Im Mittelpunkt der Branchenanalyse steht die wirtschaftliche Betrachtung der Stahlindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf den nationalen Faktoren. Es werden die verschiedenen Rahmenbedingung betrachtet, die Auswirkungen auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Branche haben. Ziel ist es, die Stabilität der Stahlindustrie, ihre Stellung und Bedeutung im Konjunkturzyklus und die technologischen und strukturellen Veränderungen darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Zielsetzung und Aufgabenstellung
2 Einleitung
3 Branchenstruktur
3.1 Gruppierung der Stahlindustrie nach der nationalen Wirtschaftsklassifikation
3.2 Geographische Schwerpunkte in Deutschland
3.3 Anzahl der Unternehmen
3.4 Beschäftigte
3.5 Die größten Stahlproduzenten in Deutschland
4 Wirtschaftliche Kennzahlen der Stahlindustrie
4.1 Entwicklung des Stahlindustrie 2003
4.2 Umsatz- und Preisentwicklung in Deutschland: 1995 - 2003
4.3 Produktivität 1960 - 2003
4.4 Entwicklung der Rohstoffpreise
5 Internationaler Vergleich
6 Deutscher Stahlaußenhandel
6.1 Außenhandelsbilanz
6.2 Inlandslieferungen und Einfuhren
6.3 Ausfuhren
7 Kundenstruktur
8 Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
9 Nationale und internationale Vorgaben
10 EU-Erweiterung
11 Aktuelle und langfristige Entwicklung
12 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden wirtschaftlichen Querschnitt der deutschen Stahlindustrie zu bieten, ihre Stabilität im Konjunkturzyklus zu analysieren und technologische sowie strukturelle Veränderungen aufzuzeigen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf nationalen Faktoren liegt.
- Strukturanalyse und Konzentrationsprozesse der deutschen Stahlindustrie
- Wirtschaftliche Kennzahlen und Preisentwicklungen im Zeitverlauf
- Einfluss internationaler Märkte und globaler Nachfrageschwankungen (insbesondere China)
- Herausforderungen durch politische Rahmenbedingungen und EU-Vorgaben
- Innovationen im Bereich der Ressourcenproduktivität und Leichtbautechnologien
Auszug aus dem Buch
3.5 Die größten Stahlproduzenten in Deutschland
Größter Stahlproduzent in Deutschland ist ThyssenKrupp Stahl mit einer Jahresausbringungsmenge von 15,8 Mio. t im Jahr 2003, was in Bezug auf die Gesamtausbringungsmenge aller Unternehmen im Jahr 2003 einen Marktanteil von 35 % darstellt. ThyssenKrupp Stahl erzielte einen Umsatz im Jahr 2003 von rund 12 Mrd. Euro. Zweitgrößter Produzent ist die Salzgitter AG mit einem Umsatz von rund 4,85 Mrd. Euro, 18.000 Mitarbeitern und einer Rohstahlkapazität von 8 Mio. t. Die Top 15 Unternehmen dieser Branche haben einen Anteil an der Gesamterzeugung in Deutschland von 96,3 %. Dies zeigt, dass dieser kapitalintensive Markt oligopolistisch aufgestellt ist, d.h. wenige Unternehmen teilen sich den Markt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zielsetzung und Aufgabenstellung: Definition des Fokus auf die wirtschaftliche Betrachtung der Stahlindustrie mit Schwerpunkt auf nationalen Rahmenbedingungen und Stabilität.
2 Einleitung: Historischer Rückblick auf die Stahlkrise, den Strukturwandel und die heutige Bedeutung als moderne Schlüsselindustrie.
3 Branchenstruktur: Einordnung der Stahlbranche in die Wirtschaftsklassifikation, Darstellung der geografischen Verteilung und der Beschäftigungssituation.
4 Wirtschaftliche Kennzahlen der Stahlindustrie: Analyse der Produktionsentwicklung, Umsatz- und Preisentwicklungen sowie der Produktivität von 1960 bis 2003.
5 Internationaler Vergleich: Einordnung der deutschen Produktion in den globalen Kontext und Vergleich der größten Rohstahl-Erzeugerländer.
6 Deutscher Stahlaußenhandel: Betrachtung der Außenhandelsbilanz sowie der Ex- und Importströme mit Fokus auf Drittländer und die EU.
7 Kundenstruktur: Überblick über die vielfältigen Abnehmerbranchen wie den Fahrzeugbau, Maschinenbau und die Bauindustrie.
8 Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Untersuchung globaler Markteinflüsse, wie beispielsweise Schutzzölle und deren Folgen.
9 Nationale und internationale Vorgaben: Analyse der Auswirkungen von EU-Subventionsvorgaben und Umweltauflagen auf die Wettbewerbsfähigkeit.
10 EU-Erweiterung: Diskussion der Chancen und Risiken durch die EU-Osterweiterung für die Stahlindustrie und den Handel.
11 Aktuelle und langfristige Entwicklung: Ausblick auf konjunkturelle Trends, technologische Innovationen und den Stellenwert von Ressourceneffizienz.
12 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Wettbewerbsposition der deutschen Stahlunternehmen angesichts künftiger Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Stahlindustrie, Branchenanalyse, Rohstahlerzeugung, Strukturwandel, ThyssenKrupp, Salzgitter AG, Produktivität, Weltmarkt, Konjunktur, EU-Erweiterung, Stahlpreise, Innovation, Leichtbau, Ressourcenproduktivität, Beschäftigung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit bietet eine umfassende wirtschaftliche Analyse der deutschen Stahlindustrie, betrachtet ihre heutige Marktposition und beleuchtet die Einflussfaktoren ihrer Entwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Branchenstruktur, wirtschaftliche Kennzahlen, den internationalen Wettbewerb, Kundenanforderungen und den Einfluss politischer Rahmenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Stabilität der deutschen Stahlindustrie, ihre Bedeutung im Konjunkturzyklus sowie die aktuellen technologischen und strukturellen Veränderungen der Branche darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Branchenanalyse, gestützt durch statistische Datenreihen, Geschäftsberichte, Literaturanalysen und eine Auswertung von Branchenkennzahlen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Branchenstruktur, eine quantitative Auswertung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, eine Analyse des Außenhandels sowie eine Diskussion künftiger Herausforderungen durch Umweltpolitik und Konjunktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Strukturwandel, Rohstahlerzeugung, Marktkonzentration, Produktivitätssteigerung, globale Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit charakterisiert.
Wie hat sich die Bedeutung Chinas für die Stahlindustrie entwickelt?
Der chinesische Stahlbedarf ist explosionsartig gestiegen, was einerseits zu Engpässen und Rekordpreisen führt, andererseits aber durch den gestiegenen Bedarf der „Emerging Markets“ Überkapazitäten am Weltmarkt auffängt.
Welche Rolle spielt die Innovation für die Zukunft der Branche?
Innovationen, insbesondere in den Bereichen Leichtbau und Ressourcenproduktivität, sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Stahlproduzenten angesichts hoher Energiepreise und strenger Umweltauflagen zu sichern.
- Quote paper
- Christian Mahler (Author), Simone Kraus (Author), 2004, Die deutsche Stahlindustrie. Eine wirtschaftliche Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31816