Wie kann die deutsche Energiewirtschaft die negativen Folgen der Energiewende abmildern?

Eine Analyse nachhaltiger Synergieeffekte bei Energieversorgungsunternehmen in Deutschland


Bachelorarbeit, 2015

66 Seiten, Note: 2,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Ziel der Thesis
1.3 Verlauf der Thesis

2. Problematik von Klimawandel und Erderwärmung sowie ihre Folgen in der globalen Energiepolitik
2.1 Klimawandel und Erderwärmung im Fokus der Wissenschaft
2.2 Empfehlungen der Vereinten Nationen zur Folgenbegrenzung
2.3 Energiepolitische Umsetzungen in ausgewählten Regionen
2.3.1 Industrienationen
2.3.2 Schwellenländer
2.4 Europäische Union
2.4.1 Frankreich
2.4.2 Großbritannien
2.4.3 Österreich
2.4.4 Polen
2.4.5 Dänemark
2.4.6 Belgien

3. Energiepolitik in der Bundesrepublik Deutschland
3.1 Historische Entwicklung der Energie- und Klimapolitik
3.2 „Energiewende“ und Atomausstieg
3.3 Auswirkungen von Energiewende und Atomausstieg
3.3.1 Stromkonzerne
3.3.2 STEAG
3.3.3 Stadtwerke
3.3.4 Netzbetreiber
3.4 Zukünftige Anforderungen durch die Europäische Union

4. Nutzungsmöglichkeit von nachhaltigen Synergieeffekten bei deutschen Energieversorgungsunternehmen
4.1 Bedeutung der Nachhaltigkeit für die Energiewende
4.2 Gekko – ein gescheitertes Kooperationsmodell
4.3 Tesla und Lichtblick - Beispiel für ein gelungenes Synergiemodell
4.4 Paradigmenwechsel: vom „Consumer“ zum „Prosumer“
4.5 Change Management in Zeiten schnellen Wandels
4.6 Beispiele für mögliche Synergiemodelle
4.6.1 Atomstiftung Deutschland
4.6.2 Stromkonzerne als Großentwickler
4.6.3 STEAG und Stadtwerke
4.6.4 Von der InnovationCity zur Energiemetropole Ruhr

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Elektronische Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Globale oberflächennahe Durchschnittstemperatur (Quelle: http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/klimawandel/38444/entdeckung-des-menschlichen-einflusses)

Abbildung 2: Treibhausgasemissionen in Deutschland (Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel/treibhausgas-emissionen-in-deutschland)

Abbildung 3: RWE-Aktienkurs 2011-2015 (in €) (Quelle: http://www.finanzen100.de/aktien/rwe-wkn-703712_H1504662467_82818/chart.html)

Abbildung 4: Tesla Powerwall (Quelle: http://learnbonds.com/123578/tesla-motors-inc-tsla-powerwall-looks-like-an-energy-goldmine/)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: RWE: Ausgewählte Unternehmenskennzahlen 2013-2014 (Quelle: RWE – mittlerweile aktualisierte Zahlen: http://www.rwe.com/web/cms/de/1029926/rwe/ueber-rwe/profil/eckdaten-des-rwe-konzerns/)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Welt wächst immer weiter zusammen. Die deutschen Handelsbeziehungen beschränken sich nicht mehr auf Nachbarstaaten oder die Europäische Union. Längst ist die deutsche Wirtschaft auf der ganzen Welt vertreten: Deutschland galt lange als „Exportweltmeister“ und es gibt Anzeichen, dass es China diesen Titel auch wieder streitig machen könnte1. Die digitale Revolution hat dazu geführt, dass Informationen weltweit in kürzester Zeit zur Verfügung stehen. Aber die Globalisierung zeigt auch eine Schattenseite: denn auch Emissionen verbreiten sich weltweit. Ein chinesisches Kohlekraftwerk verunreinigt nicht nur in China die Luft, sondern trägt auch zum globalen Klimawandel bei. Dieser wird mittlerweile von kaum einer Seite mehr geleugnet2. Allerdings sind die Anstrengungen der einzelnen Staaten, etwas gegen die klimatischen Veränderungen zu unternehmen, sehr unterschiedlich2.

1.1 Problembeschreibung

Bedingt durch den Klimawandel und den Atomunfall im japanischen Fukushima setzt die deutsche Politik auf die sogenannte Energiewende: erneuerbare Energien sollen schrittweise fossile Energieträger (Kohle, Erdgas, Erdöl) und Atomkraft ersetzen. Allerdings führte dieses zu Verwerfungen auf den deutschen Energiemärkten:

- kontinuierlicher Anstieg der Energiepreise, vor allem für Verbraucher,3
- Wegbrechen der Geschäftsmodelle der Energieversorger,4
- Zahlungsschwierigkeiten und Insolvenzen von Energieversorgern.

Hinzu kommt, dass auch Kommunen unter den schwierigen Bedingungen auf dem deutschen Energiemarkt leiden.

Bspw. halten Ruhrgebietskommunen 24 % der Aktien an RWE. Die Talfahrt der Aktie führt zu hohen Wertberichtigungen und Abschreibungen; sinkende Dividenden führen zu Defiziten in kommunalen Haushalten5. Die Stadtwerke, die sich oft in kommunaler Hand befinden, werfen keine Gewinne mehr ab und verstärken die finanziellen Nöte der Kommunen.

Die Insolvenz der Stadtwerke Gera könnte aber erst der Anfang sein: in einer Studie sieht die Unternehmensberatung Roland Berger 100 von 500 deutschen Stadtwerken noch schlechter aufgestellt als die in Gera6. Aktuelle Beispiele sind die Stadtwerke Duisburg7 oder der westfälische Energieversorger Enervie8.

Die Folgen der Energiewende treffen aber auch vermehrt die industrielle Produktion. Hersteller konventioneller (Groß-) Kraftwerke, wie Siemens9 oder Bilfinger10, geraten unter wirtschaftlichen Druck und begegnen diesem mit Stellenabbau oder -verlagerungen und Standortverkleinerungen bzw. -schließungen. Die dadurch fehlenden Gewerbesteuereinnahmen belasten wiederum die kommunalen Haushalte, wodurch notwendige Investitionen, auch in kommunale Unternehmen, wie den Stadtwerken, ausbleiben müssen.

1.2 Ziel der Thesis

Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst die Auswirkungen der deutschen Energiepolitik auf die Energieversorgungsunternehmen, sowie deren Eigentümern, zu identifizieren. Darauf aufbauend soll analysiert werden, wie sich durch geeignete Maßnahmen, bspw. Kooperationen, nachhaltige Synergieeffekte erzielen lassen, um die negativen Folgen der Energiewende abzumildern und neue Perspektiven für eine gesicherte Zukunft der Unternehmen zu schaffen. Dabei wird versucht, Visionen zu entwickeln, deren Umsetzung heute vielleicht noch am Konkurrenzgedanken der EVUs scheitert, aber unter dem bestehenden Veränderungsdruck durchaus schon in näherer Zukunft Wirklichkeit werden könnte.

1.3 Verlauf der Thesis

Im folgenden Kapitel wird zunächst der Stand der Wissenschaft bzgl. der Themen Klimawandel / globale Erwärmung dargestellt und welche Handlungsempfehlungen sich hieraus ergeben. Danach wird angerissen und geprüft, wie verschiedene Staaten mit dem Thema Klimawandel / globale Erwärmung umgehen. Es wird dabei untersucht, ob Deutschland mit seinen Bemühungen allein steht, oder ob die wissenschaftlichen Erkenntnisse ein Umdenken in der Energiepolitik anderer Staaten befördert haben. Dabei wird zunächst ein Blick auf die USA geworfen, die als größte Industrienation der Welt großen Einfluss auf und auch Vorbildcharakter für andere Nationen haben. Als weitere Industrienation wird Japan untersucht. Dieses Land ist nicht nur eine führende Wirtschaftsnation, sondern auch durch den Atomunfall in Fukushima unmittelbar betroffen. Danach werden zwei Schwellenländer untersucht: China und Brasilien als Vertreter der BRICS-Staaten. Im Folgenden werden die Europäische Union, sowie einige einzelne EU-Staaten betrachtet.

Im dritten Kapitel wird die Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland betrachtet und herausgearbeitet, welche Folgen diese Energiepolitik auf die deutschen Energieversorgungsunternehmen hatte und hat. Dabei wird auch kritisch hinterfragt, ob die Energiepolitik wirklich der einzige Auslöser für die Probleme der deutschen EVUs ist. An einigen ausgesuchten Beispielen werden die ursächlichen Mechanismen analysiert und dargelegt. Das Kapitel wird abgeschlossen durch einen Abgleich der Forderungen der Europäischen Kommission bzgl. Kongruenz mit der deutschen Politik. Hierbei wird abgewogen, ob das europäische Modell fertig erscheint oder ob Kritikpunkte angebracht sind. Das anschließende Kapitel beginnt mit einem kurzen Exkurs zum Begriff der „Nachhaltigkeit“ und seiner Bedeutung für diese Arbeit. Danach folgt ein Einblick in ein neues Modell zur Geschäftsprozessoptimierung, das sich, passend zu den großen Veränderungen im deutschen Energiesektor, mit dem Change-Management „in Zeiten schnellen Wandels“ befasst. Diese „Kraft der zwei Systeme“ wird für die angeschlagenen EVUs als mögliche Neuorientierung angeboten. Anschließend werden, jeweils für die „vier Großen“ unter den Energieversorgern, aber auch für die Stadtwerke, mögliche Synergieeffekte aufgezeigt. Es wird aber auch auf die Verflechtungen untereinander hingewiesen und Synergien zwischen „Groß“ und „Klein“ werden angeregt, wo heute noch ein „Neben- oder Gegeneinander“ herrscht. Abgerundet wird das Kapitel mit der Vision einer „Energiemetropole Ruhr“.

Das Fazit beschließt diese Arbeit und gibt einen Ausblick auf eine wünschenswerte Zukunft, besonders hinsichtlich einer europäischen bzw. globalen Energiepolitik und -wirtschaft.

2. Problematik von Klimawandel und Erderwärmung sowie ihre Folgen in der globalen Energiepolitik

In diesem Kapitel wird dargestellt, warum eine Energiepolitik auf Basis fossiler Energien nicht mehr zukunftsfähig ist. Zunächst werden die wissenschaftlichen Fakten aufgeführt, die nach einer Zeit des Leugnens und Verharmlosens mittlerweile allgemein anerkannt sind. Die Forderungen und Bemühungen der Vereinten Nationen zur Folgenminderung von Klimawandel und globaler Erwärmung bilden einen weiteren Punkt. Im Nachgang wird untersucht, wie einige, ausgewählte Nationen, diesen Forderungen Rechnung tragen. Da die deutsche Energiepolitik ohne den Konsens mit der Politik der Europäischen Union nicht möglich ist, wird auf deren Vorstellungen eingegangen. Abgerundet wird dieses Kapitel durch eine Betrachtung der Energiepolitik europäischer Nachbarstaaten in der EU.

2.1 Klimawandel und Erderwärmung im Fokus der Wissenschaft

Die Geschehnisse in der Erdatmosphäre wurden bereits früh erforscht und dargestellt. Allerdings lagen die Schwerpunkte in der Beschreibung der natürlichen Effekte. Der französische Mathematiker und Physiker Jean Baptiste Fourier forschte in den 1820er Jahren zum Treibhauseffekt und der Wirkung von Spurengasen. Der irische Physiker John Tyndall vertiefte in den 1860ern die Erforschung der natürlichen Treibhausgase.

Die ersten, detaillierten Berechnungen zum o.g. Effekt sind dem schwedischen Physiker Svante Arrhenius zu verdanken. Im Jahre 1895 erkannte er als Erster, dass das vom Menschen erzeugte CO2 Wirkungen auf das Weltklima hat. Er berechnete bereits seinerzeit einen Temperaturanstieg durch die menschlich verursachten Emissionen. Er leitete daraus aber rein positive Effekte ab, etwa ein freundlicheres, wärmeres Wetter für künftige Generationen.

Erst 1941 war es der deutsche Meteorologe und Klimatologe Hermann Flohn, der die globalen Folgen der anthropogenen Einflüsse kritisch sah und die Klimaforschung voranbrachte.

Heute steht Folgendes fest:

- der CO2 – Anstieg in den letzten 250 Jahren ist höher als erdgeschichtlich jemals zuvor
- die durchschnittlichen globalen Oberflächentemperaturen (siehe Abbildung) sind seit 1860 deutlich angestiegen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Globale oberflächennahe Durchschnittstemperatur (Quelle: http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/klimawandel/38444/entdeckung-des-menschlichen-einflusses)

Auch die Symptome sind deutlich erkennbar:

- die arktische Eisabdeckung nimmt immer weiter ab,
- die heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen liegen gehäuft in den letzten 20 Jahren (mit 2014 als dem bisher heißesten Jahr),
- der Meeresspiegel steigt an (bis zu 20 cm im 20. Jahrhundert),
- die Gebirgsgletscher schmelzen ab,
- tropische Stürme nehmen in Häufigkeit und Intensität zu,
- Zunahme von bspw. Starkregen auch in „gemäßigten Breiten“.

Der Einfluss des Menschen auf das Weltklima ist nicht mehr zu leugnen. Allerdings wurden die Intensität und das Ausmaß dieser Beeinflussung lange kontrovers diskutiert. 1995 gelang jedoch der Nachweis mit der „Fingerabdruck-Methode“. In einer Kombination aus Simulationen, Modellen und Messungen wurde dargelegt, dass mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit die Klimaveränderungen vom Menschen verursacht sind. In den folgenden Jahren wurden die Methoden verfeinert, ohne jedoch die Aussage zu verändern. Die Forderung lautet, die globale Klimaerwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, um die Folgen abzumildern und noch beherrschbar zu halten. Wird nicht gehandelt, sind die Wirkungen heute in ihrer Reichweite noch nicht endgültig absehbar, werden aber als „verheerend“ angesehen.11

2.2 Empfehlungen der Vereinten Nationen zur Folgenbegrenzung

Relativ spät (1972) kam das Thema Umwelt auf einer UN-Konferenz in Stockholm auf die Agenda. Die zunehmende globale Umweltzerstörung führte zur Gründung des UN-Umweltprogramms UNEP12. In zahlreichen, folgenden Konferenzen und Gipfeln wurden Ziele formuliert, um die Zerstörungen einzudämmen und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten

Im Brundtland-Report (1987) wird eine nachhaltige Entwicklung gefordert, um die o.g. Ziele zu erreichen. Der Umweltschutz und wirtschaftliches Wachstum werden in einen unmittelbaren Zusammenhang gestellt.

Auf der UN-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro wurde bereits festgeschrieben, dass fehlende wissenschaftliche Beweise (s.o.: Fingerabdruck-Methode 1995) nicht dazu führen dürfen, in den Anstrengungen gegen Klimawandel, Ozonabbau und globaler Erwärmung nachzulassen. Somit betonten die Vereinten Nationen zu diesem bereits frühen Zeitpunkt, dass die anthropogenen Folgen vorhanden sind und bekämpft werden müssen13.

2012 fand die Konferenz „Rio+20“ statt. Zwanzig Jahre nach der ersten Konferenz in Rio de Janeiro wurde erstmals allgemein anerkannt, dass nachhaltige Entwicklung – im Rahmen einer „Green Economy“ – ein wichtiger Faktor für eine bessere Zukunft ist. Da die Entwicklungsländer an dieser neuen Wirtschaftsweise stark interessiert sind, ergeben sich auch positive Aspekte gegen die globale Umweltzerstörung. Die Industrieländer könnten, durch Wissens- und Technologietransfer, die Entwicklungsländer hierbei unterstützen. Denn fest steht: auch diese Länder möchten einen besseren Lebensstandard erreichen. Sollten sie ihre Energieversorgung dann auf fossile Energieträger gründen, wären die Klimabemühungen in den Industrienationen schnell zunichte gemacht. Denn für den Klimawandel ist es unerheblich, ob die Emissionen aus einem deutschen Kraftwerk oder aus einem aus Bangladesch stammen.

Nur eine einheitliche, weltweite „Green Economy“ kann letztendlich reüssieren.

2.3 Energiepolitische Umsetzungen in ausgewählten Regionen

Die Forderung nach einer „Green Economy“ kann aber nur dann zum Erfolg führen, wenn die Nationen diese nicht nur anerkennen, sondern auch konsequent umsetzen. Im Folgenden wird anhand einiger ausgewählter Beispiele untersucht, wie diese Länder ihre Verantwortung wahrnehmen und wie weit sie mit ihren Bemühungen bereits gekommen sind.

2.3.1 Industrienationen

Die Betrachtung der Industrienationen erscheint im Rahmen dieser Arbeit unerlässlich, da Deutschland zu den führenden Vertretern dieser Nationen zählt14 und somit ein Vergleich „unter Gleichen“, analog zu den Anforderungen an ein Benchmark, erfolgen muss. Außerdem kommt den Industrienationen eine Vorbildfunktion in der globalisierten Welt zu. Nur wenn sie bereit sind, große Anstrengungen in Kauf zu nehmen und zusätzlich bspw. Entwicklungsländer zu unterstützen, werden auch die anderen Nationen mitziehen. Da im Rahmen der Betrachtung der Europäischen Union weitere führende Vertreter dieser Gruppe untersucht werden, beschränkt sich auf die USA als amerikanische, und Japan als asiatische Industrienation.

2.3.1.1 Vereinigte Staaten von Amerika

Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt sind die Vereinigten Staaten von Amerika mit weitem Abstand die größte Volkswirtschaft der Welt14. Groß ist aber auch der Energiehunger der USA: im Jahr 2011 lag der Pro-Kopf-Energieverbrauch bei 312,15 Mio. BTU. Zum Vergleich: im gleichen Zeitraum lag der Verbrauch der Bundesbürger bei 160,57 BTU, also etwa der Hälfte15.

Auch wenn die USA damit nicht an der Spitze liegen, (bspw. sind die Verbräuche in Katar oder Norwegen deutlich höher) muss man hier aber relativieren: die beiden genannten Staaten sind, wenn auch auf gegensätzliche Weise, Witterungsextremen ausgesetzt.

Die USA verfügen zwar auch über Gebiete mit extremeren Witterungsverhältnissen, wie Alaska, New Mexico oder Texas, ein großer Teil hat aber auch kontinentales Klima.

Auch die USA bleiben nicht von den Folgen des Klimawandels verschont: in Kalifornien wurde Wassersparen verordnet, da der Westen der Staaten immer häufiger und länger von Dürren betroffen ist. Aber auch wenn in Kalifornien ein Trockenheitsrekord dem Anderen folgt und Wasserverschwendung hart bestraft wird16: ein großer Teil der US-Amerikaner glaubt – nach einer Untersuchung der Universität Yale - nicht, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Insbesondere Anhänger der Republikanischen Partei bezweifeln sogar, dass überhaupt ein Klimawandel stattfindet17.

Das hat schwerwiegende Folgen: wer den Klimawandel leugnet, dem ist kaum nahezubringen, dass er Energie und Wasser sparen und auf erneuerbare Energien setzen soll. Die Klimaziele von Präsident Obama sind daher als positive Zeichen zu sehen. Wie dies nach einem Machtwechsel in Washington aussieht, ist aber bei den Umfrageergebnissen unter Republikanern eher pessimistisch einzuschätzen.

Ein weiterer Trend hat dazu geführt, dass fossile Energien, insbesondere in den USA, eine Renaissance erleben: die Gewinnung unkonventionellen Erdöls oder Erdgas, dem sog. Fracking.

Dieses – aus Umweltgründen stark umstrittene – neue Verfahren könnte die Vereinigten Staaten bald von einer Import- zu einer Exportnation von Öl und Gas machen18.

Die USA sind damit zu einem ernsthaften Konkurrenten der OPEC-Staaten geworden, die ihrerseits die Förderquoten erhöht haben. Die positiven Folgen sind auch für deutsche Verbraucher spürbar: die Öl- und insbesondere die Kraftstoffpreise sinken. Was bspw. Autofahrer freut, führt gerade bei kleineren und mittleren Ölproduzenten in den USA zu großen Schwierigkeiten: der fallende Ölpreis (in Folge der Ölschwemme) macht das Fracking immer öfter unrentabel. Die Förderindustrie, die viele Jahre lang erfolgreich war, gerät in die Krise19.

Da die USA zum größten Energieproduzenten weltweit aufgestiegen sind, soll an dieser Stelle als Vergleichsgröße der Primärenergieeinsatz der Elektrizitätserzeugung betrachtet werden. Die EIA, US-Informationsbehörde für Energie, stellt für 2014 fest: 67% werden aus fossilen Quellen und weitere 19% aus Atomkraft gewonnen. Erneuerbare Energien erreichen 13%20.

Somit ist eine Führungsrolle der USA hinsichtlich einer „Green Economy“ nicht erkennbar.

2.3.1.2 Japan

Bezogen auf das BIP (2012), liegt Japan auf Rang drei weltweit. Nur die – territorial und einwohnermäßig – deutlich größeren Vereinigten Staaten von Amerika und China erzielen ein höheres Ergebnis14.

Der Pro-Kopf-Energieverbrauch liegt mit 163,36 Mio. BTU (in 2011) in ähnlicher Höhe wie in Deutschland15.

Betrachtet man die Stromerzeugung (2011), so haben die fossilen Energien mit knapp 54% den größten Anteil, gefolgt von der Atomkraft mit ca. 25%. Die erneuerbaren Energien (inkl. Wasserkraft) spielen mit etwa 5% eine nachrangige Rolle. Die restlichen 16% wurden im Ausland zugekauft21.

Greift man die Entwicklung der Atomkraft ab 2011 heraus, so sinkt der Anteil in 2012 auf 2,1%, in 2013 weiter auf 1,7%, um in 2014 faktisch bei null zu liegen22.

Dies war Folge des Nuklearunfalls im März 2011 in Fukushima, der - in Folge eines Erdbebens und eines nachfolgenden Tsunamis – zu einem Moratorium und einem Stopp aller japanischen Atomkraftwerke führte. Aber auch menschliches Versagen und Vertuschungsversuche verschlimmerten die Situation weiter, die zu atomarer Verstrahlung, zeitweiser Unbewohnbarkeit der Gegend um die havarierten Reaktorblöcke und sogar Todesfällen führte23.

Nachdem zwischenzeitlich alle Kernkraftwerke zu Überprüfungen abgeschaltet worden waren, so dass im Herbst 2013 keine Atomkraft in Japan erzeugt wurde, ist im August 2015 das erste Kraftwerk wieder an das Netz gegangen. Die Vorschriften, die von der japanischen Regierung als „die sichersten der Welt“ bezeichnet werden, sollen die Bevölkerung davon überzeugen, dass ein Paradigmenwechsel bzgl. der Atomkraft unnötig und diese eine sichere Energiequelle sei24.

2.3.2 Schwellenländer

Der Begriff Schwellenland ist nicht exakt definiert. Es handelt sich um Nationen, die sich, aufgrund ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, auf dem Weg zur Industrienation befinden. Hierbei können Errungenschaften der Industrienationen, wie ein gesichertes Einkommen breiter Bevölkerungsschichten, Rückgang der Säuglingssterblichkeit oder Demokratisierung der Gesellschaft, oftmals nicht in gleichem Maße erreicht werden25.

Eindeutig hingegen ist die Bezeichnung der BRICS-Staaten. „BRICS“ ist hierbei ein Akronym für Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Der Begriff BRIC (damals noch ohne Südafrika) wurde 2001 durch die Investmentbank Goldman Sachs „erfunden“, um die Machtverschiebung weg von den G7-Staaten, hin zu den Schwellenländern, zu verdeutlichen. Allerdings unterscheiden sich die BRICS-Staaten auch deutlich von den G7-Nationen: die G7 sind gleichzeitig eine Wertegemeinschaft, die vor allem auf demokratisch legitimierten Systemen beruht. Bei den BRICS-Staaten sind mit China, der bevölkerungsreichsten autoritär regierten Nation und Indien, der weltgrößten Demokratie, zwei völlig unterschiedliche Wertvorstellungen vertreten. Dies macht die Zusammenarbeit deutlich schwieriger26.

Da diese Nationen wirtschaftlich aufholen, steigt auch ihr Energiebedarf. Die Auswirkungen auf das Klima, sollte man hierzu fossile Energien nutzen, sind leicht zu erahnen. Daher sollen im Nachgang zwei Vertreter dieser Staaten, einer aus Asien, der andere aus Amerika, der Erste autoritär regiert, der Zweite eine Demokratie, auf ihre Energiepolitik untersucht werden.

2.3.2.1 Volksrepublik China

China, mit über 1,3 Mrd. Einwohnern bevölkerungsreichstes Land der Welt, hat im Jahr 2010 die USA als größter Energieverbraucher überholt. Auch wenn China den Vergleich abgelehnt hatte und auf die Unterschiede zwischen einem aufstrebendem Schwellenland und der führenden Industrienation hinwies, bzw. auf die Verbesserung der Energieeffizienz und Energieeinsparungen: die Internationale Energieagentur (IEA) blieb als Herausgeber des Vergleichs bei seinen Zahlen. Auch wurde auf mangelnde Effizienz hingewiesen, was den chinesischen Äußerungen widerspricht27.

Bezogen auf den Klimawandel ist aber nicht der Energieverbrauch insgesamt, sondern die Frage nach den Primärenergieträgern entscheidend. Im Jahr 2013 wurden ca. drei Viertel der Energie durch Kohle erzeugt, etwa 11% aus erneuerbaren Energien, bzw. Kernkraft. Das bedeutet, dass rund 89% der Energieerzeugung klimawirksam erfolgte28.

Im Oktober 2013 führte dies, zusammen mit den - ebenfalls auf Kohle beruhenden – Gebäudeheizungen, Industrieabgasen und Emissionen des Verkehrssektors, in der Millionenstadt Harbin zu Smog, der das öffentliche Leben zum Erliegen brachte. Die gemessene Feinstaubbelastung lag 40-mal höher, als von der WHO empfohlen29.

Noch heute stammen etwa ein Viertel der klimaschädlichen Abgase weltweit aus der Volksrepublik.

Allerdings hat sich China aktuell Ziele gesetzt, um dieses bis zum Jahr 2030 zu ändern:

steigende CO2-Emissionen nur bis spätestens zu diesem Zeitpunkt,

Effizienzsteigerung der Industrieproduktion (gleiches Ergebnis mit 65% weniger CO2-Freisetzung),

Steigerung des Anteils nicht fossiler Energien um 20%.

China investiert mehr in den Ausbau erneuerbarer Energien als alle anderen Länder der Welt. Aber die Investitionen in die Kohle sind weiter deutlich höher. Bspw. war in 2014 die neu errichtete Kraftwerkskapazität im Kohlebereich doppelt so hoch wie in erneuerbare Energien und Kernkraft zusammen30.

2.3.2.2 Brasilien

Auch in Brasilien führten Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum und steigender Wohlstand zu erhöhter Energienachfrage: zwischen 2004 und 2014 stieg bspw. der Stromverbrauch um etwa 40%.

Allerdings kommt die brasilianische Energiewirtschaft den Forderungen der Vereinten Nationen recht nah: im Jahre 2013 wurden ca. 87% des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt, der Anteil am PEV lag bei ca. 44%.

Dabei lag die Hauptquelle der Stromerzeugung (etwa 70%) bei der Wasserkraft, die auch weiter ausgebaut werden soll. Aber auch im Bereich Windkraft soll dies geschehen.

Der Markt ist reguliert. Sollen neue Stromkapazitäten aufgebaut werden, so werden diese versteigert. Das preisgünstigste Angebot erhält den Zuschlag. In der Regel kamen Photovoltaikanlagen wegen der höheren Kosten nicht zum Zuge. Da der Energiemix um die solaren, erneuerbaren Energien erweitert werden soll, fand 2013 ein Wettbewerb ausschließlich für PV-Anlagen statt31.

2.4 Europäische Union

In diesem Unterkapitel wird betrachtet, welche Vorschriften bzgl. Klima- und Energiepolitik in der EU herrschen, bzw. seitens der Europäischen Kommission angedacht sind. Dies muss einbezogen werden, wenn man die deutsche Politik betrachtet, da europäische Vorgaben auch die Bundesrepublik binden.

An dieser Stelle sollen nur die aktuellsten Forderungen und Vorstellungen dargestellt werden, um die Übersichtlichkeit zu wahren.

Anfang 2015 stellte die Europäische Kommission ihr „Paket zur Energieunion“ vor.

Bereits der Untertitel macht deutlich, wie sich die Kommission die Zukunft vorstellt:

innerhalb der Europäischen Union soll eine „Energieunion“ entstehen, die „krisenfest“ ist, verbunden mit einer Strategie für einen „zukunftsorientierten Klimaschutz“32.

Die Ziele, die hiermit erreicht werden sollen, sind:

Versorgung mit preiswerter Energie33,

eine Wirtschaft, die

nachhaltig,

CO2-arm (Reduktion der Emissionen um 40% bis 203034 ),

klimafreundlich,ist,

Versorgungssicherheit für alle Verbraucher mit

nachhaltig,

sicher,

dezentral,

und unter (fairen) Wettbewerbsbedingungen,

erzeugter Energie,

ein europaweites Energieversorgungssystem, das nicht an Ländergrenzen endet,

starke, wettbewerbsfähige Unternehmen, die die erforderlichen Innovationen entwickeln und produzieren,

qualifizierte Arbeitnehmer, die die Kenntnisse aufweisen, die sie in der „neuen“ Wirtschaft benötigen,

vertrauensvolle Investoren,

EU-Bürger, die

Verantwortung für diesen Wandel übernehmen,

neue Technologien nutzen, bspw. zur Energieeffizienz,

aktive Marktteilnehmer sind,

und im Mittelpunkt der Energieunion stehen sollen.

Um diese Ziele erreichen zu können, bedarf es laut der EC einer kompletten Umstellung des gesamten europäischen Energiesystems. Maßnahmen hierzu sind:

Abkehr von:

fossilen Brennstoffen,

zentralisierter Energieversorgung,

alten Technologien,

veralteten Geschäftsmodellen,

Stärkung der Verbraucher durch:

Informationen,

Auswahl,

Flexibilität der Nachfrage,

optimaler Ressourceneinsatz,

Wettbewerb der Energieerzeuger,

Regulierung der Märkte - falls erforderlich,

Renovierung und Ausbau der Infrastruktur, bspw. Hochspannungsleitungen35,

Entwicklung von „Supernetzen“ (Supraleiter) und Speichertechnologien36,

ein funktionierendes EU-Emissionshandelssystem37,

Weiterentwicklung intelligenter Netze und Smart-Home Technologien38.

Um die Europäische Union von Energieimporten unabhängiger zu machen, wird auch auf die Nutzung von unkonventionellem Öl und Gas gesetzt, sofern sich Mitgliedsstaaten hierzu entschlossen haben.

Bzgl. der Kernenergie wird auf die hohe Abhängigkeit von der Einfuhr von Kernbrennstoffen verwiesen39. Auch will man global die sichersten Nukleartechnologien vorweisen können38. Hoffnungen werden des Weiteren auf die Kernfusion gelegt40.

Die Investitionskosten in dieses neue Energiesystem summieren sich EU-weit in den nächsten zehn Jahren auf zwei Billionen Euro (Schätzwert). Um den privaten Sektor, der den Großteil dieser Investitionen aufbringen soll, zu unterstützen und Anreize zu schaffen, sollen Kredite, Fazilitäten, Fonds und evtl. Investitionsprogramme zur Verfügung gestellt werden41.

Weiterhin sollen die nationalen Kapazitätsmechanismen und Fördersysteme erneuerbarer Energien im Rahmen des EU-Binnenmarktes aufeinander abgestimmt und vereinheitlicht werden. Auch sollen sich die EU-Staaten mit ihren Nachbarn bzgl. ihrer Energiepolitik abstimmen42.

Aber auch der Verbraucherschutz soll verbessert werden. Insbesondere stehen sog. besonders schutzbedürftige Verbraucher im Fokus. Hiermit sind die Verbraucher gemeint, die ihre Energierechnungen nicht oder nur unter großen Anstrengungen zahlen können. Solidaritätstarife oder Nachlässe auf die Rechnungen werden angeregt.

Weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäude- und Verkehrssektor43, sowie der damit verbundenen Reduktion von CO2-Emissionen34,44.

Auf internationaler Ebene will man die „Übernahme der Führungsrolle bei erneuerbaren Energien“ erreichen37.

Im Anschluss werden die Gegebenheiten in Frankreich und Großbritannien untersucht. Diese beiden Länder sind in der EU nach Deutschland die größten Wirtschaftsmächte, gemessen am BIP45. Danach werden Österreich, Polen, Dänemark und Belgien als geografische Nachbarn der Bundesrepublik betrachtet. Dies dient nicht nur dem Zweck, die Energieversorgung dieser Staaten zu vergleichen, sondern auch Synergiemöglichkeiten, wie oben von der EC gefordert, bzgl. Stromimport und –export darzulegen.

2.4.1 Frankreich

Betrachtet man den französischen Energiemix (PEV) im Jahre 2011, so kann man festhalten: fast 50% wurden fossil erzeugt und weitere über 40% durch Kernenergie. Erneuerbare Energien liegen mit fast acht Prozent auf Platz drei. Allerdings hatte die Holzverbrennung hieran den größten Anteil, die auch klimaschädliches CO2 freisetzt; aufgrund der vorherigen Speicherung von CO2 durch die Bäume wird aber von einer ausgeglichenen Bilanz ausgegangen46.

Im August 2015 trat ein Gesetz in Kraft, das die Forderungen seitens der Europäischen Kommission (s.o.) auf Frankreich herunterbricht.

Die Ziele im Einzelnen:

Senkung der Treibhausgasemissionen

um 40% (bis 2030)

um 75% (bis 2050)

Senkung des Nuklearstromanteils von aktuell 75% auf 50% in 2025

Verbrauchssenkung fossiler Brennstoffe um 30% (bis 2030)

Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien auf 32% (bis 2030)

Reduktion des Endenergieverbrauchs um 50% (bis 2050).

Einige Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind:

energetische Gebäudesanierung beschleunigen

Förderung schadstoffarmer Verkehrsmittel

Kreislaufwirtschaft ausbauen

Müllaufkommen reduzieren

erneuerbare Energien ausbauen, sowie ihre Förderung vereinfachen

Regelungen für Betrieb und Rückbau von Atomkraftwerken verschärfen47.

2.4.2 Großbritannien

Die Stromerzeugung in Großbritannien wurde in 2012 jeweils zur Hälfte durch Kohle, sowie zur anderen Hälfte aus Gas und Kernkraft gewonnen. Erneuerbare Energien lagen bei etwa 9,7%48.

Großbritannien baut zurzeit ein Atomkraftwerk, das sieben Prozent des britischen Strombedarfs decken soll. Hierzu hat die Europäische Kommission Beihilfen in Milliardenhöhe bewilligt. Hiergegen hat Österreich vor dem Europäischen Gerichtshof Klage eingereicht, da man nur erneuerbare Energien für förderungsfähig hält. Großbritannien reagierte hierauf mit Drohungen gegen Österreich49.

2.4.3 Österreich

In Österreich liegt der Schwerpunkt der Energieerzeugung auf der Wasserkraft: zwei Drittel des Strommixes wurden 2013 in derartigen Anlagen erzeugt. Ein weiterer wichtiger Faktor sind thermische Kraftwerke, die zwar Emissionen ausstoßen, nach Aussagen der österreichischen Energieerzeuger aber hocheffizient sind. Ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Energien ist vorgesehen50.

Allerdings ist Österreich auch auf Stromimporte, insbesondere aus Deutschland, angewiesen. So wurden 2014 etwa 40 % des Strombedarfs eingeführt51.

2.4.4 Polen

Betrachtet man den Primärenergieverbrauch im Jahre 2009, so stellt man fest, dass beinahe der gesamte Bedarf durch fossile Energieträger gedeckt wird, wobei die besonders klimaschädliche Kohle den Hauptteil ausmacht. Kernenergie spielt keine Rolle. Aber auch erneuerbare Energien sind vernachlässigbar gering vertreten52.

[...]


1 Vgl. Handelsblatt (2015): Chinas Exporte. Exportweltmeister unter Druck

2 Vgl. Politische Bildung (2015): Klimawandel - Klimakonferenzen - Klimapolitik

3 Vgl. Bundeministerium für Wirtschaft und Energie (2015): Energiepreise und Energiekosten

4 Vgl. Servatius, H.-G. (2012): Wandel zu einem nachhaltigen Energiesystem mit neuen Geschäftsmodellen, S. 3.

5 Vgl. Meinke, U. (2015): RWE-Krise trifft die Revierstädte, S. 5.

6 Vgl. WirtschaftsWoche (2014): Roland Berger. Jedes fünfte Stadtwerk steht vor der Pleite

7 Vgl. Der Westen (2015): Stadtwerke Duisburg - vom „Goldesel“ zum Versorgungsfall

8 Vgl. WDR (2015): Hagener Rat stimmt Enervie-Rettungspaket zu

9 Vgl. Badische Zeitung (2015): Sparkurs. Erneut Kahlschlag bei Siemens

10 Vgl. Der Westen (2015): Bilfinger verkauft Kraftwerkssparte - 550 Jobs betroffen

11 Vgl. Politische Bildung (2013): Die Entdeckung des menschlichen Einflusses auf das Klima

12 Vgl. UNRIC (2015): Umwelt

13 Vgl. UNRIC (2015): Nachhaltige Entwicklung

14 Vgl. Statista (2015): Statistiken zur Weltwirtschaft

15 Vgl. Statista (2015): Pro-Kopf-Energieverbrauch in ausgewählten Ländern weltweit im Jahr 2011 (in Millionen BTU)

16 Vgl. Süddeutsche Zeitung (2015): Kalifornien - Ein Bundesstaat muss Wasser sparen

17 Vgl. Süddeutsche Zeitung (2015): USA - Klimawandel? Glaubensfrage!

18 Vgl. Die Welt (2015): USA machen sich frei vom Öl der Scheichs

19 Vgl. manager magazin (2015): Amerikas Fracking-Industrie stürzt ab. Pumpen, bis die Pleite kommt

20 Vgl. EIA (2015): What is U.S. electricity generation by energy source?

21 Vgl. Statista (2015): Verteilung der Energieträger an der Stromerzeugung in Japan im März 2011 (in Terawattstunden)

22 Vgl. Statista (2015): Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung in Japan in den Jahren 2000 bis 2014

23 Vgl. Zeit Online (2011): Atomunfall: Was geschah in Fukushima?

24 Vgl. FAZ (2015): Vier Jahre nach Fukushima. Japan fährt erstmals seit Fukushima-Gau Reaktor hoch

25 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (2015): Schwellenländer

26 Vgl. BPB (2015): BRICS-Staaten

27 Vgl. FAZ (2010): Streit um Statistik. China ist neuer Weltmeister im Energieverbrauch

28 Vgl. Statista (2015): Energieerzeugung in China von 2001 bis 2013 nach Energieträgern

29 Vgl. Zeit Online (2013): Luftverschmutzung: Smog-Chaos in Chinas Millionenmetropole Harbin

30 Vgl. Spiegel Online (2015): Ehrgeizige Klimaziele: China will CO2-Ausstoß mehr als halbieren

31 Vgl. Bundeministerium für Wirtschaft und Energie (2014): Länderprofil Brasilien

32 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 1

33 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 3

34 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 16

35 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 2.

36 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 11.

37 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 17.

38 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 18.

39 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 6.

40 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 20.

41 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 9.

42 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 12.

43 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 14.

44 Vgl. Europäische Kommission (2015): Paket zur Energieunion, S. 15.

45 Vgl. Eurostat (2015): GDP at current market prices, 2002-03 and 2011-13

46 Vgl. BPB (2013): Der französische Energiemix 2011

47 Vgl. Französische Botschaft (2015): Gesetz zum Energiewandel: Frankreich setzt auf erneuerbare Energien und weniger Atomstrom

48 Vgl. Statista (2015): Stromerzeugung im Vereinigten Königreich (Großbritannien) nach Energieträgern im Jahr 2012

49 Vgl. Salzburger Nachrichten (2015): London will Österreich wegen dessen Atompolitik schaden

50 Vgl. Oesterreichs Energie (2015): Strom: Der flexible Erzeugungsmix in Österreich

51 Vgl. Der Standard (2014): Österreichs Stromimporte schon bei 40 Prozent

52 Vgl. BPB. Bundeszentrale für politische Bildung (2012): Energiemix nach Staaten

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten

Details

Titel
Wie kann die deutsche Energiewirtschaft die negativen Folgen der Energiewende abmildern?
Untertitel
Eine Analyse nachhaltiger Synergieeffekte bei Energieversorgungsunternehmen in Deutschland
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule  (OBS)
Note
2,8
Autor
Jahr
2015
Seiten
66
Katalognummer
V317701
ISBN (eBook)
9783668193383
ISBN (Buch)
9783668193390
Dateigröße
1085 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Energieversorgungsunternehmen, EVU, EVUS, Stadtwerke, RWE, EON, Synergie, Synergien, Synergieeffekte
Arbeit zitieren
Volker Timm (Autor), 2015, Wie kann die deutsche Energiewirtschaft die negativen Folgen der Energiewende abmildern?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317701

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