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Entstehungs- bzw. Rezeptionswirklichkeit des Films Zelig

Title: Entstehungs- bzw. Rezeptionswirklichkeit des Films Zelig

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maria Kufeld (Author), Nadja Körner (Author)

Film Science
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Einen Film zu sehen ist nicht schwer, doch den Inhalt und die Aussage zu verstehen,
die uns der Drehbuchautor vermitteln will, dazu gehört schon etwas mehr als nur
das passive Ansehen. Ein Film zeigt uns eine fiktionale Welt auf, die wir oftmals als
reale Abbildung annehmen, wie der griechische Philosoph Platon schon in seinem
„Höhlengleichnis“ darstellt.
Doch häufig werden nur Teile unserer Realität im Film beschrieben, um ein besseres
Verständnis der erschaffenen Fiktion herbeizuführen. Durch diese Verschmelzung
von Realität und Fiktion soll der Zuschauer zum Nachdenken angeregt werden und
eventuell Anreize zur Veränderung seines bisherigen Weltbildes bekommen.
In dem Seminar ’Philosophie im Film’ wurde versucht das Spannungsfeld zwischen
Fiktion und Realität an ausgewählten Filmen zu ergründen.
In der folgenden Ausarbeitung soll hinterfragt werden, in welchem thematischen
und historischen Kontext der Film Zelig von Woody Allen aus dem Jahr 1983 steht.
Wie entstand der Film? Welche Aussage vermittelt er? Wie wurde er vom Publikum
und Kritikern aufgenommen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenfassung des Filminhaltes

3. Wie viel Woody Allen steckt in Leonard Zelig?

3.1. Entstehung Zeligs – Thema

3.2. Entstehung Zeligs - Eingliederung in Filmphasen

4. Filmgenre Mockumentary

5. „Historische Augenzeugen“ – Die Interviewten

6. Filmhistorischer Hintergrund

7. Allens Kritik im Film

7.1. Kritik an Allens Film – Rezeption

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film "Zelig" von Woody Allen hinsichtlich seines thematischen und historischen Kontextes. Dabei wird analysiert, wie Fiktion und Realität verschmelzen, um den Zuschauer zum kritischen Nachdenken über das Medium Film und die Konstruktion von Authentizität anzuregen.

  • Autobiografische Bezüge in Woody Allens Werk
  • Das Genre der Mockumentary als filmisches Mittel
  • Die Rolle von Medien und Wissenschaft in den 1920er und 1930er Jahren
  • Kritik an der manipulativen Wirkung medialer Darstellung
  • Die Bedeutung von Psychoanalyse für die Identitätsfindung

Auszug aus dem Buch

4. Mockumentary

Leonard Zelig ist ein fiktiver Charakter und seine Filmbiografie eine Simulation. Und doch wirkt ihre Projektion in die realen Geschehnisse der 20er/ 30er realistisch. „Durch die perfekte Imitation gebräuchlicher Verfahrensweisen dokumentarischer Filmarbeit verleiht Allens Inszenierung den erdachten Begebenheiten um die erfundene Person den Eindruck von Authentizität.“

Die stilistische Umsetzung, dieses von Allens Zelig maßgeblich geprägte Filmgenres, nennt sich „Mockumentary“; zusammengefügt aus den englischen Begriffen mock (Attrappe, Fälschung) und documentary (Dokumentation), was soviel heißt wie Dokumentationsfälschung.

Auf den ersten Blick fallen diverse klassische Dokumentationselemente auf, derer sich Allen bedient: Es gibt einen kommentierenden Off-Sprecher, originales Material der damaligen Zeit wie Schwarz-weiß-Fotografien, verwendete Ton-/Filmaufnahmen von Radioshows und Kino-Wochenschauen, die angeblichen Zeitzeugen, die Interviews geben, ja selbst den fingierten Abspann, der den Zuschauer darüber in Kenntnis setzt, wie das Leben der Beteiligten weitergeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen Fiktion und Realität im Film ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Kontextes von "Zelig".

2. Zusammenfassung des Filminhaltes: Dieses Kapitel skizziert die Handlung des Films rund um das menschliche Chamäleon Leonard Zelig und seine Begegnung mit Dr. Eudora Fletcher.

3. Wie viel Woody Allen steckt in Leonard Zelig?: Hier werden autobiografische Parallelen zwischen Woody Allen und seiner Filmfigur sowie der Einfluss der Psychoanalyse auf Allens Werk beleuchtet.

3.1. Entstehung Zeligs – Thema: Dieser Abschnitt behandelt die Ursprünge der Idee zu Zelig und die Entscheidung für eine dokumentarische Darstellungsform.

3.2. Entstehung Zeligs - Eingliederung in Filmphasen: Es wird die historische Einordnung von "Zelig" in das Gesamtwerk Allens und seine Entwicklung als Filmemacher erläutert.

4. Filmgenre Mockumentary: Dieses Kapitel definiert und analysiert das Genre der Mockumentary anhand der verschiedenen Filmebenen in Zelig.

5. „Historische Augenzeugen“ – Die Interviewten: Hier wird die Funktion der Experten und Zeitzeugen untersucht, die den Film authentisch wirken lassen sollen.

6. Filmhistorischer Hintergrund: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Ereignisse und technischen Neuerungen der 1920er und 1930er Jahre, die in den Film einfließen.

7. Allens Kritik im Film: Es wird die satirische Kritik an Wissenschaft, Medien und dem gesellschaftlichen Starkult herausgearbeitet.

7.1. Kritik an Allens Film – Rezeption: Dieser Abschnitt befasst sich mit dem kommerziellen Misserfolg des Films in den USA und seiner filmhistorischen Anerkennung.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Bedeutung von Zelig als einzigartiges Beispiel für die Simulation von Wahrheit im Film.

Schlüsselwörter

Zelig, Woody Allen, Mockumentary, Identitätsfindung, Fiktion, Realität, Dokumentarfilm, Psychoanalyse, Medienkritik, 20er Jahre, 30er Jahre, Authentizität, Historischer Kontext, Chamäleon, Filmgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht den 1983 veröffentlichten Film "Zelig" von Woody Allen im Hinblick auf seine Entstehungsgeschichte, seine filmische Form und seine thematische Auseinandersetzung mit Identität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verschmelzung von Realität und Fiktion, der autobiografischen Prägung des Werks, der medienkritischen Satire sowie der Bedeutung von Psychoanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den thematischen und historischen Kontext des Films zu hinterfragen und aufzuzeigen, wie Woody Allen das Medium Film nutzt, um Authentizität zu dekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer filmanalytischen Untersuchung, gestützt durch filmwissenschaftliche Literatur, Sekundärquellen und historische Recherchen zu den behandelten Themen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Films, das Genre der Mockumentary, den Einsatz fiktiver Zeugen, filmhistorische Bezüge sowie die Kritik an der Wissenschaft und den Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Zelig, Mockumentary, Identitätsfindung, Authentizität, Dokumentarfilm und Medienkritik.

Wie unterscheidet sich "Zelig" von herkömmlichen Dokumentarfilmen?

Im Gegensatz zu einem echten Dokumentarfilm handelt es sich bei "Zelig" um eine "Mockumentary", die durch die Simulation von Archivmaterial und fingierten Experteninterviews bewusst mit der Glaubwürdigkeit des Zuschauers spielt.

Welche Bedeutung hat das "Weiße Zimmer" im Film?

Die "Weiße-Zimmer-Sitzungen" dienen als formales Mittel zur Darstellung der Psychoanalyse und sind zugleich ein autobiografischer Verweis Allens auf seine eigene Schulzeit.

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Details

Title
Entstehungs- bzw. Rezeptionswirklichkeit des Films Zelig
College
University of Erfurt
Course
Philosophie des Films
Grade
1,7
Authors
Maria Kufeld (Author), Nadja Körner (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V31783
ISBN (eBook)
9783638326865
Language
German
Tags
Entstehungs- Rezeptionswirklichkeit Films Zelig Philosophie Films
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Kufeld (Author), Nadja Körner (Author), 2004, Entstehungs- bzw. Rezeptionswirklichkeit des Films Zelig, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31783
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