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Das Bild der Familie zur Zeit des Nationalsozialismus. Erwartungen, Ideologie und Rollenverteilung

Title: Das Bild der Familie zur Zeit des Nationalsozialismus. Erwartungen, Ideologie und Rollenverteilung

Term Paper , 2015 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Krutsch (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Die Nuklearfamilie ist meist das Bild, was Menschen in der westlichen Welt vor dem geistigem Auge sehen, wenn sie gefragt werden, was eine „normale Familie“ für sie ist. Diese besteht aus Vater und Mutter, die in einem gemeinsamen Haushalt für die gemeinsamen Kinder sorgen. Doch dieses Bild ist schon lange nicht mehr die Norm – kinderlose Paare oder Patchwork-Familien sind schon lange sozial akzeptierte Formen von Familie in unseren Kulturkreisen.

Das Bild einer „durchschnittlichen“ oder „normalen“ Familie ist ständig im Wandel und spiegelt in gewisser Weise den kulturellen Wandel der Gesellschaft wieder, da sich das Bild der Familie – wie die Gesellschaft – über die Jahrzehnte stark verändert.

Wohl der stärkste Wandel des vergangenen Jahrhunderts in der Sozialstruktur in Deutschland vollzog sich in den 1930er und 1940er Jahren – die Zeit, in der der Nationalsozialismus in Deutschland regierte. In dieser Zeit waren die Normen und Werte ganz anders als die, die heutzutage gängig sind, so auch die Erwartungen an eine „normale“ Familie.

Mit vielen Instrumenten, vor allem aber auf politischer Ebene, haben die Nationalsozialisten versucht, das Bild einer „normalen“ Familie in eine bestimmte Richtung zu lenken. In dieser Hausarbeit soll gezeigt werden, wie genau das Bild einer durchschnittlichen Familie, die allen Erwartungen der damaligen Kultur gültig wird, ausgesehen hat und wie diese durchschnittliche Familie in die ideologischen Vorstellungen des Nationalsozialismus gefördert haben.

Wie genau ist eine Familie nach der Nazi-Ideologie aufgebaut? Wer gehört zur Familie? Wie sind die Rollen in dieser Familie aufgeteilt? Diese und andere Fragen sollen in dieser Hausarbeit bearbeitet und diskutiert werden. Vorneweg ein Hinweis: Viele Begriffe oder Phrasen werden in Anführungszeichen gelistet. Dies dient der Markierung möglicher Begriffe aus der nationalsozialistischen Ideologie, von der hier ganz klar Abstand genommen werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wortklärung zum Begriff „Familie“

3. Ideologische Vorstellung der Familie im Nationalsozialismus

3. a) Rollenverteilung in der Familie im nationalsozialistischen Regime

4. Vergleich mit dem Idealbild der Familie heute

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild der durchschnittlichen Familie während der Zeit des Nationalsozialismus, beleuchtet die ideologischen Anforderungen des Regimes an das Familienleben und kontrastiert diese mit modernen Familienvorstellungen.

  • Historische Einordnung des Familienbegriffs
  • Einfluss nationalsozialistischer Eugenik auf die Familienpolitik
  • Geschlechtsspezifische Rollenverteilung und Erziehungsziele
  • Indoktrination der Jugend durch staatliche Institutionen
  • Vergleich zwischen totalitärem Idealbild und heutigem Familienverständnis

Auszug aus dem Buch

3. Ideologische Vorstellung der Familie im Nationalsozialismus

Die Ideologie der Nationalsozialisten übersteuerte alles, was kulturell in Deutschland bisher bestand. Viele kulturelle Normen und Werten wurden mit Gesetzten fest gemacht und auch streng strafrechtlich verfolgt.

Viele dieser Gesetzte wurden geleitet von der eugenistischen Vorstellung der Nationalsozialisten, was bedeutet, dass es stark um die „Blutreinheit“ oder „Rassenreinheit“ ging, sowie die kulturelle Uniformität der deutschen Bevölkerung beziehungsweise Aufopferung für den Staat. Dies hatte auch viele Berührungspunkte mit der Familienpolitik.

Einer der größten gesetzlichen Veränderung, die extrem stark die Ideologie der Nationalsozialisten widerspiegelte, waren die „Nürnberger Gesetzte“, die am 15. September 1935 verabschiedet wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Wandel des Familienbegriffs und definiert die Zielsetzung, das ideologisch geprägte Familienbild im Nationalsozialismus zu untersuchen.

2. Wortklärung zum Begriff „Familie“: Dieses Kapitel zeichnet die etymologische und soziale Entwicklung des Familienbegriffs von der römischen „familia“ bis zur modernen Kernfamilie nach.

3. Ideologische Vorstellung der Familie im Nationalsozialismus: Hier wird analysiert, wie gesetzliche Maßnahmen, wie die Nürnberger Gesetze, das Familienleben ideologisch steuerten und auf „Blutreinheit“ ausrichteten.

3. a) Rollenverteilung in der Familie im nationalsozialistischen Regime: Dieser Abschnitt beschreibt die zugewiesenen Rollenmodelle für Mann und Frau sowie die systematische Indoktrination der Kinder durch Organisationen wie die Hitlerjugend.

4. Vergleich mit dem Idealbild der Familie heute: Das Kapitel stellt die restriktiven NS-Vorgaben dem modernen, auf individueller Freiheit und emotionalem Zusammenhalt basierenden Familienbild gegenüber.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass die Familie im Nationalsozialismus primär als staatliches Instrument zur „Zukunftssicherung des Volkes“ fungierte und durch staatliche Lenkung ihren privaten Charakter verlor.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Familienbild, Rassenhygiene, Eugenik, Rollenverteilung, Hitlerjugend, Erziehung, NS-Ideologie, Nürnberger Gesetze, Mutterschaft, Familienpolitik, Geschichte, Staat, Gesellschaft, Indoktrination

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie das nationalsozialistische Regime das Bild der „normalen“ Familie in Deutschland in den 1930er und 1940er Jahren durch ideologische Vorgaben und Gesetze massiv beeinflusst und umgeformt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die staatliche Steuerung der Familienplanung, die rassenpolitische Eugenik, die strikte Rollenverteilung zwischen Mann und Frau sowie die staatliche Übernahme der Kindererziehung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die durchschnittliche Familie ideologisch instrumentalisiert wurde, um die Ziele der NS-Kriegsführung und des Erhalts der sogenannten „arischen Rasse“ zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Quellen und sozialwissenschaftlicher Fachliteratur, um die ideologischen Strukturen und deren Auswirkungen auf die Sozialstruktur darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. Nürnberger Gesetze), die geschlechtsspezifischen Rollenbilder und die staatliche Indoktrination der Jugend durch die Hitlerjugend im Detail erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Rassenreinheit, Eugenik, Familienpolitik, Rollenverteilung und staatliche Lenkung.

Welche Rolle spielte das „Mutterkreuz“ im NS-Regime?

Das Mutterkreuz war ein Instrument der staatlichen Anerkennung, das Mütter für eine hohe Anzahl an Kindern auszeichnete und sie gesellschaftlich in eine ähnliche Kategorie wie Frontsoldaten einordnete.

Inwieweit unterschied sich das NS-Familienmodell vom heutigen Idealbild?

Während das NS-Modell extrem detailliert, ideologisch starr und auf staatliche Nützlichkeit fokussiert war, zeichnet sich das moderne Familienbild durch Individualität, emotionale Geborgenheit und eine weitgehende Abwesenheit staatlicher Vorgaben aus.

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Details

Title
Das Bild der Familie zur Zeit des Nationalsozialismus. Erwartungen, Ideologie und Rollenverteilung
College
University of Osnabrück  (Sozialwissenschaften)
Course
Spezielle Soziologien I+II: Familiensoziologie
Grade
2,0
Author
Daniel Krutsch (Author)
Publication Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V319291
ISBN (eBook)
9783668185746
ISBN (Book)
9783668185753
Language
German
Tags
bild familie zeit nationalsozialismus erwartungen ideologie rollenverteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Krutsch (Author), 2015, Das Bild der Familie zur Zeit des Nationalsozialismus. Erwartungen, Ideologie und Rollenverteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319291
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