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Der Umgang mit Geschlechterheterogenität im Sportunterricht

Titel: Der Umgang mit Geschlechterheterogenität im Sportunterricht

Hausarbeit , 2015 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julius Martenstein (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Heterogenität im Sportunterricht – eine Herausforderung, der sich Lehrkräfte in vielfacher Hinsicht stellen müssen. Während vielfach nur über die wohl offensichtlichste aller Arten der Heterogenität, der Leistungsheterogenität, gesprochen wird, gibt es jedoch noch eine weitere Form der Heterogenität, die für Diskussionsstoff sorgt und deshalb in dieser Ausarbeitung thematisiert werden soll: die Geschlechterheterogenität.

Ein ebenso tagtägliches wie normales Phänomen, welches an Schulen in aller Welt beobachtet werden kann, erhitzt seit langem in einer womöglich niemals endenden Diskussion die Gemüter: auf welche Art und Weise lässt sich das Problem der verschiedenen Geschlechter im Sportunterricht bestmöglich lösen? Oder liegt hier etwa gar kein Problem vor und es handelt sich stattdessen um eine oftmals übergangene Chance und Bereicherung der Geschlechter? Experten oder zumindest solche, die meinen es zu sein widmen sich diesem Thema seit geraumer Zeit und haben im Verlauf dessen zwei sich verhärtende Fronten entwickelt: Verfechter der Monoedukation auf der einen, Anhänger der Koedukation auf der anderen Seite.

Nachdem zunächst die entsprechenden Begrifflichkeiten geklärt werden sollen, thematisiert diese Ausarbeitung die Vor- und Nachteile beider Konzepte, nennt dabei Chancen und eventuelle Risiken, die schließlich in einem Vergleich der beiden münden. Abschließend sollen darüber hinaus mögliche Ansätze für die Umsetzung in der Unterrichtspraxis gegeben und diskutiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1 Monoedukation – Eine Begriffserklärung

2.2 Koedukation – Eine Begriffserklärung

3. Monoedukation – Das Unterrichtskonzept

4. Koedukation – Das Unterrichtskonzept

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannungsfelder zwischen Monoedukation und Koedukation im Sportunterricht, um Lösungsansätze für den Umgang mit Geschlechterheterogenität in der schulischen Praxis zu diskutieren.

  • Analyse der Begrifflichkeiten und theoretischen Konzepte von Mono- und Koedukation.
  • Gegenüberstellung der Pro- und Contra-Argumente für beide Unterrichtsformen.
  • Untersuchung von Auswirkungen auf das Selbstkonzept und die Geschlechterrollen.
  • Diskussion über Geschlechtergerechtigkeit und Leistungsbewertung im Schulsport.
  • Entwicklung eines praxisorientierten Ansatzes für geschlechtergerechten Sportunterricht.

Auszug aus dem Buch

Koedukation – Das Unterrichtskonzept

„Koedukation im Sportunterricht – es gibt kaum ein sportpädagogisches Thema, das seit so langer Zeit derart kontrovers diskutiert wird. Andere fachliche Grundsatzthemen, „Leistung im Sportunterricht“ zum Beispiel, oder „Motivation“ sind längst ausgetragen, Für und Wider genannt, ein akzeptabler Standpunkt gefunden. Das Problem „Koedukation“ dagegen war schon mehrmals totgesagt und taucht trotzdem gerade jetzt wieder – neu und ungelöst – in der öffentlichen Diskussion auf“ (Kugelmann, 2007, S. 79).

Bereits vor einigen Jahrzehnten wurde kontrovers darüber diskutiert, welche Argumente für bzw. wider eines koedukativen Sportunterrichts sprechen würden. Nachfolgende Tabelle nach HURRELMANN et al. (1985) veranschaulicht diese Thematik, wenn auch mit teils altertümlichen und heute nicht mehr zeitgemäßen Argumenten:

Auf einige der in Tabelle 1 genannten Argumente wird im Verlauf dieses Kapitels eingegangen, auf andere – altertümliche und nicht mehr zeitgemäße – soll verzichtet werden. Die Bedürfnisse und Wünsche von Mädchen und Jungen sind in sportlicher Hinsicht durch zahlreiche Studien belegt. Hierzu zählen sowohl verschiedene Sportmotive als auch -konzepte und Sportartenpräferenzen (vgl. Mutz & Burrmann, 2014, S. 171). Während Jungen „einen kraft- und körperbetonten, harten, kompetitiven und risikoreichen Sport bevorzugen, der ihren Vorstellungen von Maskulinität entspricht“ (Mutz & Burrmann, 2014, S. 171), präferieren Mädchen „weniger wettbewerbs- und leistungsorientierte Sportaktivitäten, die einen dosierten, weniger robusten Körpereinsatz verlangen und stärker Motive nach Ästhetik, Entspannung, Gesundheit oder Körperformung ansprechen“ (Mutz & Burrmann, 2014, S. 171).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Geschlechterheterogenität im Sportunterricht ein und stellt die Relevanz der Diskussion zwischen Mono- und Koedukation dar.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe „Monoedukation“ sowie „Koedukation“ und erläutert ihre historische und schulpädagogische Bedeutung.

3. Monoedukation – Das Unterrichtskonzept: Hier werden die Chancen und Risiken einer nach Geschlechtern getrennten Unterrichtsform beleuchtet und die Argumente der Befürworter kritisch hinterfragt.

4. Koedukation – Das Unterrichtskonzept: Dieses Kapitel setzt sich mit der weit verbreiteten koedukativen Unterrichtsform auseinander und analysiert deren Vor- und Nachteile im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schlägt eine praxisnahe Alternative vor, die durch die Bildung von Neigungsgruppen eine gerechtere Gestaltung des Sportunterrichts anstrebt.

Schlüsselwörter

Sportunterricht, Geschlechterheterogenität, Monoedukation, Koedukation, Schulsport, Geschlechterrollen, Geschlechtergerechtigkeit, Sportpädagogik, Leistungsbewertung, Geschlechterdifferenzierung, Neigungsgruppen, Unterrichtskonzept, Maskulinität, Feminität, Geschlechterstereotype.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung der Geschlechterheterogenität im Sportunterricht und vergleicht die Ansätze der Monoedukation und Koedukation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die pädagogischen Vor- und Nachteile nach Geschlechtern getrennter gegenüber gemeinsamem Sportunterricht sowie die Auswirkungen auf das Selbstkonzept der Lernenden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die bestehenden Fronten zwischen Mono- und Koedukationsbefürwortern zu analysieren und einen möglichen pädagogischen Ansatz für die Schulpraxis zu skizzieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis der Fachliteratur, welche bestehende Studien und Unterrichtskonzepte kritisch sichtet und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen sowie die detaillierte Analyse der Konzepte Monoedukation und Koedukation inklusive der Darstellung von Pro- und Contra-Argumenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sportunterricht, Koedukation, Monoedukation, Geschlechterheterogenität und Geschlechtergerechtigkeit charakterisiert.

Wie bewertet der Autor das Konzept der Monoedukation?

Der Autor erkennt das Potenzial für eine individuelle Förderung an, warnt jedoch gleichzeitig vor der Gefahr der Verfestigung von Stereotypen und der sozialen Abgrenzung der Geschlechter.

Welcher Lösungsweg wird im Fazit für die Unterrichtspraxis vorgeschlagen?

Der Autor schlägt eine koedukative Basis vor, die durch die gezielte Bildung von Neigungsgruppen ergänzt wird, um individuellen Interessen und verschiedenen Leistungsvoraussetzungen gerecht zu werden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Umgang mit Geschlechterheterogenität im Sportunterricht
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Sportwissenschaft und Motologie)
Veranstaltung
Seminar: Unterrichten in Bewegung, Spiel & Sport
Note
2,0
Autor
Julius Martenstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V319356
ISBN (eBook)
9783668185241
ISBN (Buch)
9783668185258
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang geschlechterheterogenität sportunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julius Martenstein (Autor:in), 2015, Der Umgang mit Geschlechterheterogenität im Sportunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319356
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Leseprobe aus  14  Seiten
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