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Die Erstellung eines Sanierungskonzepts durch den Wirtschaftsprüfer. Der IDW S 6 vor dem Hintergrund einer Insolvenz

Title: Die Erstellung eines Sanierungskonzepts durch den Wirtschaftsprüfer. Der IDW S 6 vor dem Hintergrund einer Insolvenz

Term Paper , 2012 , 28 Pages , Grade: 1,30

Autor:in: Sven Brosius (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Nach Eintritt der Insolvenzreife und bei bestehender Insolvenzreife ist der Geschäftsführer einer GmbH nach Maßgabe des § 15a InsO verpflichtet, ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht zu stellen. Die fahrlässige oder vorsätzliche Verletzung der Insolvenzantragspflicht kann Schadensersatzansprüche der geschädigten Gläubiger und Strafsanktionen gegenüber den Geschäftsführern (§ 15a Abs. 4 InsO) nach sich ziehen. In strafrechtlicher Hinsicht droht bei Vorsatz hinsichtlich der nicht rechtzeitigen Insolvenzantragstellung eine Geldstrafe bzw. eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Hintergrund dieser strikten Regelung ist der Gläubigerschutz. Denn je früher eine Insolvenz oder eine drohende Insolvenz erkannt wird, desto mehr Handlungsalternativen bieten sich zur Gläubigerbefriedigung. Insbesondere ein durch einen Wirtschaftsprüfer erstelltes Sanierungskonzept kann im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens die vollständige Liquidation eines Unternehmens verhindern.

Die Rollen eines Wirtschaftsprüfers vor dem Hintergrund einer Insolvenz beruhen insbesondere auf dem IDW PS 800 zur „Beurteilung eingetretener oder drohender Zahlungsunfähigkeit bei Unternehmen“, dem IDW S6 bzw. IDW ES6 n.F.,
Anforderungen an die Erstellung von Sanierungskonzepten sowie dem IDW FAR 1/1996 „Empfehlungen zur Überschuldungsprüfung bei Unternehmen“. Neben anderen Rollen kann der Wirtschaftsprüfer im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens oder zur vorzeitigen Abwendung eines Insolvenzverfahrens die Rolle des Erstellers eines Sanierungskonzeptes einnehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abwicklung und Abwendung einer Liquidation vor dem Hintergrund einer Insolvenz

2.1 Übersicht verschiedener Verfahren

2.2 Überblick über verschiedene Rollen des Wirtschaftsprüfers

2.3 Erstellung eines Sanierungskonzepts durch den Wirtschaftsprüfer

2.3.1 Grundlagen und Kernanforderungen an ein Sanierungskonzept

2.3.2 Beschreibung von Auftragsgegenstand und -umfang

2.3.3 Basisinformationen über die wirtschaftliche und rechtliche Ausgangslage des Unternehmens in seinem Umfeld

2.3.4 Analyse von Krisenstadium und -ursachen

2.3.5 Beschreibung des Leitbilds des sanierten Unternehmens

2.3.6 Beschreibung der Maßnahmen zur Krisenbewältigung

2.3.7 Integrierte Sanierungsplanung

2.3.8 Zusammenfassende Einschätzung der Sanierungsfähigkeit

3 Das ESUG – ein Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der Abwicklung und Abwendung von Unternehmensinsolvenzen. Das primäre Ziel ist es, die Anforderungen an Sanierungskonzepte sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und strategischen Maßnahmen zur Krisenbewältigung unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Neuerungen wie dem ESUG darzustellen.

  • Rechtliche Grundlagen der Insolvenz und Überschuldungsprüfung
  • Die verschiedenen Rollen des Wirtschaftsprüfers in Krisensituationen
  • Struktur und Kernanforderungen an professionelle Sanierungskonzepte
  • Analyse von Krisenstadien und Ableitung von Sanierungsmaßnahmen
  • Einfluss des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG)

Auszug aus dem Buch

2.3.4 Analyse von Krisenstadium und -ursachen

Bis zum Insolvenztatbestand durchlebt ein Unternehmen verschiedene Krisenstadien, welche allerdings nicht immer chronologisch zuordnungsfähig sind. Für eine langfristig gewinnorientierte Sanierung reicht das Beheben einer einzelnen Krise nicht aus. Es müssen ebenso Maßnahmen zur Ursachenbekämpfung der vorherigen Krisen getroffen werden, um einen Déjà-vu-Effekt zu vermeiden. Die nachfolgend beschriebenen Krisenstadien werden in gleicher Reihenfolge beschrieben, wie sie gewöhnlich aufzutreten pflegen.

Die Stakeholderkrise beruht auf Meinungsdisparitäten zwischen verschiedenen Steakholdern und führt meist zu einem Entscheidungsvakuum im Unternehmen. Oft findet mangelhaftes Controlling auf Basis falscher Datenerhebung statt, die billigend und opportunistisch in Kauf genommen wird. Die Unstimmigkeiten auf Stakeholderebene wirken sich bis auf den einzelnen Mitarbeiter aus, sodass die komplette Unternehmenskultur deformiert wird.

Die Strategiekrise drückt sich insbesondere durch den Verlust von Marktanteilen aus, welcher oftmals eine Folge von unzureichender und unzutreffender Kunden- und Wettbewerbsorientierung ist. Bei der Beurteilung der jeweiligen Wettbewerbssituation ist zu beachten, dass sie durch drei wesentliche Faktoren beeinflusst wird. Die Branchenstruktur und -interaktion, sowie die verschiedenen Marktphasen bilden die Rahmenfaktoren für die gesamte Wettbewerbssituation. Demzufolge bestimmen Zahl, Art und Stärke der Wettbewerber, aber auch horizontale, vertikale oder diagonale Kooperationen zwischen den Branchenmitgliedern und die momentane Marktphase die Wettbewerbssituation.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert den insolvenzrechtlichen Rahmen und erläutert die Kriterien für Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung sowie die Konsequenzen aus der Insolvenzantragspflicht.

2 Abwicklung und Abwendung einer Liquidation vor dem Hintergrund einer Insolvenz: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Insolvenzverfahren und beleuchtet die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der Erstellung von Sanierungskonzepten sowie bei der methodischen Analyse von Unternehmensrisiken.

3 Das ESUG – ein Ausblick: Dieses Kapitel bewertet die Auswirkungen des ESUG auf die Sanierungspraxis und diskutiert, wie durch veränderte Verfahrensabläufe und eine stärkere Rolle des Gläubigerschutzes Sanierungschancen verbessert werden können.

Schlüsselwörter

Insolvenz, Sanierungskonzept, Wirtschaftsprüfer, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Insolvenzplanverfahren, Krisenstadien, ESUG, Fortführungsprognose, Gläubigerschutz, Liquidationswert, Strategiekrise, Finanzplanung, Risikomanagement, Unternehmenskrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die professionelle Unterstützung bei der Bewältigung von Unternehmenskrisen durch Wirtschaftsprüfer, insbesondere vor dem Hintergrund insolvenzrechtlicher Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Analyse von Krisenursachen, die Erstellung von Sanierungskonzepten und die rechtlichen Rahmenbedingungen, inklusive des ESUG.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Prozess der Sanierungserstellung systematisch aufzuzeigen und die Rolle des Wirtschaftsprüfers dabei zu präzisieren, um die Insolvenzvermeidung zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analysierende Methode auf Basis einschlägiger IDW-Standards (wie IDW S 6) und gesetzlicher Vorschriften angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die verschiedenen Rollen des Wirtschaftsprüfers, die methodische Erstellung von Sanierungskonzepten und die detaillierte Untersuchung von Krisenstadien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Insolvenzrecht, Sanierungskonzept, Wirtschaftsprüfer und Krisenmanagement geprägt.

Wie unterscheidet sich die Bilanzierung im Insolvenzverfahren von der regulären Rechnungslegung?

Im Insolvenzfall ist das Vorsichtsprinzip zugunsten einer risikoneutralen Bewertung nach Fortführungswerten oder Zerschlagungswerten aufzugeben, um eine verfälschungsfreie Entscheidungsbasis für Gläubiger zu schaffen.

Welche Bedeutung hat das ESUG für die Zukunft von Sanierungskonzepten?

Das ESUG erhöht voraussichtlich die Bedeutung von Sanierungskonzepten, da es Verfahrenserleichterungen einführt und mehr Spielraum für eine eigenverwaltete Sanierung bietet.

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Details

Title
Die Erstellung eines Sanierungskonzepts durch den Wirtschaftsprüfer. Der IDW S 6 vor dem Hintergrund einer Insolvenz
College
Hamburg School of Business Administration gGmbH
Course
Law for Accountants / Recht für Wirtschaftsprüfer
Grade
1,30
Author
Sven Brosius (Author)
Publication Year
2012
Pages
28
Catalog Number
V318454
ISBN (eBook)
9783668179943
ISBN (Book)
9783668179950
Language
German
Tags
Insolvenzrecht Insolvenz InsO Insolvenzordnung Sanierung Sanierungskonzept IDW S6 IDW S 6 Wirtschaftsprüfung Steuerberatung Rechnungswesen Turn Around Recht Prüfungswesen Rechnungslegung Bilanzrecht Insolvenzreife Überschuldung HGB Krise BWL Bilanzierung Unternehmen Unternehmen in der Krise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Brosius (Author), 2012, Die Erstellung eines Sanierungskonzepts durch den Wirtschaftsprüfer. Der IDW S 6 vor dem Hintergrund einer Insolvenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318454
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