Die unterschiedlichen Einordnungskriterien von Wortarten anhand von drei verschiedener Grammatik Werken


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
14 Seiten, Note: 2.3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Duden Grammatik“ (1966)
2.1 Die Wortarteneinteilung
2.2 Die Partikeln (das dverb)
2.3 Die Präposition
2.4 Die Konjunktion
2.5 Die Interjektion

3. Signifikante Einordnungsunterschiede in „Grundzüge einer deutschen Grammatik“
3.1 Das dverb
3.2 Die Präposition
3.3 Die Konjunktion
3.4 Die Interjektion

4. Signifikante Einordnungsunterschiede in „Engels Deutsche Grammatik“
4.1 Das dverb
4.2 Die Präposition
4.3 Die Konjunktion
4.4 Die Interjektion

5. Fazit

6. Übersicht der Wortartenklassifikation nach Menzel

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Hausarbeit wird auf die Thematik und Komplexität der Wortarteneinteilung eingehen. Obwohl sich Grammatiken schon sehr lange Zeit mit dieser Thematik beschäftigen, gibt es sehr wohl noch Fragen beziehungsweise unterschiedliche Meinungen über eine „richtige“ Wortarteneinteilung, sowohl in didaktischen Belangen als auch in fachlichen. Zudem gehen nicht alle Grammatiken von der gleichen Anzahl von Wortarten aus, sondern unterscheiden sich darin teilweise deutlich. Besonders interessant wird diese Problematik, wenn man sich Grammatiken der jüngeren Vergangenheit ansieht und zum Vergleich eine Grammatik der DDR heranzieht. Hierbei werden zunächst die Wortarten, die der Duden als Partikeln und Interjektionen bezeichnet, mit ihren spezifischen Merkmalen und Eigenschaften vorgestellt. Dies erfolgt nach den Kriterien und der Merkmalsbeschreibung der „Duden Grammatik“ von 1966. Nachdem ein Grundriss über die Einteilungsprinzipien der verschiedenen Wortarten gegeben worden ist, werden signifikante Unterschiede zu zwei weiteren Werken, die sich mit der deutschen Grammatik beschäftigen, herausgestellt. Nach der Darstellung aus der Sicht der „Duden Grammatik“ wird zunächst auf die Unterschiede zum Werk „Grundzüge einer Deutschen Grammatik“ (1988) eingegangen. Diese Grammatik ist eine der letzten Grammatiken der DDR und bietet einen interessanten Vergleich zu der „West Version“ der Grammatik. Anschließend wird eine Gegenüberstellung zu der Grammatik Ulrich Engels erfolgen, der sich auch sehr intensiv mit der Wortarteneinteilung beschäftigt hat. Nach der Herausstellung der signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Einordnungskriterien von Wortarten wird ein Fazit folgen, in dem die Ergebnisse dieser Hausarbeit kurz resümiert werden.

2. „Duden Grammatik“ 1966

2.1 Die Wortarteneinteilung

Die Duden Grammatik von 1966 teilt alle deutschen Wörter in insgesamt sechs Wortarten ein. Dabei spielen die ersten drei beschriebenen Wortarten eine besondere Rolle als Hauptwortarten. Diese kommen in der deutschen Sprache am häufigsten vor und sind gekennzeichnet durch eine „ausgeprägte Formenwelt“( (Duden Grammatik 1966, S.67; Wortarten). Folgende Begründung wird angegeben: „ Die Wortarten unterscheiden sich durch die besondere Weise, in der sie an der sprachlichen Erschließung der Weilt teilnehmen, und durch das Vorhandensein oder das Fehlen einer Formenwelt.“ ( Duden Grammatik 1966, S.64; Die Wortarten). Bei der Wortarteneinteilung geht der Duden nach der Häufigkeit der Nennung von Wortarten vor. So ist die häufigste Wortart das Substantiv. Es folgt bei der Einteilung das Verb, gefolgt von den Adjektiven. Als vierte Einteilung der Wortarten folgen die „Begleiter und Stellvertreter des Substantivs“ (Duden Grammatik 1966, S.65; Wortarten). Diese Wortart fasst mehrere Gruppen von Wörtern zusammen, nämlich zum einen die Artikel und die Pronomen und zum anderen die Zahlwörter. Die verbleibenden zwei Wortarten stellen die Partikeln und die Interjektionen dar. Zu den Partikeln gehört noch eine weitere sehr häufig verwendete Gruppe von Wörtern, nämlich die Adverbien. Weiterhin werden in der Wortgruppe der Partikeln noch die Präposition und die Konjunktionen zusammengefasst. Die Interjektionen stellen die letzte Wortart dar, die jedoch nicht häufig verwendet wird. Im Folgenden werden die Wortgruppen mit ihren Merkmalen genauer vorgestellt. Dabei werden die Partikeln und die Interjektionen genauer betrachtet.

2.2 Die Partikeln ( das Adverb)

Unter dem Sammelbegriff Partikeln versteht der Duden eine „Restgruppe“, die bis auf einige Ausnahmen „keiner Formveränderung unterliegen“ und deren Grundleistung kaum zu erkennen sei (Duden Grammatik 1966, S.201; Die Partikeln). Zu dieser Restgruppe gehören das Adverb, die Präposition, die Konjunktion und die Interjektion. Im Duden liegen jedoch teilweise nicht leicht zu lösenden Einordnungsschwierigkeiten und Überlappungen zwischen den untergliederten Bereichen vor. Gerade bei den Funktionsgruppen (Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen) finden sich einige Wörter in mehreren Funktionsgruppen wieder.

Die Aufgabe des Adverbs sei es, „die im Satz genannten Umstände nach den allgemeinsten Umrissen zu kennzeichnen“ (Duden Grammatik 1966, S.302; Die Partikeln).

Morphologisch lässt sich über die Gruppe der Adverbien sagen, dass sie allgemein nicht konjugierbar und selten deklinierbar sind und nur sehr eingeschränkt über die Fähigkeit der Komparation verfügen. Eine weitere Einordnung dieser Gruppe von Wörtern erfolgt im Duden lediglich über die Funktion im Satz. Diese semantischen Einordnungskriterien werden „Umstände“ genannt. So gibt es Adverbien, die Umstände des Ortes, der Zeit, der Modalität und des Grundes näher beschreiben (vgl. Duden Grammatik 1966, S.302f; Das Adverb). Der Duden widmet sich besonders dem Pronominaladverb. Dieses ist ein Adverb, „[...] das an die Stelle von Fügungen tritt, die aus den Präpositionen an, auf, aus, bei, durch, für, gegen, hinter, in, mit, nach, neben, über, um, unter, von, vor, zu, zwischen“ und den Dativ- und Akkusativformen der persönlichen, demonstrativen, interrogativen oder relativen Pronomen bestehen“ (Duden Grammatik 1966, S.305; Das Adverb). Eine weitere Sondergruppe, die besonders behandelt wird, stellen die Adverbien dar, die eine demonstrative, interrogative, relative und indefinite Verwendung finden. Als abschließende Beobachtung stellt der Duden fest, dass es einige Adverbien gibt, „die durch ihre attributive Verwendung bereits in die Wortart Adjektiv übergewechselt sind“, genauso wie es ehemalige Adverbien gibt, „die schon zur Wortart Adjektiv zu rechnen sind, obwohl sie dort nur eingeschränkt verwendet werden können (Duden Grammatik 1966, S.310; Die Partikeln). Adverbien können auch, wenn sich diese unmittelbar mit einem Substantiv in einem abhängigen Fall verbinden zur Gruppe der Präpositionen wechseln. Zudem lässt der Duden auch die genaue Unterscheidung zwischen Adverbien und Konjunktionen offen und schreibt dazu lediglich: „[...] je nach Auffassung können bestimmte Partikeln Adverb oder Konjunktion sein“ (Duden Grammatik 1966, S.313; Die Präposition).

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die unterschiedlichen Einordnungskriterien von Wortarten anhand von drei verschiedener Grammatik Werken
Hochschule
Universität Trier  (Fachbereich II Germanistik)
Veranstaltung
Einführung in die gegenwartsbezogene Sprachwissenschaft: Syntax
Note
2.3
Autor
Jahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V319077
ISBN (eBook)
9783668183384
ISBN (Buch)
9783668183391
Dateigröße
1054 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grammatik, Duden, Partikel, Valenz, Engels Grammatik
Arbeit zitieren
Mark Maurer (Autor), 2013, Die unterschiedlichen Einordnungskriterien von Wortarten anhand von drei verschiedener Grammatik Werken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319077

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