Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Kultivierung durch das Fernsehen? Wie Arzt- und Krankenhausserien das Weltbild ihrer Rezipienten beeinflussen

Titel: Kultivierung durch das Fernsehen? Wie Arzt- und Krankenhausserien das Weltbild ihrer Rezipienten beeinflussen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lara Küpper (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwieweit Arzt- und Krankenhausserien zur Kultivierung des Images von Ãrzten und dem Gesundheitssystem beitragen, möchte ich in dieser Arbeit ausführen. Insbesondere möchte ich dabei darauf eingehen, welchen Einfluss diese Kultivierung auf die Erwartungen von Patienten und deren Zufriedenheit mit Dienstleistungen des Gesundheitssystems hat.

Dafür werde ich zunächst die theoretischen Grundlagen erläutern und den Begriff der Serie beziehungsweise der Arztserie genauer bestimmen. Anschließend werde ich die historische Entwicklung und die Darstellung des Gesundheitswesens in Arzt- und Krankenhausserien darlegen und daraufhin die Kultivierungshypothese tiefergehend beschreiben. Im Anschluss werde ich die wichtigsten Ergebnisse von bisherigen Forschungsprojekten bezüglich des Einflusses von Arzt- und Krankenhausserien auf die Einstellungen ihrer Rezipienten beschreiben und schließlich erläutern, welche Folgen diese Beeinflussung für die Gesellschaft hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Grundlagen der Arzt- und Krankenhausserie

2.1.1 Definition der Arzt- und Krankenhausserie

2.1.2 Entwicklung der Arzt- und Krankenhausserie

2.1.3 Darstellung des Gesundheitswesens in Arzt- und Krankenhausserien

2.2 Die Kultivierungshypothese

3 Kultivierung durch Arzt- und Krankenhausserien

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Arzt- und Krankenhausserien auf das Weltbild und die Erwartungen von Rezipienten in Bezug auf das deutsche Gesundheitssystem und die Ärzteschaft. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern eine Kultivierung durch den regelmäßigen Konsum dieser fiktionalen Formate stattfindet und welche Folgen dies für die Patientenzufriedenheit hat.

  • Wirkungsweise der Kultivierungshypothese
  • Darstellung von Ärzten und Krankenhausabläufen im Fernsehen
  • Einfluss medialer Erfahrung auf die Erwartungshaltung von Patienten
  • Verzerrung der Wahrnehmung medizinischer Realität
  • Zusammenhang zwischen Fernsehkonsum und Patientenzufriedenheit

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Definition der Arzt- und Krankenhausserie

In der Literatur wird der Begriff der Serie sehr unterschiedlich verwendet. Hickethier meint mit der Fernsehserie „in erster Linie eine fiktionale Produktion, die auf Fortsetzung hin konzipiert und produziert wird, die aber zwischen ihren einzelnen Teilen verschiedene Verknüpfungsformen aufweist“ (Hickethier 1991: 8). Er erkennt aber auch, dass dem Begriff der Serie je nach gesellschaftlichem Konsens verschiedene Bedeutungen zugewiesen werden und erklärt: „Serie ist, was als Serie verstanden wird.“ (ebd.: 9).

Serien folgen dem Prinzip der Mehrteiligkeit und bilden Ketten von Einzelfolgen, indem sie in unterschiedlicher Weise Anknüpfungen an vorangegangene Folgen herstellen und Anknüpfungspunkte für nachfolgende Einheiten bieten (vgl. ebd.: 8f.). Dabei werden Serien mit abgeschlossenen Folgenhandlungen von solchen mit aufeinander aufbauenden Folgenhandlungen unterschieden (vgl. Boll 1994: 45). Letztere können eine weit verzweigte Geschichte entweder nach einiger Zeit zum Ende bringen oder sie steuern nie auf einen Abschluss hin und werden solange produziert, wie sie erfolgreich sind (vgl. ebd.).

Der Reiz von Fernsehserien liegt unter anderem darin, dass eine Serienfolge zeitlich begrenzt ist und dass sie regelmäßig zur gleichen Zeit ausgestrahlt wird (vgl. Hickethier 1991: 30). Insbesondere die kurze Dauer ermöglicht es den Zuschauern, eine Serie in den eigenen Alltag zu integrieren und erleichtert somit die Konsumierbarkeit (vgl. ebd.: 10).

Boll bezeichnet die Fernsehserie als Gattung und ihre verschiedenen Ausprägungen jeweils als Genre (vgl. Boll 1994: 48). Die Arztserie als Genre ordnet Boll der Gattung Familienserie zu (vgl. ebd.). Trotz vielfältiger unterschiedlicher Varianten weisen demzufolge alle Arztserien, hinsichtlich des räumlichen und zeitlichen Bezugs ihres Inhalts, gemeinsame Merkmale auf (vgl. Witzel 2007: 28). Arzt- und Krankenhausserien können allerdings immer auch Elemente eines anderen Genres aufweisen (vgl. ebd.: 30).

Roßmann definiert die Arztserie „als Oberbegriff für solche Serien […], in denen einer oder mehrere der Hauptprotagonisten dem Berufsstand der Ärzte oder des Pflegepersonals zuzuordnen sind, deren dominanter räumlicher Handlungsrahmen eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus ist, und die in der Regel die folgenden Handlungsschwerpunkte aufweisen: Im Vordergrund steht der Arbeitsalltag einer Praxis oder eines Krankenhauses, die Krankheiten der Patienten und Konflikte des Personals, deren Heilung und Lösung. Private Probleme von Patienten spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die persönlichen Probleme des medizinischen Personals.“ (Roßmann 2002: 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das trotz vieler Probleme weiterhin hohe Ansehen des deutschen Gesundheitssystems und stellt die zentrale Frage, wie mediale Darstellungen von Medizinern in Arztserien das Bild der Patienten und deren Erwartungen prägen.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Arzt- und Krankenhausserien, beschreibt deren historische Entwicklung von den ersten Importen bis hin zu modernen Formaten und erläutert die Kultivierungshypothese als theoretischen Rahmen für die Medienwirkung.

3 Kultivierung durch Arzt- und Krankenhausserien: Dieser Hauptteil analysiert, wie sich der Konsum dieser Serien auf die Realitätswahrnehmung von Patienten, ihre Erwartungen an ärztliche Leistungen und ihre Zufriedenheit auswirkt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Existenz von Kultivierungseffekten und regt an, dass Ärzte zukünftig stärker auf die medial geprägten Erwartungen ihrer Patienten eingehen sollten.

Schlüsselwörter

Arztserie, Krankenhausserie, Kultivierungshypothese, Medienwirkung, Gesundheitswesen, Patientenwahrnehmung, Fernsehkonsum, Ärzteimage, Patientenzufriedenheit, Realitätskonstruktion, Sozialisation, Medienkommunikation, Medizin, Serienanalyse, Arzt-Patienten-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss, den Arzt- und Krankenhausserien im Fernsehen auf das Weltbild und die Erwartungen der Zuschauer im Hinblick auf das reale Gesundheitssystem und die Ärzteschaft ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Arztserien, die historische Entwicklung des Genres, die Anwendung der Kultivierungshypothese und die empirische Untersuchung medialer Einflüsse auf Einstellungen der Rezipienten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie das in Serien idealisierte Bild von Ärzten und medizinischer Versorgung die Erwartungen und die Zufriedenheit realer Patienten beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung verschiedener Studien und Forschungsergebnisse zur Medienwirkung und Kultivierungsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe des Genres und der Kultivierungshypothese sowie konkrete Forschungsergebnisse über den Zusammenhang zwischen Fernsehkonsum und der Wahrnehmung medizinischer Alltagssituationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Arztserie, Kultivierungshypothese, Patientenwahrnehmung, Ärzteimage und Patientenzufriedenheit.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in Arztpraxen von Krankenhausserien?

Während Arztserien in Praxen oft eine beschauliche Atmosphäre und vertraute Strukturen zeigen, zeichnen sich Krankenhausserien durch Dramatik, Extremsituationen und ein größeres, spezialisiertes Personalteam aus.

Warum ist das Ergebnis des Patienten bei der täglichen Visite oft unzufriedenstellend?

Viele Patienten erwarten aufgrund medialer Vorbilder eine intensive, persönliche Kommunikation. In der Realität ist die Visite jedoch oft eine durch Zeitdruck und Budgetierung geprägte Routinetätigkeit.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kultivierung durch das Fernsehen? Wie Arzt- und Krankenhausserien das Weltbild ihrer Rezipienten beeinflussen
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,0
Autor
Lara Küpper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V319267
ISBN (eBook)
9783668184251
ISBN (Buch)
9783668184268
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kultivierung fernsehen arzt- krankenhausserien weltbild rezipienten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lara Küpper (Autor:in), 2012, Kultivierung durch das Fernsehen? Wie Arzt- und Krankenhausserien das Weltbild ihrer Rezipienten beeinflussen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319267
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum