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Der Rundfunkstaatsvertrag 1987-2003

Title: Der Rundfunkstaatsvertrag 1987-2003

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anja Schaller (Author)

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Der Fernseh- und Hörrundfunk ist unbestritten ein enorm wichtiges und populäres Medium
zur Meinungsbildung in unserer Gesellschaft. Um eine breite und umfassende Sicherstellung
der Informationsgewinnung und Meinungsvielfalt bieten zu können, ist es unabdingbar, dass
der Staat, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln regulierend in den Rundfunkbetrieb
eingreift. Einerseits ist es nötig Möglichkeiten zur Finanzierung sowohl für den privaten, als
auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bereitzuhalten, zum anderen spielen auch die
Gestaltung des Rundfunkprogramms, der Jugendschutz, Bestimmungen über Werbung und
Sponsoring und nicht zuletzt auch der Datenschutz eine entscheidende Rolle bei den
Regularien des Fernseh- und Hörrundfunks.
Wie im Laufe dieser Arbeit zu zeigen sein wird, spielt dabei der Rundfunkstaatsvertrag
(RfStV) eine sehr bedeutende Rolle.
Zu Anfang möchte ich dabei klären was Rundfunk überhaupt definitorisch ist, welche
Aufgaben er hat und welche Funktionen er erfüllt. Ein kurzer geschichtlicher Hintergrund
über den Rundfunk in Deutschland wird dann zur Notwendigkeit des Rundfunkstaatsvertrages
führen. Dabei sollen auch einzelne Teile des Vertrages vorgestellt und analysiert werden.
Natürlich kann im Rahmen einer solchen Arbeit nicht alles erschöpfend dargestellt werden
und verschiedene Aspekte müssen in den Hintergrund treten, trotzdem möchte ich versuchen
einen guten Überblick über die Regelungsinstrumente des Rundfunkrechts zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rundfunk in Deutschland

2.1. Definition

2.2. Historischer Überblick

3. Der Rundfunkstaatsvertrag

3.1. Der Staatsvertrag zur Neuordnung des Rundfunkwesens

3.2. Die Entwicklungen nach der Wiedervereinigung

3.3. Der Staatsvertrag über den Rundfunk im vereinten Deutschland

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die regulatorische Bedeutung des Rundfunkstaatsvertrags in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch dieses Instrument ein rechtlicher Rahmen geschaffen wurde, der sowohl den öffentlich-rechtlichen als auch den privaten Rundfunk in einem dualen System reguliert und eine staatsunabhängige Meinungsbildung sichert.

  • Grundlagen der Rundfunkdefinition und medienrechtlicher Begriffe.
  • Historische Genese des Rundfunks von der Weimarer Republik bis zur Nachkriegszeit.
  • Die Entwicklung des dualen Rundfunksystems in Deutschland.
  • Struktur und zentrale Regelungsbereiche des Rundfunkstaatsvertrags.
  • Herausforderungen durch technologische Entwicklungen und Wiedervereinigung.

Auszug aus dem Buch

2.2. Historischer Überblick

Der Rundfunk in Deutschland hat eine lange und komplexe Geschichte. Die Entdeckung der drahtlosen Verbreitung von elektromagnetischen Schwingungen durch Heinrich Hertz wurde in der Zeit vor 1923 nur für den See- und Küstenfunk und für Funktelegrafie benutzt. Am 29. Oktober 1923 startete dann in Berlin der erste regelmäßige Hörfunkprogrammdienst in Deutschland. Die Reichspostverwaltung teilte das Reichsgebiet in neun Sendebezirke ein.

„Nach und nach wurde der Rundfunkbetrieb auch in allen Sendebezirken aufgenommen, in denen regionale Rundfunkgesellschaften von Privatpersonen gegründet wurden (…). Die Programme bestanden aus Musikstücken, Vorträgen, Nachrichten und – ab 15. September 1924 – auch aus Wirtschaftswerbung,…“ (Herrmann: S. 59). Der Rundfunk in Deutschland startete zuerst ohne rechtliche Bestimmung, erst 1926 entstand eine Rundfunkordnung, in der unter anderem festgehalten wurde, dass der Rundfunk keiner Partei beistehen durfte und nur Nachrichtenmaterial der „Drahtlose Dienst AG“ (DRADAG) verwendet werden durfte. „Die Einhaltung dieser Bestimmungen wurde von zwei Überwachungsausschüssen sichergestellt. Der eine war für den Nachrichten- und Vortragsdienst der Gesellschaft in politischer Beziehung zuständig. (…). Daneben gab es einen Kulturbeirat, der an der Gestaltung des Programms auf dem Gebiet von Kunst, Wissenschaft und Volksbildung mitwirken sollte.“ (Hesse: S. 4)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Rundfunks für die Meinungsbildung ein und stellt die Relevanz des Rundfunkstaatsvertrags als regulatorisches Instrument dar.

2. Rundfunk in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Rundfunkbegriff rechtlich und gibt einen umfassenden historischen Überblick über die Entwicklung des Rundfunkwesens in Deutschland von den Anfängen bis zur Nachkriegszeit.

3. Der Rundfunkstaatsvertrag: Dieser Abschnitt analysiert die Entstehung, die Anpassungen nach der Wiedervereinigung sowie den strukturellen Aufbau und die spezifischen inhaltlichen Regelungen des Rundfunkstaatsvertrags.

4. Schluss: Die Schlussbetrachtung resümiert die Notwendigkeit einer staatsunabhängigen Rundfunkregulierung und betont die Notwendigkeit stetiger Anpassungen an technologische und gesellschaftliche Veränderungen.

Schlüsselwörter

Rundfunkstaatsvertrag, Rundfunkrecht, duales System, Medienrecht, Meinungsbildung, Rundfunkgebühren, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, privater Rundfunk, Rundfunkfreiheit, Jugendschutz, Kurzberichterstattung, Rundfunkordnung, Konzentration im Medienbereich, Deutschland, Rundfunkgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Funktion des Rundfunkstaatsvertrags als zentrales Regelungsinstrument des deutschen Rundfunkrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Rundfunks, der Entstehung des dualen Rundfunksystems und der Analyse der einzelnen Abschnitte des Rundfunkstaatsvertrags.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Rolle des Staatsvertrags bei der Sicherung der Meinungsvielfalt und der Regulierung sowohl öffentlich-rechtlicher als auch privater Akteure aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und historische Analyse, basierend auf Fachliteratur und den Gesetzestexten des Rundfunkstaatsvertrags.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Historie, die Entwicklung nach der Wiedervereinigung sowie eine detaillierte Erläuterung der fünf Abschnitte des Rundfunkstaatsvertrags.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rundfunkstaatsvertrag, duales Rundfunksystem, Meinungsfreiheit, Rundfunkregulierung und Medienrecht.

Welche Rolle spielt die Wiedervereinigung für den Rundfunkstaatsvertrag?

Die Wiedervereinigung erforderte eine Neuregelung der Rundfunkstrukturen, die in einem umfassenden Staatsvertragswerk mündete, um das duale System bundesweit zu etablieren.

Wie wird der Jugendschutz im Rundfunkstaatsvertrag geregelt?

Der Jugendschutz ist durch ein abgestuftes System geregelt, das Sendungen mit jugendgefährdenden Inhalten verbietet und Sendezeitbeschränkungen sowie die Benennung von Jugendschutzbeauftragten vorschreibt.

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Details

Title
Der Rundfunkstaatsvertrag 1987-2003
College
LMU Munich  (Juristisches Seminar - Recht als Nebenfach)
Course
Medienrecht: Öffentlich-rechtliches und privates Fernsehen
Grade
1,3
Author
Anja Schaller (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V31785
ISBN (eBook)
9783638326872
Language
German
Tags
Rundfunkstaatsvertrag Medienrecht Fernsehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schaller (Author), 2003, Der Rundfunkstaatsvertrag 1987-2003, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31785
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