In meiner Arbeit soll dem Leser ein fundiertes Hintergrundwissen über das Thema Märchen vermittelt werden. Hierbei erfährt er mehr über die Bedeutung des Wortes Märchen sowie über seine ursprüngliche Funktion. Anschließend wird das Volksmärchen vom Kunstmärchen abgegrenzt, um abschließend die charakteristischen Merkmale des Volksmärchens herauszuarbeiten.
Aus dem Inhalt:
- Terminologie des Märchens
- Ursprüngliche Funktion des Märchens
- Charakteristische Merkmale des Märchens
- Isolation und Allverbundenheit
- Sublimation und Welthaltigkeit
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorie des Märchens
2.1 Zur Terminologie des Märchens
2.2 Ursprüngliche Funktion des Märchens
2.3 Das Volksmärchen
2.4 Charakteristische Merkmale des Märchens
2.4.1 Eindimensionalität (Verhältnis zum Numinosen)
2.4.2 Flächenhaftigkeit
2.4.3 Abstraktheit
2.4.4 Isolation und Allverbundenheit
2.4.5 Sublimation und Welthaltigkeit
3. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, dem Leser ein fundiertes Hintergrundwissen über das Märchen zu vermitteln, wobei insbesondere die Etymologie, die ursprüngliche Funktion und die Abgrenzung zum Kunstmärchen beleuchtet werden. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Bestimmung und Analyse der charakteristischen Merkmale des Volksmärchens.
- Etymologische Herleitung des Begriffs Märchen
- Untersuchung der ursprünglichen Funktionen von Volksmärchen
- Abgrenzung zwischen Volksmärchen und Kunstmärchen
- Analyse der stilphänomenologischen Merkmale nach Max Lüthi
- Diskussion über die pädagogische Eignung und Wirkung von Märchen
Auszug aus dem Buch
2.4 Charakteristische Merkmale des Märchens
In diesem Abschnitt soll deutlich gemacht werden, welche charakteristischen Wesensmerkmale ein Märchen ausmachen. Hierbei beziehe ich mich auf das Buch „Das europäische Volksmärchen“ (Lüthi/1974). des Schweitzer Märcheninterpreten Max Lüthi Zu den wesentlichen Charakteristika eines jeden Märchens zählen laut Lüthi Eindimensionalität (das Verhältnis zum Numinosen), Flächenhaftigkeit, Abstraktheit, Isolation und Allverbundenheit sowie Sublimation und Wertigkeit (vgl. Lüthi/1974; S. 3).
Diese stilphänomenologischen Kategorien könnten beispielsweise für eine Analyse des Grimm’schen Märchens Hänsel und Gretel von Bedeutung sein. Auf jedes der genannten stilistischen Merkmale möchte ich nun im Einzelnen eingehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel thematisiert die historische Kontroverse um die pädagogische Eignung von Märchen und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Theorie des Märchens: Hier werden die etymologische Entwicklung, die Funktion der Märchen sowie die Abgrenzung zum Kunstmärchen dargelegt und die wesentlichen Merkmale des Märchens detailliert analysiert.
3. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung, Funktion und die strukturellen Merkmale des Volksmärchens zusammen.
Schlüsselwörter
Volksmärchen, Kunstmärchen, Gebrüder Grimm, Max Lüthi, Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, Abstraktheit, Isolation, Allverbundenheit, Sublimation, Welthaltigkeit, Märchenforschung, pädagogische Funktion, Erzählgattung, Märchenanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Einordnung des Volksmärchens, von seiner Entstehung und Bedeutung bis hin zu seinen spezifischen strukturellen Merkmalen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt die Etymologie des Begriffs, die ursprüngliche Funktion als Unterhaltungsmedium, die Abgrenzung zum Kunstmärchen sowie die stilphänomenologische Analyse nach Max Lüthi.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Hintergrundwissen über das Märchen zu vermitteln und die charakteristischen Merkmale des Volksmärchens herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die sich primär auf die Märchenforschung von Max Lüthi stützt, um die Merkmale von Volksmärchen zu systematisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die historische Funktion, die Differenzierung zum Kunstmärchen und die detaillierte Vorstellung der fünf stilphänomenologischen Kategorien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Volksmärchen, Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, Sublimation und die Auseinandersetzung mit der Märchenforschung.
Warum wird im Märchen oft auf eine „Tiefengliederung“ verzichtet?
Nach Max Lüthi dient der Verzicht auf räumliche, zeitliche und seelische Tiefe dazu, die Figuren als „flächenhaft“ zu gestalten, wodurch sie universeller und leichter zugänglich werden.
Welche Rolle spielt die Isolation der Märchenfiguren?
Die Isolation ist laut Lüthi ein Grundmerkmal; die Figuren stehen in keinen sozialen Beziehungen, was sie befähigt, Zweckverbindungen einzugehen und sich flexibel in der Märchenwelt zu bewegen.
Wie definiert die Arbeit das Verhältnis zwischen „Diesseits“ und „Jenseits“?
Im Volksmärchen existieren diese beiden Bereiche als eine Dimension; übernatürliche Elemente werden völlig selbstverständlich in die Alltagswelt integriert.
- Arbeit zitieren
- Ina Böttcher (Autor:in), 2009, Hintergrundwissen zum Märchen. Charakteristische Merkmale des Volksmärchens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318985