Der Barock zeichnet sich durch eine große Gattungsvielfalt aus.
Die vorliegende Arbeit beschreibt in einem kompakten Überblick ausgewählte Gattungen und legt einen Schwerpunkt auf die Fuge.
Den Abschluss bildet die Analyse der 3-stimmigen Fuge in c-Moll aus dem wohltemperierten Klavier von J.S.Bach.
Aus dem Inhalt:
- die Frottola;
- die Partita;
- der Tanz;
- die Ballade;
- das Ritornell;
- die Galliarde;
- die Kantate;
- das Präludium;
- die Kanzone;
- die Fuge
Inhaltsverzeichnis
Die Frottola
Die Partita
Der Tanz
Die Ballade
Das Ritornell
Die Galliarde
Die Kantate
Das Präludium
Die Kanzone
Die Fuge
Analyse der 3-stimmigen Fuge in c-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über zentrale musikalische Gattungen des Barock und untersucht deren historische Entwicklung, formale Merkmale sowie strukturelle Besonderheiten anhand ausgewählter Beispiele.
- Historische Herleitung und Definition der Gattungsbegriffe
- Strukturelle Analyse von Tanzformen und Vokalmusik
- Untersuchung komplexer Instrumentalkompositionen wie Fuge und Präludium
- Detaillierte Analyse der 3-stimmigen Fuge in c-Moll von J.S. Bach
- Kontextualisierung der Musikgeschichte von der Renaissance bis zum Barock
Auszug aus dem Buch
Die Fuge
Die Fuge ist eine durch Imitation und Polyphonie geprägte Form. Sie gilt als das reifste und damit auch am spätesten entwickelte Gebilde des Barock. Den Begriff Fuge - so wie er heute gebraucht wird - hat als erster Samuel Scheidt in seinem Werk Tabulatura nova verwendet, dies ist ein Werk für Klavierinstrumente. Höhepunkt der Fugenkomposition bildet das Schaffen von J.S. Bach- bei ihm durchdringt die Fuge alle Schaffensbereiche, so ist sie in der Klaviermusik, der Orchester- und Chormusik zu finden.
Der Begriff Fuge leitet sich aus der Gesetzmäßigkeit der strengen Imitation in dieser Kompositionsart her: „Jede Stimme flieht vor den folgenden und ahmt gleichzeitig die vorhergehende nach“. Bei strenger Durchführung dieses Prinzips ergibt sich der Kanon.
Während der Renaissance im 16. Jahrhundert wurde dieses System auf viele polyphone Sätze übertragen die im durchimitierten Vokalstil und besonders in ihren Anfangsimitationen schon viele Wesenszüge des späteren Formtyps Fuge aufweisen. Ähnliche Formen wurden auch Ricercar, Kanzone und Fantasia genannt, weswegen sie als wichtigste Vorformen gelten.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Frottola: Beschreibt eine volkstümliche, mehrstimmige Liedform der Renaissance, die als Vorgänger des Madrigals gilt.
Die Partita: Erläutert den Formtypus der zyklischen Instrumentalmusik und die Abgrenzung zur Suite.
Der Tanz: Gibt einen Überblick über die Bedeutung von Bewegung in der Musik und die wichtigsten Tanzgattungen wie Pavane, Galliarde und Allemande.
Die Ballade: Beleuchtet die Entwicklung des erzählenden Tanzliedes und dessen Wandlung zum epischen Chorlied.
Das Ritornell: Definiert das Ritornell als wiederkehrenden Abschnitt in Musikwerken und dessen strukturelle Funktion.
Die Galliarde: Analysiert den Ursprung und die charakteristische rhythmische Struktur dieses höfischen Tanzes.
Die Kantate: Untersucht die Entwicklung des lyrisch-dramatischen Vokalwerks von den Anfängen bis zur Blütezeit bei J.S. Bach.
Das Präludium: Erörtert die Funktion des Präludiums als Einleitungsstück und dessen kontrapunktische Gestaltung.
Die Kanzone: Differenziert zwischen der instrumentalen und vokalen Kanzone und deren formalen Ursprüngen.
Die Fuge: Analysiert die komplexe Form der Fuge, ihre Entwicklung sowie ihre motivischen und harmonischen Gesetzmäßigkeiten.
Analyse der 3-stimmigen Fuge in c-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach: Bietet eine detaillierte Takt-für-Takt Untersuchung eines spezifischen Meisterwerks.
Schlüsselwörter
Barock, Musikwissenschaft, Fuge, Kantate, Kanzone, Präludium, Kontrapunkt, Polyphonie, J.S. Bach, Wohltemperiertes Klavier, Tanzmusik, Gattungsgeschichte, Imitation, Musikform, Theorie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den prägenden musikalischen Gattungen der Barockzeit und deren historischer Entwicklung aus der Renaissance heraus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Instrumentalformen wie Fuge und Partita sowie verschiedenen Vokalformen wie Kantate, Kanzone und Ballade.
Was ist das Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die systematische Erläuterung formaler Merkmale und struktureller Eigenheiten, die das musikalische Schaffen des Barock maßgeblich bestimmt haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse musikgeschichtlicher Quellen und führt eine beispielhafte musikalische Werkanalyse (Fuge in c-Moll) durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt chronologisch und thematisch die einzelnen Gattungen, wobei jeweils Definition, formale Struktur, geschichtliche Einordnung und instrumentale Besonderheiten erläutert werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kontrapunkt, Polyphonie, Imitation, Durchführung, Zwischenspiel und der Gattungsbegriff selbst.
Was unterscheidet das Präludium von der Fuge?
Das Präludium dient oft als improvisatorisches Einleitungsstück und ist freier gestaltet, während die Fuge auf einer strengen kontrapunktischen Imitation eines Themas basiert.
Warum spielt das Thema in der Fuge eine so große Rolle?
Das Thema ist das fundamentale Element der Fuge; seine Motivik bestimmt die Art der Imitation, die Durchführungen und die gesamte formale Entwicklung des Stückes.
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- Julia Müller (Author), 2007, Die musikalischen Gattungen des Barock im Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319517