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Relative Leistungsbewertung in Vergütungsverträgen bei Top-Managern

Titel: Relative Leistungsbewertung in Vergütungsverträgen bei Top-Managern

Diplomarbeit , 2004 , 51 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Felix Hitzelberger (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Relative Leistungsbewertung (rel. LB) schafft die Möglichkeit - unter bestimmten
Voraussetzungen - Vergütungsrisiken, wie sie beispielsweise durch
Konjunkturschwankungen entstehen können, vollständig zu eliminieren, ohne dabei
negative Effekte auf die Anreizwirkung zu entfalten.1 Dennoch kann rel. LB in
Vergütungsverträgen bei Top-Managern nach Untersuchungen namhafter
Wissenschaftler oftmals nicht beobachtet werden. Da die Nachteile, welche sich
durch die formale Analyse rel. LB auf Top-Manager weitestgehend nicht zutreffen,
werden im Rahmen dieser Arbeit mögliche weitere Ursachen gesucht, die zu diesem
überraschenden Ergebnis führen.2
Zunächst wird allerdings das auf der Prinzipal-Agenten-Theorie beruhende Modell
der relativen Leistungsbewertung kurz beschrieben und anschließend zwischen
nicht-indexierten und indexierten (als eine mögliche Ausprägungsform rel. LB)
Optionen unterschieden.
In Kapitel vier werden empirische Studien zum Thema rel. LB bei Top-Managern vorund
deren oftmals kontroversen Resultate gegenübergestellt. Innerhalb dieser
Studien wird der Zusammenhang zwischen diversen Vergütungskomponenten und
der relativen Leistung in Bezug auf andere Unternehmen analysiert. Als
Leistungskriterien werden sowohl die Marktwertentwicklung als auch die
Veränderung von Rechnungswesenkennzahlen gewählt, welche im Rahmen dieser
Arbeit strikt voneinander unterschieden werden.
1 Vgl. Gibbos/Murphy (1990), S. 1
2 Siehe Kapitel 5

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

3 indexierte Optionen

4 Empirie

4.1 Überblick

4.2 Daten und Modellierung

4.3 Vergleich der Studien

4.3.1 Buchführungskennzahlenorientiert

4.3.2 Marktwertorientiert

4.4 Resultat

5 Ursachen

6 Bewertung und Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das theoretisch vorteilhafte, in der Praxis jedoch selten beobachtete Konzept der relativen Leistungsbewertung (rel. LB) bei der Vergütung von Top-Managern zu analysieren. Dabei wird untersucht, warum dieses Instrument trotz seiner theoretischen Fähigkeit, externe Risiken von der Managervergütung zu entkoppeln, nur begrenzt Anwendung findet und welche Faktoren (wie Steuern, Anreizstrukturen oder Hedging-Möglichkeiten) dieses Ergebnis beeinflussen.

  • Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie und relative Leistungsbewertung
  • Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Managementvergütung und Unternehmensperformance
  • Analyse der Bedeutung von Marktwerten versus Rechnungswesenkennzahlen
  • Isolierte Betrachtung indexierter Optionen als Ausprägungsform relativer Leistungsbewertung
  • Diskussion möglicher Ursachen für das Nichtbeobachten relativer Leistungsbewertung in der Praxis

Auszug aus dem Buch

4.2 Daten und Modellierung

Im Folgenden wird für jede Studie aufgeführt, woher deren Verfasser die notwendigen Daten bezogen haben, welche Performancemaße verwendet wurden und welche Vergütungskomponenten mit einbezogen worden sind. Teilweise wird auch kurz auf mögliche Beweggründe eingegangen, die zur Durchführung der Studien beigetragen haben. Ausführlich werden diese in Kapitel 5 behandelt.

Antle/Smith (1986) untersuchen sämtliche Vergütungsbestandteile (Grundgehalt, Boni, langfristige Komponenten) der drei bestbezahlten Manager nach Steuern in 39 Unternehmen der Flugzeug-, elektro-, und chemischen Industrie von 1947 bis 1977. Die Unternehmensperformance wird anhand des ROA und des Marktwertes gemessen, welche in systematische und unsystematische Komponenten unterteilt und miteinander verglichen werden. Antle und Smith betrachten Veränderungen der Vergütung in Bezug auf Veränderungen der relativen Performance.

Gibbons/Murphy (1990) abweichend zu Antle und Smith betrachten Gibbons und Murphy lediglich den Zusammenhang zwischen relativer Performance und der Veränderung der Vergütung. In Ihre Untersuchungen beziehen sie anfangs nur Barvergütungskomponenten mit ein, welche sie Forbes 1974-1986 entnehmen. Da sie die Indexierung langfristiger Vergütungsbestandteile nicht ausschließen, werden diese in einem nächsten Schritt ebenfalls erfasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema der relativen Leistungsbewertung bei Top-Managern und Problemstellung bezüglich des seltenen Einsatzes trotz theoretischer Vorteile.

2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Prinzipal-Agenten-Theorie und wie relative Leistungsbewertung zur Verbesserung der Risikoallokation beiträgt.

3 indexierte Optionen: Analyse der Bedeutung indexierter Optionen als spezielle Form der relativen Leistungsbewertung im Vergleich zu konventionellen Optionen.

4 Empirie: Detaillierter Überblick über diverse empirische Studien, deren Datenbasis und Methoden zur Untersuchung der relativen Leistungsbewertung.

5 Ursachen: Umfassende Diskussion der Gründe für das häufige Nichtauffinden relativer Leistungsbewertung in der Praxis, wie Sabotage, Steuern oder Arbeitsmarkteffekte.

6 Bewertung und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der aktuellen Tendenz zur Verwendung relativer Leistungsbewertung sowie ein Ausblick auf die Situation in Deutschland.

Schlüsselwörter

Relative Leistungsbewertung, Prinzipal-Agenten-Theorie, Managementvergütung, Top-Manager, Marktwert, Rechnungswesenkennzahlen, indexierte Optionen, Risikoallokation, Leistungsanreize, Hedging, Arbeitsmarkttheorie, Vergütungsverträge, Unternehmensperformance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung und Wirksamkeit der relativen Leistungsbewertung (rel. LB) in Vergütungsverträgen von Top-Managern. Dabei steht die Frage im Zentrum, warum dieses theoretisch sinnvolle Instrument in der Praxis oft nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie, den empirischen Vergleich verschiedener Studien zur Managementvergütung sowie die kritische Analyse der Ursachen für die Diskrepanz zwischen Theorie und Anwendung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Gründe für das „Nichtbeobachten“ relativer Leistungsbewertung bei Top-Managern zu identifizieren, wobei insbesondere externe Einflüsse, steuerliche Rahmenbedingungen und strategische Anreizprobleme analysiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse und einen Vergleich verschiedener empirischer Studien durch, um die Wirksamkeit und Verbreitung der relativen Leistungsbewertung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Leistungsmaße (Marktwert vs. Buchführungskennzahlen) zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf eine detaillierte empirische Aufarbeitung bestehender Studien (u.a. Antle/Smith, Gibbons/Murphy) und diskutiert anschließend ausführlich mögliche Ursachen für das Scheitern oder die geringe Verbreitung des Konzepts, wie Sabotage, Kollusion oder das Hedging-Verhalten der Manager.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die relative Leistungsbewertung, Prinzipal-Agenten-Theorie, indexierte Optionen, Risikoallokation, marktwert- und rechnungswesenorientierte Kennzahlen sowie das Trittbrettfahrerverhalten.

Warum sind steuerliche Aspekte für indexierte Optionen so relevant?

Steuerliche Nachteile führen dazu, dass indexierte Optionen oft nicht als performancebasiert eingestuft werden, was bei Gehältern über 1 Million US$ zu steuerlichen Problemen führt, weshalb Unternehmen eher auf herkömmliche, nicht indexierte Optionen zurückgreifen.

Inwiefern beeinflusst das Alter der Manager die relative Leistungsbewertung?

Studien deuten darauf hin, dass jüngere Manager seltener relative Leistungsbewertung erhalten, da sie ihr Vergütungsrisiko schlechter selbst durch Hedging in privaten Portfolios reduzieren können als erfahrenere, ältere Top-Manager.

Welche Rolle spielt der S&P 500 in den untersuchten Studien?

Der S&P 500 wird in vielen Studien als Referenzgruppe oder Marktindex verwendet, um die relative Performance von Unternehmen zu bestimmen, wobei sich jedoch zeigt, dass viele Firmen zusätzlich auf selbsterstellte Indizes zurückgreifen.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Relative Leistungsbewertung in Vergütungsverträgen bei Top-Managern
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Veranstaltung
Personal
Note
2,0
Autor
Felix Hitzelberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
51
Katalognummer
V31932
ISBN (eBook)
9783638327961
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Relative Leistungsbewertung Vergütungsverträgen Top-Managern Personal
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Hitzelberger (Autor:in), 2004, Relative Leistungsbewertung in Vergütungsverträgen bei Top-Managern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31932
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Leseprobe aus  51  Seiten
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