Eine Stundengestaltung zum Thema "Belsazar" von Heinrich Heine


Hausarbeit, 2015

9 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Heinrich Heine: Belsazar (1817) kurze Definition der Ballade
1.1 Heinrich Heine

2. Belsazar: Historischer Hintergund zur Ballade und Problemstellungen
2.1. Zur Zielsetzung und ihrer Begründung

3. Tabelle zur Unterrichtsgestaltung

4. Definition und Bearbeitung der einzelnen Aufgaben

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Stundenverlaufsplan

1. Heinrich Heine: Belsazar (1817) kurze Definition der Ballade

Die Ballade "Belsazar" von Heinrich Heine thematisiert die Gotteslästerung und den Großmut des Königs von Babylon, Belsazar.

PrunkvolI feiert Belsazar mit Knecht und Tross in seinem Schloss die Eroberung Babylons.

In seinem berauschten Zustand begeht Belsazar Gotteslästerung und stellt sich über 'Jehova'.

Zum Schrecken aller erscheint daraufhin ein brennender Schriftzug an der Wand den niemand deuten kann. Die Ballade schließt mit der Ermordung Belsazars in gleicher Nacht ab.

1.1 Heinrich Heine

Heinrich Heine lebte von 1797-1856 (über sein genaues Geburtsdatum wird bis heute diskutiert.)

Der sogenannte ,,letzte Dichter der Romantik´´[1] wurde vermutlich in der Neujahrsnacht des Jahres 1800 geboren, jedenfalls behauptete er dies gerne von sich.

Seine Eltern Samson Heine und Betty Heine waren beide jüdischer Herkunft. 1807 kam Heine auf ein Gymnasium in Düsseldorf. 1814 verließ er die Schule ohne Abschlusszeugnis, da er wie es sich seine Familie wünschte und wie es Tradition in der Familie Heine war einen kaufmännischen Beruf auf einer Handelsschule erlernen sollte. 1816 fing er im Bankhaus eines Onkels zu arbeiten an. Nebenbei schrieb Heine immer wieder Gedichte und Kurzgeschichten, was besonders sein wohlhabender Onkel nicht nachvollziehen konnte. 1817 wurden zum allerersten Mal Gedichte von Heinrich Heine in einer Hamburger Zeitschrift veröffentlicht.

Sein Onkel merkte schnell, dass es mit Heines Talent zum Geldgeschäfte machen nicht allzu gut stand. Durch die vielen Streitigkeiten mit seinem Onkel fing er 1819 an Jura in Bonn zu studieren.

Seine jüdische Herkunft versuchte er stets zu verbergen, da er Angst hatte aufgrund dieser Herkunft anders behandelt zu werden. 1821 wechselte er auf die Universität in Berlin. Er schrieb viele Gedichte und belegte zahlreiche literarisch Kurse. 1825 trat er zum Christentum über um seine Anstellungschancen als Anwalt zu erhöhen, jedoch ohne Erfolg. Er fühlte sich mehr und mehr aus der deutschen Gesellschaft ausgestoßen und ließ dies in seinen Gedichten wiederspiegeln. Seine Gedichte wurden stetig zensiert, da er sich nicht scheute seine politischen Gedanken öffentlich preiszugeben und wurden sogar teilweise als ,,literarische Abrechnung mit dem überkommenden geistigen Erbe Europas"[2] bezeichnet. Als er die ständigen Anfeindungen und Zensuren satt hatte, zog er nach Paris um.

Als schließlich alle seine Werke in Deutschland verboten wurden, blieb Paris sein Exil.

Er heiratete 1841 Mathilde eine ehemalige Schuhverkäuferin und starb 1856 nach einer langen Krankheit, die ihn am Ende für Jahre ans Bett fesselte.

Heines Werke lassen sich keiner genauen Strömung zuordnen. Er begann mit der Romantik, überwand diese aber und verwendete in vielen Werken Symbole der Aufklärung, des Realismus und der Weimarer Klassik.

Er galt als politischer, kritischer Dichter und Autor des Vormärz. Er strebte sein gesamtes Leben gegen die Ungerechtigkeiten in Europa und vor allem in Deutschland an und war ein starker Befürworter der Demokratie. Heine wurde nie wohlhabend durch seine lyrischen Werke, konnte aber dennoch ohne Probleme vom Ertrag dieser leben.

Heinrich Heine gilt bis heute als der bedeutendste Lyriker des 19. Jahrhunderts.[3]

Anmerkung: Es ist wichtig den Schülerinnen und Schülern zu allererst einen kurzen Überblick über den Autor der Ballade zu geben, da sie so eine bessere Vorstellung von der Geschichte und der Rolle des Autors im Bezug zur Thematisierung bekommen.

2. Belsazar: Historischer Hintergund zur Ballade und Problemstellungen

König Nebukadnezar, der Herrscher des babylonischen Reiches mit der Hauptstadt Babylon am Euphrat, regierte von 604 bis 561 v. Chr. Nach der Zerstörung Jerusalems 586 v. Chr. raubte er alle kostbaren, vom jüdischen Volk verehrten Tempelgeräte und verschleppte die Juden in babylonische Gefangenschaft an den Euphrat. Hier galten sie als Hochverräter, weil sie sich weigerten, dem König Nebukadnezar göttliche Verehrung zu erweisen und die kultischen Feste zu Ehren des heidnischen Gottes Baal mitzufeiern. Unter König Naboned (555-539 v. Chr.) und seinem Feldherrn und Mitregenten Belsazar zerfiel das Reich. König Kyros von Persien nahm Babylon ein, Naboned und Belsazar fielen im Kampf gegen die Perser. Das babylonische Reich hatte aufgehört zu bestehen. Aus diesem Reich ist später der Irak hervorgegangen.

Anmerkung:

Durch die bildliche Erzählstruktur und den chronologisch und epischen Aufbau der Ballade, wird das Thema der Gotteslästerung Belsazars in einer spannenden, literarischen Art den Schülern nähergebracht.

Die Grenzthematiken Tod, Religion und unwahrscheinliche Ereignisse, wecken das Interesse der Schüler und bezwecken, dass sie sich mit den Themen besser Identifizieren können.

Problemstellungen:

Da die Schülerinnen und Schüler bei der Unterrichtseinheit 'Lyrik' oft nicht das größte Interesse haben und zeigen, entwickelten wir folgende Möglichkeiten zur Unterrichtsgestaltung.

Unseren Unterrichtsentwurf erprobten wir an unseren Kommilitonen mit ausreichender literarischer Sozialisation. Er richtet sich dennoch an die Schüler und Schülerinnen der 7.-9. Klasse einer Regelschule (Sek. 1), da diese kognitiv bereits in der Lage sind dem Unterrichtsstoff zu folgen und die Aufgaben erfolgreich zu bearbeiten und den "Mehrwert" zu filtern.

Wir werden im Verlauf unseres Stundenplans aber immer von Schülerinnen und Schülern Sprechen und nicht von Studenten, da dies sonst zur Verwirrung führen würde.

2.1. Zur Zielsetzung und ihrer Begründung

Die Schülerinnen und Schüler sollen die Ballade verstehen, sie klang- und sinngestaltend Lesen und poetologische Begriffe und Besonderheiten kennen lernen. Zum Verständnis der Ballade gehören Kenntnisse über den Autor, den Verlauf der Ballade, über unbekannte Wörter sowie Zusammenhänge zwischen der Gotteslästerung Belsazars und den Folgen. Zudem sollen die Schülerinnen und Schüler durch das richtig betonte lesen die Dramatik der Ballade erfassen.

Diese Zielsetzungen sollen durch die folgenden Aufgaben erreicht werden.

[...]


[1] Sticker, Klaus: Heinrich Heine, in: Das große Ravensburger Lexikon, München 1992, S. 437.

[2] Digel, Werner: Heinrich Heine, in: Meyers großes Taschenlexikon, Bd 9, Mannheim 1992, S.210-211, Z. 17.

[3] Ebd. Z. 20-30.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Eine Stundengestaltung zum Thema "Belsazar" von Heinrich Heine
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
9
Katalognummer
V318174
ISBN (eBook)
9783668184664
ISBN (Buch)
9783668184671
Dateigröße
521 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine, stundengestaltung, thema, belsazar, heinrich, heine
Arbeit zitieren
Anna Kaiser (Autor), 2015, Eine Stundengestaltung zum Thema "Belsazar" von Heinrich Heine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318174

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Eine Stundengestaltung zum Thema "Belsazar" von Heinrich Heine



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden