachverbände der Jugendhilfe

Trägerübergreifende Organisationen

Selbsthilfegruppen und Alternativprojekte

Gewerbliche Anbieter

Fazit

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das System der öffentlichen, freien und gewerblichen Träger sozialer Dienstleistungen in Deutschland mit einem Fokus auf die Rolle und das Selbstverständnis freier Träger in der Jugendhilfe und Wohlfahrtspflege.

  • Strukturelle Differenzierung zwischen öffentlichen und freien Trägern
  • Darstellung der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege
  • Rolle trägerübergreifender Organisationen im Sozialsektor
  • Bedeutung von Selbsthilfegruppen und gewerblichen Anbietern
  • Herausforderungen durch demografischen Wandel und Sparpolitik

Auszug aus dem Buch

Freie Träger in ihrer Definition

Ein freier Träger ist ein selbstgewählter Zusammenschluss von Bürgern zur Übernahme von Aufgaben im sozialen Bereich, welche durch die öffentlichen Träger nicht gedeckt werden können. Freie Träger basieren auf dem Vereinsrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch.

„Danach können sieben geschäftsfähige Personen eine Organisation als Verein gründen und diese im Vereinsregister eintragen lassen, so dass sie nach ihrem „Firmennamen“ die Bezeichnung „eingetragener Verein (e.V.)“ führen kann.“

(Hottellet, 2003)

Der Vereinsgründer handelt nun im Geschäftsleben wie eine juristische Person mit allen Pflichten und Rechten, die dieser Position obliegen. Das heißt insbesondere für ihn, dass er die Charakteristik eines Vereines wahren und vertreten muss. Ein Verein ist erst dann gemeinnützig, wenn er soziale Leistungen mildtätig und selbstlos anbietet, ohne die Absicht einer Gewinnerzielung in Erwägung zu ziehen. Erst wenn der Verein durch die Finanzbehörde auf Grundlagen von Steuergesetzen und der Gemeinnützigkeitsverordnung als gemeinnützig anerkannt wurde, kann der Verein Spendengelder einwerben und Empfangsbescheinigungen über diese ausgeben. Diese bewirken dann beim Spender eine Entlastung der Steuerschuld und der Verein gilt ab dann als Freigemeinnützige Trägerschaft. Das Attribut frei bezieht sich hier vor allem auf die Autonomie der Gründung eines solchen Vereines, gleichzeitig aber auch auf die Aufgabe einer Trägerschaft von sozialen Dienstleistungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in die Thematik der Träger sozialer Leistungen mit Fokus auf die Bedeutung freier Träger.

Einleitung: Definition von Trägern der sozialen Arbeit und Abgrenzung zwischen öffentlichen und freien Trägern gemäß SGB VIII.

Freie Träger in ihrer Definition: Erläuterung der vereinsrechtlichen Grundlagen und des Gemeinnützigkeitsprinzips.

Freie Träger im Überblick: Vorstellung der Vielfalt und der strukturellen Merkmale freier Träger in der Jugendhilfe und Wohlfahrtspflege.

Die Spitzenverbände: Detaillierte Darstellung der sechs großen Verbände, die in der BAGFW zusammengeschlossen sind.

Weitere Wohlfahrtsorganisationen: Überblick über Dachverbände der Jugendhilfe und trägerübergreifende Institutionen.

Selbsthilfegruppen und Alternativprojekte: Analyse der Bedeutung von Selbsthilfeorganisationen für das soziale Gefüge.

Gewerbliche Anbieter: Untersuchung des Markteintritts kommerzieller Anbieter und deren Bedeutung für die soziale Infrastruktur.

Fazit: Reflexion über den demografischen Wandel, die Notwendigkeit von Kooperationen und die Zukunft des sozialen Sektors.

Schlusswort: Zusammenfassende Bewertung der analysierten Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Wohlfahrtspflege, Träger, Jugendhilfe, Freie Träger, Spitzenverbände, Subsidiarität, Gemeinnützigkeit, gewerbliche Anbieter, Selbsthilfegruppen, Sozialgesetzbuch, Demografie, Dienstleistungsgesellschaft, Trägerübergreifende Organisationen, Sozialpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur und Funktionsweise des Systems sozialer Dienstleistungen in Deutschland, insbesondere das Zusammenspiel zwischen öffentlichen, freien und gewerblichen Trägern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Rolle der freien Träger, die Aufgaben der Spitzenverbände, die Bedeutung von Selbsthilfe sowie den wachsenden Markt gewerblicher sozialer Anbieter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Vielfalt der Trägerlandschaft zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese auf den demografischen Wandel und den wachsenden Leistungsbedarf reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer Zusammenfassung einschlägiger Fachpublikationen, insbesondere des Lehrbuchs der Sozialwirtschaft von Harald Hottellet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der freien Trägerschaft, die Vorstellung der Spitzenverbände, die Analyse von Selbsthilfegruppen sowie die Untersuchung gewerblicher Anbieter im Kontext der Sparpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Soziale Arbeit, Wohlfahrtspflege, Subsidiaritätsprinzip, Gemeinnützigkeit und Trägerlandschaft definieren.

Welche besondere Rolle nimmt der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge ein?

Der Deutsche Verein fungiert als zentrale trägerübergreifende Institution, die als Moderator zwischen freien und öffentlichen Trägern vermittelt und fachliche Impulse in die Sozialpolitik einbringt.

Wie hat sich das Verhältnis zwischen freigemeinnützigen und gewerblichen Anbietern verändert?

Durch einen deregulierten Markt und zunehmenden Wettbewerbsdruck drängen gewerbliche Anbieter verstärkt in Bereiche, die früher primär von gemeinnützigen Trägern abgedeckt wurden, was neue Anforderungen an die Qualitätskriterien stellt.

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Details

Title
Das System freier Träger
College
LMU Munich  (Fakultät für Pädagogik)
Course
Wohlfahrtsverbändeforschung
Grade
1,5
Author
Andrea Schulze (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V31766
ISBN (eBook)
9783638326728
Language
German
Tags
System Träger Wohlfahrtsverbändeforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Schulze (Author), 2004, Das System freier Träger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31766
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