Der Black Cultural Nationalism und das Black Arts Movement in den USA. Der Versuch einer kulturellen Revolution


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011

17 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ...3

2. Definition einiger Begriffe ...4

3. Der Black Cultural Nationalism ...5
3.1. Garvey und Karenga- Pioniere der Afrikanisch-Amerikanischen kulturellen Revolutionsidee ...5
3.2. Kawaidaa und Co. – Die Konstruktion sowie das Aufgreifen alter afrikanischer Traditionen ...7
3.3. Kulturelles Einheitsgefühl durch Spiritualität und Geschichte ...9

4. Das Black Arts Movement ...10
4.1. Malcolm X und die mentale Dekolonialisierung ...10
4.2. Das Black Arts Movement und Imamu Amiri Baraka ...12
4.3. Black Aesthetics- Black is beautiful ...13

5. Schluss ...14
5.1. Kritik ...14
5.2. Zusammenfassung ...15

6. Quellen ...17

1. Einleitung

Die folgende Arbeit, welche im Rahmen des Seminars „Afrika in Amerika“ verfasst wird, erläutert wie die Black Cultural Nationalists in den sechziger Jahren, in den USA während der Black Power Ära versuchten eine kulturelle Befreiung der Afrikanisch-Amerikanischen [1] Bevölkerung umzusetzen.

Zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung formierte sich eine afrozentristische Bewegung, welche eine kulturelle Revolution anstrebte. Sie revitalisierte bzw. konstruierte afrikanische Traditionen und Werte, die alle Afrikanisch-Amerikaner in der Gesellschaft stärken sollten und ihnen Selbstwertgefühl und Selbstachtung verschaffen sollte, welches ihnen von Beginn der Sklaverei genommen wurde.

Ihr Ziel war es aus der bereits zuvor erlangten Freiheit aus der Sklaverei auch eine mentale, kulturelle Befreiung, vom weißen Unterdrücker zu erzielen.

Um dies zu erreichen, wurde sich der Afrikanisch-Amerikanischen Geschichte bewusstgemacht und diese in eigenen Institutionen gelehrt. Auch spirituell bzw. in religiöser Hinsicht emanzipierten sich die Black Cultural Nationalists unter anderem durch Marcus Garvey.

Das Black Arts Movement erbrachte eine Emanzipation in Literatur, Musik, Kunst und Theater und mit den Black Aesthetics wurde Schönheit im Afrikanisch- Amerikanischen Sinne definiert. Verschiedene Feiertage wie Kwanzaa zelebrierten eine Rückbesinnung auf die afrikanischen Wurzeln und die Kawaida Philosophie mit ihren sieben Prinzipien den Nguzo Saba legte fest welche Grundsätze wichtig für eine starke Afrikanisch-Amerikanische Gesellschaft seien. [2]

2. Definition einiger Begriffe

Kultur: Kultur ist im Kontext der kulturellen Revolution nach Karenga nicht allein im Zusammenhang mit Kunst zu sehen, sondern vielmehr als ein Wertesystem welches im Zuge einer Revolution grundlegend verändert werden soll. Nach Karenga ist Politik ein wichtiger Bestandteil von Kultur. [3]

Black Arts Movement: Ist als ästhetische Entsprechung der politischen Black Power-Bewegung zu verstehen,[4] wobei das BAM keinesfalls unpolitisch war, jedoch mehr Wert auf kulturelle Arbeit gelegt hat.

Pan-Afrikanismus: Bezeichnung für den Versuch alle Afrikaner in Afrika oder jene in der Diaspora lebenden afrikanisch abstammigen Menschen in einer Kultur zu vereinen. Der Black Cultural Nationalism ist panafrikanisch. Anhänger des Pan-Afrikanismus glauben an eine gemeinsame Zukunft aller schwarzen Menschen mit Afrikanischem Ursprung.[5]

Afrozentrismus: Eine kulturelle Bewegung die in den 80ern entstand und bis ca. 1998 populär war.[6] Begründung einer universellen schwarzen bzw. afrikanischen Identiät.[7]

Black Nationalism (BN): Bezeichnet die Bewegung während der Black Power Ära, welche Zusammenhalt unter Menschen gemeinsamer Ethnizität bzw. gemeinsamer Vorfahren suchte.

Blackness: Begriff für kulturell Afrikanisch- Amerikanisch sein bzw. sich verhalten.

Black Cultural Nationalism : Diese Bewegung war nicht zwangsweise antiweiß, allerdings immer pro schwarz. Hierbei ist die Nation auf Grund gemeinsamer Kultur wie Sprache, Traditionen definiert. S. 22 (Achieving Blackness) wiki

Der Black Cultural Nationalist hält sich außerdem an die Grundsätze von Maulana Karenga.[8]

Black Revolutionary Nationalism : Das Ziel dieser Bewegung war ein neues politisches System in den USA.

Die Kluft zwischen dem „Cultural Black Nationalism“ und dem „Revolutionary Black Nationalism“ weitete sich in der Black Power Ära enorm.

3. Der Black Cultural Nationalism

3.1. Garvey und Karenga- Pioniere der Afrikanisch-Amerikanischen kulturellen Revolutionsidee

“National Liberation, the freeing of one nation (culture) from the domination of another...To free the nation is at the same time to free the culture, i.e. the way of life...“ (S. 13 The Black Cultural Revolution)

Das vorangegangene Zitat von Maulana Karenga, beschreibt sehr deutlich, was unter kultureller Befreiung zu verstehen ist. Maulana Karenga (*1941) der Anführer der US Organisation war der jenige der den Black Cultural Nationalism der Black Power Ära entwickelte. [9] Der gedankliche Wegbereiter dieser Idee war allerdings schon viel früher der aus Jamaika stammende, in Amerika lebende Marcus Garvey (* 1887) mit seiner Organisation UNIA (Universal Negro Improvement Association). Garvey betonte die Einheit, die gemeinsamen Interessen sowie den gemeinsamen Kampf aller Afrikaner in der Welt für eine eigene Kultur, da seiner Auffassung nach die in den USA lebenden Afrikaner keine eigene Kultur hätten.[10]

[...]


[1] Aus Rücksicht auf die politische Korrektheit dieser Arbeit habe ich mich bezüglich der Übersetzung des Begriffes „African-American“ gegen den Terminus „Afro-Amerikaner“ und für die Bezeichnung „Afrikanisch-Amerikanisch“ entschieden.

[2] Austin, Algernon. Achieving Blackness. Race, Black Nationalism, and Afrocentrism in the Twentieh Century. New York University Press: New York und London. 2006. S.91.

[3] Austin, Algernon. Achieving Blackness. Race, Black Nationalism, and Afrocentrism in the Twentieh Century . New York University Press: New York und London. 2006. S. 90.

[4] http://lyrikzeitung.com/tag/gwendolyn-brooks . Date of Access: 10.10.2011.

[5] Jackson, Ronals L. And Elaine B. Richardson. Understanding African American Rhetoric. Classical Origins to Contemporary Innovations. Routledge: New York and London. S. 176.

[6] Austin, Algernon. Achieving Blackness. Race, Black Nationalism, and Afrocentrism in the Twentieh Century. New York University Press: New York und London. 2006. S. 110.

[7] http://www.zeit.de/2011/08/Afrozentrismus/seite-2 . Date of Access: 13.10.2011.

[8] Austin, Algernon. Achieving Blackness. Race, Black Nationalism, and Afrocentrism in the Twentieh Century. New York University Press: New York und London. 2006. S.88.

[9] Austin, Algernon. Achieving Blackness. Race, Black Nationalism, and Afrocentrism in the Twentieh Century. New York University Press: New York und London. 2006. S.88.

[10] Austin, Algernon. Achieving Blackness. Race, Black Nationalism, and Afrocentrism in the Twentieh Century . New York University Press: New York und London. 2006. S.71.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der Black Cultural Nationalism und das Black Arts Movement in den USA. Der Versuch einer kulturellen Revolution
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Ethnologie)
Veranstaltung
Afrika in Amerika
Note
1,7
Jahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V318759
ISBN (eBook)
9783668179141
ISBN (Buch)
9783668179158
Dateigröße
948 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Black Nationalism, Marcus Garvey, Malcom X, Cultural Arts Movement, Black Culturalis
Arbeit zitieren
Anonym, 2011, Der Black Cultural Nationalism und das Black Arts Movement in den USA. Der Versuch einer kulturellen Revolution, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318759

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