Diese Arbeit gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Begriffe der Praktischen Stilistik. Begriffe wie beispielsweise 'Assonanzen', 'Phraseologismen', 'direkte' und 'indirekte Rede' usw. werden erklärt und an Beispielen verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
1 Assonanzen
2 Alliteration
2.1 Redewendungen und Zwillingsformen
2.2 Öffentlicher Sprachgebrauch
2.3 Eigene Beispiele
3 Rhythmus und Reim
3.1 Jambus und Paarreim
3.2 Trochäus und Kreuzreim
3.3 Schweifreim
4 Limerick
5 Übertragung eines Gedichtes aus einer anderen Sprache
6 Figurenwörter, Figurentexte, Sprachspielereien
7 Satzbau
8 Aktiv und Passiv, Infinitive
8. 1 Rezept für Kreide – Passivkonstruktionen
8. 2 Rezept für Kreide – Infinitive
9 Direkte und indirekte Rede
9. 1 Direkte Rede
9. 2 Indirekte Rede
10 Wortschatz
10. 1 Text ohne Adjektive
10. 2 Text mit Adjektiven
11 Phraseologismen, bildhafte Sprache und sprachliche Bilder
11. 1 Die Glosse
11. 2 Lexikalisierte Metaphern
11. 3 Eigene metaphorische Wendungen
11. 4 Ein sprachliches Bild
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit dient der praktischen Anwendung stilistischer Mittel in der deutschen Sprache. Ziel ist es, durch gezielte Schreibübungen theoretische Konzepte der Stilistik, wie Rhythmus, Satzbau und Bildsprache, in eigene Texte zu überführen und deren Wirkung zu demonstrieren.
- Anwendung rhetorischer Figuren wie Assonanz und Alliteration
- Gestaltung von Metrik und Reimschema in lyrischen Texten
- Analyse und Variation von Satzstrukturen (Klammerstrukturen)
- Transformation von direkter in indirekte Rede
- Einsatz von Adjektiven und metaphorischen Ausdrücken zur Textbelebung
Auszug aus dem Buch
Liebe auf den ersten Klick?
Wer hat es nicht auch schon mal probiert und sich in einem der unzähligen Chaträume des World Wide Web verirrt? Ganz nach dem Motto `Wer suchet, der findet´. An Möglichkeiten mangelt es jedenfalls nicht. Man begegnet den kuriosesten Gestalten in einer völlig anderen Welt. Da trifft `Venusfalle´ auf `Einbauküche´, `Dominanter Herr´ auf `Schöne Sie´, doch Vorsicht: Der Schein trügt, nicht alles was glänzt ist Gold. So wird man schon ein wenig schmunzeln müssen, wenn das per Email geschickte Foto mit dem netten Muskelmann plötzlich zweimal im Outlook erscheint, allerdings von zwei unterschiedlichen Adressen.
Wird einem dann wirklich mal das seltene Glück zuteil einen vermeintlich netten Chatpartner gefunden zu haben, so stellt man spätestens beim ersten Treffen fest, dass das im Vorfeld ausgetauschte Bild keinerlei Übereinstimmung mit dem Original aufweist. Nun ist eine schwierige Entscheidung zu fällen: Die aufsteigende Übelkeit unterdrücken, ganz nach der Devise Augen zu und durch, oder das Prachtexemplar mit Ignoranz strafen und es einfach im Regen stehen lassen?
So oder so – Abenteuerlich ist ein Streifzug dieser Art sicherlich, aber ist es nicht viel schöner den passenden Deckel für seinen Topf von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Assonanzen: Erläuterung der klanglichen Ähnlichkeit durch Vokalwiederholungen anhand von illustrativen Beispielen.
2 Alliteration: Vorstellung reimähnlicher Strukturen durch anlautende Konsonanten in Redewendungen und eigenen Texten.
3 Rhythmus und Reim: Darstellung verschiedener Versmaße und Reimformen wie Jambus, Trochäus und Schweifreim.
4 Limerick: Kurze Einführung in die Struktur des Limericks mit einem selbst verfassten Anwendungsbeispiel.
5 Übertragung eines Gedichtes aus einer anderen Sprache: Dokumentation der Schwierigkeiten und Erfolge bei der sinngemäßen Übersetzung eines englischen Gedichts.
6 Figurenwörter, Figurentexte, Sprachspielereien: Gestaltung von Texten, bei denen die Typografie die inhaltliche Bedeutung visuell unterstützt.
7 Satzbau: Praktische Übungen zur Anwendung von Klammerstrukturen und verschiedenen Satzgefügen.
8 Aktiv und Passiv, Infinitive: Variation eines Rezepttextes durch unterschiedliche grammatikalische Konstruktionen.
9 Direkte und indirekte Rede: Gegenüberstellung von wörtlicher Rede und ihrer indirekten Wiedergabe inklusive Verben des Sagens.
10 Wortschatz: Demonstration der stilistischen Aufwertung eines Textes durch den gezielten Einsatz von Adjektiven.
11 Phraseologismen, bildhafte Sprache und sprachliche Bilder: Abschluss mit komplexeren Stilmitteln wie Glossen, Metaphern und allegorischen Beschreibungen.
Schlüsselwörter
Stilistik, Rhetorik, Assonanz, Alliteration, Reim, Metrik, Satzbau, Passivkonstruktionen, Indirekte Rede, Adjektive, Phraseologismen, Metaphern, Sprachspielereien, Schreibübungen, Wortschatz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Sammlung praktischer Schreibaufgaben, die verschiedene stilistische Mittel und sprachliche Gestaltungsmöglichkeiten der deutschen Sprache erproben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen Klangfiguren, lyrische Gestaltung, Satzbau, grammatikalische Variationen sowie den Einsatz von bildhafter Sprache.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Ziel ist die praktische Umsetzung theoretischer stilistischer Prinzipien in eigene, kreative Schreibprojekte.
Welche wissenschaftliche oder methodische Herangehensweise wird gewählt?
Die Autorin nutzt eine methodische Vorgehensweise, bei der sie zunächst theoretische Definitionen gibt und diese dann durch selbst erstellte Praxisbeispiele illustriert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in elf Abschnitte, die Themen wie Assonanz, Rhythmus, Satzstrukturen, Redearten und Metaphorik behandeln.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird am besten durch Begriffe wie Stilistik, Sprachgestaltung, Rhetorik, Schreibpraxis und Kreatives Schreiben charakterisiert.
Wie wird das Thema der direkten und indirekten Rede bearbeitet?
Die Autorin wählt ein Gesprächsbeispiel zwischen zwei Personen und zeigt dessen lebendige Umsetzung in direkter Rede sowie die Transformation in indirekte Rede inklusive entsprechender Verben des Sagens.
Warum ist die Unterscheidung zwischen dem Rezept mit Passivkonstruktionen und Infinitiven relevant?
Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, wie durch die Wahl der grammatikalischen Struktur die Perspektive eines Anweisungstextes und dessen Lesbarkeit beeinflusst werden kann.
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- Birte Glass (Author), 2002, Die wichtigsten Begriffe der Praktischen Stilistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31824