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Wirtschaftliche Situation der Integrationskursleiter zu Beginn der Flüchtlingskrise in München

Titel: Wirtschaftliche Situation der Integrationskursleiter zu Beginn der Flüchtlingskrise in München

Hausarbeit , 2016 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stephan Henkel (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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„Wir schaffen das“ (BR 2015d S. 3) – diese Parole von Bundeskanzlerin Angela Merkel beherrscht seit dem Spätsommer 2015 die öffentliche Diskussion wie keine andere. Ungekannte und ungeahnte Flüchtlingsströme kamen seitdem in Deutschland an, ein großer Teil davon in Bayern. Die Politik fordert Integration, welche in erster Linie durch die sogenannten Integrationskurse erreicht werden soll. Zentrale Bedeutung in dieser gesellschaftlichen Aufgabe kommt also den Lehrkräften für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache zu.

Wie stellt sich jedoch deren persönliche wirtschaftliche Situation in einer Stadt wie München dar? Dieser Frage soll im Rahmen dieser Hausarbeit nachgegangen werden. Hierzu wird ein kurzer Überblick über die Flüchtlingszahlen und die Finanzierung der Kurse gegeben, sowie zur wirtschaftlichen Situation der Kursträger. Zudem werden ältere Studien herangezogen, um die aktuelle soziale Situation der Integrationskursleiter einzuordnen. Das Netto-Einkommen der Lehrkräfte wird anderen Berufsgruppen vergleichend gegenübergestellt und verschiedene Stellungnahmen zum Ergebnis zitiert.

Im Jahr 2015 kamen laut dem Erfassungssystem EASY etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland. Dies entspricht allen registrierten Einreisen, bedeutet jedoch nicht, dass all diese Menschen in Deutschland blieben bzw. Asyl beantragt haben. Die Zahl der Asylanträge 2015 liegt bei 476649, hiervon wurde über 282726 bereits entschieden. Dass diese Zahl außer-gewöhnlich hoch ist, zeigt der Vergleich mit den Vorjahren: von 1990 – 2015 gab es rund 3,7 Millionen Asylbewerber, das heißt, allein auf 2015 entfallen etwa 13 % einer 25jährigen Periode, erwartbar wären nur 4 %, also 148000 Personen. Also liegen die Asylzahlen von 2015 mehr als dreimal so hoch wie im Schnitt der vergangenen Jahre.

Hinsichtlich der Integrationskurse bedeutet dies einen enorm gestiegenen Bedarf, welcher in Bayern beispielsweise unter anderem dadurch gedeckt werden soll, dass Lehrkräfte an staatlichen Schulen, insbesondere Berufsschulen, in DaF/DaZ fortgebildet werden, eine Übernahme von existierenden Absolventen des entsprechenden Masterstudiengangs ist wegen des fehlenden Staatsexamens nicht vorgesehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zahlen zur Flüchtlingskrise

1.2. Öffentliche Finanzierung

2. Wirtschaftliche Situation der Integrationskursleiter

2.1. Finanzierung der Kursträger

2.2. Honorierung der Integrationskursleiter

2.3. Einkommensvergleich

2.3.1. Grundlagen der Berechnungen

2.3.2. Angestellte

2.3.3. Integrationskursleiter

2.3.4. ALG II Empfänger in München

2.4. Vergleichende Gegenüberstellung

2.5. Offizielle Stellungnahmen zur aktuellen Situation

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die wirtschaftliche Situation von Integrationskursleitern in München zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015. Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der öffentlichen Finanzierung und eines detaillierten Netto-Einkommensvergleichs mit anderen Berufsgruppen zu klären, ob die Honorierung dieser Lehrkräfte ein existenzsicherndes Niveau erreicht.

  • Analyse der Kostenstruktur und Auslastung bei Integrationskursträgern
  • Detaillierter Einkommensvergleich verschiedener Beschäftigungsformen
  • Gegenüberstellung von Honoraren und dem Existenzminimum (ALG II)
  • Bewertung offizieller politischer und gewerkschaftlicher Stellungnahmen
  • Diskussion prekärer Arbeitsverhältnisse und deren Altersvorsorgeaspekte

Auszug aus dem Buch

2.3. Einkommensvergleich

Maßgeblich für die aktuelle wirtschaftliche Situation der Integrationskursleiter im Alltag sind allerdings weniger die erzielten Honorare, sondern vielmehr das daraus resultierende Netto-Einkommen. Die täglichen Ausgaben müssen schließlich von dem bestritten werden, was pro Monat auf dem Konto eingeht. Eine Bewertung von Einkommen ist sehr schwierig, da individuell sehr unterschiedliche Beträge als ausreichend oder angemessen empfunden werden. Daher sollen im folgenden dem Integrationskursleiter verschiedene repräsentative Bevölkerungsgruppen gegenübergestellt werden, deren Netto-Einkommen aufgrund der Datenlage als relativ homogen gelten darf. Auf dieser Grundlage kann am ehesten entschieden werden, ob die Honorare eher über, im oder unter dem allgemeinen Durchschnitt liegen.

Hierzu werden folgende Gruppen betrachtet: einerseits durchschnittliche Angestellte, Angestellte mit GEW-Mindestlohn und mit allgemeinem gesetzlichen Mindestlohn, andererseits Integrationskursleiter mit tatsächlichem Durchschnittshonorar, mit vom BAMF geforderten Honorar und mit GEW-Mindesthonorar. Als Referenzgruppe werden außerdem exemplarisch ALG II („Hartz IV“) Empfänger in München gegenübergestellt, welche nach allgemeiner Auffassung das Existenzminimum repräsentieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Flüchtlingssituation ein, skizziert den gestiegenen Bedarf an Integrationskursen und formuliert die Fragestellung nach der wirtschaftlichen Lage der Lehrenden in München.

2. Wirtschaftliche Situation der Integrationskursleiter: Hier werden die Finanzierungsstruktur der Kursträger, die Honorierung der Lehrkräfte und ein detaillierter Netto-Einkommensvergleich durchgeführt, ergänzt um offizielle Stellungnahmen der Politik und Gewerkschaften.

3. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass sich die prekäre Einkommenssituation trotz steigendem Bedarf nicht verbessert hat und die Honorare häufig am Existenzminimum rangieren, was langfristig in Altersarmut führen kann.

Schlüsselwörter

Integrationskursleiter, Flüchtlingskrise, München, Honorarbasis, Netto-Einkommen, Existenzminimum, ALG II, Mindestlohn, Weiterbildungsbranche, prekäre Beschäftigung, BAMF, Kostenpauschale, Sozialversicherung, Altersarmut, Lehrkräfte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Lebenssituation von Lehrkräften, die in Integrationskursen in München tätig sind, vor dem Hintergrund der starken Zunahme an Flüchtlingen ab 2015.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Finanzierung durch das BAMF, die daraus resultierende Honorierung der Lehrkräfte auf Honorarbasis sowie ein Vergleich dieser Einkommen mit dem Existenzminimum und anderen Angestelltenverhältnissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ermitteln, ob die Honorare für Integrationskursleiter in einer teuren Stadt wie München ein angemessenes Einkommen sichern oder ob sich die Betroffenen in einer prekären Lage befinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse basierend auf Daten zu Sozialversicherungsbeiträgen, Steuertabellen und dem allgemeinen Existenzminimum, um verschiedene Einkommensszenarien zu berechnen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einnahmen- und Ausgabensituation der Kursträger, berechnet Nettogehälter für unterschiedliche Honorar- und Mindestlohngruppen und wertet offizielle Stellungnahmen zu den Arbeitsbedingungen aus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Integrationskursleiter, Honorarbasis, prekäre Beschäftigung, Existenzminimum, BAMF-Finanzierung und Altersarmut.

Wie schneiden Integrationskursleiter im Vergleich zum ALG II Niveau ab?

Die Berechnungen zeigen, dass das Netto-Einkommen vieler Integrationskursleiter in München erschreckend nah am gesetzlichen Existenzminimum liegt und teilweise sogar darunter rangiert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur politisch-gesellschaftlichen Situation?

Der Autor bemängelt die Diskrepanz zwischen der geforderten hohen akademischen Qualifikation und der gesellschaftlich akzeptierten, prekären Bezahlung, die Lehrkräfte in die Altersarmut führt.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirtschaftliche Situation der Integrationskursleiter zu Beginn der Flüchtlingskrise in München
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau  (Distance and Independent Studies Center)
Veranstaltung
studienbegleitende Hausarbeit des 3. Semesters
Note
1,3
Autor
Stephan Henkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
35
Katalognummer
V319250
ISBN (eBook)
9783668185524
ISBN (Buch)
9783668185531
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integrationskurs Flüchtlingskrise Deutsch als Fremdsprache Einkommensvergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Henkel (Autor:in), 2016, Wirtschaftliche Situation der Integrationskursleiter zu Beginn der Flüchtlingskrise in München, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319250
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Leseprobe aus  35  Seiten
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