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Die Bedeutung von Medien für die Vermittlung von Bildung

Title: Die Bedeutung von Medien für die Vermittlung von Bildung

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Claudia Gottschalk (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Bildungstheorie und Medienpädagogik sind Bereiche, die sich bisher als getrennte „Theoriefelder“ verstehen. Neue Medien und Technologien, schreibt Werner Sesink, waren und sind für die Bildungstheoretiker bisher immer ein Randthema gewesen, mit welchem man sich nur ab und zu beschäftigt. Medienpädagogik hingegen nähme Bildungstheorie höchstens als eine Art Hintergrund in Anspruch. Beide Seiten verstehen Bildung jedoch als betroffen durch die Entwicklungen der Massenmedien und neuen Technologien. Bildung muss auf diese Entwicklungen und dadurch entstandenen Veränderungen in unserer Gesellschaft antworten. Die verschiedenen Sichtweisen und Reaktionen auf die neuen Medien wechseln von einem Gefühl der Gefährdung unseres Bildungs-, ja sogar unseres Wirklichkeitsbegriffs, bis hin zu einer positiven Herausforderung und Möglichkeit für Schule und Unterricht (vgl., Sesink, 2008, S. 13-14).

Die positive Haltung zu den Möglichkeiten der neuen Medien soll auch in dieser Arbeit im Rahmen der Möglichkeiten für die Vermittlung von Bildung vertreten werden. Jedoch soll auch das weitere Verständnis von Bildung und Medien betrachtet werden, welches Werner Sesink vertritt, nämlich, dass „Bildung nicht lediglich betroffen, sondern aktiv und fundamental beteiligt ist an jenen Entwicklungen im Bereich der Medien, auf die sie nun antworten soll“ ( ebd., S. 14). In der folgenden Arbeit wird versucht werden, den möglichen oder auch bereits existierenden „Brückenschlag“ zwischen Bildung und Medien aufzuzeigen, sowie die mögliche Bedeutung der Medien an sich für das Lehren und Lernen. Da bereits Humboldt in seiner Bildungstheorie von einem Medium spricht, soll mit seiner Theorie als Grundlage begonnen werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bildungstheorie von Humboldt

3. Welt und Sprache bei Humboldt

4. Wort und Schrift als Medium der Welt

5. Was sind Medien – Was ermöglichen sie uns?

5.1 Medien im Unterricht

5.2. Kompetenzen in einer Welt mit neuen Medien

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts und der modernen Medienpädagogik, mit dem Ziel, einen Brückenschlag aufzuzeigen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Medien als notwendige Bedingung für Bildungsprozesse fungieren und wie sie in schöpferische Lernumgebungen integriert werden können, ohne die Selbsttätigkeit des Lernenden durch technische Vorgaben einzuschränken.

  • Grundlagen der Bildungstheorie nach Humboldt
  • Die Rolle von Sprache und Schrift als Vermittler zwischen Mensch und Welt
  • Medienbegriffe und deren Bedeutung für den Unterricht
  • Kompetenzentwicklung im Kontext digitaler Lernumgebungen
  • Die Gestaltung von Lernarrangements unter Berücksichtigung der „Mittelsphäre“

Auszug aus dem Buch

5. Was sind Medien – Was ermöglichen sie uns?

Was sind Medien? Diese Frage stellt Werner Sesink unter anderem in seinem Text zur „kritischen Bildungstheorie der Medien“ (2004). Das Medium, ein sogenanntes „Mittleres“, schreibt er, ist nur dann als solches sinnvoll bezeichnet, wenn es die Mitte von etwas beschreibt, zwischen dem es steht. Das Medium wird in dem benannten Text als eine „Vermittlungsinstanz im menschlichen Weltverhältnis“ bezeichnet (vgl., Sesink, 2014, S.128). Diese Beschreibung des Begriffs „Medium“ greift Humboldts Verständnis desselbigen auf. Wie gezeigt wurde, sah auch er das Medium – bei Humboldt die Sprache – als die Vermittlungsinstanz von Weltanschauung und somit auch von Bildung.

Sesink geht mit seiner Definition noch einige Schritte weiter. Er zeigt den Begriff des Mediums als Sammelbegriff, welcher „die Summe aller in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft real existierenden Medien bezeichnet“ (vgl., hier und im Folgenden, ebd., S. 129). „Das Buch“ oder „der Film“ meinen dann jene Filme oder Bücher, die es wirklich gibt, gab und geben wird. Weiterhin zeigt er das Medium als einen Gattungsbegriff. „Der Film“ abstrakt als Medium bezeichnet, würde dann all das herausstellen, was den Film von anderen Medien, wie beispielsweise dem Buch, unterscheidet. Die für Sesink entscheidendste Einordnung ist die „konkrete Allgemeinheit der Potenzialität aller möglichen Manifestationen dieses Mediums“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die bisherige Trennung von Bildungstheorie und Medienpädagogik und plädiert für eine Annäherung, bei der Bildung aktiv an Medienentwicklungen teilnimmt.

2. Die Bildungstheorie von Humboldt: Das Kapitel führt den humboldtschen Bildungsbegriff ein, der die proportionierliche Entfaltung der Kräfte des Menschen im gesellschaftlichen Kontext betont.

3. Welt und Sprache bei Humboldt: Hier wird Sprache als das zentrale Medium definiert, das zwischen dem Individuum und der Welt vermittelt und somit Bildung erst ermöglicht.

4. Wort und Schrift als Medium der Welt: Die historische Entwicklung von der Schriftrolle zum digitalen Textraum wird analysiert, wobei die Konstruierbarkeit der heutigen digitalen Welt hervorgehoben wird.

5. Was sind Medien – Was ermöglichen sie uns?: Es wird das Medium als „Vermittlungsinstanz im menschlichen Weltverhältnis“ theoretisch fundiert und in den Kontext der Mittelsphäre gesetzt.

5.1 Medien im Unterricht: Dieses Kapitel diskutiert den Einsatz digitaler Medien als Möglichkeitsraum für schöpferische Lernprozesse und neue Lernkulturen.

5.2. Kompetenzen in einer Welt mit neuen Medien: Die Arbeit kritisiert das rein naturwissenschaftliche Kompetenzverständnis und fokussiert stattdessen auf das performative Handeln in einer technisierten Umgebung.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Medien stets eine Grenze für Lernprozesse darstellen und der Erfolg medienbasierter Bildung maßgeblich von der Kompetenz der Lehrkraft abhängt.

Schlüsselwörter

Bildungstheorie, Humboldt, Medienpädagogik, Mittelsphäre, Medienkompetenz, Wissensvermittlung, digitale Lernumgebungen, Lernkultur, Schöpferischer Prozess, Sprachphilosophie, Unterrichtsentwicklung, Humankapital, Technisches Verständnis, Didaktisches Dreieck, Selbstbestimmtes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das theoretische Spannungsfeld zwischen Humboldts Bildungsbegriff und der modernen, durch Technik geprägten Medienpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Bildungsphilosophie Humboldts, die Bedeutung der Sprache als Medium sowie die kritische Reflexion des digitalen Raums und der Kompetenzentwicklung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen theoretischen Brückenschlag zwischen klassischer Bildungstheorie und zeitgenössischer Mediennutzung zu identifizieren und die Rolle des Lehrenden bei der Gestaltung produktiver Lernarrangements zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die zentrale bildungswissenschaftliche Begriffe (wie "Mittelsphäre" nach Sesink) mit den Überlegungen Humboldts in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Medien, ihre Rolle als Konstrukteure von Welt, die Problematik der Programmiersprache sowie die Anforderungen an Lehrkräfte in einer digital geprägten Schule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bildungstheorie, Medienkompetenz, Mittelsphäre, schöpferischer Prozess und Selbstbestimmung.

In welchem Verhältnis stehen „alte“ und „neue“ Medien laut Autorin?

Die Autorin argumentiert, dass weder alte noch neue Medien von sich aus pädagogisch innovativ sind; die pädagogische Qualität entsteht erst durch die Integration in eine durchdachte Lernumgebung.

Was ist mit der „Mittelsphäre“ gemeint?

Die Mittelsphäre beschreibt nach Sesink den Raum zwischen Mensch und Welt, in dem Lernen stattfindet und in dem subjektives Können durch vorhandene Mittel zu einer realen Handlung performant werden kann.

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Details

Title
Die Bedeutung von Medien für die Vermittlung von Bildung
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Pädagogik und Berufspädagogik)
Grade
1,0
Author
M.A. Claudia Gottschalk (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V318702
ISBN (eBook)
9783668178861
ISBN (Book)
9783668178878
Language
German
Tags
Medien Bildung Sesink Medienpädagogik Bildungstheorie Humboldt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Claudia Gottschalk (Author), 2016, Die Bedeutung von Medien für die Vermittlung von Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318702
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