Einleitung
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Multiplikatorverfahren als ein Ansatz der Unternehmensbewertung. Die beiden nachfolgenden Kapitel sind eher definitorischer Natur. In dem zweiten Kapitel gehe ich kurz auf die Gründe der Unternehmensbewertung an sich ein. Dazu habe ich eine weitere Untergliederung in Bewertungszweck und –anlässe vorgenommen. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Unternehmenswert. Im vierten Kapitel erfolgt eine kleine Einführung in die Thematik des Multiplikatorverfahrens bevor ich im folgenden Kapitel die Methodik näher beleuchte. Die verschiedenen Multiplikatoren werden in einem eigenem sechsten Kapitel genau vorgestellt. Der besondere Fokus auf die Methodik und auf die verschiedenen Ausprägungsformen erscheint mir auf Grund der Komplexität sinnvoll. Im Rahmen dessen gehe ich sofort auf eventuelle Probleme oder Schwierigkeiten in den einzelnen Unterpunkten ein. Dies hat zur Folge, dass die im Kapitel sieben nur noch einige wenige Probleme aufgeführt werden. Im letzten Kapitel setze ich mich mit den in Kapitel vier aufgezeigten wissenschaftlichen Argumente bezüglich des Multiplikatorverfahrens kritisch auseinander. Am Ende schließe ich meine persönliche Schlussfolgerung, ob das Multiplikatorverfahren als eigenständig anerkannt werden kann oder nicht.
Gliederung
1. Einleitung
2. Gründe für Unternehmensbewertungen
2.1 Bewertungszweck
2.2 Bewertungsanlässe
3. Der Unternehmenswert
4. Einführung in das Multiplikatorverfahren
4.1 Überblick
4.2 Einsatzfelder des Multiplikatorverfahrens
4.3 Wissenschaftliche Beurteilung des Verfahrens
5. Methodik des Multiplikatorverfahrens
5.1 Grundlagen
5.2 Praktische Durchführung
5.2.1 Analyse des eigenen Unternehmens
5.2.2 Auswahl des Vergleichsunternehmens
5.2.3 Identifikation von Bezugsgröße und Bildung von Multiplikatoren
5..2.4 Bestimmung des Unternehmenswertes
6. Ausprägungsform des Multiplikatoren
6.1 Systematisierung
6.2 Equity-Multiplikatoren
6.2.1 Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (Price/Earnings-Multiple)
6.2.1.1 Voraussetzungen für die Anwendung des KGV
6.2.1.2 Grundlagen und Vorgehensweise
6.2.2 Kurs-Cashflow-Verhältnis
6.2.3 Kurs-Buchwert-Verhältnis
6.3 Entity-Multiplikatoren
6.3.1 EBIT- und EBITDA-Multiplikatoren
6.3.1.1 EBIT
6.3.1.2 EBITDA
6.3.2 Umsatzmultiplikatoren
7. Probleme des Verfahrens
8. Abschließende Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Multiplikatorverfahren als einen marktorientierten Ansatz zur Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel besteht darin, die wissenschaftliche Validität, die methodische Anwendung sowie die praktische Eignung dieses Verfahrens kritisch zu analysieren und seine Position gegenüber anderen Bewertungsmodellen zu definieren.
- Grundlagen und Einsatzbereiche von Multiplikatorverfahren in der Unternehmensbewertung
- Methodische Vorgehensweise bei der Auswahl von Vergleichsunternehmen (Peer Groups)
- Differenzierung und Anwendung von Equity- und Entity-Multiplikatoren (z.B. KGV, KCV, KBV, EBIT, EBITDA)
- Kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Vorbehalten gegenüber dem Verfahren
- Eignung des Multiplikatoransatzes als eigenständiges Bewertungsverfahren vs. Plausibilitätskontrolle
Auszug aus dem Buch
4.2 Einsatzfelder des Multiplikatorverfahrens
Das Multiplikatorverfahren ist vielfältig einsetzbar. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht diesen Sachverhalt.
Einige Einsatzfelder werden im folgenden Textabschnitt kurz erläutert.
Bei der Bewertung börsennotierter Unternehmen dient das Multiplikatorverfahren zur Identifikation von bestehenden Über- oder Unterbewertungen. Die Bewertung dient somit Investoren als Entscheidungsgrundlage.
Hinsichtlich der Bewertung von IPOs dient das Multiplikatorverfahren im Rahmen der Emissionskursermittlung dem Preisfindungsprozess. Dem Verfahren wird neben anderen Verfahren sogar eine parallele bzw. gleichberechtigte Stellung eingeräumt. Es wird das zukünftig börsennotierte Unternehmen mit bereits notierten Unternehmen verglichen.
Zur Vereinfachung der Bewertung nicht börsennotierter Unternehmen können Multiplikatoren von börsennotierten Unternehmen zu Hilfe genommen werden. Informationsdefizite und mangelnde Fungibilität der Anteile nicht börsennotierter Unternehmen müssen bei der Bewertung entsprechend berücksichtig werden.
Des Weiteren wird der Multiplikatoransatz verwendet, wenn es keine oder keine hinreichenden Plandaten für eine Ertragswert- oder DCF-Berechnung gibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Aufbau der Hausarbeit und führt in das Thema des Multiplikatorverfahrens als Ansatz der Unternehmensbewertung ein.
2. Gründe für Unternehmensbewertungen: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Bewertungszwecken und Anlässen für Unternehmensbewertungen unter Berücksichtigung von Eigentümerwechseln.
3. Der Unternehmenswert: Hier wird der theoretische Begriff des Unternehmenswerts basierend auf dem Konzept des notional market definiert.
4. Einführung in das Multiplikatorverfahren: Es werden die Grundlagen, Einsatzfelder und die wissenschaftliche Einordnung des Verfahrens dargestellt.
5. Methodik des Multiplikatorverfahrens: Dieses Kapitel erläutert den praktischen Prozess der Bewertung, von der Analyse bis zur Bestimmung des Unternehmenswertes.
6. Ausprägungsform des Multiplikatoren: Eine detaillierte Vorstellung und Systematisierung von Equity- und Entity-Multiplikatoren erfolgt in diesem Abschnitt.
7. Probleme des Verfahrens: Das Kapitel adressiert spezifische Herausforderungen bei der Anwendung, wie das Wachstums- und Wertpapierproblem.
8. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassend wird die eigenständige Anerkennung des Multiplikatorverfahrens in der Praxis diskutiert.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Multiplikatorverfahren, KGV, Equity-Multiplikatoren, Entity-Multiplikatoren, Vergleichsunternehmen, Peer Group, Marktorientierung, Unternehmenswert, EBIT, EBITDA, Kurs-Cashflow-Verhältnis, Börsenkurs, Finanzanalyse, Bewertungspraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche und praktische Analyse des Multiplikatorverfahrens zur Bewertung von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung, die praktische Methodik zur Ableitung von Unternehmenswerten sowie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Multiplikatortypen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den marktorientierten Multiplikatoransatz kritisch zu prüfen und festzustellen, ob er neben dem Ertragswertverfahren als eigenständiges Bewertungsmodell bestehen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und den Vergleich etablierter Bewertungsansätze aus der Finanzwissenschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Grundlagen die praktische Durchführung (Peer Group Auswahl) und die detaillierte Systematisierung verschiedener Multiplikatoren wie KGV, KCV und EBITDA analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Multiplikatorverfahren, Unternehmensbewertung, Peer Group und Finanzanalyse charakterisieren.
Wie geht die Autorin mit dem Problem unterschiedlicher Unternehmensgrößen um?
Die Autorin erläutert, dass eine Peer Group gebildet wird, die in ihrer Gesamtheit dem Bewertungsobjekt nahekommt, um Fehlbewertungen durch Einzelvergleiche zu glätten.
Wie wird das sogenannte Wertpapierproblem definiert?
Das Wertpapierproblem tritt auf, wenn Wertpapiererträge im Jahresüberschuss enthalten sind, die das operative Risiko verfälschen, wodurch das KGV nicht mehr das rein operative Geschäft widerspiegelt.
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- Silke Barkow (Autor), 2004, Das Multiplikatorverfahren als Methode der Unternehmensbewertung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31854