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Portfolio- und Risikomanagement bei Immobilien aus der Sicht einer Hypothekenbank

Title: Portfolio- und Risikomanagement bei Immobilien aus der Sicht einer Hypothekenbank

Diploma Thesis , 2004 , 70 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Jens Herpfer (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben einen sehr großen Einfluss auf die Beteiligten des Wirtschaftsgeschehens. Die Stagnationstendenz der Vorjahre, das hohe Niveau der Arbeitslosigkeit sowie die fortschreitende Deregulierung und Globalisierung der Märkte, haben tiefe Veränderungen bewirkt und steigern den Wettbewerbsdruck.

Die nötigen Anpassungsmassnahmen werden mit massiven Kosteneinsparungsprogrammen, Reengineeringprojekten und der Implementierung von „lean“-Strukturen von Unternehmen durchgeführt. Bisher standen vor allem Prozesse und Kosten des Kerngeschäftes im Vordergrund. Das Augenmerk der Manager richtet sich verstärkt auf die Kostensenkungs- und Einsparungspotenziale der betrieblich genutzten Immobilie und des Immobilienanlagevermögens. Dadurch hat sich die Sichtweise der Investoren gegenüber der Immobilie deutlich verändert. „Traditionell waren sie sichere, werthaltige und vor allem vor Inflation schützende Investments.“ Dagegen herrscht heute die Erkenntnis vor, dass Immobilien zu einem äußerst sensiblen Wirtschaftsinstrument von Unternehmen in sehr wettbewerbsintensiven Märkten geworden sind. Sie zeichnen sich durch einen realen Wert in einem sehr dynamischen Umfeld aus und stellen Risikokapital mit einem enormen Optimierungspotenzial dar.

Das Immobilienportfoliomanagement ist ein Steuerungssystem, welches den geänderten Fokus unterstützt. Es lässt sich als systematische Planung, Steuerung und Kontrolle eines Bestandes von Grundstücken und Gebäuden mit dem Ziel, Erfolgspotenziale aufzubauen, definieren. Seine Hauptaufgabe besteht darin, eine Optimierung der Struktur des Immobilienvermögens mit dem Ziel der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, der Verbesserung der Rentabilität der Assets und der Streuung des Risikos herbeizuführen. Immobilieninvestitionen sind geprägt durch eine starke Objekt- und Transaktionsorientierung; der Investor richtet sich überwiegend nach operativen und monetären Größen wie zum Beispiel Verkehrswerten, Mietindexierungen und Ausschüttungsrenditen.

Excerpt


1 Einleitung

1.1 Problemstellung und -abgrenzung

1.2 Ziel der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen des Portfoliomanagements

2.1 Klassisches Portfoliomanagement nach Markowitz

2.2 Portfoliomanagement im Immobilienbereich

2.3 Zweck und Notwendigkeit des Immobilienportfolio-managements

3 Die Instrumente des Portfoliomanagements bei Immobilien

3.1 Ablaufmodell des Portfoliomanagements

3.2 Zweidimensionale Basismodelle der Portfolioanalyse

3.3 Grundkonzepte der Portfolioanalyse

3.3.1 Multifaktorenansätze

3.3.2 Marktattraktivität-Wettbewerbsvorteil-Modell

3.3.3 Das Scoring-Modell als Hilfsinstrument

3.4 Die Balanced Scorecard im Immobilien-Portfolio-Management

3.5 Risiko der Immobilieninvestition

3.6 Risikodiversifikation

3.7 Anforderungen an ein Portfolio- und Risikomanagement

4 Portfoliobewertung eines Investitionsobjektes anhand einer Büroimmobilie

5 Ausgliederung des Immobilienbestandes bei der XXX AG

5.1 Steuerliche und rechtliche Aspekte

5.2 Datenerhebung und Organisationsstruktur

5.3 Bildung strategischer Geschäftsfelder

6 Strategien im Portfoliomanagement

6.1 Normstrategien

6.2 Wettbewerbsstrategien

6.3 Das Immobiliencontrolling als Unterstützungsmodul

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung von Portfolio- und Risikomanagementinstrumenten auf Immobilienbestände aus der Perspektive einer Hypothekenbank. Ziel ist es, Methoden zur strukturierten Analyse, Bewertung und strategischen Steuerung von Immobilien zu evaluieren, um insbesondere bei notleidenden Krediten und Rettungserwerben eine wertorientierte Entscheidungsbasis zu schaffen.

  • Grundlagen und Instrumente des Portfoliomanagements für Immobilien.
  • Methoden zur Risikoidentifikation und -steuerung (Diversifikation, Szenarioanalyse).
  • Einsatz von Scoring-Modellen und der Balanced Scorecard in der Immobilienwirtschaft.
  • Strategische Ansätze zur Restrukturierung und Optimierung von Immobilienbeständen (z.B. GmbH & Co. KG).

Auszug aus dem Buch

Die Instrumente des Portfoliomanagements bei Immobilien

Das Immobilienportfoliomanagement läuft im Allgemeinen in fünf Schritten ab: 1. Bildung strategischer Geschäftseinheiten, 2. Beurteilung der Attraktivität der Immobilienmarktsegmente, in dem die strategischen Geschäftseinheiten positioniert sind, 3. Bewertung der relativen Wettbewerbsposition, 4. Analyse des Ist-Bestandsportfolios, 5. Auswahl der Strategie für das Immobilienportfolio.

Hinsichtlich der Instrumente und Verfahren ist zwischen Mikro- und Makro-Analyseebene zu unterscheiden. Auf der Makroebene geht es um die Zusammenfassung von Einzelimmobilien und/oder Märkten zu strategischen Portfoliosegmenten. Auf der Mikroebene befasst sich das Portfoliomanagement mit einzelwirtschaftlichen Kalkülen.

Die qualitativen, einfachen Modelle der Portfolioanalyse werden in der Praxis gelegentlich angewendet. Diese dienen zur Bewertung von Bestandsobjekten, die anhand zweier Merkmalsausprägungen vorgenommen wird. Die Kriterien sind häufig die Ausschüttungsrendite, das Risiko, die Wertentwicklung, und der Verkehrswert. Die Abbildung vier stellt beispielhaft die Beurteilung von Büroimmobilien anhand der Kriterien „Rendite“ und „Risiko“ dar. Hierbei wurde für die Renditeberechnung auf die Formel für den „Total Return Bestandsgrundstücke“ des DIX zurückgegriffen. Diese berücksichtigt explizit Investitionen in die Objekte. Als Risikomaß wurde in diesem Beispiel die Standardabweichung verwendet. Bei einem größeren Objektbestand sollten die Immobilien nach Nutzungssektoren bzw. nach strategischen Geschäftseinheiten zusammengefasst werden. Dann erfolgt die Errechnung des jeweiligen, internen Zinsfusses und des Verkehrswertes; so könnte man auch diese in einer Matrix abbilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Bedeutung des Immobilienportfoliomanagements und der Zielsetzung der Arbeit.

2 GRUNDLAGEN DES PORTFOLIOMANAGEMENTS: Einführung in die Portfoliotheorie nach Markowitz sowie Übertragung der Prinzipien auf den Immobilienbereich.

3 DIE INSTRUMENTE DES PORTFOLIOMANAGEMENTS BEI IMMOBILIEN: Analyse diverser Methoden wie Multifaktorenansätze, Scoring-Modelle, Balanced Scorecard sowie Ansätze zum Risikomanagement.

4 PORTFOLIOBEWERTUNG EINES INVESTITIONSOBJEKTES ANHAND EINER BÜROIMMOBILIE: Praxisbeispiel zur Anwendung der Analyseinstrumente anhand einer konkreten Büroimmobilie.

5 AUSGLIEDERUNG DES IMMOBILIENBESTANDES BEI DER XXX AG: Erläuterung der steuerlichen und rechtlichen Ausgestaltung einer Portfoliogesellschaft sowie der Datenerhebungsprozesse.

6 STRATEGIEN IM PORTFOLIOMANAGEMENT: Diskussion von Normstrategien und Wettbewerbsstrategien zur Steuerung von Immobilienbeständen.

7 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung des Immobilienmanagements für Hypothekenbanken.

Schlüsselwörter

Immobilienmanagement, Portfoliomanagement, Risikomanagement, Hypothekenbank, Immobilienportfolio, Marktattraktivität, Wettbewerbsvorteil, Assetmanagement, Notleidende Kredite, Immobilienbewertung, Diversifikation, Rendite, Risiko, Immobiliencontrolling, Balanced Scorecard.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Portfoliomanagements für Immobilienbestände aus der Sicht einer Hypothekenbank, insbesondere im Umgang mit notleidenden Krediten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements, Instrumente zur Analyse und Risikosteuerung, strategische Normstrategien sowie rechtliche und steuerliche Aspekte der Bestandsausgliederung ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein systematisches Modell zu entwickeln, das es Entscheidungsträgern ermöglicht, Immobilien systematisch zu bewerten, Risiken zu steuern und durch aktives Management eine höhere Rentabilität zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der praktischen Anwendung von Portfolioanalyse-Modellen (z.B. Marktattraktivitäts-Wettbewerbsvorteils-Matrix) und Benchmarking in einem realen Unternehmenskontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Vorstellung spezifischer Analyseinstrumente (Scoring, BSC, Risiko-Kennzahlen) und deren praktische Implementierung in einer Portfoliogesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Immobilienportfoliomanagement, Risikodiversifikation, Notleidende Kredite, Portfolio-Matrix und Immobiliencontrolling.

Warum spielt das "Bauchgefühl" bei der Immobilienbewertung in dieser Arbeit eine Rolle?

Der Autor kritisiert, dass Immobilienentscheidungen in der Praxis häufig auf Intuition beruhen; das vorgeschlagene Modell soll eine einheitliche, nachvollziehbare Messlatte für Dritte etablieren.

Warum wird die GmbH & Co. KG als Rechtsform für die Portfoliogesellschaft hervorgehoben?

Die Wahl dieser Rechtsform ermöglicht steuerliche Vorteile bei der Gewinnfeststellung und eine flexible Beteiligungsstruktur für Investoren bei gleichzeitiger operativer Professionalisierung.

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Details

Title
Portfolio- und Risikomanagement bei Immobilien aus der Sicht einer Hypothekenbank
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Course
BA Stuttgart
Grade
1,9
Author
Jens Herpfer (Author)
Publication Year
2004
Pages
70
Catalog Number
V31909
ISBN (eBook)
9783638327824
ISBN (Book)
9783638682657
Language
German
Tags
Portfolio- Risikomanagement Immobilien Sicht Hypothekenbank Stuttgart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Herpfer (Author), 2004, Portfolio- und Risikomanagement bei Immobilien aus der Sicht einer Hypothekenbank, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31909
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