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Positive Auswirkungen von „Belastungen“ im Lehrberuf

Title: Positive Auswirkungen von „Belastungen“ im Lehrberuf

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Claudia Gottschalk (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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In der folgenden Arbeit wird versucht, durch die Vor- und Gegenüberstellung verschiedener Autoren und Ergebnisse, positive Aspekte von Belastungen im Lehrerberuf herauszufiltern und zu benennen. Hierzu wird zunächst ein Überblick der allgemeinen Belastungen im Berufsalltag des Lehrers gegeben.

Der Begriff „Lehrerstress“ begleitet den Medienalltag, wenn es um diesen Beruf geht. Disziplinlose Schüler, zu große Klassen, schlechte Ausstattungen oder zu hohe Anforderungen des Lehrplans sind dabei oft angeführte Gründe. Viele Studien unterstützen diese Annahme. Es ist eine Tatsache, dass sich der Großteil der Lehrkräfte aus gesundheitlichen Gründen bereits mit 60 Jahren pensionieren lässt und nur die wenigsten noch mit 64 Jahren im Berufsleben.

Laut Klaus Scheuch und Reingard Seibt kranke die Belastungsforschung im Rahmen des Lehrberufs daran, dass es zu wenig Vergleiche mit anderen Berufen. Aus diesem Grund würden positive Aspekte auch zu wenig artikuliert und falsch bewertet. Das Berufsbild scheint verzerrt und in eine negative Ecke gedrängt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Belastungen im Lehrberuf – Ein Einblick

2.1 Ist bereits die Ausbildung zur Lehrkraft eine Belastung?

2.2 Stress

2.3 Burnout

3. Positive „Belastungen“

3.1 Arbeitszufriedenheit

3.2 „Schöpferische Unzufriedenheit“ und positiver Stress

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das oft einseitig negativ dargestellte Berufsbild des Lehrers, um neben den bekannten Belastungsfaktoren auch die positiven Aspekte der Tätigkeit herauszuarbeiten und zu beleuchten, wie eine subjektive Einstellung zur Arbeitszufriedenheit beitragen kann.

  • Analyse der allgemeinen Belastungsfaktoren im Lehrberuf.
  • Untersuchung der psychischen Anforderungen während der Ausbildung und im Berufsalltag.
  • Erforschung positiver Aspekte wie Sinnhaftigkeit, Autonomie und soziale Interaktion.
  • Diskussion der Konzepte von Arbeitszufriedenheit und „schöpferischer Unzufriedenheit“.
  • Betrachtung der Bedeutung der persönlichen Sichtweise für die Gesundheitsprävention.

Auszug aus dem Buch

2. Belastungen im Lehrberuf – Ein Einblick

Da die Belastungsforschung, laut Scheuch, Seibt und Haufe, besonders im Rahmen eines Vergleichs von unterschiedlichen Berufen nur einen orientierenden Charakter haben könne, da sie auf der Grundlage unterschiedlicher Hypothesen und Theorien beruht, sei die Einstufung der nicht einheitlichen Berufsgruppe der Lehrer besonders schwierig. Zwischen den einzelnen Berufszweigen, wie Gymnasial- oder Förderschullehrer, gäbe es erhebliche unterschiedliche arbeitsmedizinische und arbeitspsychologische Gesichtspunkte. Grundlegend könne man jedoch sagen, dass der Lehrberuf mit erheblichen Belastungen und hohen Anforderungen zu bewältigen sei.

Aus verschiedenen Befragungen haben Scheuch, Seibt und Haufe jene Belastungen herausgefiltert, die in einer Art Grundstruktur immer wieder auftreten (vgl., hier und im Folgenden, ebd., S. 158). Die Faktoren der Belastung sind im Besonderen:

1. die „allgemeinen Arbeitsbedingungen“ und die „schlechte Ausstattung“ der Schule, sowie die „Hierarchie im Schulsystem“

2. der Zeitdruck und lange Arbeitszeiten

3. mangelnde Disziplin, Leistungsschwächen, Verhaltensauffälligkeiten

4. zu große Klassen

5. geringes Ansehen des Lehrberufs

Diese Faktoren mögen nicht überraschen, da sie dem allgemeinen Bild entsprechen. Um einen etwas detaillierteren Einblick zu erhalten, eignet sich die Beschreibung von Bernhard Sieland, welche den Lehrberuf als Ganzes versucht zu beschreiben: „Lehrer sollen unterrichten, erziehen, beurteilen, beraten, innovieren, mitwirken und müssen dabei mit Schülern, Eltern, Kollegen und Vorgesetzten kooperieren. [...] Für die Erfüllung dieser Aufgaben braucht die Lehrperson möglichst gute Analyse-, Planungs- und Handlungskompetenzen auf fachlichem, sozialem und persönlichem Gebiet. [...] Sie sollen und wollen gerecht sein, aber auch nachsichtig, straff führen und doch taktvoll auf jedes Kind eingehen,[...].“(Sieland in: Hillert/Schmitz 2004, S. 144 f)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert das verzerrte, negative Bild des Lehrberufs in den Medien und skizziert das Vorhaben, positive Aspekte der Lehrtätigkeit als Gegenpol zur Belastungsforschung herauszuarbeiten.

2. Belastungen im Lehrberuf – Ein Einblick: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Belastungsfaktoren im Lehreralltag, wie Zeitdruck, Klassengröße und Arbeitsbedingungen, und beleuchtet die hohen Anforderungen an die pädagogische Professionalität.

2.1 Ist bereits die Ausbildung zur Lehrkraft eine Belastung?: Hier wird kritisch hinterfragt, ob bereits das Studium und das Referendariat durch hohen Leistungsdruck und Angstfaktoren als erste große Belastung im Lehrerleben fungieren.

2.2 Stress: Dieser Abschnitt definiert Stress als psychische Belastung im Lehreralltag und diskutiert die negativen Folgen von Dauerstress sowie Strategien zur persönlichen Bewältigung.

2.3 Burnout: Das Kapitel behandelt das als „Lehrerkrankheit“ bekannte Burnout-Syndrom, beleuchtet die Schwierigkeit einer einheitlichen wissenschaftlichen Definition und hinterfragt den Zusammenhang mit der tatsächlichen beruflichen Leistungsfähigkeit.

3. Positive „Belastungen“: Hier wird das „demand-control“-Modell vorgestellt, um zu zeigen, dass hohe Anforderungen gepaart mit Handlungsspielräumen nicht zwangsläufig krank machen, sondern auch gesundheitsförderliche Potenziale bergen.

3.1 Arbeitszufriedenheit: Dieser Teil analysiert den Begriff der Arbeitszufriedenheit und diskutiert, wie individuelle Einstellungen und emotionale Bewertungsprozesse die Wahrnehmung des Arbeitsverhältnisses beeinflussen.

3.2 „Schöpferische Unzufriedenheit“ und positiver Stress: Der Abschnitt untersucht, inwiefern eine gewisse Unzufriedenheit als Motor für Innovation und persönliches Wachstum dienen kann, anstatt lediglich als negativer Zustand zu gelten.

4. Resümee: Die Zusammenfassung betont, dass die Lehrertätigkeit viele positive Potenziale bietet, deren Wahrnehmung stark von der persönlichen Sichtweise und dem individuellen Umgang mit den täglichen Herausforderungen abhängt.

Schlüsselwörter

Lehrberuf, Belastungsforschung, Arbeitszufriedenheit, Burnout, Stress, Schöpferische Unzufriedenheit, Lehrergesundheit, Pädagogische Professionalität, Stressbewältigung, Selbstkompetenz, Arbeitsbelastung, Berufsidentität, Lehrer-Schüler-Beziehung, Positive Psychologie, Arbeitsanforderungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den vielschichtigen Belastungen im Lehrberuf und versucht, das häufig negativ gezeichnete Bild durch die Herausarbeitung positiver Aspekte und gesundheitsförderlicher Potenziale zu ergänzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind Belastungsforschung, Arbeitszufriedenheit, Stressprävention, Burnout-Phänomene sowie die psychologische Bedeutung der individuellen Einstellung zur eigenen Lehrtätigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aus einer Perspektive, die oft auf Defizite fokussiert, die positiven Seiten des Lehrberufs – wie etwa Autonomie und Sinnhaftigkeit – wieder sichtbar zu machen und wissenschaftlich einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Forschungsanalyse, in der verschiedene Autoren, Studien und Modelle (z.B. von Scheuch, Miller, Karasek und Merz) gegenübergestellt und interpretiert werden.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme negativer Belastungsfaktoren sowie eine anschließende Untersuchung positiver Konzepte wie Arbeitszufriedenheit und das Konzept der „schöpferischen Unzufriedenheit“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lehrergesundheit, Arbeitsbelastung, Coping-Strategien, Autonomie, Lehrberuf und positive Psychologie charakterisiert.

Was unterscheidet „schöpferische Unzufriedenheit“ von gewöhnlichem Stress?

„Schöpferische Unzufriedenheit“ wird als aktiver, antreibender Zustand verstanden, der zu Innovationen führt, während negativer Stress (Disstress) als zermürbender Zustand mit gesundheitsschädlichen Auswirkungen beschrieben wird.

Warum spielt die persönliche Einstellung der Lehrkraft eine so große Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass viele Faktoren der Arbeit subjektiv unterschiedlich wahrgenommen werden; eine positive Grundhaltung und die Nutzung von Handlungsspielräumen können daher entscheidend zur Arbeitszufriedenheit beitragen.

Wie wird die Rolle der Lehrerausbildung bewertet?

Die Ausbildung wird als eine erste prüfungsintensive Hürde dargestellt, die bereits mit hohem Druck und Stress verbunden ist, und deren Sinnhaftigkeit sowie Wirkung auf den späteren Berufsweg kritisch diskutiert wird.

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Details

Title
Positive Auswirkungen von „Belastungen“ im Lehrberuf
College
Technical University of Darmstadt  (Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik)
Grade
1,0
Author
Claudia Gottschalk (Author)
Publication Year
2016
Pages
20
Catalog Number
V318704
ISBN (eBook)
9783668178946
ISBN (Book)
9783668178953
Language
German
Tags
Belastungen positiv Lehrberuf Stress Lehrer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Gottschalk (Author), 2016, Positive Auswirkungen von „Belastungen“ im Lehrberuf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318704
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