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Das Experiment in der Erziehungswissenschaft. Die Notwendigkeit der Kontrolle von Fehlerquellen unter der besonderen Berücksichtigung des Versuchsleitereffektes

Title: Das Experiment in der Erziehungswissenschaft. Die Notwendigkeit der Kontrolle von Fehlerquellen unter der besonderen Berücksichtigung des Versuchsleitereffektes

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Hecker (Author)

Pedagogy - General
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Nach Roth sind in der Erziehungswissenschaft im wesentlichen drei Forschungsmethoden zu identifizieren: die geisteswissenschaftliche, die empirische und die ethnografische. In der Erziehungswissenschaft kann die empirische Forschungsmethode, trotz mancherlei Einschränkung und Kritik, als eine angemessene Methode, sowohl für die Grundlagenforschung, wie auch für die praxisbezogene Forschung betrachtet werden. Besonders in den 60er und 70er Jahren des 20 Jahrhunderts waren die empirischen Methoden hoch angesehen. Ihr „quantifizierender Aspekt“ wird dabei häufig in sowohl primär geisteswissenschaftlichen, als auch primär ethnografischen Forschungsprojekten herangezogen.

Neben dem Interview, der schriftlichen Befragung, der Gruppendiskussion, der Soziometrie, der Beobachtung, der Inhaltsanalyse, usw., ist das Experiment eine Methode der empirischen (Sozial)Forschung. In dieser Hausarbeit möchte ich zwei Ziele verfolgen. Erstens möchte ich im ersten Teil der Frage nachgehen, was genau unter einem Experiment zu verstehen ist, welche Eigenschaften es auszeichnen, welche verschiedenen Formen es gibt, und welchen Stellenwert es in der Erziehungswissenschaft einnimmt. Des Weiteren soll im nächsten Teil die Problematik von möglichen Fehlerquellen der experimentellen Forschung dargestellt werden. Ich will der Frage nachgehen, wie und welche Fehler während eines Experimentes entstehen (können) und warum es nötig ist diese zu kontrollieren und welche Kontrolltechniken es dazu gibt. Im letzten Teil werde ich dann exemplarisch auf den „Versuchsleitereffekt“ als Fehlerquelle eingehen. Die Entstehung dieses Effekte und adäquate Kontrollmöglichkeiten sollen hier ausführlicher behandelt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Experiment

2.1 Begriffsannäherung

2.2 Die Eigenschaften und Schwierigkeiten des Experimentes

2.3 Die Geschichte des Experimentes in der Erziehungswissenschaft

2.4 Verschiedene Formen und Funktionen des Experiments

3. (Mögliche) Fehlerquellen der experimentellen Forschung

3.1 Die Entstehung von Fehlerquellen

3.2 Klassifikation der experimentellen Fehler

3.3 Verschiedene Kontrolltechniken der Fehlerquellen

4. Der Versuchsleitereffekt

4.1 Der Versuchsleiter als Störquelle

4.2 Möglichkeiten der Kontrolle der Versuchsleitereffekte

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Experiment als Methode der erziehungswissenschaftlichen Forschung zu definieren, seine Eigenschaften sowie Anwendungsformen zu erläutern und die Notwendigkeit der Fehlerkontrolle – insbesondere des Versuchsleitereffekts – kritisch zu untersuchen.

  • Grundlagen und Definitionen des erziehungswissenschaftlichen Experiments
  • Historische Entwicklung und Kritik experimenteller Methoden
  • Systematik und Klassifikation von Fehlerquellen in der Forschung
  • Techniken zur Kontrolle von Störvariablen und internen Fehlern
  • Analyse des Versuchsleitereffekts und Strategien zu dessen Minimierung

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Versuchsleiter als Störquelle

Während eines Experimentes kann der dazugehörige Versuchsleiter das Verlauf und damit das Ergebnis beabsichtig und unbeabsichtigt beeinflussen. Dieses ist dadurch zu erklären, dass der Versuchleiter in vielen Fällen auch gleichzeitig der Forscher ist, der dass Experiment zum Zwecke der Überprüfung seiner Hypothese durchführt und damit bestimmte Hoffnungen und Erwartungen verbindet, die er gerne erfüllt sieht.

Im Falle der beabsichtigten „Beeinflussung“ und der eventuellen „Manipulation“ kommt dieses einer „Fälschung“ und damit dem „Betrug“ gleich. Der Verzicht auf solche „Praktiken“ gehört zu den Voraussetzungen wissenschaftlicher Arbeit und ist nicht zu tolerieren. Dieser Punkt soll aber hier auch nicht weiter ausgeführt werden.

Schwerpunkt soll im Folgenden die unbeabsichtigte Beeinflussen des Experimentes durch den Versuchsleiter, deren Konsequenzen und dazugehörige Kontrolltechniken bilden.

Verschieden Experimente bezüglich des Versuchsleiters haben gezeigt, dass das Ergebnis eines Experiments von der „Auswahl der Versuchsleiter nach Schicht, ethnischer Zugehörigkeit, Alter und Persönlichkeitsmerkmalen“ (z.B. Ängstlichkeit) beeinflusst wird. Die reaktive Effekt durch die Erwartungen des Forschers auf das Ergebnis einer Untersuchung wird als Versuchsleitereffekt („experimenter bias“) bezeichnet. Laut Friedrichs lässt dieser sich in „Studien mit allen Methoden nachweisen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen und Zielsetzung der Arbeit bezüglich der empirischen Forschung in der Erziehungswissenschaft.

2. Das Experiment: Erörterung der Begriffsdefinitionen, der historischen Entwicklung sowie der methodischen Eigenschaften und Formen des Experiments.

3. (Mögliche) Fehlerquellen der experimentellen Forschung: Analyse der Entstehung, Klassifikation und allgemeiner Kontrolltechniken von Störvariablen.

4. Der Versuchsleitereffekt: Spezifische Untersuchung des Einflusses des Versuchsleiters und Darstellung von Kontrollstrategien wie dem Doppelblindversuch.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Nützlichkeit und Zukunftsperspektiven des Experiments unter kritischer Berücksichtigung der Fehlerkontrolle.

Schlüsselwörter

Experiment, Erziehungswissenschaft, Versuchsleitereffekt, Empirische Forschung, Fehlerquellen, Interne Validität, Externe Validität, Kontrolltechniken, Versuchsleitererwartung, Kausalanalyse, Hypothesenprüfung, Laborexperiment, Feldexperiment, Randomisierung, Doppelblindversuch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Experiment als wissenschaftliche Methode innerhalb der Erziehungswissenschaft und analysiert, wie trotz komplexer Bedingungen valide Ergebnisse durch die Kontrolle von Fehlerquellen erreicht werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Experiments, dessen geschichtliche Einordnung, die Klassifizierung potenzieller Störfaktoren sowie den Fokus auf den spezifischen Versuchsleitereffekt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Experiment als präzise Forschungsmethode genutzt werden kann, indem systematische Fehlerquellen identifiziert und durch geeignete methodische Techniken kontrolliert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Literaturanalyse wissenschaftlicher Forschungsmethoden, um die empirische Methodik des Experiments methodisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die historische Kontextualisierung, die Typologie von Fehlerquellen und eine detaillierte Analyse zur Vermeidung von Verzerrungen durch den Versuchsleiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Experiment, Erziehungswissenschaft, Fehlerquellen, Versuchsleitereffekt und Validität definieren.

Was genau ist ein "Versuchsleitereffekt"?

Es handelt sich um eine unbeabsichtigte Beeinflussung der Versuchspersonen oder der Auswertung durch den Versuchsleiter, die oft aus dessen unbewussten Erwartungen an das Ergebnis resultiert.

Wie kann man den Versuchsleitereffekt minimieren?

Zu den genannten Techniken gehören unter anderem der Doppelblindversuch, der Einsatz neutraler Personen sowie die Standardisierung des Versuchsablaufs durch audiovisuelle oder schriftliche Instruktionen.

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Details

Title
Das Experiment in der Erziehungswissenschaft. Die Notwendigkeit der Kontrolle von Fehlerquellen unter der besonderen Berücksichtigung des Versuchsleitereffektes
College
University of Trier
Grade
1,7
Author
Alexander Hecker (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V31859
ISBN (eBook)
9783638327473
ISBN (Book)
9783656865018
Language
German
Tags
Experiment Erziehungswissenschaft Notwendigkeit Kontrolle Fehlerquellen Berücksichtigung Versuchsleitereffektes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Hecker (Author), 2004, Das Experiment in der Erziehungswissenschaft. Die Notwendigkeit der Kontrolle von Fehlerquellen unter der besonderen Berücksichtigung des Versuchsleitereffektes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31859
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