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Das Elberfelder System der Armenfürsorge

Title: Das Elberfelder System der Armenfürsorge

Presentation (Elaboration) , 1994 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Christian Bruno von Klobuczynski (Author)

Social Work
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Die heutige Bundesrepublik Deutschland ist eines der reichsten und wirtschaftskräftigsten Länder in der Welt. Bekant ist sie aber auch für ihr soziale System, daß eines der Vorbildlichsten in der Welt darstellt. Die Ursprünge für dieses System liegen im preußischen Staat, der bereits im Jahr 1794, im "Preußischem Allgemeinen Landrecht" (05. Februar 1794), Bestimmungen über die staatliche Armenpflege festlegte.1 Ihnen folgten 1854 die Arbeiterversicherung, die Grundlage der modernen Sozialversicherung wurde. Danach kamen 1883 die Krankenversicherung der Arbeiter 1884 die Unfallversicherung der Arbeiter und 1889 die Rentenversicherung der Arbeiter. Ab 1911 wird das "Soziale Netz" durch die "Reichsversicherungsordnung" geordnet. Im gleichen Jahr wurde auch die "Angestelltenversicherung" festgeschrieben. Ihm folgten 1927 die Arbeitslosenversicherung und 1953 ein eigenes Sozialrecht. Abschluß dieser Entwicklung einschließlich vieler Reformen, ist die Pflegeversicherung, die 1995 eingeführt wird. In dem heutigen Referat stellen wir ein System der Armenpflege, in der preußischen Rheinprovinz vor, daß in weiterentwickelter Form, den heutigen Sozialämtern nahekommt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Aufbau und Organisation des Elberfelder Systems

1. Die Anfänge

2. Die Organisation

3. Die Verbreitung

III. Die ehrenamtliche Armenbetreuung

1. Der Bezirksvorsteher

2. Der Armenpfleger

3. Armenverordnung der Stadt Elberfeld

4. Stellung des Hilfesuchenden

5. Das Elberfelder System früher und heute

IV. Die ehrenamtliche Altenbetreuung

V. Schlußbemerkung

VI. Anmerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Referat befasst sich mit der historischen Entwicklung und Organisation des Elberfelder Systems der Armenfürsorge aus dem 19. Jahrhundert, um dessen Prinzipien im Kontext der modernen Sozialpolitik zu beleuchten und auf ihre heutige Anwendbarkeit zu prüfen.

  • Historische Genese des Elberfelder Systems im Kontext der Industriellen Revolution.
  • Struktur und Funktionsweise der ehrenamtlichen Armenverwaltung.
  • Die Rolle des Bezirksvorstehers und des Armenpflegers innerhalb der Quartierstruktur.
  • Übertragbarkeit der Prinzipien auf zeitgenössische Konzepte der Altenbetreuung.

Auszug aus dem Buch

2. Der Armenpfleger

Auch der Armenpfleger arbeitet ehrenamtlich, darauf stützt sich das System. Wie schon erwähnt, sollte er selbst im Quartier leben. Das setzt eine Seßhaftigkeit der Bevölkerung und eine Mischung von Arm und Reich, wie es um die Jahrhundertwende nicht mehr der Fall war, voraus. Es soll eine nachbarschaftliche Vertrautheit zwischen Pfleger und Hilfesuchendem entstehen. Der Pfleger sollte genaue Kenntnisse der sozialräumlichen Lebensverhältnisse haben und durch sorgfältige Untersuchung sich ein Bild der Lage des Bittstellers schaffen. Bei einem Antrag ist nicht die spezifische Art des Notstandes gefragt, sondern nur die räumlichen Kriterien des Quartiers. Ist der Pfleger nach intensiven Prüfen von der Notwendigkeit einer Unterstützung überzeugt, leitet er den Antrag des Hilfesuchenden zur Bezirksversammlung weiter, damit diese darüber entscheidet. In Not- und Ausnahmefällen ist ihm erlaubt, geringe Beträge sofort und selbstständig auszuzahlen. Die zu betreuenden Familien/Personen soll er prüfen, überwachen, beraten und unterstützen, damit die Unterstützung an die gegebenen Umstände angepaßt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die historische Entwicklung des deutschen Sozialsystems von den Anfängen im 18. Jahrhundert bis zur modernen Sozialversicherung.

II. Aufbau und Organisation des Elberfelder Systems: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Systems infolge der sozialen Probleme der Industriellen Revolution und beschreibt die hierarchische Organisation in Bezirken und Quartieren.

III. Die ehrenamtliche Armenbetreuung: Hier werden die Funktionen des Bezirksvorstehers und Armenpflegers detailliert dargestellt sowie die rechtliche Grundlage durch die Armenverordnung von 1852 analysiert.

IV. Die ehrenamtliche Altenbetreuung: Dieses Kapitel diskutiert die Relevanz der Elberfelder Prinzipien für heutige Konzepte der Altenbetreuung unter Berücksichtigung des demografischen Wandels.

V. Schlußbemerkung: Die Schlußbemerkung resümiert die vier Kernprinzipien des Systems und bewertet dessen Potenzial für eine Renaissance in der heutigen sozialen Praxis.

VI. Anmerkungen: Dieses Kapitel enthält die bibliografischen Verweise und Quellenangaben zu den im Text angeführten Informationen.

Schlüsselwörter

Elberfelder System, Armenfürsorge, Armenpfleger, Bezirksvorsteher, Sozialpolitik, Ehrenamt, Quartiersystem, Industrialisierung, Hilfsorganisation, Sozialverwaltung, Selbsthilfe, Armenverordnung, Gemeinwesen, Sozialgeschichte, Altenbetreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das historische "Elberfelder System" der Armenfürsorge, welches im 19. Jahrhundert als wegweisendes Organisationsmodell für soziale Unterstützung in Deutschland galt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die organisatorische Struktur der Armenfürsorge, die Rolle ehrenamtlicher Akteure, das Verhältnis zwischen Staat und Hilfesuchenden sowie die historische und gegenwärtige Bedeutung von Sozialsystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Prinzipien des Elberfelder Systems darzustellen und zu analysieren, inwiefern diese für moderne soziale Einrichtungen, insbesondere in der Altenbetreuung, noch heute relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und strukturelle Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur zur Geschichte der Armenfürsorge und der historischen Armenverordnung von 1852 basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Aufbau der Organisation, die Aufgaben der ehrenamtlichen Armenpfleger und Bezirksvorsteher, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie einen Vergleich zwischen der historischen Situation und heutigen Anforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Elberfelder System, Armenfürsorge, Ehrenamt, Sozialverwaltung und Quartiersystem.

Welchen Stellenwert hatte der "Armenpfleger" im System?

Der Armenpfleger war das zentrale Glied, der ehrenamtlich tätig war, in seinem Quartier lebte und die direkte, persönliche Betreuung sowie Überprüfung der Bedürftigen übernahm.

Warum gilt das Elberfelder System als gescheitert?

Das System stieß mit der fortschreitenden Industrialisierung und der zunehmenden räumlichen Trennung sozialer Schichten in Großstädten an seine Grenzen, da das Quartiersystem seine soziale Wirksamkeit verlor.

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Details

Title
Das Elberfelder System der Armenfürsorge
College
University of Kassel
Course
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten an Problemen und Personen aus der Sozialpolitik
Grade
2,0
Author
M.A. Christian Bruno von Klobuczynski (Author)
Publication Year
1994
Pages
13
Catalog Number
V31830
ISBN (eBook)
9783638327220
Language
German
Tags
Elberfelder System Armenfürsorge Einführung Arbeiten Problemen Personen Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Christian Bruno von Klobuczynski (Author), 1994, Das Elberfelder System der Armenfürsorge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31830
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