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Welchen Einfluss haben soziale Aspekte auf das Krankheitsbild der Schizophrenie?

Titel: Welchen Einfluss haben soziale Aspekte auf das Krankheitsbild der Schizophrenie?

Hausarbeit , 2009 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Josephine Rost (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Übersetzt man den Begriff „Schizophrenie“ wortwörtlich, kann dies zu Missverständnissen führen. Schizo (griechisch) bedeutet Spalt oder gespalten; Phrenos (ebenfalls griechisch) wird mit Geist oder Bewusstsein übersetzt. Wortwörtlich heißt Schizophrenie folglich „gespaltenes Bewusstsein“ beziehungsweise „gespaltener Geist“.

Gerade wegen dieser Bedeutung kommt es in der Öffentlichkeit des Öfteren zu einer Verwechslung mit der Krankheit der multiplen Persönlichkeit, obwohl die eine Krankheit mit der anderen rein gar nichts gemeinsam hat. Bei der Schizophrenie ist die Kognition und der Affekt gespalten, bei der Multiplen Persönlichkeit liegt eine Spaltung der Persönlichkeit – ein Wechsel von mehr als zwei unterschiedlichen Persönlichkeitszuständen – vor. Auch ich erlag dieser Verwechslung, als ich das erste Mal mit der Schizophrenie konfrontiert wurde. Ein Familienmitglied, mein Cousin, erkrankte an Schizophrenie. Er leidet nun seit 10 Jahren an dieser Krankheit, auch wenn er sich selbst für gesund hält.

In dieser Ausarbeitung möchte ich die sozialen Aspekte der Schizophrenie betrachten. Ich möchte herausfinden, welche Auswirkungen sozial relevante Einflussfaktoren – Geschlecht, Alter, Familienstand, sozioökonomischer Status, kritische Lebensereignisse, Einflüsse der näheren sozialen Umwelt und Drogenkonsum – auf die Krankheit bzw. ihr Entstehen haben und ob sich daraus eventuell Hilfestellungen für den Erkrankten ergeben. Die genetischen Ursachen möchte ich in dieser Arbeit außen vor lassen, denn erstens wäre dies ein Thema für eine eigene Arbeit und zweitens sind die genetischen Einflüsse nicht veränderbar. Außerdem bin ich der Ansicht, dass soziale Aspekte für Schizophrenie-Erkrankte von höherer Bedeutung sind, eben weil sie teilweise zu ändern sind. Ebenfalls nicht eingehen möchte ich auf die Therapiemöglichkeiten, die ebenfalls ein Thema für sich wären. Sie werden in dieser Arbeit nur sehr knapp angeschnitten.

Zunächst soll nun mit einem kurzen Einblick in die Schizophrenie begonnen werden. Nachdem anschließend am Beispiel meines Cousins die Symptome veranschaulicht werden sollen, wird es eine kurze Definition über die verschiedenen Typen der Schizophrenie geben. Daraufhin werden die sozial relevanten Einflussfaktoren auf ihre Auswirkungen und eventuelle Hilfestellungen untersucht, um die Ergebnisse abschließend am Beispiel meines Cousins zusammenzufassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Schizophrenie?

2.1 Ein Fallbeispiel

2.2 Definition

2.2.1 Das Konzept der Subtypisierung

2.2.1.1 Paranoide Schizophrenie

2.2.1.2 Hebephrene Schizophrenie

2.2.1.3 Katatone Schizophrenie

2.2.1.4 Undifferenzierte Schizophrenie

2.2.1.5 Postschizophrene Depression

2.2.1.6 Schizophrenes Residuum

2.2.1.7 Schizophrenia Simplex

2.2.2 Das Positiv-Negativ-Konzept

2.2.2.1 Positiv-Symptome

2.2.2.2 Negativ-Symptome

3. Sozial relevante Einflussfaktoren

3.1 Geschlecht und Alter

3.2 Familienstand

3.3 Sozioökonomischer Status

3.4 Kritische Lebensereignisse

3.5 Einflüsse der näheren sozialen Umwelt

3.6 Drogenkonsum

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozialen Aspekte der Schizophrenie, um herauszufinden, welchen Einfluss Faktoren wie Geschlecht, Alter, sozioökonomischer Status und Drogenkonsum auf das Entstehen und den Verlauf der Krankheit haben und inwieweit sich daraus Hilfestellungen ableiten lassen.

  • Krankheitsbilder und Subtypisierung der Schizophrenie
  • Einfluss sozialer Faktoren auf Erkrankung und Verlauf
  • Die Bedeutung von Lebensumständen und Umfeld
  • Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und Krankheitsverlauf
  • Praktische Anwendbarkeit von Hilfsansätzen für Betroffene

Auszug aus dem Buch

2.1 Ein Fallbeispiel

Im Jahr 2000 betritt ein junger Mann auf Drängen seiner damaligen Freundin – und in deren Begleitung – die Praxis eines Berliner Psychiaters. Sein Name ist Marcel. Zu diesem Zeitpunkt ist er 23 Jahre alt. Er wisse zwar nicht, was er bei einem Psychiater solle, aber bevor er seine Freundin verliere, tue er sich dieses Gespräch eben einfach mal an.

Marcel hatte eine „normale“ Kindheit. Er wuchs mit seinen Eltern und zwei Schwestern in einer ländlichen Region auf. Kurz nach dem Abitur starb jedoch sein Vater. In der Schule brachte er stets gute Leistungen, obwohl er mehrere Phasen mit exzessivem Cannabis-Konsum durchlief. Nun studiert er Informatik und wohnt seit dem Beginn des Studiums vor einem Jahr mit seiner Freundin in einer gemeinsamen Wohnung. Bis vor kurzem lief in der Uni und im privaten Bereich alles super, doch nun geht er nicht mehr regelmäßig zu den Vorlesungen und hat sehr oft Streit mit seiner Freundin, weil diese ihm ständig vorwirft, dass er spinnt. Marcel allerdings sieht in dieser Aussage keinerlei Richtigkeit. Im Laufe des Gesprächs mit dem Psychiater stellt sich heraus, dass Marcel der festen Überzeugung ist, dass sein Nachbar ihn auffällig beobachtet. Dies erkenne er an den Blicken des Nachbars. Außerdem wurde ihm schon mehrmals die Tageszeitung aus dem Briefkasten gestohlen. Marcel wisse zwar nicht, was das zu bedeuten hat, aber er ist sich sicher, dass es speziell gegen ihn gerichtet sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung klärt Begriffsverwirrungen zwischen Schizophrenie und Multipler Persönlichkeit und steckt das Ziel ab, soziale Einflussfaktoren auf die Schizophrenie zu untersuchen.

2. Was ist Schizophrenie?: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Krankheitsbild, erläutert die Subtypisierung gemäß ICD-10 sowie das Positiv-Negativ-Konzept und veranschaulicht die Symptomatik anhand eines Fallbeispiels.

3. Sozial relevante Einflussfaktoren: Es wird analysiert, inwiefern Faktoren wie Alter, Geschlecht, Familienstand, sozialer Status, Lebensereignisse und Drogenkonsum die Krankheit beeinflussen und welche Ableitungen für Hilfestellungen möglich sind.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse der Arbeit am Beispiel des beschriebenen Patienten Marcel zusammen und reflektiert die begrenzte Umsetzbarkeit der abgeleiteten Hilfsansätze bei fehlender Krankheitseinsicht.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, soziale Aspekte, Krankheitsverlauf, Subtypisierung, Positiv-Symptome, Negativ-Symptome, sozioökonomischer Status, Drogenkonsum, Cannabis, Rückfallprävention, Fallbeispiel, Psychosoziale Faktoren, Familienatmosphäre, Paranoide Schizophrenie, Krankheitseinsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Aspekten der Schizophrenie und untersucht, wie verschiedene Umwelt- und Lebensfaktoren das Auftreten und den Verlauf der psychischen Erkrankung beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Subtypen der Schizophrenie, die Rolle von Geschlecht und Alter, den sozioökonomischen Status, den Einfluss des sozialen Umfelds sowie die Auswirkungen von Drogenkonsum auf Betroffene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss sozialer Faktoren auf die Schizophrenie zu beleuchten und zu prüfen, ob daraus praktische Hilfestellungen für Erkrankte oder deren Angehörige abgeleitet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenfassung wissenschaftlicher Literatur sowie der illustrativen Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein persönliches Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachliche Einführung in das Krankheitsbild und eine detaillierte Untersuchung spezifischer sozialer Einflussfaktoren sowie deren jeweilige therapeutische Relevanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schizophrenie, sozioökonomischer Status, Drogenkonsum (insb. Cannabis), soziale Isolation, Krankheitseinsicht und Rückfallprävention.

Warum wird im Fallbeispiel der Name des Cousins geändert?

Der Name des Patienten wurde aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert, um die Anonymität des Betroffenen zu wahren.

Welche Rolle spielt Cannabis in der Arbeit?

Cannabis wird als häufig konsumierte Droge unter Schizophrenie-Kranken thematisiert, die zwar keine direkte Ursache der Krankheit ist, den Verlauf jedoch verschlimmern und Rückfälle begünstigen kann.

Warum ist es laut Autorin schwierig, Hilfestellungen aus den untersuchten Faktoren abzuleiten?

Die Autorin stellt fest, dass viele Faktoren, wie das Alter oder kritische Lebensereignisse, unveränderlich sind und zudem bei vielen Patienten eine mangelnde Krankheitseinsicht besteht, welche die Umsetzung von Hilfsangeboten erschwert.

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Details

Titel
Welchen Einfluss haben soziale Aspekte auf das Krankheitsbild der Schizophrenie?
Hochschule
Universität Kassel  (Sozialwesen)
Veranstaltung
Wissenschaftlich Arbeiten II
Note
2,3
Autor
Josephine Rost (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V319508
ISBN (eBook)
9783668188242
ISBN (Buch)
9783668188259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welchen einfluss aspekte krankheitsbild schizophrenie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josephine Rost (Autor:in), 2009, Welchen Einfluss haben soziale Aspekte auf das Krankheitsbild der Schizophrenie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319508
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Leseprobe aus  19  Seiten
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