Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Thematik Selbstmord aus soziologischer Sicht zu analysieren. Dies bedeutet, dass man neben den psychisch individuellen Faktoren von Suizid vor allem untersucht, inwiefern unsere Gesellschaft Anforderungen an Individuen stellt, an denen man durchaus zerbrechen kann und in letzter Konsequenz lediglich den Ausweg Suizid sieht.
Ich möchte daher das Thema zunächst in Verbindung mit der sozialen Rolle untersuchen. Was ist die soziale Rolle überhaupt und welchen Druck kann sie auf Menschen innerhalb einer Gesellschaft ausüben? Könnte Sie somit eine Erklärung von Suizid sein? Im nächsten Schritt gilt es, Suizid zu definieren und zu analysieren, inwiefern Suizid überhaupt soziologisch betrachtet werden kann. Für diese Analyse wird insbesondere die Theorie von Durkheim angeführt werden, da dieser Suizid als eine gesellschaftliche Erkrankung deklarierte. Im letzten Schritt soll zudem das Beispiel Robert Enke ausgeführt werden, da dieser prominente Fall durchaus eine Grundlage bietet, um die Annahme zu stützen, dass Suizid auch durch zu hohe Erwartungshaltungen an bestimmte Menschen innerhalb einer Gesellschaftsgruppe, entstehen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die soziale Rolle
- Definition Suizid
- Präsuizidales Syndrom nach Ringel
- Selbstmord als „soziologischer Tatbestand“ nach Durkheim
- Soziologische Suizid-Theorie nach Durkheim
- Der Fall Robert Enke
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Suizid aus soziologischer Perspektive. Das Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die soziale Rolle und die Anforderungen der Gesellschaft suizidales Verhalten beeinflussen können.
- Die Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft und der Druck, der von sozialen Normen ausgehen kann
- Die Definition von Suizid und die soziologische Betrachtungsweise
- Die Suizid-Theorie von Emile Durkheim und ihre Relevanz für das Verständnis von Selbstmord
- Der Fall Robert Enke als Beispiel für die Auswirkungen hoher Erwartungshaltungen auf Individuen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas Suizid heraus und beleuchtet die verschiedenen Perspektiven und Definitionen von Selbstmord, insbesondere im Hinblick auf die soziologische Betrachtungsweise. Sie führt den Leser in die zentralen Fragen der Arbeit ein, die im weiteren Verlauf untersucht werden sollen.
2. Die soziale Rolle
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Konzept der sozialen Rolle in der Gesellschaft. Es beleuchtet die Entwicklung der Rollentheorie in der Soziologie und diskutiert die Bedeutung von Rollenkonflikten und -überlastungen. Das Kapitel stellt den Zusammenhang zwischen sozialen Rollen und dem Konfliktpotenzial innerhalb der Gesellschaft heraus, das im späteren Verlauf der Arbeit weiter untersucht wird.
3. Definition Suizid
Dieses Kapitel widmet sich der Definition von Suizid aus verschiedenen Perspektiven. Es präsentiert die Präsuizidale Syndrom nach Ringel sowie Durkheims Theorie von Selbstmord als "soziologischem Tatbestand". Weiterhin werden Durkheims soziologische Suizid-Theorie und der Fall Robert Enke als Beispiele für den Einfluss der Gesellschaft auf suizidales Verhalten beleuchtet.
Schlüsselwörter
Suizid, Soziologie, soziale Rolle, Rollentheorie, Durkheim, Selbstmord, Gesellschaft, Erwartungshaltung, Robert Enke, Präsuizidales Syndrom, Konfliktpotenzial, Tabuisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet eine soziologische Sicht auf den Suizid?
Anstatt nur individuelle psychische Faktoren zu betrachten, untersucht die Soziologie, wie gesellschaftliche Anforderungen, Normen und soziale Rollen Druck auf Individuen ausüben können.
Welche Rolle spielt die "soziale Rolle" beim Suizidrisiko?
Hohe Erwartungshaltungen, Rollenkonflikte oder Überlastung innerhalb einer sozialen Position können zu einem Zerbrechen des Individuums führen.
Was besagt die Suizid-Theorie von Émile Durkheim?
Durkheim betrachtete Suizid als "soziologischen Tatbestand" und als Symptom einer gesellschaftlichen Erkrankung, abhängig vom Grad der sozialen Integration und Regulierung.
Warum wird der Fall Robert Enke in der Arbeit angeführt?
Der Fall des prominenten Fußballers dient als Beispiel dafür, wie extreme Erwartungshaltungen in bestimmten Gesellschaftsgruppen suizidales Verhalten beeinflussen können.
Was ist das präsuizidale Syndrom nach Ringel?
Es beschreibt einen psychischen Zustand vor einer Suizidhandlung, der durch Einengung, gehemmte Aggression und Fluchtphantasien gekennzeichnet ist.
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- Janine Simon (Author), 2015, Suizid aus soziologischer Sicht. Inwiefern beeinflusst die soziale Rolle suizidales Verhalten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318033