In dieser Arbeit wird das Bild der semantisch-lexikalischen Störung erarbeitet. Die Darstellung beginnt mit der Definition des Begriffs, klärt auf über das Auftreten beziehungsweise. das in Erscheinung treten und schließt mit der Darstellung eines exemplarischen Verlauf vom Kleinkind- bis ins Grundschulalter ab.
Im Anschluss wird das Mentale Lexikon, dessen Aufbau und Funktionsweise sowie der Umfang in der deutschen Sprache dargestellt. Abgeschlossen wir die vorliegende Arbeit mit der überblicksartigen Vorstellung zweier Testverfahren und der diagnostischen Einordnung des Störungsbildes.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Semantisch-lexikalische Störungen
2.1 Definition
2.2 Symptomatik
2.3 Verlauf
3 Mentales Lexikon
3.1 Aufbau
3.2 Statistische Werte zum Wortschatz im Deutschen
4 Diagnostik
4.1 Auffälligkeiten
4.2 Diagnoseverfahren
4.3 Diagnostische Einordnung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Störungsbild der semantisch-lexikalischen Störungen fundiert zu erläutern, dessen theoretischen Rahmen – insbesondere das Konzept des mentalen Lexikons – darzulegen und einen Überblick über aktuelle diagnostische Verfahren zu geben.
- Definition und Symptomatik semantisch-lexikalischer Störungen
- Entwicklungsverläufe der Störung vom Kleinkind- bis zum Grundschulalter
- Aufbau und Funktionsweise des mentalen Lexikons nach Levelt
- Statistische Einordnung des Wortschatzes im Deutschen
- Diagnostik, Auffälligkeiten und klassifikatorische Einordnung nach ICD-10-GM
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufbau
Das Modell des mentalen Lexikon beruht auf Levenlts Annahme, dass nicht als Worte selbst, sondern mehrdimensionale lexikalische Einträge gespeichert werden. Diese bereits genannten 4 Informationsdimensionen ermöglichen darüberhinaus, dass Einträge auch aus mehreren Worten bestehen können, wie beispielsweise Redewendungen. Levelt geht davon aus, dass das mentale Lexikon aus verbundenen Teillexika besteht. Ein lexikalischer Eintrag ist somit in zwei Teile gespalten. Zum Einen als Lemmaebene, in welcher Semantik und Syntax gespeichert werden und zum Anderen als Lexemebene, in welcher phonologische und morphologische Informationen hinterlegt sind. Die assoziative Verbindung der beiden Teillexika wird durch „lexical pointer“ hergestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit gibt die Inhalte einer Seminargestaltung wieder und führt in die Thematik der semantisch-lexikalischen Störungen ein.
2 Semantisch-lexikalische Störungen: Das Kapitel definiert den Begriff, beschreibt die Symptomatik sowie den Verlauf der Störung von der frühen Kindheit bis ins Schulalter.
3 Mentales Lexikon: Es wird das Modell des mentalen Lexikons nach Levelt erläutert und eine statistische Einordnung des Wortschatzumfangs im Deutschen vorgenommen.
4 Diagnostik: Dieser Teil behandelt die Anforderungen an die Diagnostik, nennt typische Auffälligkeiten, stellt Testverfahren vor und ordnet das Störungsbild in die ICD-10-GM ein.
Schlüsselwörter
Semantisch-lexikalische Störungen, Mentales Lexikon, Spracherwerb, Wortschatz, Diagnostik, AWST-R 3-5, WWT 6-10, Lemmaebene, Lexemebene, ICD-10-GM, Sprachproduktionsstörungen, Wortfindungsstörungen, Sprachverständnis, Wortspeicherung, Sprachstörung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und der diagnostischen Erfassung von semantisch-lexikalischen Störungen bei Kindern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die Definition und Symptomatik der Störung, der Aufbau des mentalen Lexikons, statistische Wortschatzdaten sowie diagnostische Möglichkeiten und Klassifikationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Überblicks über das Störungsbild, seine psycholinguistischen Grundlagen und die Möglichkeiten der klinischen Diagnose.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Zusammenfassung und Aufbereitung bestehender fachwissenschaftlicher Literatur und Modelle, wie dem Modell des mentalen Lexikons von Levelt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der semantisch-lexikalischen Störungen, die Erläuterung des mentalen Lexikons als kognitives System und die praktische sowie klassifikatorische Diagnostik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind semantisch-lexikalische Störungen, mentales Lexikon, Wortschatz, Diagnostik, Sprachverständnis und Wortfindungsstörungen.
Warum spielt die Lemma- und Lexemebene eine so wichtige Rolle für das Verständnis der Störung?
Weil Störungen laut dem Modell von Levelt spezifisch auf diesen Ebenen oder in der assoziativen Verbindung (lexical pointer) auftreten können, was für die gezielte Diagnostik entscheidend ist.
Welche diagnostischen Verfahren werden beispielhaft für den Vorschul- und Grundschulbereich genannt?
Für den Vorschulbereich wird der AWST-R 3-5 und für das Grundschulalter der WWT 6-10 als standardisiertes Verfahren vorgestellt.
Wie unterscheidet sich die im Text beschriebene rezeptive von der expressiven Sprachstörung gemäß ICD-10-GM?
Bei der expressiven Sprachstörung liegt die Ausdrucksfähigkeit deutlich unter dem Intelligenzalter bei normalem Sprachverständnis, während bei der rezeptiven Sprachstörung das Verständnis selbst beeinträchtigt ist.
- Quote paper
- B.A. Christian Blum (Author), 2016, Semantisch-lexikalische Störung. Symptomatik, Verlauf und Diagnose, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318434