Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Comparative Literature

Ist der Mensch besser als sein Geschöpf? Charakterisierung von natürlichen und künstlichen Menschen in Mary Shelleys "Frankenstein" und H.G. Wells' "The Island of Dr. Moreau"

Title: Ist der Mensch besser als sein Geschöpf?  Charakterisierung von natürlichen und künstlichen Menschen in Mary Shelleys "Frankenstein" und H.G. Wells' "The Island of Dr. Moreau"

Term Paper , 2003 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nikola Schulze (Author)

German Studies - Comparative Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In "Frankenstein, or the modern Prometheus" und "The Island of Dr. Moreau" werden Mensch und Kunstmensch auf sehr unterschiedliche Weise dargestellt und es gilt, jene Unterschiede in dieser Arbeit herauszuarbeiten und vielleicht auch Gemeinsamkeiten festzustellen. Dabei geht es nicht darum, psychologische Muster darzustellen, sondern lediglich, festzustellen, warum und in welcher Form sich ein Mensch von seinem selbstgeschaffenen Wesen unterscheiden kann. Auf das Motiv des Doppelgängers oder einer Persönlichkeitsspaltung wird dabei nicht näher eingegangen.

Im Nachwort der deutschen Reclamausgabe des "Frankenstein" wird Mary Shelleys Roman als Vorläufer des modernen Science Fiction Roman bezeichnet. "The Island of Dr. Moreau" galt zur Zeit seines Erscheinens schon als solcher. Warum? Weil die Romane die zeitgenössischen naturwissenschaftlichen Diskurse weitergesponnen haben? Im Vorwort von Shelleys Roman steht sogar, dass selbst Darwin diese Geschichte für möglich hält.

Um die beiden Romane aus ihrer Zeit heraus richtig beurteilen zu können, wird im ersten Teil der Arbeit auf die naturwissenschaftlichen Kenntnisse ihrer jeweiligen Entstehungszeit eingegangen. Was wusste man damals schon über Evolution, Medizin und Elektrizität und was noch nicht?
Damit wir dann übergeleitet zum eigentlichen Thema der Hausarbeit, nämlich der Frage, inwiefern sich der Mensch von seinem künstlich erschaffenen Wesen unterscheidet. Dabei zeigt sich, welche Faszination dieses Thema schon immer für die Menschheit hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die zeitgenössischen Kenntnisse der Autoren über Evolution, Medizin und Elektrizität

III. Der Vergleich von Mensch und Kunstmensch in Frankenstein, or the modern Prometheus

1. Inhalt des Romans

2. Beschreibung des Menschen

3. Beschreibung des Kunstmenschen

4. Der Vergleich

5. Zusammenfassung

IV. Der Vergleich von Mensch und Kunstmensch in The Island of Dr. Moreau

1. Inhalt des Romans

2. Beschreibung der Menschen

3. Beschreibung der Kunstmenschen

4. Der Vergleich

5. Zusammenfassung

V. Der Vergleich der Mensch/Kunstmensch – Beschreibungen der beiden Romane miteinander

1. Vergleich der Menschenbilder

2. Vergleich der Kunstmenschen

VI. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Charakterisierung von Menschen und künstlich erschaffenen Wesen in Mary Shelleys "Frankenstein, or the modern Prometheus" sowie H.G. Wells "The Island of Dr. Moreau", um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit den selbstgeschaffenen Geschöpfen herauszuarbeiten.

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Epoche (Evolution, Medizin, Elektrizität)
  • Psychologische und physische Beschreibung der Schöpferfiguren
  • Entwicklung und Wahrnehmung der künstlichen Kreaturen
  • Vergleichende Analyse der Mensch-Kreatur-Beziehung
  • Ethik des gottgleichen Handelns in der Literatur

Auszug aus dem Buch

3. Beschreibung des Kunstmenschen

In diesem Roman gibt es einen künstlich erschaffenen Menschen, der keinen Namen besitzt und von seinem Schöpfer, Victor Frankenstein, mit „creature“19, „wretch“20, „daemon“21, „monster“22 oder auch nur „being“23 bezeichnet wird. Frankenstein erschuf diese Kreatur während seines Studiums in Ingolstadt, nachdem er viele Jahre den naturwissenschaftlichen Studien und den Geheimnissen belebter und unbelebter Materie gewidmet hatte. Zwei Jahre lang sammelt er Leichenteile von Friedhöfen und Beinhäusern und erstellt damit einen Mann, der an Größe und Stärke jeden Menschen überragt24 und in einer kalten Novembernacht haucht er dem Wesen den Lebensfunken ein.

Doch sobald das Geschöpf die Augen aufschlägt und zu leben beginnt, beschreibt Frankenstein es als abgrundtief hässlich und abstoßend:

„His yellow skin scarcely covered the work of muscles and arteries beneath; his hair was of a lustrous black, and flowing; his teeth of pearly whiteness; but these luxuriances only formed a more horrid contrast with his watery eyes, that seemed almost of the same colour as the dun – white sockets in which they were set, his shrivelled complexion and straight black lips.”25

Frankenstein erschrickt vor seinem eigenen Geschöpf und lässt es allein.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der beiden Romane als Vorläufer der Science-Fiction und führt in die wissenschaftshistorischen Kontexte der Zeit ein.

II. Die zeitgenössischen Kenntnisse der Autoren über Evolution, Medizin und Elektrizität: Dieses Kapitel behandelt den wissenschaftlichen Wissensstand zur Entstehungszeit der Werke hinsichtlich Anatomie, Elektrizitätsforschung und früher Evolutionstheorien.

III. Der Vergleich von Mensch und Kunstmensch in Frankenstein, or the modern Prometheus: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Charaktere, der Entstehung der Kreatur und der Dynamik zwischen Frankenstein und seinem Geschöpf.

IV. Der Vergleich von Mensch und Kunstmensch in The Island of Dr. Moreau: Dieses Kapitel untersucht die spezifische Insel-Thematik, Moreaus Vivisektions-Experimente und die Gesellschaft der Tiermenschen.

V. Der Vergleich der Mensch/Kunstmensch – Beschreibungen der beiden Romane miteinander: Hier werden die Ergebnisse der Einzelanalysen gegenübergestellt, um grundlegende Übereinstimmungen in der menschlichen Hybris und Moral aufzuzeigen.

VI. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Wells' Werk als eine konsequente Weiterführung der in Shelleys Roman etablierten Motive verstanden werden kann.

Schlüsselwörter

Frankenstein, The Island of Dr. Moreau, Mary Shelley, H.G. Wells, Kunstmensch, Vivisektion, Schöpfung, Evolution, Science-Fiction, Ethik, Menschheitsbild, Monstrosität, Isolation, Elektrizität, Literaturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die literarische Darstellung von künstlich erschaffenen Wesen im Vergleich zu ihren menschlichen Schöpfern in zwei bedeutenden Klassikern der Science-Fiction-Literatur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die wissenschaftlichen Hintergründe der Autoren, die Charakterisierung der Protagonisten sowie die ethischen Implikationen, die mit der Erschaffung künstlichen Lebens verbunden sind.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, in welcher Form sich der Mensch von seinem künstlich erschaffenen Gegenüber unterscheidet und welche Gemeinsamkeiten in der psychologischen Verfassung beider Gruppen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die durch historische Kontexte der Medizin- und Naturwissenschaftsgeschichte ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Einzelanalysen zu Frankenstein und Dr. Moreau, wobei jeweils Inhalt, Figurenbeschreibung und die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf detailliert betrachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schöpfungsmythos, Ethik, Vivisektion, Monstrosität und dem literarischen Vergleich zwischen Shelley und Wells beschreiben.

Warum ist das "House of Pain" in Moreaus Roman von besonderer Bedeutung?

Es symbolisiert den grausamen Ort der Transformation, an dem die Tiermenschen unter Schmerzen in ihre menschliche Form gezwungen werden, was ihre spätere Entfremdung von Moreau begründet.

Wie unterscheidet sich die Erschaffung der Kreaturen in den beiden Romanen?

Während Frankenstein tote Materie durch Elektrizität belebt, nutzt Moreau plastische Chirurgie und Hypnose, um lebende Tiere dauerhaft zu verändern.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Ist der Mensch besser als sein Geschöpf? Charakterisierung von natürlichen und künstlichen Menschen in Mary Shelleys "Frankenstein" und H.G. Wells' "The Island of Dr. Moreau"
College
Ruhr-University of Bochum  (Komparatistik)
Course
Frankenstein und die Folgen. Literatur - Eugenik - Utopie
Grade
1,7
Author
Nikola Schulze (Author)
Publication Year
2003
Pages
32
Catalog Number
V317835
ISBN (eBook)
9783668170698
ISBN (Book)
9783668170704
Language
German
Tags
Frankenstein Mary Shelley H.G. Wells The island of Dr. Moreau künstlicher Mensch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nikola Schulze (Author), 2003, Ist der Mensch besser als sein Geschöpf? Charakterisierung von natürlichen und künstlichen Menschen in Mary Shelleys "Frankenstein" und H.G. Wells' "The Island of Dr. Moreau", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317835
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  32  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint