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Anforderungen an Fachkräfte in der Kindheitspädagogik. Professionalisierung durch Akademisierung?

Zur Forderung nach einer stärkeren akademischen Fundierung

Title: Anforderungen an Fachkräfte in der Kindheitspädagogik. Professionalisierung durch Akademisierung?

Bachelor Thesis , 2015 , 57 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Stuhr (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Summary Excerpt Details

Öffentliche Kindertageseinrichtungen haben sich in Deutschland längst als elementare Institutionen der frühkindlichen Förderung etabliert. Ihr Bildungsauftrag liegt in der Förderung individueller Kompetenzen, der Unterstützung des kindlichen Drangs, die Welt zu erkunden und der Werterziehung. Die pädagogische Qualität der Einrichtungen hängt dabei ganz wesentlich von der Qualifizierung ihrer Fachkräfte ab.

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Professionalisierung von Fachkräften in der frühen Kindheitspädagogik. Der Autor zeigt die Dynamik und die Gründe der aktuellen Professionsdebatte sowie die daraus resultierenden Anforderungen an pädagogische Fachkräfte auf. Auch geht er der Frage nach, welchen Gewinn eine Akademisierung der kindheitspädagogischen Ausbildung mit sich bringt.

Ausgegangen wird dabei von der Hypothese, dass sich ein positiver Zusammenhang feststellen lässt zwischen einer formal höher qualifizierten Fachkraft und einer qualitativ höherwertigen pädagogischen Arbeit im Vergleich zu Fachkräften mit einem formal niedrigeren Qualifikationsniveau.

Im ersten Abschnitt der Bachelorarbeit wird auf die aktuelle Professionsdebatte eingegangen. Sie erhält dabei eine geschichtliche Einordnung, es wird auf das Ausbildungsniveau der Erzieher_innen im Internationalen Vergleich eingegangen, auf ihren Kontext zu PISA und den Bologna-Prozessen und abschließend auf die veränderten Erwartungen und neuen Anforderungen an die Fachkräfte.

Im zweiten Abschnitt wird die Professionsforschung behandelt. Es finden sich begriffliche Definitionen von „Profession“, „Professionalität“ und der „Kindheitspädagogik“. Abschließend wird auf den Stand der Forschung eingegangen.

Im dritten Abschnitt folgt eine Betrachtung verschiedener Studien, Gutachten und Untersuchungen. Eingegangen wird dabei auf die Professionalisierung der frühen Kindheitspädagogik, den Wandel des Berufsbilds und den Vergleich verschiedener Qualifikationsmöglichkeiten, die Akzeptanz und den Bedarf von kindheitspädagogischen Studiengängen auf dem Arbeitsmarkt, den Bedarf an berufsbegleitenden Studiengängen sowie auf die berufliche Weiterbildung.

Im vierten Abschnitt werden abschließend Zukunftsperspektiven herausgearbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildungsebene, den zukünftigen Anforderungen an die Disziplin Kindheitspädagogik, auf dem Handlungsbedarf auf institutioneller Ebene und auf die Anforderungen an die Politik sowie das Qualitätsmonitoring.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zur Professionsdebatte von kindheitspädagogischen Handlungsfeldern

1.1 Historische Entwicklung eines veränderten Bildungsverständnisses

1.2 Frühere Professionsversuche und internationale Einflüsse

1.3 Die Bedeutung von PISA und Bologna für die Professionalisierung

1.4 Veränderte Erwartungen und neue Anforderungen an die Fachkräfte

2. Professionsforschung und ihre disziplinäre Verortung innerhalb der Kindheitspädagogik

2.1 Definition „Profession“ und „Professionalisierung“

2.2 Zur Begrifflichkeit der „Kindheitspädagogik“

2.3 Zum Stand der Professionsforschung

3. Betrachtung der Forschungslandschaft – Studien und Ergebnisse kindheitspädagogischer Professionsforschung

3.1 Aktionsrat Bildung – Zum Qualifikationsniveau der Professionellen

3.2 Rudolph – Professionalisierung und Akademisierung aus Sicht der Fachschulen

3.2.1 Das Berufsbild im Kontext der Bildungsanforderungen

3.2.2 Vergleich zwischen Fachschulen und Hochschulen

3.2.3 Arbeitsmarktsituation – Akademiker_innen in Leitungspositionen

3.3 Kirstein/Fröhlich-Gildhoff/Haderlein – Berufliche Erfahrungen von Kindheitspädagoge_innen

3.3.1 Soziobiografische Aspekte

3.3.2 Erwerbstätigkeit der Kindheitspädagoge_innen

3.3.3 Rückblickende Bewertung des Studiums

3.4 Weltzien - Bedarfserhebung berufsbegleitender Studiengänge

3.5 Beher/Walter – Qualifikation und Weiterbildung der Professionellen

4. Ergebnisbetrachtung

5. Zukunftsperspektiven

5.1 Zukünftige Gestaltung der Ausbildung und Akademisierung

5.2 Zur Zukunft der kindheitspädagogischen Disziplin und Forschung

5.3 Zukünftige Gestaltung auf institutioneller Ebene

5.4 Anforderungen an die Politik und das Qualitätsmonitoring

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Professionalisierung von Fachkräften in der Kindheitspädagogik unter besonderer Berücksichtigung des Trends zur Akademisierung. Ziel ist es, die Dynamik der Professionsdebatte aufzuzeigen, empirische Erkenntnisse zur Ausbildung und Arbeitsmarktsituation zu analysieren und zukünftige Perspektiven für die Qualifizierung von pädagogischem Personal zu erarbeiten.

  • Professionalisierung und Akademisierung in der Kindheitspädagogik
  • Vergleich von Qualifikationsniveaus (Fachschule vs. Hochschule)
  • Anforderungen an pädagogische Fachkräfte im Wandel
  • Bedarfsanalysen für berufsbegleitende Studiengänge
  • Zukunftsperspektiven für Ausbildung, Disziplin und Politik

Auszug aus dem Buch

1.1 Historische Entwicklung eines veränderten Bildungsverständnisses

Die Einrichtungen der öffentlichen Kindertagesbetreuung wurden nicht immer als Einrichtungen mit einem Bildungsauftrag verstanden. Vielmehr hatten diese Einrichtungen und vor allem die Bildungsarbeit gesellschaftlich einen geringen Status und wurden im öffentlichen Bild eher als Betreuungseinrichtungen wahrgenommen, für die es keiner besonderen und vor allem keiner hohen Ausbildung bedarf (vgl. DILLER/RAUSCHENBACH 2006, S. 8). Hinsichtlich dieser Wahrnehmung vollzog sich im letzten Jahrzehnt jedoch ein deutlicher Wandel.

Die Förderung von schulischen Vorläuferfähigkeiten rückte dabei stärker in den Blick der Öffentlichkeit (vgl. VBW 2012b, S. 7). Ein Verständnis der Einrichtungen als wichtige Orte der frühkindlichen Förderung und erste Institution des Bildungssystems stellt sich ein. Diese Forderungen symbolisieren, in der Geschichte der Kindertagesbetreuung jedoch keinen neuen Standpunkt. Schon Fröbel betonte die Bedeutung der Kindertageseinrichtungen als Ort der frühen Bildung und deren Bedeutung für die kindliche Entwicklung (vgl. REYER 2006, S. 66).

Die Ansprüche Fröbels, mehr Augenmerk auf die Förderung der Kinder als auf die Betreuung zu richten, konnte sich jedoch nicht im allgemeinen Verständnis von Kindertageseinrichtungen intrigieren. Dabei definierte auch der deutsche Bildungsrat 1970 die Kindertageseinrichtungen als elementare Stufe des Bildungssystems (vgl. SCHLATTMANN/TIETZE 2008, S. 27). Schwerpunktbereiche des (aktuellen) Bildungsauftrags liegen vor allem in der frühen Förderung individueller Kompetenzen, der Unterstützung des kindlichen Drangs, die Welt zu erkunden, der Werterziehung sowie dem Auftrag, Kindern das Lernen zu lehren (vgl. JMK/KMK 2004, S. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Professionsdebatte von kindheitspädagogischen Handlungsfeldern: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung des frühpädagogischen Bildungsverständnisses und diskutiert die Einflüsse von PISA und Bologna auf die aktuelle Professionalisierungsdebatte.

2. Professionsforschung und ihre disziplinäre Verortung innerhalb der Kindheitspädagogik: Hier werden zentrale Begriffe wie Profession und Professionalisierung definiert und der aktuelle Stand der noch jungen kindheitspädagogischen Professionsforschung analysiert.

3. Betrachtung der Forschungslandschaft – Studien und Ergebnisse kindheitspädagogischer Professionsforschung: Dieses Kapitel fasst diverse Studien und Gutachten zusammen, die sich mit dem Qualifikationsniveau, dem Wandel des Berufsbildes sowie dem Bedarf an Studiengängen auseinandersetzen.

4. Ergebnisbetrachtung: Es erfolgt eine Zusammenführung der Studienergebnisse, wobei diese an den Anforderungen der Professionsdebatte gespiegelt und hinsichtlich ihres Umsetzungsgrades bewertet werden.

5. Zukunftsperspektiven: Das Kapitel entwickelt Perspektiven für die künftige Gestaltung der Ausbildung, die Stärkung der Disziplin sowie Anforderungen an Politik und Qualitätsmonitoring.

Schlüsselwörter

Kindheitspädagogik, Professionalisierung, Akademisierung, Ausbildung, Fachkraft, Frühpädagogik, Bildungsauftrag, Kindertageseinrichtung, Professionsforschung, Qualifikationsniveau, Bachelorstudium, Bildungsplan, Erzieher, Qualitätsmonitoring, Pädagogische Qualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess der Professionalisierung in der Kindheitspädagogik, insbesondere mit dem zunehmenden Ruf nach einer akademischen Fundierung der Ausbildung.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Bildungsauftrags, der Vergleich zwischen fachschulischer und hochschulischer Ausbildung, die Arbeitsmarktsituation für Akademiker sowie die Zukunft der kindheitspädagogischen Disziplin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die Dynamik der aktuellen Professionsdebatte offenzulegen, den Stand der Forschung empirisch zu sichten und daraus notwendige Anforderungen für die Zukunft abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Studienanalyse. Die Arbeit wertet bestehende wissenschaftliche Gutachten, Studien und statistische Daten zur Professionalisierung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Begriffsdefinitionen) als auch eine detaillierte Auswertung relevanter Studien (z.B. vom Aktionsrat Bildung oder Kirstein/Fröhlich-Gildhoff) zur Ausbildung und zum Berufseinstieg vorgenommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kindheitspädagogik, Professionalisierung, Akademisierung, Ausbildungsniveau und pädagogische Qualität charakterisiert.

Wie bewerten die Fachschulleitungen die Akademisierung?

Die Haltungen sind zwiespältig: Einerseits wird der Bedarf an theoretischem Wissen begrüßt, andererseits werden Sorgen um den Verlust der Praxisnähe und eine Übertheoretisierung geäußert.

Was sagt die Studie über Absolventen der Kindheitspädagogik aus?

Die Absolventen finden zügig Anstellung, wobei jedoch auffällt, dass ein signifikanter Teil in Beschäftigungsverhältnissen arbeitet, die keinen Hochschulabschluss zwingend voraussetzen.

Welche Rolle spielt das Qualitätsmonitoring in dieser Arbeit?

Die Autorin betont die Notwendigkeit von Qualitätsmonitoring, um die Wirksamkeit der angestoßenen Veränderungen zu evaluieren und Stärken sowie Schwächen der neuen Konzepte identifizieren zu können.

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Details

Title
Anforderungen an Fachkräfte in der Kindheitspädagogik. Professionalisierung durch Akademisierung?
Subtitle
Zur Forderung nach einer stärkeren akademischen Fundierung
College
University of Tubingen  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Sebastian Stuhr (Author)
Publication Year
2015
Pages
57
Catalog Number
V317844
ISBN (eBook)
9783668169180
ISBN (Book)
9783946458357
Language
German
Tags
Akademisierung Profesionalisierung Kindheitspädagogik Pädagogik der frühen Kindheit Kindertageseinrichtungen pädagogische Fachkräfte Professionsdebatte kindheitspädagogische Handlungsfelder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Stuhr (Author), 2015, Anforderungen an Fachkräfte in der Kindheitspädagogik. Professionalisierung durch Akademisierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317844
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