Diese Hausarbeit bietet einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der emotionalen Intelligenz sowie deren verschiedene Modelle bis hin zur Abgrenzung zu anderen Intelligenzen. Um das Konzept und die Logik hinter dem Begriff der emotionalen Intelligenz zu verstehen, bedarf es vorerst der Definition der beiden psychologischen Schlüsselbegriffe Emotion und Intelligenz.
Aufgrund der Neuheit des Konstrukts, des populärwissenschaftlichen Ansatzes und des mittlerweile oft erforschten Feldes der emotionalen Intelligenz existiert eine große Menge an Literatur, sowie dessen Kontroversen zwischen Wissenschaft und populären Ansätzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Begriffsbestimmung
1.1 Emotionen
1.2 Intelligenz
1.3 Emotionale Intelligenz
2 Modelle emotionaler Intelligenz
2.1 Grundmodell nach Salovey und Mayer (1990)
2.2 Das modifizierte Modell nach Mayer und Salovey (1997)
2.3 Gemischte Modelle nach Goleman und Bar-On
3 Einordnung und Abgrenzung
3.1 Einordnung als Intelligenzart
3.2 Abgrenzungen zur sozialen und akademischen Intelligenz
4. Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit gibt einen strukturierten Überblick über das wissenschaftliche Konstrukt der emotionalen Intelligenz. Ziel ist es, die historische Entwicklung, die zentralen theoretischen Modelle sowie die wissenschaftliche Einordnung des Begriffs kritisch zu reflektieren und von anderen Intelligenzformen abzugrenzen.
- Grundlagen der Emotionspsychologie und Intelligenzforschung
- Analyse des Fähigkeitsmodells nach Salovey und Mayer
- Diskussion gemischter Modelle nach Goleman und Bar-On
- Wissenschaftliche Validität und Messbarkeit emotionaler Intelligenz
- Abgrenzung zur akademischen und sozialen Intelligenz
Auszug aus dem Buch
1.3 Emotionale Intelligenz
Neben der scheinbar schier unerschöpflichen Literatur samt seinen Kontroversen zum Thema emotionale Intelligenz, herrscht bezüglich der Entstehung des Terminus weitgehend Einigung. So wurde der Begriff erstmals 1990 von den beiden Psychologen Salovey und Mayer in der Fachzeitschrift „Imagination, Cognition and Personality“ vorgestellt (Blickle & Schütte, 2015; Ryback, 2000; Eickhoff, Vetter & Waldmann, 2015).
Demnach definiert sich emotionale Intelligenz wie folgt: „We define emotional intelligence as the subset of social intelligence that involves the ability to monitor one´s own and others´ feelings and emotions, to discriminate among them and to use this information to guide one´s thinking and actions” (Salovey & Mayer, 1990, S. 5).
Somit wird mit emotionaler Intelligenz die Fähigkeit beschrieben, sowohl die eigenen Gefühle und Emotionen, als auch die Anderer richtig zu bemerken und daraus den Nutzen der Regulation zu ziehen und angemessen zu reagieren (Blickle & Schütte, 2015).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden psychologischen Begriffe Emotion und Intelligenz, bevor diese zur emotionalen Intelligenz zusammengeführt werden.
2 Modelle emotionaler Intelligenz: Hier werden die wichtigsten theoretischen Ansätze, unterteilt in Fähigkeitsmodelle und gemischte Modelle, ausführlich dargestellt.
3 Einordnung und Abgrenzung: Das Kapitel diskutiert die wissenschaftliche Validität der emotionalen Intelligenz und ihre Abgrenzung zu bestehenden Konzepten wie der sozialen Intelligenz.
4. Resümee und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert den aktuellen Forschungsstand und weist auf die Notwendigkeit präziserer Definitionen hin.
Schlüsselwörter
Emotionale Intelligenz, Emotionen, Intelligenzforschung, Fähigkeitsmodell, Salovey, Mayer, Goleman, Bar-On, Psychologie, Soziale Intelligenz, Akademische Intelligenz, Psychometrie, Emotionsregulation, Testverfahren, Validität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Konstrukt der emotionalen Intelligenz, seiner Herkunft und theoretischen Fundierung.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die zentralen Felder sind die Definition von Emotionen, die Vorstellung verschiedener Intelligenzmodelle sowie deren wissenschaftliche Operationalisierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine fundierte Übersicht über das Konstrukt zu bieten und zu hinterfragen, wie sich emotionale Intelligenz wissenschaftlich einordnen und von anderen Intelligenzformen abgrenzen lässt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende psychologische Theorien und empirische Ansätze vergleichend analysiert.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Darstellung von Salovey & Mayers Fähigkeitsmodellen sowie die Diskussion von Golemans und Bar-Ons gemischten Modellen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Emotionale Intelligenz, Psychologie, Fähigkeitsmodelle und Validität.
Warum wird das Modell nach Salovey und Mayer als Fähigkeitsmodell bezeichnet?
Weil es emotionale Intelligenz strikt auf kognitive Leistungen beschränkt und diese in vier messbare Klassen von Fähigkeiten unterteilt.
Welchen Stellenwert nimmt die Kritik an den Modellen ein?
Die Kritik ist essenziell, da sie auf die Schwierigkeiten bei der Messbarkeit und die teilweise vage Abgrenzung zu Persönlichkeitsmerkmalen hinweist.
- Quote paper
- Kevin Käbisch (Author), 2016, Was ist emotionale Intelligenz? Entstehungsmodelle und Abgrenzung zu anderen Intelligenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319022