Aspirantat bei den Salesianern Don Boscos


Hausarbeit, 1994

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Salesianer Don Boscos

III. Mein Aspirantat

IV. Die Pädagogik Don Boscos

V. Schlussbemerkung

VI. Literatur

I. Einleitung

Jeder von uns hat eine ungefähre Vorstellung davon, was ein Kloster ist und was in seinen Mauern geschieht. Schon immer hat es Menschen gegeben, die sich in Gemeinschaften zusammenschlossen, um einem religiösen Ideal nachzuleben. Aus diesem Antrieb heraus bin ich 1984 zu den Salesianern Don Boscos gekommen. Bis 1985 lebte ich als "Aspirant" (Bewerber) im "Hauptschulinternat - Knabenheim Kemperhof" in Bendorf-Sayn. In dieser Arbeit möchte ich aus meinem Aspirantat berichten und einen kurzen geschichtlichen Einblick geben.

Was ist eigentlich eine "Ordensgemeinschaft" ?

Der wohl bekannteste "Mönch" (von "Monasterium" - Kloster) der Christenheit ist "Benedikt von Nursia". Um 480 n. Chr., als Sohn adliger Eltern in den Sabiner Bergen geboren, ging er als junger Mann nach Rom, um zu studieren. Vom sittenlosen Treiben seiner Mitstudenten abgestoßen, ging er schon mit 14 Jahren in die Wüste Subiaco und lebte dort 3 Jahre in einer Höhle. Nachdem er zufällig von Hirten entdeckt wurde, fanden sich bald Menschen ein, die mit ihm leben wollten. Im Jahre 515 n. Chr. entwarf er eine sehr zweckmäßige Mönchsregel, die im Jahre 529 n. Chr. in dem von ihm gestifteten Kloster "Monte Cassino" bei Neapel, eingeführt wurde.[1] Diese Regel wurde im Lauf der Jahrhunderte oft kopiert und ist heute Grundlage aller abendländischen Ordensgemeinschaften. Die wichtigsten Pfeiler dieser Regeln sind die drei "Evangelischen Räte" - Gehorsam, Armut und Keuschheit. Die drei größten Orden der "römisch-katholischen Kirche" sind:

a) die "Jesuiten", eine sehr politische Organisation, in der Mission und Erziehung tätig;
b) die "Salesianer Don Boscos", mit den beiden Hauptaufgaben der Mission und der Erziehung bedürftiger Jugendlicher;
c) die "Franziskaner" mit allen Untergruppen, die das Ideal der vollkommenen Armut leben.

Eine der erfolgreichsten Gemeinschaften war ein "Ritterorden", der "Deutsche Orden", der im 1400 Jahrhundert einen eigenen Staat in Preußen unterhielt. In Palästina zum Schutz der deutschen Wallfahrer gegründet, kam er 1231 in das Gebiet der heidnischen "Pruzzen" und unterwarf sehr bald fast alle "baltischen Stämme". in Zusammenarbeit mit der deutschen "Hanse" entstand schnell ein wirtschaftskräftiges und mächtiges Staatsgebilde.[2]

Für eine typische Ordensgemeinschaft ist demnach nicht nur ein religiöses Ideal, sondern auch eine straffe Organisation und ein recht weltliches Aufgabengebiet charakteristisch.

II. Die Salesianer Don Boscos

Wer sind die "Salesianer Don Boscos" und was ist ein "Aspirantat"? Wie bereits erwähnt, haben die Salesianer als Hauptaufgabengebiet die "Mission" (Sendung) und die "Jugenderziehung". Als ei einer der größten Missionsorden der römisch-katholischen Kirche, sind sie in Afrika und in Mittel- und Südamerika tätig. Zudem findet man sie weltweit in allen sozialen Brennpunkten. Dieser recht junge Orden, erst 1874 von "Rom" anerkannt, wurde vom italienischen Priester "Johannes Bosco" 1856 in Turin gegründet. Durch die "Industrielle Revolution" verursacht, nahm dort die Bevölkerungszahl explosionsartig zu. Viele Eltern konnten ihre Kinder nicht mehr ernähren und überließen sie ihrem Schicksal. Don Bosco nahm sich vieler "Straßenkinder" an und organisierte Schlafmöglichkeiten, Nahrungsmittel und Ausbildungsplätze. Staatliche Stellen waren überfordert und schlossen einfach die Augen vor der Not dieser Jugendlichen. Etwas gegen diese Not zu unternehmen, war damals nicht selbstverständlich und so hatte es dieser "verrückte" Priester oft sehr schwer. Trotzdem entstand ein "Jugendwerk", das heute das größte innerhalb der römisch-katholischen Kirche ist.

In Deutschland ist das Tätigkeitsgebiet der Salesianer recht vielfältig. Sie sind eine "Institution öffentlichen Rechtes" und führen in eigener Verantwortung die meisten großen sozialpädagogischen Einrichtungen in diesem Land. Sie arbeiten in "Erziehungsheimen", "Internaten", "Jugenddörfern" und "Ausbildungsbetrieben". Sie unterhalten in Großstädten “Pfarrgemeinden” mit "Offenen Türen", "Jugendbildungsstätten", "Schulen" und "Hochschulen".

Die Struktur dieser Organisation sieht wie folgt aus :

An erster Stelle steht der männliche Zweig, die "Fromme Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales", in Deutschland "Salesianer Don Boscos (SDB)" genannt. An zweiter Stelle der weibliche Zweig, die "Maria Hilf Schwestern", bei uns "Don Bosco Schwestern (FMA)". An dritter Stelle stehen die sogenannten "Salesianischen Mitarbeiter Don Boscos (SMDB)", ehren- und hauptamtliche Kräfte, die in den verschiedenen Einrichtungen arbeiten und einer kleinen Regel folgen. Mit den Jugendlichen und den "Ehemaligen", bilden sie alle die "Salesianische Familie". Als "Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechtes" laufen die Fäden in Rom, in der "Casa Generalizia Salesiana" zusammen, wo der "Generalobere" seinen Sitz hat.

[...]


[1] Heuser, S. 32ff.

[2] Wolfrum, S. 14ff.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Aspirantat bei den Salesianern Don Boscos
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Problemorientierung im Berufsfeld Sozialer Arbeit
Note
2,0
Autor
Jahr
1994
Seiten
13
Katalognummer
V31829
ISBN (eBook)
9783638327213
ISBN (Buch)
9783638776745
Dateigröße
363 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Aspirantat ist dem Leben als Mitglied in einer katholischen Ordensgemeinschaft vorangestellt. Die Salesianer Don Boscos sind der drittgrößte Männerorden der Römisch-Katholischen-Kirche und in Deutschland hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. Das beschriebene Aspirantat wurde in Form eines Jahrespraktikums in einem Hauptschulinternat für lernbehinderte Jugendliche abgeleistet.
Schlagworte
Aspirantat, Salesianern, Boscos, Problemorientierung, Berufsfeld, Sozialer, Arbeit
Arbeit zitieren
M.A. Christian Bruno von Klobuczynski (Autor), 1994, Aspirantat bei den Salesianern Don Boscos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31829

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