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Innere Kündigung in der Sozialen Arbeit

Die Arbeitszufriedenheit sozialpädagogischer Fachkräfte in Niederbayern und der Oberpfalz

Titel: Innere Kündigung in der Sozialen Arbeit

Bachelorarbeit , 2012 , 125 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Verdecchia (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Laut dem aktuellen Gallup Engagement Index macht über die Hälfte der Deutschen nur Dienst nach Vorschrift. Jeder sechste hat dabei bereits innerlich gekündigt. Nicht nur für die sozialen Berufe sind diese Zahlen alarmierend: Denn das Fehlen von Engagement verursacht hohe wirtschaftliche Kosten. Es kann sich aber auch negativ auf die sozialpädagogische Arbeit mit den Klienten auswirken.
Daniel Verdecchia geht der Frage nach, wie sich die Innere Kündigung in der Sozialen Arbeit darstellt. Welche Gründe gibt es für sozialpädagogische Fachkräfte innerlich zu kündigen. Wie schätzen die Betroffenen ihr Arbeitsumfeld ein, wie zufrieden sind sie mit ihren Vorgesetzten und wie viel Selbstbestimmung im Beruf erwarten sie – auch im Vergleich zu Mitarbeitern, die glücklich im Job sind.

Aus dem Inhalt:
- Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation
- Berufliche Realitäten
- Der psychologische Vertrag
- Involvement und Commitment
- Empirische Forschung, Zufriedenheitsforschung
- Rahmenmodell nach Faller, Prozessmodell nach Krenuz-Maes, Bruggemann-Modell, Job-Characteristics-Modell

Das Phänomen der Inneren Kündigung wird seit Anfang der 1980er Jahre in Deutschland vermehrt diskutiert und auch zunehmend empirisch erforscht. Hierbei stellt die Innere Kündigung, wie der Name schon sagt, eine Kündigung im Inneren eines Menschen dar. Dieser kündigt nicht seinen Arbeitsvertrag, sondern will seinen Arbeitsplatz behalten, reduziert jedoch sein Engagement und seine Leistungsbereitschaft und macht nur noch Dienst nach Vorschrift.
Mit dieser Arbeit wird versucht, das Phänomen der Inneren Kündigung durch den Fokus auf die Profession der Sozialen Arbeit zu beleuchten und somit den Wissensstand über die Erscheinung in der Realität zu erweitern. Konkret wird untersucht, wie sich die Innere Kündigung in der Profession der Sozialen Arbeit zeigt. Denn es gibt bisher noch keine Untersuchung, die Aufschluss darüber gibt, welches Ausmaß die Innere Emigration in diesem Berufsfeld annimmt. Ganz konkret soll die Frage beantwortet werden, in welchem Ausmaß die Innere Kündigung bei den sozialpädagogischen Fachkräften auftritt. Weiterhin soll erforscht werden, wie der berufliche Alltag von den sozialpädagogischen Fachkräften wahrgenommen wird. Dabei interessiert vor allem, inwiefern Innere Emigranten ihre Tätigkeit einschätzen und welche Unterschiede sich im Vergleich zu Fachkräften, die sich nicht im Zustand der Inneren Kündigung befinden, zeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Innere Kündigung

2.1 Definition

2.2 Erklärungsansätze

2.2.1 Psychologischer Arbeitsvertrag

2.2.2 Rahmenmodell nach Faller

2.2.3 Prozessmodell nach Krenz-Maes

2.2.4 Involvement und Commitment

2.2.5 Zusammenfassung

2.3 Empirische Forschung

2.3.1 Messinstrumente

2.3.2 Aktueller Forschungsstand

3. Arbeitszufriedenheit

3.1 Theorien und Modelle

3.1.1 Bruggemann-Modell

3.1.2 Job-Characteristics-Modell

3.2 Zusammenfassung

4. Soziale Arbeit

4.1 Berufsmotivation und Erwartungen vor dem Studium

4.2 Berufliche Realität in der Sozialen Arbeit

4.3 Zufriedenheitsforschung

4.4 Zusammenfassung

5. Empirische Untersuchung

5.1. Fragestellungen

5.1.1 Ausmaß und Verbreitung der Inneren Kündigung

5.1.2 Zusammenhang Ist-Zustand Arbeitssituation und Innere Kündigung

5.1.3 Weitere Fragestellungen

5.2 Untersuchungsdesign

5.2.1 Methodenwahl

5.2.2 Fragebogenkonstruktion

5.2.3 Pre-Test

5.2.4 Darstellung des Fragebogens

5.3 Stichprobe

5.4 Durchführung der Untersuchung

5.5 Datenauswertung

5.5.1 Datenanalyse

5.5.2 Darstellung der statistischen Verfahren

6. Ergebnisse

6.1 Beschreibung der Gesamtstichprobe

6.2 Kündigungsabsicht

6.3 Zukunftsplanung

6.4 Ist-Zustand der derzeitigen Tätigkeit

6.4.1 Häufigkeitsverteilung

6.4.2 Faktorenanalyse

6.5 Innere Kündigung

6.5.1 Häufigkeitsverteilung

6.5.2 Faktorenanalyse

6.5.3 Bestimmung der Population Innere Kündigung

6.5.4 Bildung von Fallgruppen

6.5.5 Deskription der Gruppe IK

6.5.6 Analyse der Gruppen IK und OIK

6.6 Zusammenfassung

7. Schlussbetrachtung und Diskussion

7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

7.2 Diskussion der Vorgehensweise

7.3 Weiterführende Forschungsfragen

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen der Inneren Kündigung innerhalb der Profession der Sozialen Arbeit empirisch zu erforschen und zu klären, inwieweit Fachkräfte im Raum Niederbayern und Oberpfalz davon betroffen sind und wie sich ihre Arbeitszufriedenheit im Vergleich zu nicht betroffenen Fachkräften darstellt.

  • Analyse theoretischer Konstrukte zur Inneren Kündigung, zum Commitment und Involvement.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Arbeitsunzufriedenheit und Innerer Kündigung.
  • Darstellung der Spezifika der Sozialen Arbeit hinsichtlich Berufsmotivation und Realität.
  • Empirische Erhebung mittels standardisiertem Online-Fragebogen bei 404 Fachkräften.
  • Identifikation und deskriptive Analyse einer durch "Innere Kündigung" gekennzeichneten Personengruppe.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition

Der Begriff Innere Kündigung wurde zum ersten Mal in den 1980er Jahren von Höhn eingehender erörtert. Höhn (1989, S. 21) bezeichnet in einem ersten Definitionsversuch das Phänomen der Inneren Kündigung als den „bewusste[n] Verzicht auf Engagement und Einsatzbereitschaft“ eines Mitarbeiters. Dieser, „der innerlich kündigt, will zwar seine Stellung behalten, beabsichtigt aber, sich in keiner Weise mehr zu engagieren“ (ebd.). Der Mitarbeiter verhält sich in diesem Zustand zunehmend passiv, was sich unter anderem dadurch zeigt, dass dieser nur noch „Dienst nach Vorschrift“ macht (ebd.) und die „täglich anfallenden Routinearbeiten (...) mit möglichst geringem Aufwand erledigt“ (ebd., S. 23).

Mit diesem ersten Ansatz hat Höhn schon die wesentlichen Merkmale der Inneren Kündigung genannt: Die Absicht, seine Arbeitsanstellung zu behalten, gepaart mit gesunkenem Engagement und dem Verzicht, sich über das notwendig Maß hinaus einzubringen. Dabei sieht Höhn diesen Vorgang als eine bewusste Entscheidung der betroffenen Person.

Diesen ersten Definitionsversuch hat Hilb (1992, S. 5) um den Umstand erweitert, dass die Innere Kündigung nicht auf eine bewusste Entscheidung des Betroffenen zu reduzieren sei, sondern auch unbewusst entstehen kann. Innere Kündigung kann folglich nicht nur als der bewusste, sondern auch „unbewusste Verzicht auf Engagement am Arbeitsplatz“ verstanden werden. Dieser Ansicht zustimmend verstehen Echterhoff et al. (1994, S. 216) die Innere Kündigung als eine „persönliche Disposition, die durch bewusstes oder unbewusstes Abrücken von der Arbeitsumgebung, durch Verweigerung von Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft im Unternehmen gekennzeichnet ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Phänomen der Inneren Kündigung sowie Erläuterung der Relevanz für die Soziale Arbeit und Vorstellung der Forschungsabsicht.

2. Innere Kündigung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt der Inneren Kündigung, seinen Erklärungsmodellen und bisherigen empirischen Ansätzen.

3. Arbeitszufriedenheit: Untersuchung der verschiedenen Theorien und Modelle der Arbeitszufriedenheit sowie deren enger Zusammenhang mit der Inneren Kündigung.

4. Soziale Arbeit: Darstellung der Besonderheiten dieser Profession, insbesondere im Hinblick auf Berufsmotivation, Erwartungen und die reale Arbeitswelt.

5. Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise, des Untersuchungsdesigns, der Stichprobe sowie der angewandten Messinstrumente und Analysemethoden.

6. Ergebnisse: Präsentation und Analyse der erhobenen Daten, inklusive Deskription der Stichprobe und der identifizierten Fallgruppen.

7. Schlussbetrachtung und Diskussion: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse, kritische Reflexion des methodischen Vorgehens und Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Innere Kündigung, Soziale Arbeit, Arbeitszufriedenheit, Commitment, Involvement, Psychologischer Arbeitsvertrag, Dienst nach Vorschrift, Berufsmotivation, Empirische Untersuchung, Burnout, Verwaltungsarbeit, Berufliche Realität, Arbeitsunzufriedenheit, Fallgruppenanalyse, Personalverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Inneren Kündigung innerhalb der Profession der Sozialen Arbeit, um aufzuzeigen, wie sich der Zustand subjektiv bewerteter beruflicher Unzufriedenheit und reduzierten Engagements in diesem speziellen Berufsfeld äußert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Inneren Kündigung, den Modellen der Arbeitszufriedenheit, den besonderen Anforderungen und Erwartungen in der Sozialen Arbeit sowie einer empirischen Untersuchung zur Erfassung dieses Verhaltens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht darin, erste wissenschaftliche Erkenntnisse über das Ausmaß und die Verbreitung der Inneren Kündigung bei sozialpädagogischen Fachkräften im Raum Niederbayern und Oberpfalz zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einem standardisierten Online-Fragebogen, der an eine Stichprobe von 404 Fachkräften ausgegeben wurde. Zur Datenanalyse wurden statistische Verfahren wie die Faktorenanalyse und Gruppenbildungen eingesetzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Begriffe (Innere Kündigung, Arbeitszufriedenheit, Soziale Arbeit) und eine umfassende empirische Untersuchung, die den Ist-Zustand der beruflichen Tätigkeit misst und die Gruppe der innerlich Gekündigten analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Innere Kündigung, Soziale Arbeit, Arbeitszufriedenheit, Commitment, Involvement und der psychologische Arbeitsvertrag.

Warum zeigt sich bei Fachkräften in der Sozialen Arbeit oft eine Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität?

Die Studie verdeutlicht, dass idealistische Motive vor dem Studium (wie der Wunsch, Menschen zu helfen) im Berufsalltag häufig durch bürokratische Prozesse, Verwaltungsaufgaben und fehlende Anerkennung sowie hohe Stressbelastungen enttäuscht werden.

Welche Rolle spielt die Verbeamtung für die Innere Kündigung laut dieser Studie?

Überraschenderweise konnte nicht bestätigt werden, dass Verbeamtung als Schutzfaktor vor Innerer Kündigung fungiert; unter den 23 identifizierten Fachkräften mit Innerer Kündigung befand sich interessanterweise keine einzige verbeamtete Person.

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Details

Titel
Innere Kündigung in der Sozialen Arbeit
Untertitel
Die Arbeitszufriedenheit sozialpädagogischer Fachkräfte in Niederbayern und der Oberpfalz
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, ehem. Fachhochschule Landshut
Note
1,0
Autor
Daniel Verdecchia (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
125
Katalognummer
V319571
ISBN (eBook)
9783668229938
ISBN (Buch)
9783946458760
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innere Kündigung arbeitszufriedenheit motivation führung soziale arbeit sozialpädagogik arbeitsmotivation involvement commitment zufriedenheitsforschung mitarbeiterführung führungskraft fachkraft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Verdecchia (Autor:in), 2012, Innere Kündigung in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319571
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