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Trainingsintervention durch myofasziale Selbstmassage. Erfassung und Auswertung des sensorischen und affektiven Schmerzempfindens

Title: Trainingsintervention durch myofasziale Selbstmassage. Erfassung und Auswertung des sensorischen und affektiven Schmerzempfindens

Master's Thesis , 2016 , 116 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Christian Blisse (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Sportler aller Art und verschiedenster Leistungsniveaus kennen das Phänomen Schmerz. Auch Gewebeschädigungen als Folge einer Verletzung sind oft mit Schmerzen verbunden. In der anschließenden Therapie sind Schmerzempfindungen schon lange keine unbekannte Größe mehr. Sie können sogar die Genesung unterstützen, sofern sie therapeutisch bewusst ausgelöst werden.

So ist die manualtherapeutische Behandlung von verhärteten
Muskelsträngen, von faszialen Strukturen und sogenannten
Triggerpunkten, besonders zu Beginn durchaus schmerzhaft. Dies tut dem Behandlungserfolg keinen Abbruch. Im Gegenteil kann der Prozess einer schnellen und effektiven Gesundung durch derartige therapeutische Interventionen angeregt und begleitet werden. Da nur die wenigsten Sportler auf auf eine professionelle Rundumversorgung zurückgreifen können, stellt die Möglichkeit sich selbst behandeln zu können eine attraktive Alternative dar. In dieser Arbeit wird überprüft, ob mit einer sechswöchigen Trainingsintervention durch myofasziale Selbstmassage das affektive und sensorische Schmerzempfinden erfasst und ausgewertet werden kann.

Aus dem Inhalt:

Schmerz als Nebenprodukt des Sports;
Faszien und fasziales System;
Das Prinzip der faszialen Selbstmassage;
Die Blackroll® als Therapie- und Trainingsgerät

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema und Forschungshypothesen

1.2 Methodik der Untersuchung und Struktur der Arbeit

1.3 Relevanz der Thematik und Zielsetzung der Arbeit

2. Theoretischer Hintergrund I: Schmerz und Schmerzempfinden

2.1 Schmerzen: Definition und Kategorien

2.2 Pathophysiologische Grundlagen des Muskelschmerzes

2.3 Physiologische und psychologische Komponenten von Schmerz

2.4 Sensorisches und affektives Schmerzempfinden und seine Erfassung

2.5 Schmerz als akzeptiertes Nebenprodukt im Sport

3. Theoretischer Hintergrund II: Faszien und fasziales System

3.1 Definition und Aufbau der Faszien

3.2 Funktion und Bedeutung des faszialen Systems

3.3 Myofasziales Schmerzsyndrom und Triggerpunkte

3.4 Behandlung von faszialen Restriktionen und MTrP

3.5 Das Prinzip der myofaszialen Selbstmassage

4. Untersuchung der Arbeit: Erfassung der Daten und methodisches Vorgehen

4.1 Vorstellung der Testgruppen und ihrer Trainingsgestaltung

4.2 Vorstellung der Stichprobe und des Ablaufs der Untersuchung

4.3 Die Blackroll® als Therapie- und Trainingsgerät der Untersuchung

4.4 Die oberflächliche Rückenlinie

4.5 Psychologische Diagnostik mit dem Fragebogen SES

5. Präsentation und Auswertung der Ergebnisse

5.1 Statistische Auswertung

5.2 Grafische Auswertung und Skalenverteilungen

5.2.1 Ergebnisse für das Merkmal Lokales Eindringen

5.2.2 Statistischer Test auf signifikante Differenz

5.2.3 Ergebnisse für die Merkmale Rhythmik und Temperatur

5.2.4 Ergebnisse für das affektive Schmerzempfinden

5.3 Resümee zur Datenanalyse und Auswertung des Abschlussfragebogens

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob eine sechswöchige Trainingsintervention durch myofasziale Selbstmassage der oberflächlichen Körperrückseite mittels Blackroll® das sensorische und affektive Schmerzempfinden bei Sportlern messbar reduzieren kann.

  • Wissenschaftliche Analyse des Schmerzphänomens im Sport.
  • Untersuchung der physiologischen und psychologischen Komponenten des Schmerzempfindens.
  • Erforschung von Faszien, faszialen Strukturen und deren Rolle bei myofaszialen Schmerzsyndromen.
  • Durchführung einer experimentellen Studie mit 52 Sportlern zur Wirksamkeit von Faszientraining.
  • Einsatz der Schmerzempfindungsskala (SES) zur Erfassung individueller Schmerzveränderungen.

Auszug aus dem Buch

Die oberflächliche Rückenlinie

Kapitel 4.3 hat gezeigt, wie sehr sich die Blackroll® anbietet, um ein effektives und an die jeweilige Trainingsphase angepasstes Faszientraining sowie myofasziale Selbst-massage durchzuführen. Dieses Unterkapitel konzentriert sich auf die oberflächliche Körperrückseite, da sie die in der präsentierten Untersuchung zu bearbeitende und zu behandelnde Körperregion darstellte. Die zur Körperregion passende Faszienkette ist die oberflächliche Rückenlinie (ORL).

Es lassen sich einige größere, lange Muskel-Faszien-Ketten im menschlichen Körper identifizieren. Schleip (2015) spricht von myofaszialen Zugbahnen, die für die allgemeine Koordination und Bewegungsausführung wichtig sind. Damit das reibungslose Funktionieren innerhalb der gesamten Kette gewährleistet werden kann, müssen diese Strukturen im Training explizit angesteuert und aktiviert werden. Die isolierten Übungen für einzelne Muskelgruppen, wie sie aus dem normalen Krafttraining bekannt sind, reichen dafür nicht aus. Die Faszienforschung zeigt auf, wie wichtig gerade die myofaszialen Fernverbindungen sind, die sich über den ganzen Körper erstrecken. Zu solchen Fernverbindungen und langen myofaszialen Ketten zählen die oberflächliche Rückenlinie, die oberflächliche Frontallinie, zwei Laterallinien sowie die Spirallinie (Schleip, 2015). Einzig wichtig für die vorliegende Arbeit ist die ORL, da sie bei der Trainingsintervention durch das Rollout bearbeitet wurde. Abbildung 10 zeigt die ORL von hinten, von vorne und von der Seite betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik von Sport und Schmerz sowie Formulierung der Forschungshypothesen und Zielsetzung.

2. Theoretischer Hintergrund I: Schmerz und Schmerzempfinden: Erläuterung der Definitionen, pathophysiologischen Grundlagen sowie der psychologischen Komponenten von Schmerz.

3. Theoretischer Hintergrund II: Faszien und fasziales System: Abhandlung über Faszienstrukturen, myofasziale Schmerzsyndrome und die Bedeutung der myofaszialen Selbstmassage.

4. Untersuchung der Arbeit: Erfassung der Daten und methodisches Vorgehen: Detaillierte Darstellung des Studiendesigns, der Stichprobe sowie der eingesetzten Instrumente wie Blackroll® und SES.

5. Präsentation und Auswertung der Ergebnisse: Statistische und grafische Analyse der erhobenen Daten zum sensorischen und affektiven Schmerzempfinden.

6. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothesen zur Wirksamkeit der Trainingsintervention.

Schlüsselwörter

Schmerzempfinden, myofasziale Selbstmassage, Blackroll, Faszien, Schmerzempfindungsskala, Sportpsychologie, Trainingsintervention, myofasziale Strukturen, Triggerpunkte, Sensomotorik, Schmerzreduktion, körperliche Belastung, physiologische Grundlagen, affektiver Schmerz, sensorischer Schmerz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, inwieweit eine sechswöchige myofasziale Selbstmassage mit der Blackroll® das Schmerzempfinden von Sportlern beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit umfasst zwei Hauptbereiche: Die physiologische und psychologische Erforschung von Schmerz sowie die Untersuchung von Faszien und deren Rolle bei muskulären Beschwerden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Prüfung der Hypothesen, dass regelmäßiges Faszientraining durch Rollout das sensorische und affektive Schmerzempfinden im Bereich der oberflächlichen Rückenlinie absenken kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine experimentelle, prospektive Studie mit 52 Sportlern, deren Schmerzempfinden mithilfe der standardisierten Schmerzempfindungsskala (SES) über drei Messzeitpunkte erfasst wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Schmerz und Faszien, die methodische Vorgehensweise der Studie sowie die detaillierte statistische und grafische Auswertung der Studienergebnisse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den zentralen Begriffen gehören Faszien, myofasziale Selbstmassage, Schmerzempfinden, Blackroll® und die Schmerzempfindungsskala (SES).

Welche Rolle spielt die Blackroll® in der Untersuchung?

Die Blackroll® fungiert als zentrales Therapie- und Trainingsgerät, mit dem die Sportler eine zehnminütige myofasziale Selbstmassage der oberflächlichen Rückenlinie durchführten.

Welche anatomische Struktur steht bei der Selbstmassage im Fokus?

Die Untersuchung konzentriert sich gezielt auf die oberflächliche Rückenlinie (ORL), eine bedeutende myofasziale Kette, die sich vom Fuß bis zum Kopf erstreckt.

Welche Auswirkungen hatte die Intervention auf das Schmerzempfinden der Teilnehmer?

Die Studie konnte eine deutliche und statistisch signifikante Reduktion des sowohl sensorisch als auch affektiv wahrgenommenen Schmerzes bei den teilnehmenden Sportlern nachweisen.

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Details

Title
Trainingsintervention durch myofasziale Selbstmassage. Erfassung und Auswertung des sensorischen und affektiven Schmerzempfindens
College
Academy for health and sport
Grade
1,8
Author
Christian Blisse (Author)
Publication Year
2016
Pages
116
Catalog Number
V318750
ISBN (eBook)
9783668180802
ISBN (Book)
9783946458517
Language
German
Tags
Schmerz und Schmerzempfinden Faszien und fasziales System Myofasziales Schmerzsyndrom und Triggerpunkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Blisse (Author), 2016, Trainingsintervention durch myofasziale Selbstmassage. Erfassung und Auswertung des sensorischen und affektiven Schmerzempfindens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318750
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