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Das Rundfunksystem in Deutschland

Titel: Das Rundfunksystem in Deutschland

Seminararbeit , 2004 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Clemens Schnur (Autor:in)

BWL - Informationswissenschaften, Informationsmanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

Die deutsche Rundfunkordnung befindet sich gegenwärtig im Spannungsfeld zwischen Tradition und Fortschritt. Seit Bestehen des Rundfunks war und ist der Kampf um Aufgaben und Ziele, sowie um Besitz und Kontrolle von besonderem Interesse: beginnend mit dem Missbrauch von Hörfunk und Fernsehen im Dritten Reich, über das „Adenauer Fernsehen“ bis hin zur aktuellen Diskussion um die Rechtschreibreform, die u.a. durch den Springer Verlag ausgelöst wurde. Besondere Brisanz erhalten diese Auseinandersetzungen zwischen dem Konflikt-Triumvirat Medien, Politik und Wirtschaft durch die bis heute andauernde, kontroverse Diskussion darüber, was genau eigentlich „Rundfunk“ bedeutet, welche Zielsetzungen und Aufgaben gestellt und erfüllt werden müssen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dieser Fragestellung. Sie wirft einen analytischen Blick auf die aktuellen Verhältnisse und versucht das bestehende Konglomerat inhaltlich und strukturell aufzubrechen und nachvollziehbar zu gestalten. Zunächst soll hierzu eine – soweit möglich – allgemeingültige Systematik geschaffen werden: wie werden der Rundfunkbegriff und mit ihm zusammenhängende Organisationen und Instanzen lexikalisch, juristisch und gesellschaftlich definiert und interpretiert? Besonders geprägt ist diese Arbeit von einer kritischen Betrachtung des Verhältnisses zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk. Hierbei darf die fortschreitende digitale Revolution der Medienlandschaft nicht vergessen werden. Durch die technische Evolution wird eine zwangsläufig neue Definition des Rundfunkbegriffs entscheidenden Einfluss auf kommende Organisationsstrukturen und damit auch auf Inhalte, Verfügbarkeiten und Kontrollmöglichkeiten haben. Die Neuordnung des dualen Rundfunksystems stellt an bestehende Strukturen vielfältige Anforderungen. Diese Arbeit greift abschließend die Frage auf, welche Vorteile der dualen Ordnung können in den Umgestaltungsprozess integriert und welche Nachteile eliminiert werden können und versucht mit Antwortvorschlägen einen perspektivischen Blick in die Zukunft des Rundfunksystems in Deutschland zu werfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITIONEN

2.1 DER RUNDFUNKBEGRIFF

2.2 DAS (DUALE) RUNDFUNKSYSTEM

2.3 DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHE RUNDFUNK

2.4 OFFENE KANÄLE

2.5 DIE PRIVATSENDER

3. DIE ENTWICKLUNG DES RUNDFUNKS

3.1 HISTORISCHE ENTWICKLUNG

3.2 RUNDFUNK IM DRITTEN REICH

3.3 RUNDFUNK HEUTE

4. DIE STRUKTUR DES DEUTSCHEN RUNDFUNKSYSTEMS IM JAHR 2004

4.1 ÖFFENTLICH-RECHTLICHER RUNDFUNK TV UND RADIO

4.2 PRIVATER RUNDFUNK TV

4.3 PRIVATER RUNDFUNK RADIO

5. DER RECHTLICHE RAHMEN

5.1 LANDESMEDIENGESETZE

5.2 STAATSVERTRÄGE

5.3 RUNDFUNKURTEILE DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS

5.4 RAHMENGESETZE DER EUROPÄISCHEN UNION

6. DIE FINANZIERUNGSFORMEN DES DEUTSCHEN RUNDFUNKSYSTEMS

6.1 DIE FINANZIERUNG DES ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN RUNDFUNKS

6.2 DIE GEZ IN DER DISKUSSION

6.3 DIE FINANZIERUNG DES PRIVATRUNDFUNKS

7. DIE QUOTEN

7.1 DIE TV-QUOTE

7.2 DIE HÖRFUNK-QUOTE

8. AKTUELLE ZAHLEN

8.1. DIE NUTZUNGSDAUER DER MEDIEN IN DEUTSCHLAND

8.2 TV-ZUSCHAUERMARKTANTEILE IM JULI 2004

8.3 HÖRFUNK-ERGEBNISSE DER MEDIA ANALYSE 2004 (AM BEISPIEL SAARLAND)

9. ZUKUNFT, HERAUSFORDERUNGEN UND PERSPEKTIVEN

10. SCHLUSSBETRACHTUNG

11. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert das duale Rundfunksystem in Deutschland, um dessen inhaltliche und strukturelle Komplexität verständlich darzulegen, die Definition des Rundfunkbegriffs im digitalen Zeitalter zu hinterfragen und Perspektiven für die zukünftige Medienordnung zu entwickeln.

  • Historische Entwicklung des deutschen Rundfunks
  • Struktur des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks
  • Rechtliche Grundlagen und Gesetzeshierarchie
  • Finanzierungsformen und Gebührenpolitik
  • Einfluss der Digitalisierung auf das Mediensystem

Auszug aus dem Buch

3.2 Rundfunk im Dritten Reich

Schnell erkannte man im Dritten Reich die Macht der Medien (Hörfunk, Fernsehen, Kinovorführungen, Presse) und machte sich diese zu Nutze. Die RRG wurde von Propagandaminister Joseph Goebbels zum Reichseigentum erklärt und dem Reichsministerium für Propaganda unterstellt, die regionalen Rundfunkgesellschaften wurden aufgelöst. In der Zeit von 1933 bis 1945 existierten drei Arten von Rundfunk:

Propagandafunk, als Macht(-erhaltungs)instrument des Nazi-Regimes („Ein Volk! Ein Reich! Ein Rundfunk!“)

Widerstandsfunk, intern, aus dem Untergrund von Gegnern des Nationalsozialismus betrieben

Auslandssender, als externer Widerstandsfunk, beispielsweise sendete die BBC deutschsprachige Programme aus London nach Deutschland um dem Propagandafunk entgegenzuwirken und den internen Widerstandsfunk zu unterstützen

Die Expansion der Medium Fernsehen erhielt im Dritten Reich neue Dimensionen. 1935 feierte der weltweit erste regelmäßige Programmbetrieb in Deutschland Premiere, allerdings mit lediglich rund 250 Empfängern in Berlin und Umgebung. Damit Fernsehen (und auch medial unterstützte Propaganda) für eine breitere, weniger vermögende Öffentlichkeit zugänglich werden konnte, richtete das zuständige Propagandaministerium Fernsehstuben zum Gemeinschaftsempfang ein. Die Olympischen Spiele waren von dieser Entwicklung stark geprägt, so entwickelte man speziell für diese Großveranstaltung eine erste fahrbare Fernsehkamera, die sogenannte „Fernsehkanone“. England und die USA folgten in den Jahren darauf diesem Trend und installierten als zweites bzw. drittes Land einen regelmäßigen Fernsehprogrammdienst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Spannungsfeld der Rundfunkordnung und Darlegung der Forschungsabsicht.

2. DEFINITIONEN: Klärung der zentralen Fachbegriffe für ein einheitliches Verständnis des dualen Systems.

3. DIE ENTWICKLUNG DES RUNDFUNKS: Überblick über die historische Genese vom Massenmedium bis zum heutigen dualen System.

4. DIE STRUKTUR DES DEUTSCHEN RUNDFUNKSYSTEMS IM JAHR 2004: Analyse der Organisationsstrukturen von öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern.

5. DER RECHTLICHE RAHMEN: Darstellung der gesetzlichen Säulen, die das Rundfunksystem regulieren.

6. DIE FINANZIERUNGSFORMEN DES DEUTSCHEN RUNDFUNKSYSTEMS: Untersuchung der Mischfinanzierung und der Diskussion um die Gebühreneinzugszentrale.

7. DIE QUOTEN: Erläuterung der Messmethoden für Fernseh- und Hörfunkreichweiten.

8. AKTUELLE ZAHLEN: Präsentation statistischer Daten zur Mediennutzung und Marktanteilen im Jahr 2004.

9. ZUKUNFT, HERAUSFORDERUNGEN UND PERSPEKTIVEN: Ausblick auf die Auswirkungen der Digitalisierung und zukünftige medienpolitische Herausforderungen.

10. SCHLUSSBETRACHTUNG: Resümee des strukturellen Wandels und notwendiger Anpassungen für die Medienlandschaft.

11. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Medienressourcen.

Schlüsselwörter

Rundfunksystem, duales Rundfunksystem, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Privatsender, Rundfunkstaatsvertrag, GEZ, Mediennutzung, Digitalisierung, Rundfunkbegriff, Medienregulierung, Programmvielfalt, TV-Quote, Rundfunkurteil, Landesmedienanstalten, Medienlandschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur, der Geschichte und den rechtlichen sowie ökonomischen Rahmenbedingungen des dualen Rundfunksystems in Deutschland im Jahr 2004.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk, die Finanzierung über Gebühren und Werbung, der gesetzliche Rahmen sowie der Einfluss der technischen Entwicklung auf die Medienlandschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das bestehende Konglomerat aus Akteuren und Vorschriften strukturell aufzubrechen und nachvollziehbar zu machen, um die Zukunft des Rundfunks unter dem Einfluss der Digitalisierung zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Analyse von Literatur, gesetzlichen Grundlagen, Staatsverträgen sowie aktuellen statistischen Erhebungen zur Mediennutzung und zu Werbemarktanteilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die Organisationsstrukturen der Sender, die rechtliche Hierarchie der Rundfunkordnung sowie die komplexen Finanzierungsmodelle und Messverfahren der Einschaltquoten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind duales Rundfunksystem, Rundfunkstaatsvertrag, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Gebührenfinanzierung und digitale Transformation.

Warum ist die Unterscheidung zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk so wichtig?

Die Unterscheidung definiert den unterschiedlichen Auftrag (Grundversorgung vs. Quotenmaximierung) und die daraus resultierenden unterschiedlichen Finanzierungs- und Kontrollstrukturen.

Was schlägt der Autor als Lösung für die Finanzierungsproblematik vor?

Der Autor schlägt eine mögliche Reform der Mischfinanzierung vor und regt ein einkommensabhängiges Beitragssystem an, um mehr Gerechtigkeit und Transparenz zu schaffen.

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Details

Titel
Das Rundfunksystem in Deutschland
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Fachrichtung Informationswissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar Informationssysteme
Note
1,3
Autor
Clemens Schnur (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
30
Katalognummer
V31787
ISBN (eBook)
9783638326896
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rundfunksystem Deutschland Proseminar Informationssysteme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clemens Schnur (Autor:in), 2004, Das Rundfunksystem in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31787
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Leseprobe aus  30  Seiten
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