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Der Einsatz von Psychodrama in der Supervision. Theoretische Einführung und Verlauf einer psychodramatischen Supervision

Abschlussarbeit zur Zertifizierung "Supervision/Coach"

Title: Der Einsatz von Psychodrama in der Supervision. Theoretische Einführung und Verlauf einer psychodramatischen Supervision

Research Paper (undergraduate) , 2013 , 45 Pages

Autor:in: Natalia Rusyniak (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Abschlussarbeit möchte ich die Anwendung des Psychodramas nach Jacob Levy Moreno als – für mich - nahezu „perfekte“ Supervisionsmethode charakterisieren und die spezifischen Eigenschaften dieser Methode anhand meiner Erlebnisse und Erkenntnisse in einer Selbsterfahrungsgruppe unter Supervision von Kurt Jürgen Schmidt und Olena Popeljyk darstellen. Ich werde vor allem auf den Aspekt der besonderen Eignung des Psychodramas für die psychische Verarbeitung der Folgen häuslicher Gewalt in einer Selbsterfahrungsgruppe eingehen und zu diesem Zweck praktische Beispiele aus meiner jetzigen Tätigkeit als Supervisorin einbeziehen. Dabei ist es mir wichtig, die Verbindung zwischen J. L. Morenos „perfektem“ Konzept und den Versuchen der praktischen Umsetzung mit ihrem Gelingen/Nicht-Gelingen und meinen Erfahrungen darzulegen.
„Psycho“ – „Drama“ – „Therapie“ – „Supervision“ – „Rollenideologie“ – „Gruppenprozess“ – „Soziogramm“ – „Übertragung“ – „Doppeln“ – „Jacob Levy Moreno“ – „Begegnung“ - „Spiegeltechnik“… diese und dutzende andere Begriffe mit eigenen Bildern dazu begleiten mich während des Schreibprozesses meiner Abschlussarbeit. Genauso wie diese drei Planeten auf dem Bild sich in einer gemeinsamen Bahnebene, mit der Sonne im Zentrum, bewegen - bewege ich mich in meiner supervisorischen Arbeit, begleitet von drei Moreno‘schen Elementen - Psychodrama, Gruppenpsychotherapie und Soziometrie. Ich besinne mich auf meine natürlichen und pragmatischen Stärken sowie meine theoretischen, professionellen und praktischen Erfahrungen, schließe die Augen und kann das Bild deutlich vor und in mir sehen:

Das Psychodrama inmitten des Makrokosmos der Unendlichkeit
Und zugleich inmitten des Mikrokosmos der eigenen Endlichkeit
Ich, verwurzelt in der Erde und von ihr gehegt und gepflegt
Von Mars und Venus als Gesellen begleitet
Vom unentbehrlichen Sonnenlicht beschenkt und geleitet
Voneinander abhängig und unzertrennlich im All
Einzigartig und phänomenal.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Geleitwort

1. Psychodrama als Teil einer Triade

1.1 Psychodrama

1.2 Soziometrie

1.3 Gruppenpsychotherapie

2. Supervision als berufsbegleitende Beratung

2.1 Supervision, was ist das?

2.2 Ziele der Supervision

2.3 Supervision und/oder Selbsterfahrung?

3. Supervisionskonzept unter Einsatz des Psychodramas

3.1 Psychodramatische Methoden und Techniken in der Supervision

3.2 Praktisches Beispiel einer supervisorischen Sitzung

4. Verlauf psychodramatischer Supervision

4.1 Aufwärmphase

4.2 Psychodramatisches Spiel

4.3 Psychodramatische Analyse

4.4 Mögliche oder spezielle Strategien für die Team- Supervision

5. Vergleich mit Systemischer Supervision

6. Psychodramatische Supervision: Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendung des Psychodramas nach Jacob Levy Moreno als Supervisionsmethode, insbesondere für Fachkräfte in psychosozialen Arbeitsfeldern. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch psychodramatische Techniken und ein handlungsorientiertes Konzept berufliche Konflikte gelöst, Verhaltensweisen reflektiert und psychische Entlastung in belastenden beruflichen Situationen erreicht werden kann.

  • Triadisches System nach Moreno (Psychodrama, Soziometrie, Gruppenpsychotherapie)
  • Einsatz psychodramatischer Techniken (Rollentausch, Doppeln, Spiegeln) in der Supervision
  • Psychische Verarbeitung von Belastungen und häuslicher Gewalt
  • Methoden der Teamentwicklung und Krisenintervention
  • Vergleich und Integration von psychodramatischen und systemischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

Praktisches Beispiel einer supervisorischen Sitzung

Im folgenden Beispiel werde ich einen Ausschnitt aus der vierten Supervisionssitzung einer Gruppe beim Deutschen Roten Kreuz. wiedergeben. Die Gruppe besteht aus 10 Mitarbeiterinnen unterschiedlicher Ausbildung. In dieser Sitzung fehlen zwei Teilnehmerinnen (Krankheit, Urlaub). Da es sich bei diesen Opfern um unterschiedliche Persönlichkeiten handelt und nicht alle mit vorgefallenen Situation gleichermaßen gut umgehen können und sich zudem schon gar nicht mit den hier greifenden, rechtlichen Bestimmungen auskennen, wurde ich in diesen Fall als Supervisorin involviert. Der Täter und ehemalige Mitarbeiter dieser Einrichtung, wir nennen ihn Herr Blaß, hatte die betroffenen Frauen auf der Damentoilette gefilmt.

Blitzlicht: Ich stelle in die Runde folgende Fragen: „Was beschäftigt mich in diesem Augenblick? Was ist von der letzten Supervisionsstunde hängen geblieben? Welches Thema habe ich heute mitgebracht?“

Nina: Ich habe keine Gewalt erlebt, aber mein Vater hat sich das Leben genommen, als ich 10 Jahre alt war. Das war wirklich dramatisch, weil in meiner Familie bis heute darüber nicht gesprochen wurde. Ich selbst habe Gott sei Dank das Erlebnis professionell aufgearbeitet, als ich einen Tiefpunkt in meinem Leben hatte. Und unsere letzte gemeinsame Stunde erinnerte mich an diese Muster, die meine Mutter hatte (…. Ich rede nicht darüber, ….es ist nichts Gravierendes passiert, ….man flüchtet sich in andere Dinge). Heute weiß ich, dass das ein Schutzmechanismus für die betroffene Person ist. So etwas macht mich persönlich wütend und ich will es nicht aushalten.

Sabine: Mir geht es ähnlich. Verdrängen und wegschieben möchte ich nicht. Ich bemerkte letzte Zeit, wie schlecht es mir geht, wenn ich mit keinem darüber reden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Psychodrama als Teil einer Triade: Einführung in die triadischen Aktionsmethoden nach J.L. Moreno und deren theoretische Fundierung.

2. Supervision als berufsbegleitende Beratung: Definition von Supervision, deren Ziele sowie die Abgrenzung zur Selbsterfahrung.

3. Supervisionskonzept unter Einsatz des Psychodramas: Darstellung der Anwendung psychodramatischer Methoden in der Supervision anhand praktischer Beispiele.

4. Verlauf psychodramatischer Supervision: Detaillierte Beschreibung des Prozesses unterteilt in Aufwärmphase, Spiel und Analyse.

5. Vergleich mit Systemischer Supervision: Reflexion über Gemeinsamkeiten und Synergien zwischen psychodramatischen und systemischen Ansätzen.

6. Psychodramatische Supervision: Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Vorteile der handlungsorientierten Methode in der supervisorischen Praxis.

Schlüsselwörter

Psychodrama, Supervision, Soziometrie, Gruppenpsychotherapie, Rollentausch, Doppeln, Spiegeln, Spontaneität, Kreativität, Handeln, Teamentwicklung, Psychische Belastung, Selbsterfahrung, Systemische Beratung, Rollenkonflikte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit?

Die Arbeit behandelt die Integration des Psychodramas als wirksame Methode in der Supervision, um berufliche sowie persönliche Lernprozesse zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Psychodramas, soziometrische Verfahren, Techniken der Fall- und Teamsupervision sowie die Bewältigung von emotionalen Belastungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Eignung des Psychodramas als nahezu „perfekte“ Supervisionsmethode zu belegen, die durch Handeln statt reines Reden tiefgreifende Erkenntnisse ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine praxisorientierte Analyse, die theoretische Konzepte nach Moreno mit eigenen Praxiserfahrungen und Fallbeispielen aus der supervisorischen Arbeit verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Triade, die Erläuterung supervisionsrelevanter Methoden und eine chronologische Schilderung des supervisorischen Verlaufs.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Psychodrama, Supervision, Rollentausch, Doppeln, Teamentwicklung, Spontaneität und Kreativität.

Wie unterscheidet sich die psychodramatische Supervision von anderen Ansätzen?

Sie zeichnet sich durch den Fokus auf das szenische Spiel aus („Handeln ist heilender als Reden“), wodurch interpersonelle Konflikte im Hier und Jetzt sichtbar und bearbeitbar werden.

Welche Rolle spielt die Aufwärmphase im vorgestellten Konzept?

Die Aufwärmphase ist entscheidend, um Hemmungen abzubauen, die Handlungsbereitschaft zu erhöhen und die Gruppe mental sowie körperlich auf das Thema der Sitzung einzustimmen.

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Details

Title
Der Einsatz von Psychodrama in der Supervision. Theoretische Einführung und Verlauf einer psychodramatischen Supervision
Subtitle
Abschlussarbeit zur Zertifizierung "Supervision/Coach"
Author
Natalia Rusyniak (Author)
Publication Year
2013
Pages
45
Catalog Number
V318897
ISBN (eBook)
9783668189294
ISBN (Book)
9783668189300
Language
German
Tags
einsatz psychodrama supervision theoretische einführung verlauf abschlussarbeit zertifizierung supervision/coach
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalia Rusyniak (Author), 2013, Der Einsatz von Psychodrama in der Supervision. Theoretische Einführung und Verlauf einer psychodramatischen Supervision, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318897
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