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Steadycam versus Brushless Gimbal. Unterschiede in der Technik, Handhabung und Ästhetik verschiedener Kameratechnologien

Title: Steadycam versus Brushless Gimbal. Unterschiede in der Technik, Handhabung und Ästhetik verschiedener Kameratechnologien

Bachelor Thesis , 2014 , 137 Pages

Autor:in: Matthias Bender (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Schon seit es Filme gibt, faszinieren sie Menschen auf besondere Weise. Die Möglichkeit, in eine fremde Welt einzutauchen, eine abenteuerliche und gefährliche Geschichte mitzuerleben oder das Schicksal eines anderen Menschen teilen zu können, fesselt und begeistert die Zuschauer seit jeher. Dabei hat sich der Film bis heute stark weiterentwickelt und verändert. Der Tonfilm oder später auch der Farbfilm waren wohl zwei der großen Meilensteine auf dem Weg zu dem, was heute als Film verstanden wird.

Erzählgeschwindigkeit, Schnittfrequenz und Kamerabewegung haben sich über die Jahre immer weiter beschleunigt. Und auch die Kameratechnik hat sich über die Jahre stark verändert. In den 1950er-Jahren des 20. Jahrhunderts bevorzugten viele Kameraleute in Hollywood Kameras der Firma Mitchell. Betrachtet man heute Bilder von damals, fällt eine Besonderheit dieser Kameras sofort ins Auge: die unheimliche Größe. Ende der 1950er-Jahre kam mit der 35-mm-Arriflex-Kamera von Arnold & Richter die erste große Weiterentwicklung. Diese große Erfindung bestach dadurch, dass die Kamera im Grunde recht klein und handlich war. Anfang der siebziger Jahre folgte dann die nächste Revolution. Garrett Brown entwickelte zusammen mit Ingenieuren von Cinema Products Inc. ein System mit dem Namen „Steadicam“ Dieses vereinte die sauberen und wackelfreien Bilder einer Dollyfahrt mit dem ökonomischen Vorteil der Handkamera.

Die Digitalisierung hat auch in der Filmbranche vieles verändert. Mit diesem Schwung an neuen Möglichkeiten gehen auch Innovationen im Bereich der Kamerastabilisierung einher. Seit einiger Zeit sind sie auf dem Vormarsch: sogenannte Gimbals. Die aktuellste Form der Kamera-Gimbal wird Brushless Gimbal genannt und bezieht sich mit ihrem Namen auf eine Besonderheit der verbauten Motoren.

Der Technologie der Kamera-Gimbal wird von manchem das Potenzial zugesprochen, die Steadycam abzulösen. Andere zweifeln das hartnäckig an und verweisen auf technische Nachteile. In dieser Arbeit soll jedoch nicht nur die technische Seite von Steadycam und Brushless Gimbal – wie die neuste Generation der Gimbal-Systeme genannt wird – betrachtet werden. Es soll auch untersucht werden, ob beide Systeme ihre eigene Bildästhetik haben. Dazu wurde eine Plansequenz mit beiden Systemen gedreht und einem Testpublikum vorgeführt. Mithilfe der gewonnenen Daten und im Blick auf die jeweiligen Ergebnisse werden dannTechnik, Handhabung und Ästhetik untersucht und verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte der Steadicam

2.1 Garrett Brown

2.2 Entwicklung unter Originallizenz

2.3 Weiterentwicklung des Grundprinzips

2.3.1 Gyroskop

2.3.2 Steadicam Tango

2.3.3 AR-System von MK-V

2.3.4 SkyCam

3. Funktionsprinzip der Steadicam

3.1 Grundkomponenten

3.1.1 Weste

3.1.2 Arm

3.1.3 Rig

3.2 Balance und Konfiguration

3.3 Bedienung

4. Ursprünge der elektrischen Gimbal-Systeme

4.1 Geschichte

4.2 Übersicht aktueller Hersteller und Systeme

5. Funktionsprinzip elektrischer Gimbal-Systeme

5.1 Aufbau

5.2 Balance und Konfiguration

5.2.1 Physikalische Balance

5.2.2 Software-Konfiguration

5.3 Bedienung

5.4 Brushless Gimbals

6. Vergleich beider Techniken mit Fokus auf die Ästhetik

6.1 Versuchsaufbau

6.2 Verwendete Systeme und Technik

6.3 Plansequenz

6.4 Umfrage

6.5 Ergebnisse der Umfrage

6.5.1 Seite 1 der Umfrage

6.5.2 Seite 2 der Umfrage

6.5.3 Seite 3 der Umfrage

6.5.4 Seite 4 der Umfrage

6.5.5 Teilnehmer-Informationen

7. Analyse der Umfrageergebnisse

8. Vor- und Nachteile beider Systeme

9. Blick in die Zukunft

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die technologischen sowie ästhetischen Unterschiede zwischen traditionellen Steadicam-Systemen und modernen, elektrischen Gimbal-Systemen. Ziel ist es, auf Basis technischer Analysen und einer empirischen Umfrage zu bewerten, inwieweit die neue Gimbal-Technologie die etablierte Steadicam ersetzen kann.

  • Historische Entwicklung der kameragestützten Stabilisierung
  • Funktionsweisen und mechanische Grundlagen von Steadicam und Gimbals
  • Vergleichende Analyse der Bildästhetik durch eine Test-Plansequenz
  • Empirische Auswertung der Publikumsreaktionen auf beide Stabilisierungstechniken
  • Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile im praktischen Einsatz

Auszug aus dem Buch

3.3 Bedienung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Steadicam zu führen. Entsprechend werden dafür auch genaue Bezeichnungen verwendet. Im „regulär“-Modus hält der Operator das Rig auf seiner linken Seite. Der Arm der Steadicam ist auf der rechten Seite an der Weste angebracht. Die umgekehrte Variante, bei welcher der Operator das Rig auf seiner rechten Seite führt, nennt sich „goofy“-Modus.

Ist die Kamera in Blickrichtung des Operators gerichtet, wird dies als „Missionary“ bezeichnet. Filmt der Operator nach hinten, wird das „Don Juan“ genannt. Diese Bezeichnungen für die Kameraausrichtung verwendete Garrett Brown in einem seiner ersten Workshops eher beiläufig. Trotzdem haben sie sich durchgesetzt.

Bereits mehrfach erwähnt wurden „Lowmode“ und „Highmode“. Highmode beschreibt die gängige Art, eine Kamera oben auf der Steadicam zu führen, also quasi auf Augenhöhe eines Menschen. Wird das Rig umgedreht und die Kamera unten geführt, handelt es sich um einen Lowmode. Durch die Verlängerung des Posts können auch höhere Einstellungen oberhalb der Augenhöhe realisiert werden. Dann wird vom „Super Highmode“ gesprochen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entwicklung der Kamerabewegung ein, von frühen handgeführten Ansätzen bis hin zur Erfindung der Steadicam und den modernen, elektrischen Gimbals.

2. Entstehungsgeschichte der Steadicam: Kapitel 2 beleuchtet die Ursprünge der Steadicam durch Garrett Brown, die Entwicklung unter Lizenz und die Evolution technischer Erweiterungen wie dem Gyroskop oder dem AR-System.

3. Funktionsprinzip der Steadicam: In diesem Kapitel werden die physikalischen Grundlagen der Steadicam, ihre drei Hauptkomponenten (Weste, Arm, Rig) sowie die Balance und die verschiedenen Bedienungsmodi dargelegt.

4. Ursprünge der elektrischen Gimbal-Systeme: Kapitel 4 thematisiert die Geschichte der elektrischen Gimbals, deren Entwicklung aus dem Modellbau stammt und die heute eine zunehmende Konkurrenz zur Steadicam darstellen.

5. Funktionsprinzip elektrischer Gimbal-Systeme: Hier werden Aufbau, physikalische sowie Software-Konfiguration (Stiffness, Majestic Mode) und die Bedienung der elektrischen Gimbals detailliert beschrieben.

6. Vergleich beider Techniken mit Fokus auf die Ästhetik: Dieses Kapitel beschreibt den Versuchsaufbau eines direkten Vergleichs mittels einer eigens gedrehten Plansequenz, die einem Testpublikum in einer Online-Umfrage präsentiert wurde.

7. Analyse der Umfrageergebnisse: Eine detaillierte Auswertung der Zuschauerreaktionen auf die verschiedenen Szenenabfolgen bildet den Kern dieses Kapitels.

8. Vor- und Nachteile beider Systeme: In diesem Teil werden die Stärken und Schwächen von Steadicam und Gimbal-Systemen gegenübergestellt, insbesondere im Hinblick auf Flexibilität, Traglast und Bildästhetik.

9. Blick in die Zukunft: Kapitel 9 spekuliert über zukünftige Hybrid-Lösungen, die die Vorteile beider Technologien miteinander kombinieren könnten.

10. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Systeme ihre Berechtigung haben und ihre Eignung stark vom jeweiligen Einsatzszenario abhängt.

Schlüsselwörter

Steadicam, Gimbal-System, Brushless Gimbal, Kamera-Stabilisierung, Filmtechnik, Kameraführung, Bildästhetik, Plansequenz, Mechanik, Elektronik, Statikbalance, Dynamikbalance, Lowmode, Highmode, Operateur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht mechanische Steadicam-Systeme mit elektrischen Gimbal-Systemen, um deren technische Eignung und ästhetische Wirkung auf den Zuschauer zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Entstehungsgeschichte der Stabilisierungstechnik, deren physikalische Funktionsweise, ein direkter technischer Vergleich und eine qualitative Analyse mittels einer Zuschauerumfrage.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, worin die Unterschiede in Technik, Handhabung und Bildästhetik zwischen den beiden Systemen bestehen und ob der Gimbal die Steadicam vollständig ablösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer theoretischen Analyse der technischen Grundlagen basiert die Arbeit auf einem empirischen Versuchsaufbau, bei dem eine identische Sequenz mit beiden Systemen gedreht und mittels einer Umfrage bewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagenkapitel zu beiden Systemen, das Kapitel zum Versuchsaufbau mit der Plansequenz und die anschließende Analyse der Umfrageergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Steadicam, Brushless Gimbal, Kamera-Stabilisierung, Bildästhetik und Filmtechnik kategorisieren.

Was unterscheidet den Gimbal technisch von der Steadicam?

Während die Steadicam auf rein physikalischen Prinzipien wie Masseträgheit und mechanischer Entkopplung basiert, nutzen elektrische Gimbals Sensoren und Motoren zur aktiven Ausgleichung von Bewegungen.

Welche Bedeutung haben die Begriffe "Highmode" und "Lowmode"?

Diese Begriffe beschreiben die Montageposition der Kamera am Rig; Highmode steht für die Führung auf Augenhöhe, während der Lowmode die Kamera bodennah oder in umgedrehter Position führt.

Wie bewerten die Umfrageteilnehmer die Bildästhetik der beiden Systeme?

Die Auswertungen zeigen, dass die Zuschauer zwar Unterschiede in der Stabilität und Wirkung feststellen, jedoch beide Systeme je nach Einsatzkontext als sehr stabil und flüssig wahrnehmen.

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Details

Title
Steadycam versus Brushless Gimbal. Unterschiede in der Technik, Handhabung und Ästhetik verschiedener Kameratechnologien
College
University of Applied Sciences Mittweida
Author
Matthias Bender (Author)
Publication Year
2014
Pages
137
Catalog Number
V318626
ISBN (eBook)
9783668188204
ISBN (Book)
9783668188211
Language
German
Tags
steadycam brushless gimbal unterschiede technik handhabung ästhetik kameratechnologien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Bender (Author), 2014, Steadycam versus Brushless Gimbal. Unterschiede in der Technik, Handhabung und Ästhetik verschiedener Kameratechnologien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318626
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