Diese Bachelorarbeit stellt einen Leitfaden dar, welcher einer Lehrperson hilft, ein Videoclipprojekt im schulischen Unterricht in der Mittelstufe zu gestalten. Es wird aufgezeigt in welchem Rahmen die Lehrperson Videoclips gestalten kann, welche durch Theorie gestützt werden. Mit Hilfe von Ideen und Checklisten sowie Informationen zu notwendigen Computer-Programmen wird eine Projektarbeit im Bereich Videoclips erleichtert beziehungsweise ermöglicht.
Im Zentrum steht die Frage was beachtet werden muss, um ein Projekt mit Videoclips, im Schulunterricht (5./6. Klasse) durchführen zu können. Es werden theoretische Grundlagen aufgeführt und anhand zweier Umfragen, welche mit ehemaligen Oberstufenschülern sowie Mittelstufenschülern durchgeführt wurden, massgebliche Grundsätze erarbeitet, welche sich in der Projektskizze wieder finden.
Inhaltsverzeichnis
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1.1 WAS IST EIN VIDEOCLIP?
1.2 GESCHICHTE DES VIDEOCLIPS
1.3 VIDEOCLIPS FÜR DEN SCHULUNTERRICHT
1.4 EINSATZMÖGLICHKEITEN VON VIDEOCLIPS IM UNTERRICHT
1.5 ÄSTHETIK IN VIDEOCLIPS
1.6 JUGENDKULTUR
1.7 FAZIT 1
2. UMFRAGE
2.1 ZUSAMMENSTELLUNG DES FRAGEBOGENS
2.2 UMFRAGE: EHEM. OBERSTUFENSCHÜLER UND -SCHÜLERINNEN
2.3 UMFRAGE: ZIELPUBLIKUM MITTELSTUFE
2.4 FRÜHER UND HEUTE
2.5 FAZIT 2
3. PROJEKTSKIZZE
3.1 VISION
3.2 PROJEKTARBEIT
3.3 LERNZIELE BESTIMMEN
3.4 PHASEN DES PROJEKTS
3.5 VIDEOCLIP-ARTEN
3.6 KAMERA, SCHNEIDEPLATZ – WOHER?
3.7 SCHNITTPROGRAMME
3.8 KAMERA STARTKLAR MACHEN
3.9 EINSTELLUNGEN UND PERSPEKTIVEN
3.10 TYPISCHE GESTALTUNGSMITTEL IN VIDEOCLIPS
4. ZUSAMMENFASSUNG & DISKUSSION
5. LITERATURVERZEICHNIS
6. ANHANG
6.1 UMFRAGE
6.2 ANTWORTEN MITTELSTUFE
6.3 ANTWORTEN OBERSTUFE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit zielt darauf ab, einen praxisorientierten Leitfaden für Lehrpersonen zu entwickeln, um Videoclipprojekte in der Mittelstufe des schulischen Unterrichts erfolgreich umzusetzen. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, welche Voraussetzungen und pädagogischen Ansätze notwendig sind, um dieses Medium sinnvoll und motivierend in den Unterrichtsalltag zu integrieren.
- Theoretische Fundierung des Videoclips als künstlerisches und pädagogisches Instrument
- Analyse des Nutzungsverhaltens und der Interessen von Schülern bezüglich Videoclips
- Erstellung einer Projektskizze für die praktische Videoproduktion im Unterricht
- Untersuchung technischer und organisatorischer Aspekte der Implementierung
Auszug aus dem Buch
1.2 Geschichte des Videoclips
Die Erscheinungsform der bewegten Bilder hatte schon im 19. Jahrhundert seine Vorläufer. Etwa die „Abblätterbüchlein“ („Daumenkinos“) oder die „Lebensräder“ und „Wundertrommeln“ die beliebte Kinderspielzeuge waren (vgl. Kindl, 2008, S.8). In der Schule sind diese Spiele immer noch ein beliebtes Unterrichtsmaterial.
1891 führte Thomas Alva Edisons das Kinetophone ein. Dies war eine Art Mini-Fernsehbildschirm, für den man ein Okular benötigte, um dessen Bilder zu betrachten. Das Gerät spielte neben Kurzfilmen auch Filmschnitte von Liveauftritten und Konzerten, damit Fans ihre Idole stattdessen vom Wohnzimmer aus verfolgen konnten. Jedoch landeten sie schliesslich an öffentlichen Vergnügungsplätzen (vgl. Keazor & Wübbena, 2007, S. 57).
Bildästhetische Grundlagen der Clips bildeten sich in den 20er-Jahre. Beispiel dafür ist Walt Disney oder auch die zwei-minütigen Studio 6 Fischingers, welche nach Maas und Schudack (2007) einer der „ersten Videoclips“ darstellt (zur Stunde Null des Videoclips komme ich später noch). Der Film war eine Reklame für die Schalplatte, dessen Tonspur zu hören war (vgl. Maas & Schudack, 2007, S. 300-301).
Klant erwähnte 2008 die Jukebox „Scopitone“ auch bekannt als Soundies der 60er als Vorläufer der Videoclips. Diese spielten nach Münzeinwurf einen kurzen 16mm-Farbfilm (zu Anfang noch Schwarzweiss) mit den Interpreten in Aktion zur Musik ab (vgl. Klant, 2008, S. 230). Anwendung hatten sie vorallem in Nachtclubs und Cocktailbars (vgl. Keazor/Wübbena, 2007, S. 57).
Zusammenfassung der Kapitel
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert den Videoclip, beleuchtet seine historische Entwicklung und untersucht Einsatzmöglichkeiten sowie ästhetische Aspekte im Bildungskontext.
2. UMFRAGE: Hier wird das Interesse von Schülern an Videoclips durch Befragungen von Ober- und Mittelstufenklassen analysiert, um eine Basis für die praktische Anwendbarkeit zu schaffen.
3. PROJEKTSKIZZE: Dieser Teil bietet konkrete Planungs- und Umsetzungshilfen für Lehrpersonen, inklusive technischer Tipps und methodischer Vorgehensweisen für die Produktion im Unterricht.
4. ZUSAMMENFASSUNG & DISKUSSION: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die pädagogische Bedeutung sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung von Videoprojekten.
5. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
6. ANHANG: Enthält die detaillierten Umfrageergebnisse und das verwendete Fragebogen-Material.
Schlüsselwörter
Videoclip, Projektskizze, Lehrperson, Umfrage, Filmkompetenz, Mittelstufe, Musikvideo, Unterrichtsplanung, Mediennutzung, Stop-Motion, Projektunterricht, Filmbildung, Schulentwicklung, Medienpädagogik, Schülerinteresse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration von Videoclips in den Schulunterricht der Mittelstufe, insbesondere durch die praktische Produktion eigener Videoprojekte durch Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Einordnung von Videoclips, die Analyse des Medienkonsums bei Jugendlichen und die didaktische Planung von Filmprojekten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung einer Projektskizze, die Lehrpersonen dabei unterstützt, Videoprojekte mit Kindern handlungsorientiert und strukturiert durchzuführen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer fundierten Theoriearbeit wurde eine empirische Umfrage in Mittelstufen- und ehemaligen Oberstufenklassen durchgeführt, um das Schülerinteresse und die Einsatzmöglichkeiten zu ermitteln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Auswertung der durchgeführten Schülerbefragungen und eine detaillierte Projektskizze inklusive Checklisten für die Umsetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Videoclip, Projektskizze, Medienpädagogik, Filmkompetenz und handlungsorientierter Unterricht.
Warum spielt die Musikrichtung bei Videoprojekten eine Rolle?
Die Musikrichtung ist ein entscheidender Faktor für die Motivation der Schüler; die Wahl eines Genres, das die breite Masse anspricht oder den Interessen der Schüler entspricht, ist für den Projekterfolg essenziell.
Was sind die größten Herausforderungen bei Videoprojekten an Schulen laut Autor?
Die größten Hürden sind die Organisation der benötigten Technik (Kameras, Schnittplätze) sowie der Zeitbedarf und die Planung innerhalb des Unterrichtsrahmens.
Wie unterscheidet sich die Einschätzung zwischen Stadt- und Landregionen?
Die Umfrage ergab, dass Schüler in ländlichen Regionen teilweise eine größere Abneigung gegen die Arbeit mit Medien im Unterricht zeigen, während in städtischen oder wohlhabenderen Gebieten oft ein höheres Interesse besteht.
- Quote paper
- Michael Morger (Author), 2014, Foto und Film im Unterricht. Leitfaden für die Anwendung von Videoclips in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319039