„Wir backen Waffeln“. Den Einkauf planen und mit Dezimalzahlen berechnen (Mathematik, Klasse 6)


Unterrichtsentwurf, 2016

18 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit

2. Lernvoraussetzungen
2.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
2.2 Institutionelle Lernvoraussetzungen
2.3 Spezielle Lernvoraussetzungen

3. Sachanalyse

4. Didaktische Überlegungen

5. Methodische Überlegungen

6. Angestrebter Kompetenzzuwachs

7. Verlaufsplan

8. Literatur- und Quellenangaben

9. Anhang
9.1 Mögliche Lösungswege
9.3 Arbeitsblatt
9.4 Rezept
9.5 REWE-Prospekt
9.6 Folie
9.7 Hilfekarten
9.8 Reflexionsfragen

1. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit

2. Lernvoraussetzungen

2.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen

Die heutige Stunde findet in der Klasse 6 statt. Diese Lerngruppe setzt sich aus zwölf Mädchen und vierzehn Jungen zusammen. Ich unterrichte die Klasse seit Beginn des fünften Schuljahres in den Fächern Mathematik, Deutsch und Gesellschaftslehre und bin die Klassenlehrerin. Das Fach Mathematik wird seit der fünften Klasse fünf Stunden pro Woche unterrichtet. In der Klassenstufe fünf und sechs werden alle Fächer im Klassenverband unterrichtet.

Das Verhältnis zwischen der Klasse und mir schätze ich als positiv ein. Die Lernenden sind mir gegenüber freundlich und aufgeschlossen. Ich fühle mich als Klassenlehrerin akzeptiert und unterrichte sehr gern in dieser Klasse.

Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler im Fach Mathematik sind (..). Sie beteiligen sich häufig am Unterricht und sind am Fach Mathematik sehr interessiert. Allgemein ist die Mehrheit der Klasse in ihrer mündlichen Beteiligung jedoch noch etwas zurück-haltend. Sehr ruhig sind unter anderem (…). Leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler sind (…). Sie benötigen meist Hilfestellungen beim Bearbeiten von Aufgaben.

J. verweigert in vielen Phasen das schriftliche Dokumentieren, insbesondere das Abschreiben von der Tafel, und kann sich häufig nicht länger auf eine Aufgabe konzentrieren. Außerdem hat sie Schwierigkeiten, sich selbst zu organisieren. Sie erhält Förderunterricht durch Herrn L. (BFZ). Außerdem wurde bereits der Schulpsychologische Dienst (Herr W.) eingeschaltet und es fanden bereits mehrere Elterngespräche mit Frau W. von der Schulsozialarbeit statt. Individuelle Unterstützung kann ihr häufig beim Arbeiten helfen. Ihre Sitznachbarin T. versucht, sie zu unterstützen. Im mündlichen Bereich beteiligt sich Jasmin regelmäßig, ihre schriftlichen Leistungen sind jedoch nur mangelhaft, da sie nicht alle Aufgaben bearbeitet. Sie erhält zusätzlich eine außerschulische Nachhilfe in Mathematik und nimmt an einer Verhaltenstherapie teil.

A. hat eine diagnostizierte Lese- und Rechtschreibschwäche. In der Grundschule wurde bei ihr auch eine Dyskalkulie festgestellt. Außerdem leidet sie unter Epilepsie und erhält Medikamente. Sie fehlt krankheitsbedingt häufiger und hat große Schwierigkeiten, sich zu organisieren und verpasste Inhalte aufzuarbeiten. A. hat in Mathematik große Schwierigkeiten mit den Grundrechenarten sowie dem Verständnis von Aufgabenstellungen allgemein und benötigt eine individuelle Betreuung. Sie erhält eine zusätzliche Förderung durch das BFZ (Herr L.), eine Aussetzung der Bewertung der Rechtschreibnote für die Fächer Deutsch und Englisch und die Nachteilsausgleiche „Verlängerung der Arbeitszeit“ und „differenzierte Aufgabenstellungen“.

Auch J. erhält diese beiden Nachteilsausgleiche. Er hat außerdem diagnostizierte ADHS und erhält seit einigen Wochen auf Wunsch der Mutter keine Medikamente mehr. Er hat im Unterricht häufig Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und sich zu organisieren. In manchen Phasen wirkt er sehr unruhig. Er lenkt sich mit anderen Tätigkeiten ab und schreibt nur sehr wenig. In Mathematik versucht er, sich mündlich zu beteiligen. Die schriftlichen Leistungen sind jedoch sehr unterschiedlich.

Insgesamt kann man feststellen, dass alle drei von Partner- und Gruppenarbeitsphasen profitieren, in denen sie sich mit anderen austauschen können und Unterstützung erhalten.

Durch ihr Arbeits- und Sozialverhalten fallen vor allem (…) auf. L. ist häufig unkonzentriert und stört in manchen Phasen den Unterricht. T. kommt häufig nur schwer ins Arbeiten hinein und albert herum. (…) sind leistungsstärkere Schüler, versuchen jedoch sehr schnell fertig zu sein und erledigen ihre Aufgaben oft nur oberflächlich, nicht vollständig und machen Flüchtigkeitsfehler.

2.2 Institutionelle Lernvoraussetzungen

Bei der Gesamtschule handelt es sich um eine integrierte Gesamtschule. Im Fach Mathematik findet ab dem kommenden siebten Jahrgang eine Differenzierung in E- und G-Kurse statt. Die Einstufung in die Kurse ist im Mai dieses Jahres.

Die heutige Unterrichtsstunde findet im Klassenraum statt. Zur Ausstattung des Raumes gehören eine Tafel und ein Overheadprojektor. Die Lernenden sitzen normalerweise in Reihen, für die heutige Stunde wurden jedoch Gruppentische gestellt.

2.3 Spezielle Lernvoraussetzungen

In dieser Unterrichtseinheit haben die Lernenden bereits ihr Vorwissen zu Dezimalzahlen aktiviert, die Stellenwerttafel zur Darstellung verwendet und Dezimalzahlen der Größe nach miteinander verglichen. Dabei fiel auf, dass sie durch den Umgang mit Geldbeträgen bereits eine Grund-vorstellung von Dezimalzahlen entwickelt haben. Mit der schriftlichen Addition und Subtraktion von Dezimalzahlen ist die Klasse noch nicht vertraut. Da sie jedoch in ihrem Alltag häufig mit Geldbeträgen in Berührung kommen, haben sie bereits eine gewisse Vorstellung davon, wie man Geldbeträge addiert und subtrahiert.

Einen stummen Impuls zu Beginn der Unterrichtsstunde habe ich mit der Lerngruppe schon häufiger durchgeführt, sodass Ihnen diese Methode bekannt ist. Es kann erfahrungsgemäß einen kurzen Augenblick dauern, bis die ersten Meldungen kommen.

Mit einem Partner oder in einer Gruppe haben die Lernenden schon häufiger gearbeitet. Zur Gruppenarbeit wurden bereits im letzten Schuljahr gemeinsam Regeln gesammelt und be-sprochen. Sie müssen jedoch weiterhin üben, jedes Gruppenmitglied miteinzubeziehen und beim Thema zu bleiben. Zwischenzeitlich kann es daher etwas unruhig in den Gruppen werden. Außerdem fällt es einigen noch schwer, gemeinsame Ergebnisse zu formulieren und ihre Vorgehensweise zu präsentieren, weshalb dies noch weiterhin geübt werden muss. Es wurde bereits in Gruppen mit den Rollenkarten gearbeitet. Die Einteilung wird von den Lernenden selbst getroffen. In vielen Situationen zeigte sich im Unterricht bereits, dass Leistungsstärkere freiwillig andere unterstützen, wenn sie ihre Aufgaben eigenständig gelöst haben.

Der Klasse steht im sechsten Jahrgang noch kein Taschenrechner zur Verfügung. Daher müssen die Lernenden die Berechnungen schriftlich, oder, wenn möglich, im Kopf durchführen.

Allgemein zeigt sich die Lerngruppe interessiert am Mathematikunterricht. Vor allem Aufgaben mit Alltagsbezug motivieren die Lernenden zum Arbeiten und regen häufiger zu Diskussionen über die Aufgabenstellung an. Es wurden bereits zuvor kleinere Modellierungsaufgaben in verschiedenen Themenbereichen gestellt, bei denen sie selbst Entscheidungen bzw. Vermutungen treffen konnten. Dabei zeigten sich ganz unterschiedliche Ideen und Aufgabenlösungen, die von der Lerngruppe im Anschluss angeleitet reflektiert wurden.

3. Sachanalyse

Eine Dezimalzahl ist eine „Zahl, deren Bruchteile rechts vom Komma angegeben werden“.[1] Die Bezeichnung basiert auf dem Dezimalsystem, welches auch Zehnersystem genannt wird. Es ist ein Stellenwertsystem zur Darstellung von Zahlen und verwendet dabei die Zahl 10 als Basis. Zur Darstellung der einzelnen Zahlen werden die Ziffern von 0 bis 9 verwendet. Die Stelle einer Ziffer der Zahl ergibt ihren Wert.[2]

Dezimalzahlen können in eine erweiterte Stellenwerttafel eingeordnet werden.[3]

(Anmerkung: Die Darstellung ist vereinfacht und kann in beide Richtungen erweitert werden.)

Bei der schriftlichen Addition und Subtraktion von Dezimalzahlen schreibt man die Zahlen so untereinander, dass Komma unter Komma stehen. Somit stehen auch Hunderter, Zehner, Einer, Zehntel, Hundertstel usw. direkt untereinander, ebenso wie in der Stellenwerttafel. Mithilfe dieser Schreibweise kann die herkömmliche schriftliche Addition und Subtraktion durchgeführt werden. Das Komma wird bei der Lösung an dieselbe Stelle geschrieben.[4]

Eine weitere Möglichkeit ist das Entfernen des Kommas vor dem Rechnen. Beim Addieren und Subtrahieren von Geldbeträgen werden die Eurobeträge somit in Centbeträge umgerechnet. Im Anschluss wird dann der Centbetrag durch das Setzen des Kommas wieder in einen Eurobetrag umgewandelt.

Beim schriftlichen Dividieren von Dezimalzahlen mit ganzen Zahlen geht man genauso vor wie beim schriftlichen Divisionsverfahren ganzer Zahlen. Man setzt jedoch zusätzlich beim Über-schreiten des Kommas auch im Quotienten ein Komma.[5] (A)

Eine weitere Möglichkeit, vor allem beim Dividieren von Geldbeträgen ist das Umwandeln in Cent-beträge vor dem Rechnen. Im Anschluss wird dann der Centbetrag durch das Setzen des Kommas wieder in einen Eurobetrag umgewandelt. (B)

[...]


[1] http://www.duden.de/rechtschreibung/Dezimalzahl

[2] Das große Tafelwerk. S.10

[3] Mathematik 6. S.22

[4] Ebd.

[5] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
„Wir backen Waffeln“. Den Einkauf planen und mit Dezimalzahlen berechnen (Mathematik, Klasse 6)
Note
2
Autor
Jahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V319604
ISBN (eBook)
9783668189355
ISBN (Buch)
9783668189362
Dateigröße
1443 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
waffeln, einkauf, dezimalzahlen, mathematik, klasse
Arbeit zitieren
Jennifer Raab (Autor), 2016, „Wir backen Waffeln“. Den Einkauf planen und mit Dezimalzahlen berechnen (Mathematik, Klasse 6), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319604

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