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Zwei philosophische Ansichten zum Thema Abtreibung. Peter Singer und Norbert Hoerster im Vergleich

Title: Zwei philosophische Ansichten zum Thema Abtreibung. Peter Singer und Norbert Hoerster im Vergleich

Term Paper , 2014 , 21 Pages

Autor:in: Luisa Wunn (Author)

Ethics
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Ziel dieser Hausarbeit ist es, das Thema Abtreibung aus philosophischer Sicht zu betrachten. Diese Sicht ist in den Medien und in der gesellschaftlichen Debatte weniger oft zu finden. Dazu setze ich mich mit den Positionen des australischen Philosophen Peter Singer und denen des deutschen Philosophen Norbert Hoerster auseinander.

Die vorliegende Hausarbeit wird so gegliedert sein, dass ich sowohl Peter Singer, als auch Norbert Hoerster kurz vorstelle und deren Positionen erläutere. Dabei werde ich mich bei Peter Singer hauptsächlich auf das Werk „Praktische Ethik“ beziehen. Um Norbert Hoersters Standpunkt zu verdeutlichen werde ich mit dem Essay „Wie schutzwürdig ist ein Embryo? Zu Abtreibung PID und Embryonenforschung“ und mit seinen Büchern „Ethik des Embryonenschutzes“ und „Neugeborene und das Recht auf Leben“ auseinandersetzen. Im Anschluss an die Vorstellung der beiden Positionen werde ich einen Vergleich vornehmen. Dieser Vergleich zielt darauf ab, gemeinsame Standpunkte herauszuarbeiten und zu erörtern worin sich die Ansichten der Philosophen unterscheiden. Im abschließenden Resümee folgt eine kurze Zusammenfassung und Beurteilung der vorgestellten Standpunkte zur Abtreibungsdebatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Peter Singer

2.1. Leben und Werk

2.2. Utilitarismus und Singers Präferenzutilitarismus

2.3. Practical Ethics – Singers Position zum Thema Abtreibung

3. Norbert Hoerster

3.1 Leben und Werk

3.2 Hoersters Position zum Thema Abtreibung

4. Vergleich

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, das Thema Abtreibung aus philosophischer Perspektive zu untersuchen und dabei die kontroversen Positionen der Philosophen Peter Singer und Norbert Hoerster einander gegenüberzustellen, um Gemeinsamkeiten und Differenzen in ihrer Argumentation aufzuzeigen.

  • Vergleichende Analyse utilitaristischer und rechtsphilosophischer Ansätze zur Abtreibung.
  • Unterscheidung zwischen biologischem Menschsein und moralischem Personsein.
  • Bewertung der Tötung von Embryonen und Neugeborenen in der philosophischen Ethik.
  • Rolle der Potentialität und des Bewusstseins für das Recht auf Leben.
  • Diskussion der moralischen Trennlinien in der Abtreibungsdebatte.

Auszug aus dem Buch

2.3. Practical Ethics – Singers Position zum Thema Abtreibung

Um die weiteren Ausführungen zu verstehen, ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass der Begriff der Gleichheit für Singer ein weit gefasster ist. Für Singer sind alle Lebewesen gleich, egal ob sie menschlicher Natur oder nichtmenschlicher Natur sind. Diese Gleichheit bezieht sich darauf, in welchem Maß „wir als aktionsfähige Wesen den Interessen und Bedürfnissen anderen Lebewesen Beachtung schenken.“

In dem Werk „Practical Ethics“ beschäftigt sich Peter Singer „mit einem ganzen Bündel moralischer Probleme, nämlich auch mit der Verpflichtung gegenüber Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts diskriminiert werden, mit Abtreibung, mit der Verpflichtung gegenüber den Armen in der Welt und mit der Behandlung von Tieren.“

Zu Beginn kritisiert Singer, dass in der heutigen Gesellschaft davon ausgegangen wird, dass menschliches Leben heilig ist. Allein deshalb, weil der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Er stellt die provokante Frage, warum nur menschliches Leben und nicht Leben aller Lebewesen heilig ist. Singer behauptet, dass es keinen besonderen Wert hat, der Gattung homo sapiens anzugehören. Somit kann die Frage nach der ethischen Rechtfertigung zu töten nicht dadurch beantwortet werden, welcher Spezies das getötete Lebewesen angehört. Das bedeutet also, dass es ethisch genauso wenig zu rechtfertigen ist ein nichtmenschliches Wesen zu töten, wie die ein menschliches Wesen zu töten. Im Hinblick auf das Thema Abtreibung wird diskutiert, an welcher Stelle menschliches Leben getötet werden darf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesellschaftliche Debatte zum Thema Abtreibung ein und stellt die gewählte philosophische Betrachtungsweise sowie die Philosophen Peter Singer und Norbert Hoerster vor.

2. Peter Singer: Dieses Kapitel erläutert die Biografie Singers, seine philosophische Verankerung im Präferenzutilitarismus und seine ethische Bewertung von Abtreibung und Kindstötung auf Basis des Personseins.

3. Norbert Hoerster: Hier wird der Lebenslauf Hoersters dargestellt und seine Interessentheorie erläutert, anhand derer er die Schutzwürdigkeit von Embryonen und Neugeborenen rechtlich und moralisch begründet.

4. Vergleich: Das Kapitel stellt die Positionen beider Philosophen gegenüber, arbeitet deren Gemeinsamkeiten in der Ablehnung eines Lebensrechts für Embryonen heraus und beleuchtet die unterschiedlichen Ansichten zur Tötung Neugeborener.

5. Resümee: Die Autorin fasst ihre gewonnenen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die philosophische Diskussion kritisch aus einer gesellschaftlich-sozialen Perspektive und hinterfragt die Objektivität der männlich geprägten Debatte.

Schlüsselwörter

Abtreibung, Peter Singer, Norbert Hoerster, Utilitarismus, Präferenzutilitarismus, Personsein, Lebensrecht, Embryonenschutz, Kindstötung, Ethik, Bewusstsein, Interessentheorie, moralische Rechtfertigung, Rechtsphilosophie, Potentialität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen philosophischen Argumentationen zur ethischen Bewertung von Abtreibung und der Tötung von Neugeborenen, repräsentiert durch Peter Singer und Norbert Hoerster.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition des Personseins, das Recht auf Leben, die Relevanz von Bewusstsein und Zukunftsvorstellungen sowie die moralische Abwägung bei Schwangerschaftsabbrüchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich der Ansichten von Singer und Hoerster, um Gemeinsamkeiten in der Ablehnung eines Lebensrechts für den Embryo und Differenzen bei der Beurteilung von Neugeborenen zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf den zentralen Werken „Praktische Ethik“ von Singer sowie diversen Schriften von Hoerster zur Ethik des Embryonenschutzes basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die theoretischen Grundlagen des Utilitarismus, Singers Konzept des Präferenzutilitarismus sowie Hoersters Interessentheorie und deren jeweilige Anwendung auf die Abtreibungs- und Kindstötungsdebatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Präferenzutilitarismus, Personsein, moralische Trennlinie, Interessenabwägung und Lebensrecht.

Wie begründet Peter Singer die Tötung von Neugeborenen?

Singer argumentiert, dass Neugeborene kein Identitätsbewusstsein besitzen, keine Wünsche für die Zukunft äußern können und somit keine Personen im ethischen Sinne sind, weshalb ihr Leben keinen höheren Wert als das eines nichtmenschlichen Lebewesens habe.

Wo unterscheiden sich Singer und Hoerster bei der Bewertung Neugeborener?

Während Singer die Tötung von Neugeborenen bis zur Ausbildung eines Selbstbewusstseins ethisch als unproblematisch ansieht, zieht Hoerster die Grenze für den Schutz bereits bei der Geburt, da er diese als optimalen Zeitpunkt für ein generelles Lebensrecht betrachtet.

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Details

Title
Zwei philosophische Ansichten zum Thema Abtreibung. Peter Singer und Norbert Hoerster im Vergleich
College
http://www.uni-jena.de/
Author
Luisa Wunn (Author)
Publication Year
2014
Pages
21
Catalog Number
V317992
ISBN (eBook)
9783668173705
ISBN (Book)
9783668173712
Language
German
Tags
zwei ansichten thema abtreibung peter singer norbert hoerster vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa Wunn (Author), 2014, Zwei philosophische Ansichten zum Thema Abtreibung. Peter Singer und Norbert Hoerster im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317992
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