Das Ziel der Magisterarbeit ist die Analyse der häufigsten lexikalischen Mittel, die Martin Suter im Roman verwendet, die das Problem der Personenidentifikation ausdrücken.
Dem Ziel entsprechend ist die Magisterarbeit in 2 Teile eingeteilt.
Im theoretischen Teil wird das Problem der Personenidentität in der gegenwärtigen Literaturwissenschaft am Beispiel des Romans von Martin Suter behandelt. Es werden die Identifikationsarten und ihre Voraussetzungen gezeigt, die Beziehungen der Persönlichkeit zu der Gesellschaft im Roman "Ein perfekter Freund“ und Motive als Bestandteile des Themas Identität im Roman betrachtet.
Im praktischen Teil wird die Analyse der sprachlichen Mittel vorgenommen, die zum Ausdruck von Motiven der Personenidentifikation im Roman gebraucht werden. Zuerst werden kurz die sprachlichen Mittel im Werk des Schriftstellers betrachtet. Genauer werden die Mittel zum Ausdruck der Motive analysiert. Hier werden folgende Motive behandelt: die Erlangung des alten Aussehens, die Heilung, das Zurückkehren zur Berufsarbeit und die Wiederherstellung des „Ichs“.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Das Problem der Identität.
1. 1. Martin Suter als Vertreter der Schweizer Gegenwartsliteratur.
1.1.1. Die Schweizer Gegenwartsliteratur.
1.1.2. Suters psychologischer Roman mit den Elementen eines Kriminalwerkes
1.2. Personenidentifizierung als literarisches Problem
1.2.1. Arten der Identifikation
1.2.2.Gedächtnis und Erinnerung als Voraussetzung der Identifikation
1.3. Das Problem der Identität im Roman „Ein perfekter Freund“
1.3.1. Gedächtnis- und Identitätsverlust im Roman
1.3.2.Motive des Themas Personenidentifikation
II. Sprachlicher Ausdruck der Personenidentifikation im Roman von M.Suter.
2.1. Sprachliche Mittel im Werk von M. Suter.
2.2. Sprachlicher Ausdruck der Motive des Themas Identitätsbildung im Roman
2.2.1. Das Kernmotiv: Die Erlangung des alten Aussehens
2.2.2. Das Kernmotiv: Die Heilung
2.2.3. Das Kernmotiv: Das Zurückkehren zur Berufsarbeit
2.2.4. Das Kernmotiv: Die Wiederherstellung des „Ichs“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Magisterarbeit analysiert die sprachlichen Mittel, mit denen Martin Suter in seinem Roman "Ein perfekter Freund" das Problem der Personenidentifikation darstellt, wobei der Fokus auf den zentralen Motiven und dem Gedächtnisverlust des Protagonisten liegt.
- Identitätsdiskurs in der zeitgenössischen Schweizer Literatur
- Gedächtnisverlust als literarisches Motiv
- Sprachliche Analyse psychologischer Krisenzustände
- Die Rolle der Identitätssuche bei Martin Suter
- Zusammenhang zwischen Gedächtnis, Sprache und Selbstkonzept
Auszug aus dem Buch
1.3.1. Gedächtnis- und Identitätsverlust im Roman
Der Protagonist, Fabio Rossi, hat infolge eines Schlages an den Kopf 50 Tage seines Lebens aus seinem Gedächtnis verloren und leidet an eine post-traumatische Amnesie. Er hat ständiges Gefühl der Verzweiflung, Verwirrung und Panik. Infolge dieses Traumas lebt er in zwei Welten, in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Deshalb hat er ein Ziel sich in das normale Leben zurückzukehren. Nach dem Trauma fühlt er sich von den früheren Lebensweisen entfremdet. Da er schon fast alles vergessen hat, möchte er durch das Erinnern die Vergangenheit festzustellen. Es gibt auch ein Liebesdreieck, in dem er eingemischt ist. Mit dem Titel des Romans ist aber der beste Freund von Fabio gemeint und nämlich, Lucas Jäger. Die ganze Geschichte wird aus der Sicht des Protagonisten erläutert.
Im Mittelpunkt steht Journalist Fabio Rossi. Zuerst hat er Germanistik studiert, dann hat das abgebrochen, dann Journalist geworden und am Anfang des Werkes arbeitet er in einer Zeitung, dann wird er gekündigt. Als Journalist braucht er ein Thema, für das sich alle interessieren.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Das Problem der Identität.: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen, stellt Martin Suter als Autor der Postmoderne vor und definiert Begriffe wie Identität, Gedächtnis und Identifikationsarten innerhalb der Literaturwissenschaft.
II. Sprachlicher Ausdruck der Personenidentifikation im Roman von M.Suter.: Der praktische Teil widmet sich der konkreten sprachlichen Untersuchung der vier Kernmotive: Erlangung des Aussehens, Heilung, Rückkehr zur Arbeit und Wiederherstellung des Ichs, wobei die lexikalischen Mittel detailliert analysiert werden.
Schlüsselwörter
Identität, Personenidentifikation, Martin Suter, Ein perfekter Freund, Gedächtnisverlust, Amnesie, Sprache, Identitätsbildung, Psychologischer Roman, Literatur, Motiv, Erinnerung, Selbstkonzept, Postmoderne, Schweiz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Darstellung und den sprachlichen Ausdruck des Problems der Personenidentifikation in Martin Suters Roman "Ein perfekter Freund".
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Themenfelder umfassen Identitätstheorien, die Rolle des Gedächtnisses, das Genre des psychologischen Kriminalromans sowie sprachwissenschaftliche Aspekte der Motivdarstellung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Analyse der häufigsten lexikalischen Mittel, mit denen der Autor das Problem der Personenidentifikation und die damit verbundenen psychologischen Zustände im Roman ausdrückt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Definitionen von Identität mit der konkreten Textinterpretation der Kern- und Nebenmotive im Roman verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Identitätsproblematik und einen praktischen Teil, der die vier Kernmotive (Aussehen, Heilung, Arbeit, Wiederherstellung des Ichs) anhand von Textbelegen untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Identität, Gedächtnisverlust (Amnesie), Motiv, Selbstkonzept und das Werk von Martin Suter als Vertreter der Schweizer Gegenwartsliteratur.
Warum spielt das Thema der "großen Sache" eine so wichtige Rolle für Fabio Rossi?
Die "große Sache" ist eng mit Fabios Identitätskrise verknüpft; ihre Rekonstruktion dient als roter Faden, um die verschwundenen 50 Tage seines Lebens und sein journalistisches Selbstbild zu verstehen.
Inwiefern beeinflusst der Gedächtnisverlust die Identität des Protagonisten?
Durch den Verlust seiner Erinnerungen entfremdet sich Fabio von seinem früheren Selbst, was ihn zu einer intensiven Suche nach seiner Identität zwingt, bei der er seine Umgebung und sein bisheriges Handeln hinterfragen muss.
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- Iuliia Targanska (Author), 2015, Die Personenidentifikation und ihr sprachlicher Ausdruck im Roman von Martin Suter "Ein perfekter Freund", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318372