In der vorliegenden Arbeit vergleiche ich die Regierungs- und die Wahlsysteme der Bundesrepublik und der Vereinigten Staaten. Dabei möchte ich auftun, ob die demokratische Legitimität eines parlamentarischen Regierungssystems (BRD) höher ist als die eines präsidialen Regierungssystems (USA).
Die Aktualität jener Thematik sowie das Interesse dazu werden besonders durch die US Präsidentschaftswahl in diesem Jahr geprägt.
Für eine möglichst genaue Deutlichkeit erkläre ich zunächst die Wahl- und Regierungssysteme beider Länder, was den späteren Vergleich erleichtern sollte. Diese Erläuterungen bleiben auf der Makroebene der Staaten – beziehen sich also auf den Gesamtbund bzw. Gesamtstaat. Bereits im Verlaufe der Analyse des politischen Regierungssystems der USA ziehe ich Parallelen zur Bundesrepublik, um Analogien und Divergenzen adäquater zu verdeutlichen.
Die ausgiebige Auseinandersetzung mit dem Wahlsystem resultiert daraus, da selbiges als Hauptkriterium der demokratischen Legitimität gilt. Zur Darstellung jenes Systems ziehe ich primär die Erkenntnisse vom „weltweit gewichtigsten Wahlsystemforscher“ Dieter Nohlen zu Rate, wie die Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft ihn 2005 betitelte.
Das deutsche Grundgesetz und die US-amerikanische Verfassung bilden meine Hauptquellen in den Teilbereichen des Gesetzgebungsprozesses und der Machtverteilung im Herrschaftsstaab eines Staates. Bei der Analyse der demokratischen Legitimation ziehe ich den Input-Sektor des politikwissenschaftlichen Modells der Input-Output-Analyse von David Easton hinzu. Überdies bleiben auch das Wahlverhalten sowie der Wähler, als Garanten für die Qualität der Demokratie nicht unbeleuchtet. Die Arbeit schließt ab mit einer Kontrastierung beider Regierungssysteme unter Berücksichtigung ihrer demokratischen Legitimität.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Herrschaft
2.2 Demokratische Legitimität
2.3 Input-Legitimität - Government by the People
3. Das Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland
4. Regierungssystem und Gesetzgebungsprozess der BRD
5. Das Wahlsystem der USA
6. Regierungssystem und Gesetzgebungsprozess der USA
7. BRD und USA - Kontrastierung der Input-Legitimität
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Regierungs- und Wahlsysteme der Bundesrepublik Deutschland und der Vereinigten Staaten, um zu analysieren, ob ein parlamentarisches System eine höhere demokratische Input-Legitimität aufweist als ein präsidiales Regierungssystem.
- Vergleich von parlamentarischer und präsidentieller Demokratie
- Analyse der Wahlsysteme als Kriterium für Legitimität
- Funktionsweise des Gesetzgebungsprozesses in beiden Ländern
- Untersuchung der Input-Legitimität durch Wahlbeteiligung
- Kontrastierung der politischen Machtverteilung und Legitimation
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit stelle ich die Regierungs- und die Wahlsysteme der Bundesrepublik den Vereinigten Staaten gegenüber. Dabei möchte ich auftun, ob die demokratische Legitimität eines parlamentarischen Regierungssystems (BRD) höher ist, als die eines präsidialen Regierungssystems (USA).
Die Aktualität jener Thematik sowie das Interesse dazu, werden besonders durch die US-Präsidentschaftswahl in diesem Jahr geprägt.
Für eine möglichst genaue Deutlichkeit erkläre ich zunächst die Wahl- und Regierungssysteme beider Länder, was den späteren Vergleich erleichtert sollte. Diese Erläuterungen bleiben auf der Makroebene der Staaten - beziehen sich also auf den Gesamtbund bzw. Gesamtstaat. Bereits im Verlaufe der Analyse des politischen Regierungssystems der USA ziehe ich Parallelen zur Bundesrepublik, um Analogien und Divergenzen adäquater zu verdeutlichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, ob ein parlamentarisches System eine höhere demokratische Legitimität besitzt als ein präsidiales, sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2. Begriffsbestimmungen: Klärung zentraler politikwissenschaftlicher Termini wie Herrschaft, demokratische Legitimität und das Konzept der Input-Legitimität nach David Easton.
3. Das Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland: Erläuterung des personalisierten Verhältniswahlrechts und der Bedeutung von Erst- und Zweitstimmen für die Zusammensetzung des Bundestages.
4. Regierungssystem und Gesetzgebungsprozess der BRD: Analyse der parlamentarischen Demokratie, der Rolle des Bundeskanzlers sowie der Beteiligung von Bundestag und Bundesrat an der Gesetzgebung.
5. Das Wahlsystem der USA: Darstellung des Mehrheitswahlsystems und der indirekten Wahl des US-Präsidenten über das Electoral College.
6. Regierungssystem und Gesetzgebungsprozess der USA: Beschreibung der präsidentiellen Demokratie, der Machtverteilung zwischen Kongress und Präsident sowie der Gesetzgebung in den beiden Kongresskammern.
7. BRD und USA - Kontrastierung der Input-Legitimität: Direkter Vergleich der Systeme hinsichtlich ihrer parlamentarischen Abhängigkeiten, Parteiensysteme und der Bedeutung der Wahlbeteiligung für die Legitimation.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der These, dass die höhere Wahlbeteiligung in Deutschland auf eine stärkere Input-Legitimität hinweisen könnte.
Schlüsselwörter
Demokratie, Legitimität, Input-Legitimität, Wahlsystem, Bundesrepublik Deutschland, USA, Regierungssystem, Bundestag, US-Präsident, Wahlbeteiligung, Mehrheitswahl, Verhältniswahl, Gesetzgebung, Parlamentarismus, Gewaltenteilung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die Regierungs- und Wahlsysteme der Bundesrepublik Deutschland und der USA mit Fokus auf deren demokratische Legitimität.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Ausgestaltung von Wahlsystemen (Verhältnis- vs. Mehrheitswahl), der Gesetzgebungsprozess und das Konzept der politischen Input-Legitimität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist zu ergründen, ob ein parlamentarisches Regierungssystem wie in Deutschland eine höhere demokratische Legitimität generiert als ein präsidiales wie in den USA.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen systemvergleichenden Ansatz unter Einbeziehung des politikwissenschaftlichen Modells der Input-Output-Analyse von David Easton.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Wahl- und Regierungssysteme beider Länder und kontrastiert diese hinsichtlich ihrer demokratischen Input-Legitimität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demokratie, Legitimität, Wahlsystem, parlamentarische und präsidentielle Demokratie sowie Wahlbeteiligung charakterisiert.
Was unterscheidet die Wahl des Regierungschefs in den beiden Ländern?
In Deutschland wird der Bundeskanzler vom Parlament gewählt, während in den USA der Präsident indirekt durch das Electoral College bestimmt wird.
Warum spielt die Wahlbeteiligung eine zentrale Rolle für die Argumentation?
Die Wahlbeteiligung wird als ein Hauptindikator für die Input-Legitimität betrachtet, da eine höhere Beteiligung die demokratische Rückbindung der Staatsgewalt an das Volk verdeutlicht.
- Arbeit zitieren
- Frank Harper (Autor:in), 2012, BRD und USA. Eine Kontrastierung der Regierungssysteme und ihrer Legitimation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319424