Kooperationsformen entlang der Logistikkette. Potentiale und Risiken


Diplomarbeit, 2015

52 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen zur Logistik und Kooperation
2.1 Der Logistikbegriff
2.2 Logistik: Aufgaben und Ziele
2.3 Teilbereiche der Logistik
2.3.1 Beschaffungslogistik
2.3.2 Produktionslogistik
2.3.3 Distributionslogistik
2.3.4 Entsorgungslogistik (grüne Logistik)
2.4 Supply Chain (SC)
2.5 Der Kooperationsbegriff

3 Kooperationsformen entlang der Logistikkette
3.1 Kooperationsformen
3.1.1 Gelegenheitsgesellschaften
3.1.2 Interessengemeinschaften
3.1.3 Gemeinschaftsunternehmen oder auch Joint Ventures
3.1.4 Kartelle
3.2 Kooperationskonzepte: Supply Chain Management (SCM), Vertikales Marketing (VM) und Effizient Consumer Response (ECR)
3.3 Bereiche und Ziele der Unternehmenskooperation
3.3.1 Zielsetzungen im Beschaffungsbereich
3.3.2 Zielsetzungen im Produktionsbereich
3.3.3 Zielsetzungen im Finanzierungsbereich
3.3.4 Zielsetzungen im Marketings- bzw. Absatzbereich
3.4 Kooperationsformen- Chancen und Potentiale
3.5 Kooperationsformen- Grenzen und Risiken

4 Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Darstellung der Logistikfunktionen im Wirtschaftsbereich.

Abb. 2: Entwicklungsphasen der Logistik von 1970 bis heute.

Abb. 4: Risiken der Beschaffungslogistik.

Abb. 5: Von der traditionellen zur zukunftsfähigen Beschaffungslogistik.

Abb. 6: Von den klassischen zur zukünftigen Zielsetzungen der Beschaffungslogistik.

Abb. 7: Veränderung der prozentualen Kostenanteile in einem produzierenden Unternehmen.

Abb. 8: Produktionslogistik.

Abb. 9: Elemente der Distributionslogistik.

Abb. 10: Abb. 10: Entsorgungsarten.

Abb. 11: Supply Chain stark vereinfacht: Grundfunktionen.

Abb. 12: Die Lieferkette vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden.

Abb. 13: Unternehmensverbindungen - Formen. .

Abb. 14: Ziele der Unternehmenskooperationen.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Nicht der Einzelne ändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert.“

(Friedrich Dürrenmatt 1921-1990)

1 Einführung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Es gibt heutzutage kaum ein Wirtschaftsbereich ohne Logistikeinfluss. Die Implementierung der Logistik in den Unternehmensprozessen ist essenziell und für jede Unternehmung unabdingbar geworden. Eine gute / strukturierte Logistik, sowie ihre Einbindung in funktionierende Supply Chains (SC) ist die Basis für die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmung und kann über das Fortbestehen / Erfolg oder das Scheitern / Misserfolg des Unternehmens enorm entscheidend sein.[1]

Die neuen Anforderungen an die Logistik, wie z.B. der starke Anstieg der Qualitätsanforderungen, Anwendung moderner IT-Konzepte / Digitalisierung, Kundenorientierung, der steigende Kostendruck, der beschleunigte technische Fortschritt sowie die Globalisierung & Marktwandlung, stellen ein instabiles Faktor für das Umfeld einer Unternehmung dar, setzen Unternehmen immer stärker unter Kosten- und Innovationsdruck und zwingen sie immer weiter zur Bildung von diversen Kooperationsformen und Allianzen entlang der Logistikkette. Hierfür sind Kooperationsstrategien dazu am ehesten geeignet diesen Trends Rechnung zu tragen. Dies ist der Grund warum die Bedeutung von Unternehmenskooperationen in den letzten J[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]hren rasa[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]t gestiegen ist[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Denn in ei[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]em gl[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]bal[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]sie[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]ten Wirtschaftsumfeld / -Kosmos, sowie in modernen Logistikketten können nur diejenigen Strukturen / Organisationen langfristig überlebensfähig sein, wenn sie flexibel auf die sich permanent verändernden Einflussfaktoren: Umwelt-, Markt- und Rahmenbedingungen reagieren und entsprechend agieren können, kundenorientiert innovations- und kooperationsfähig sind.[2]

Die Kooperation von Unternehmen ist eine Kooperationsform von Aktivitäten, die langfristig auf einem gemeinsamen Zielbündel ausgerichtet sind zur Optimierung einzelner Funktionen.[3] Sie stellt die Zusammenarbeit / -wirken zwischen rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen, die gemeinsame Ziele und Interessen verfolgen, wie z.B. u.a. Gelegenheitsgesellschaften,

Interessengemeinschaften, Gemeinschaftsunternehmen und Kartelle. Hierbei können die Kooperationspartner sowohl Wettbewerber sein (aus der gleichen Wirtschaftsstufe) als auch den unterschiedlichen Wirtschaftsstufen angehören.[4]

Die Kooperation zielt darauf ab, mittels Bündelung / Zusammenschluss unternehmungsindividueller Ziele (Wettbewerbsvorteile), ein strategisches gemeinsames Ziel (Gesamtwettbewerbsvorteil) für die Kooperation und damit für alle am Gesamtprozess mitbeteiligten Unternehmungen zu erschließen (der ganzheitliche Ansatz der Logistikkesse).[5]

Doch wie kommt es überhaupt zu Unternehmenskooperationen und in welchen Unternehmensbereichen sind sie vertretbar? Welche Kooperationsformen und -konzepte sind überhaupt zu unterscheiden? Welche Kernpotentiale bringt eine Kooperation mit sich und welche Grenzen und Risiken birgt sie? Weiterhin wird die Verbindung zu der Thematik der Nachhaltigkeit der Kooperation hergestellt als Voraussetzung für einen langfristig tragfähigen Entwicklungsprozess im Rahmen sowohl operativen als auch strategischen Aspekte.

Vor diesem Hintergrund widmet sich diese Arbeit der Beantwortung der Problem- & Fragestellungen und soll einen Beitrag zum besseren Verständnis der Unternehmenskonzentrationen entlang der Logistikkette leisten.

1.2 Aufbau der Arbeit

Der Hauptfokus der vorliegenden Arbeit liegt auf die Kooperationsformen entlang der Logistikkette, Potentiale und Risiken.

Diese Diplomarbeit gliedert sich in 5 Kapitel, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen. Während im Einleitungsteil das Augenmerk auf die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit gerichtet wird, beschäftigt sich das zweite Kap. zunächst definitorisch mit dem Wesen Logistik und ihrer Teilbereiche: Beschaffungs-, Produktions-, Distributions- und Entsorgungslogistik. Danach sollen die neuen Anforderungen an die Logistik in einer globalisierten Welt, die ja entscheidende Wettbewerbsvorteile mit sich bringen als Überleitung zur Unternehmenskooperation analysiert und diskutiert werden. Weiterhin wird im allgemein der Kooperationsbegriff definiert und darauf aufbauend die entsprechenden Zielsetz[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]n[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]en einer[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]o[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]peration kurz erläutert.[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]iese[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]pie[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]eln das Ausmaß der Zusammenarbeit in einem Bündnis wider und dienen als Kompass zur Erreichung sowohl individueller als auch gemeinsamer Ziele unter Einbeziehung operativer und strategischer Aspekte.

Das dritte Kap. Hauptteil dieser Arbeit eröffnet die Analyse des Konzentrationsphänomens zwischen den Unternehmen in drei Schritten. Hierzu beschäftigen wir uns zunächst mit den unterschiedlichen Formen der Unternehmenskooperation wie z. B Gelegenheitsgesellschaften, Interessengemeinschaften, Gemeinschaftsunternehmen und Kartellen, sowie den drei ausgewählten Kooperationskonzepten: Supply Chain Management (SCM), Vertikales Marketing (VM) und Effizient Consumer Response (ECR), danach, befassen wir uns detailliert mit den möglichen Zielsetzungen der Unternehmenskooperationen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen, von der Beschaffung über die Produktion, bis hin zu den Finanzen und Marketing[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]owie den[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]e[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]npotentialen[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]nd Chancen[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]ber a[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]ch[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]ren[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]en und Risiken einer Unternehmenskooperation.

Die Zusammenfassung und Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit erfolgen im Kap. 4.

2 Grundlagen zur Logistik und Kooperation

2.1 Der Logistikbegriff

Über den Zeitablauf nahm der Logistikbegriff chronologisch wie folgt diverse Bedeutungen an.

So verstand man am Ende des Mittelalters die Logistik als praktische Rechenkunst in der Mathematik. Hierfür wurde die symbolische bzw. mathematische Logik -Teilgebiet der Mathematik- als Logistik bezeichnet.[6] Sprachhistorische Wurzel des Begriffes „Logistik“ geht auf das griechische Wort „lego“ (dt.: denken) bzw. das daraus abgeleitete „logos“ (dt.: der Verstand, Rechnung, Vernunft) zurück. Demnach wird unter Logistik „[...]die Lehre von logischen, von inhaltlichen Bedeutungen unabhängigen Zusammenhängen [...]“ verstanden.[7]

Im 19 Jahrhundert umfasste hingegen der Logistikbegriff im Wesentlichen die Gewehrleistung der materiellen Versorgung der Soldarten z.B. mit Nahrung, Kleidung, Waffen, Munition usw. in den Camps und die Sicherstellung ihrer Unterkünfte und Transporte zu Boden, Wasser und Luft usw.. Kernaufgaben waren somit die Planung und Führung im Militärbereich hins. der Truppenbewegungen, Befestigungsbauten und Nachschublogistik. Denn die Versorgung und Logistik waren entscheidend für die erfolgreiche Kriegsführung.[8]

Brockhaus definiert Logistik als „Zweig der militärischen Führung, der die materielle Versorgung, die Materialhaltung, das Transport- und Verkehrswesen, den Abschub der Verwundeten und Kranken, die Infrastruktur und das logistische Verbindungswesen der Streitkräfte zur Aufgabe hat“. Hierzu war die Bedeutung der Logistik ausschließlich rein militärischer Natur.[9]

Mit dem Beginn der 1950 er Jahre, taucht der Logistikbegriff zum ersten Mal in den wirtschaftlichen Bereich in den USA auf. -20 Jahre später auch in Deutschland-.

Aus dem 2 ten. Weltkrieg zurückkehrende amerikanische Soldaten, die in die Privatwirtschaft wechselten, setzten automatisch und gezielt ihr technisch-logistisches Militärfachwissen, sowie ihre jahrelange Kompetenzerfahrungen, dies mal im Zusammenhang mit Gütern und Informationen, in der physischen Warenverteilung und

Informationssteuerung entlang der Wertschöpfungskette erfolgreich ein. Es fand, dank der Erfolge und positiven Effekten der US-amerikanischen Militärlogistik im zweiten Weltkrieg somit ein Transfer der Logistik von der Militärlogistik zur betriebswirtschaftlichen Logistik statt.[10] Siehe Abb. 1.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Darstellung der Logistikfunktionen im Wirtschaftsbereich.[11]

Die Wirtschaftsentwicklung dieses Jahrhunderts, die durch ein starkes Wachstum der Unternehmen und ein Expandieren auf unterschiedliche Märkte gekennzeichnet ist, ließ den Zwang zur koordinierten und überwachten Bewegung aller Material- und Gitterströmen erwachsen.

Aufgrund der weitreichenden Veränderung, sowie wachsenden volkswirtschaftlichen Bedeutung, hat die Logistik in den vergangenen Jahren einen grundlegenden Wandel durchläuft von einer materialwirtschaftlichen Hilfsfunktion zu einer eigenständigen für Lieferketten koordinierenden Produktionsfaktor und bedeutenden Wirtschaftszweig.[12] Hierzu hat sich die Logistik seit Anfang der 70 er Jahre zunehmend zu einem schillernden Begriff in europaweit entwickelt. Die Folge war nicht nur eine intensive Beschäftigung der Wissenschaft mit den logistischen Fragestellungen und den damit verbundenen Rationalisierungspotentialen sondern aber auch die zunehmende praktische Anwendung und Einbindung logistischer Prozesse in die unternehmerischen Handlungen. Dies[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]ild[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]te[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]en erfolgreichen Start ihrer Erfolgsgeschichte und -potentiale in der Weltwirtschaft aufgrund der weltweiten Unternehmensvernetzung wie z.B. im Rahmen einer Fusion oder Konzernbildung etc. Dies hatte einen tief greifenden Wandel im Wirtschaftsgeschehen verbunden mit Kosteneinsparungen und Prozessoptimierung in dem zur Folge [13]

Heute hat der Logistikbegriff eine ganzheitliche Bedeutung und umfasst alle Aufgaben und Prozesse der Planung, Steuerung, Durchführung und Kontrolle der Waren- und Informationsströme in der Beschaffung, der Produktion, den Warenhandling bis hin zum Absatz- und Entsorgungsbereich.[14]

Baumgarten definiert die Unternehmenslogistik als „ganzheitliche Planung, Steuerung, Durchführung und Kontrolle aller unternehmensinternen und -übergreifenden Informations- und Güterflüsse“. Für ihn stellt die Logistik für „Gesamt- und Teilsysteme in Unternehmen, Konzernen, Netzwerken und virtuellen Unternehmen, kunden- und prozessorientierte Lösungen bereit“.[15]

Nach Plowman sorgt die Logistik dafür, dass

die richtigen Teile,

in der richtigen Menge,

in der richtigen Qualität,

zur richtigen Zeit,

am richtigen Ort,

den richtigen Bedarfsträgern

zu den richtigen Kosten

zur Verfügung stehen

und darüber hinaus Abfälle, Restmaterialien, Zusatzstoffe kostengünstig und umweltgerecht entsorgt werden.[16]

Die Entwicklungsphasen der Logistik werden in der nachfolgenden Grafik in der Abb. 2 illustriert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Entwicklungsphasen der Logistik von 1970 bis heute.[17]

2.2 Logistik: Aufgaben und Ziele

Zur Durchführung logistischer Aufgaben, bedient sich die Logistik diverser Logistiksysteme, logistischer Prozesse und Objekte, wie z.B. Sachgüter wie Material, Fertigprodukte, Handelswaren usw., dann Informationen, Software, Lizenzen, Finanzen und Personal.[18]

Ein logistisches System ist das Ergebnis aus der passgenauen Kopplung der Unternehmensressourcen, Unternehmensorganisation und damit verbundenen logistischen Prozessen zur Veränderung / Transformation des Eingangsobjektes in Ausgangsobjekt. Dies müsse sowohl unter Einhaltung der Qualitätserwartungen als auch der Prozesseffizienz geschehen.[19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Das logistische System und seinen Komponenten.[20]

Hauptaufgabe ist die Bearbeitung der logistischen Objekte, die diverse Transformationsprozesse durchlaufen vom Eingangsprodukt - vor der Bearbeitung- zum Ausgangsprodukt nach der Transformation mit neuen Eigenschaften. Beispielweise wenn das Objekt / Produkt von Punkt A nach Punkt B (örtlich) befördert wird (Transportprozesse), oder bis zu Weiterverwendung gelagert wird (Lagerprozesse) oder physisch verändert / transformiert wird, z.B. durch der Produktions-, Verpackungs- und Produktsicherungsprozess (Bearbeitungsprozess).[21]

Hinzu kommen die Informationsprozesse, die ja von wesentlichen Bedeutung für den logistischen Prozess, auch wenn sie keinen direkten Transformationseinfluss auf die Objekte, Sachgüter nehmen bzw. ausüben. Im Kern geht es dabei um die Steuerung der Material- und Kundendaten, verbunden mit dem gesamten Informationssystem, das gezielt Güter im Lagerverwaltungssystem identifiziert und Kundenaufträge bzgl. Liefermenge, Lieferort…abwickelt.[22]

Je nach Logistikfunktion (Beschaffung, Produktion, Distribution und Entsorgung) lassen sich entsprechende logistische Aufgaben herleiten / gliedern. Eine weitere Aufteilung der logistischen Aufgaben erfolgt nach strategischen und operativen Gesichtspunkten. Während die strategische Aufgaben der langfristigen, dauerhaften Sicherung von Erfolgschancen und –potenzialen einer Unternehmung dienen und eine unterstützende Funktion der Kernbereiche bei logistischen Entscheidungen darstellen, haben die operative Aufgaben eine kurze Dauer und Wiederspiegeln das regelmäßig wiederkehrende Tagesgeschäft.[23] Dabei hat es sich die Logistik zum Ziele gemacht, die logistische Qualität (Qualitätserwartung), die Anpassungsfähigkeit der logistischen Proze[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]se un[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Sy[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]tem[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]sicherzustellen, sowie die Prozesseffizienz bei vorgegebener Qualität zu maximieren.[24] Die Prozesseffizienz (Verhältnis von Systemoutput zu Systeminput) wird i. d. R. als Quotient definiert, zwischen der Leistung des Prozesses mit der zu erwartenden Qualität und den Kosten des Prozesses die sich in wertmäßige Aufwendungen (durch den Ge- und Verbrauch) der für den Prozess erforderlichen Ressourcen

Alles in allem geht es hier generell um die Optimierung der Logistikeffizienz.[25]

2.3 Teilbereiche der Logistik

I. Allg. befasst sich die Logistik ganzheitlich mit der Planung / Organisation, Steuerung, Bereitstellung, Kontrolle, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güter- und Informationsströme entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Lieferanten bis zum Endabnehmer.[26]

Hingegen untergliedert man in der Betriebswirtschaftslehre die Logistik im engeren Sinne in:

Beschaffungslogistik

Produktionslogistik (innerbetriebliche Transport-, Umschlags- und Lagerlogistik)

Distributionslogistik (Vertriebs-, Absatzlogistik) und

Entsorgungslogistik (Reverse-Logistik) wie z.B. Rücknahmesysteme bzw. Transformationskonzepte der Rückstände, Abfällen und fehlerhaften Endprodukten im Sinne der Beseitigung, Verwertung oder Recycling.[27]

2.3.1 Beschaffungslogistik

Der Begriff Beschaffungslogistik ist Teilbereich der Logistik sowie die Hauptschnittstelle zwischen dem Kunden und seinem Lieferanten und bezeichnet hierbei alle Prozesse des Wareneinkaufs von der Disposition über den Transport des Materials zum Eingangslager (Lagerlogistik) bis hin zur Bereitstellung / Versorgung des Unternehmens mit den notwendigen Ausstattungselementen zur Leistungserstellung. Ziel dabei ist die Optimierung des Beschaffungsprozesses und das Integrieren der Lieferanten in das Beschaffungsmanagementsystems (Management der Lieferantenbasis, der Lieferantenbewertung, -entwicklung und -integration –) zur Sicherung der Ressourcenquellen und Aufrechterhaltung der Lieferbereitschaft. Denn die Hauptrisiken der Beschaffungslog[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]stik[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]önn[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]n v[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]a. wie folgt sein:

Hohe Beschaffungsunsicherheit

Lange Beschaffungszeiten

Preis-, Qualitäts-, und Ressourcenrisiken

Versorgungs-, Produkt- und Flexibilitätsrisiken

Produktions-, Kapazitätsrisiken, Lager- / , Bestandsrisiken usw. (siehe Abb. 3)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Risiken der Beschaffungslogistik.[28]

Diese können sich von heute auf morgen angesichts der Globalisierung, Konkurrenzdrucks und zunehmender Komplexität der internen und externen Unternehmensumwelt - immer kürzer werdende Produkt-, Markt- und Technologielebenszyklen- immer weiter verschärfen und den Gesamterfolg des Unternehmens bzw. seine Existenz gefährden / bedrohen. Daher gilt es ein umfassendes gut funktionierendes Beschaffungsmanagementsystem zur Gestaltung, Lenkung, Entwicklung und Integration von Lieferantenbeziehungen zu implementieren und alle o.g. Risiken mit einbezieht und abdeckt. Der operativen Logistik steht hierbei komplementär, der strategische Hintergrund gegenüber. Denn die traditionelle Beschaffung mit den operativen Zielsetzungen hat sich über die Zeit[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]u ein[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]r z[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]kun[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]tsfähigen strategischen und v.a. nachhaltigen Beschaffung entwickelt wie die Abb. 4 offensichtlich zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Von der traditionellen zur zukunftsfähigen Beschaffungslogistik.[29]

Hinzu kommt dem Wandel der Ziele der Beschaffung von der klassischen zur langfristige und zukünftigen Ziele große Bedeutung zu wie die Abb. 4 darstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Von den klassischen zur zukünftigen Zielsetzungen der Beschaffungslogistik.[30]

Allem in Allen umfasst die Beschaffungslogistik konkret sämtliche Optimierungsprozesse der Berechnung optimaler bzw. dynamischer Bestellmengen, sowie des Materialflusses vom Wareneingang bis zur Produktionshalle. Kernaufgabe ist das Kategorisieren der Hersteller auf dem Beschaffungsmarkt um Materialien in gleichbleibende Qualität und zu günstigen Preisen bei pünktlicher Lieferung abzusichern. D.h. die Bereitstellung der richtigen Ware zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Menge in der richtigen Qualität und zu den richtigen Kosten. Sie lässt sich in operative und strategische Ausrichtung einordnen. Während die operative Beschaffung vorrangig das operative Einkaufsmanagement und Komponentenspektrum der E-

Beschaffungslogistik fokussiert, umfasst die strategische Beschaffung folgende Bestandteile:

Beschaffungsmarktpolitik

Beschaffungsmarktforschung

Beschaffungsstrategien

Strategisches Lieferantenmanagement und

Strategischen Komponenten der elektronischen Beschaffungspolitik

Der Beschaffungsprozess liefert einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Der Einfluss der Beschaffung auf die Ertragsstärke des Unternehmens nimmt stetig zu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: Veränderung der prozentualen Kostenanteile in einem produzierenden Unternehmen.[31]

Von wesentlicher Bedeutung für die Logistik ist der Kostenfaktor. So zeigen die Ergebnisse mehreren Unternehmungen, dass mit zunehmendem Einsatz der Logistik in die wirtschaftlichen Prozesse, mehr Kosteneinsparungen zu erzielen sind. Im Zuge von Untersuchungen konnten sogar bis zu 20% Arbeitskosten (Verwaltung- & Personalkosten) eingespart werden.

Gemäß der Abb. 6 sieht man klar und deutlich wie zunehmend die Beschaffungslogistik über den Zeitstrahl an Bedeutung gewinnt und wie enorm die Kosteneinsparungspotentiale für die Unternehmen zu verzeichnen waren.

2.3.2 Produktionslogistik

Die Produktionslogistik ist ein Teilbereich der Unternehmenslogistik dessen Aufgabenfeld zwischen der Beschaffungs- und der Absatzseite liegt.

Während SCHÖNSLEBEN die Produktionslogistik als den „Fluss von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von gelieferten Ersatz- und Kaufteilen vom Beschaffungslager in den Produktionsprozess (Eigenfertigung und Fremdbeschaffung)“[32] definiert, geht PFOHL noch detaillierter darauf ein. Nach ihm umfasst die Produktionslogistik „...alle Aktivitäten, die in einem Zusammenhang mit der Versorgung des Produktionsprozesses mit Einsatzgütern (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Halbfertigerzeugnisse und Kaufteile) und der Abgabe der Halbfertig- und Fertigerzeugnisse an das Absatzlager stehen“.[33]

Siehe Abb. 7.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8: Produktionslogistik.[34]

Demzufolge beschäftigt sich die Produktionslogistik im Wesentlichen mit den folgenden Kernaufgaben:

[...]


[1] Vgl. Huber / Laverentz (2011), S. 159.

[2] Vgl. Blank, N. (2011), S. 18.

[3] Vgl. Vahrenkamp / Kotzab / Siepermann (2012) S. 17.

[4] Vgl. Weerth / Mecke (o.J), www.wirtschaftslexikon.gabler.de

[5] Vgl. Melzer-Ridinger (2007), S. 9 ff.

[6] Vgl. Huber / Laverentz (2012), S. 1.

[7] Brockhaus (1996), [Enzyklopädie].

[8] Vgl. Huber / Laverentz (2012), S. 1.

[9] Brockhaus (1996), [Enzyklopädie].

[10] Vgl. Pfohl, H. [Grundlagen] & Behrendt, W. [Analyse], S.21 und die dort aufgeführte Literatur.

[11] Vgl. Wimer, T. (2011). kefoportal.kefo.hu/./BVL11_Kecskemet_Logistik_Autoindustrie_1102.pdf. S. 12

[12] Vgl. Vahrenkamp / Kotzab / Siepermann. (2012), S. 5, München

[13] Einführung in die BWL Wöhe.

[14] Vgl. Unger, F. (2009). S. 625.

[15] Baumgarten, H. (2000). S. 13.

[16] Vgl. Huber / Laverentz (2012), S. 12.

[17] Baumgarten / Wiendhal / Zentes J.(2000); Logistik-Management : Strategien, Konzepte, Praxisbeispiele; Berlin.

[18] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 1.

[19] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 1.

[20] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 6.

[21] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 3 ff.

[22] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 5.

[23] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 11.

[24] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 12.

[25] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 7 ff.

[26] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Information.

[27] Vgl. Huber / Laverentz. (2012), S. 10.

[28] Vgl. Zeeb / Schallock / HarjesI (2008), S. 2. www.thdata.de/download/strategischereinkauf.pdf

[29] Vgl. Zeeb / Schallock / HarjesI (2008), S. 5. www.thdata.de/download/strategischereinkauf.pdf.

[30] Vgl. Zeeb / Schallock / HarjesI (2008), S. 6. www.thdata.de/download/strategischereinkauf.pdf.

[31] Vgl. Zeeb / Schallock / HarjesI (2008), S. 3. www.thdata.de/download/strategischereinkauf.pdf.

[32] Schönsleben. (2002), S. 17

[33] Vgl. Pfohl, H. [Grundlagen] & Behrendt, W. [Analyse], S.21 und die dort aufgeführte Literatur.

[34] Vgl. http://www.dhl-discoverlogistics.com.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten

Details

Titel
Kooperationsformen entlang der Logistikkette. Potentiale und Risiken
Note
2,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
52
Katalognummer
V318663
ISBN (eBook)
9783668190474
ISBN (Buch)
9783668190481
Dateigröße
1921 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kooperationsformen, logistikkette, potentiale, risiken
Arbeit zitieren
Michael Gnielka (Autor), 2015, Kooperationsformen entlang der Logistikkette. Potentiale und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318663

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