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Naturschutz in der NS-Zeit. Das Reichsnaturschutzgesetz von 1935

Titel: Naturschutz in der NS-Zeit. Das Reichsnaturschutzgesetz von 1935

Hausarbeit , 2010 , 31 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: (B.A.) Daniel Liebeherr (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll einen zeitlichen Überblick zum Thema Umwelt- und Naturschutz geben, mit Hauptaugenmerk auf das 1935 ausformulierte und geltend gemachte Reichsnaturschutzgesetz. Dabei soll der steinige Weg dahin beschrieben, und die Frage beantwortet werden, warum es ausgerechnet unter der Herrschaft des Nationalsozialismus zu einem solchen Gesetz kam, welches Interesse die neuen Machthaber daran hatten, und wie es im Detail aussah. Anschließend soll die Geschichte dieses Gesetzes, welche noch Jahrzehnte über 1945 hinausgeht, dargestellt werden, sowie die Kontroverse, welche seit einigen Jahren die Historiker beschäftigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

S. 1 Einleitung

S. 2 Vorgeschichte

S. 5 Vorläufer in der Weimarer Verfassung, Wegbereiter des Gesetzes

S. 8 Ausgangslage und Entwicklung im Dritten Reich / Hans Klose

S. 14 Der Gesetzestext im Detail

S. 21 Fortbestand nach 1945

S. 21 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die ideologische Einbettung des Reichsnaturschutzgesetzes von 1935 während der Zeit des Nationalsozialismus sowie dessen Kontinuität und kritische Aufarbeitung nach 1945.

  • Historische Herleitung des Naturschutzgedankens
  • Einfluss nationalsozialistischer Ideologie auf Naturschutzgesetzgebungen
  • Analyse des Reichsnaturschutzgesetzes von 1935 und seiner Akteure
  • Reflexion über die Kontinuität von Naturschutzstrukturen in der Nachkriegszeit

Auszug aus dem Buch

Ausgangslage und Entwicklung im Dritten Reich / Hans Klose

Durch die zielgerichtete Gleichschaltung aller Organisationen nach 1933 ergriffen viele Naturschützer ihre Chance und integrierten sich in den Hitlerstaat, so auch die bereits erwähnte Lina Hähnle, oder der „oberste Naturschützer“ Walther Schoenichen (Conwentz Nachfolger der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen ab 1922), welcher selbst überzeugter Nationalsozialist und NSDAP-Mitglied war und auch nach 1945 auf seinem Fachgebiet in der BRD weiterarbeitete. Für viele taten sich erst durch die neuen Machthaber Karrieremöglichkeiten auf, insbesondere in der Rolle als „Bewahrer regionaler kultureller Identität(en)“ welche vorher, in der Weimarer Republik, „durch die allgemeine Demokratisierung mehr und mehr genommen worden war.“ So fand sich die Verbindung von Natur und der neuen Ideologie fast von selbst:

„Durch die Zurückführung des deutschen Menschen zur Naturverbundenheit erziehen wir jede arteigene Haltung, die das Verhältnis zur Schöpfung religiös empfindet.“

schrieb der westfälische Naturschutzbeauftragte Wilhelm Lienenkämper in seinen Tätigkeitsbericht des Bezirksbeauftragten für Naturschutz im Regierungsbezirk Arnsberg für die Geschäftsjahre 1936/37 und 1937/38. Auch die Rückführung zum anscheinend wieder erwachten Germanentum liess nicht lange auf sich warten, so schrieb der Münchner Landschaftsplaner Alwin Seifert in Bezug auf die Vermengung von Tradition und Moderne in „einer Balance zwischen menschlichen Bedürfnissen und der natürlichen Umwelt“:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Arbeit gibt einen Überblick über das Reichsnaturschutzgesetz von 1935, beleuchtet dessen historische Genese im Nationalsozialismus und betrachtet die spätere historische Kontroverse.

Vorgeschichte: Hier wird dargelegt, dass der Naturschutzgedanke bereits vor 1933 existierte, getrieben von lokalen Akteuren und bürgerlichen Vereinen, die den Schutz von Naturdenkmalen und Erholungsräumen anstrebten.

Vorläufer in der Weimarer Verfassung, Wegbereiter des Gesetzes: Das Kapitel analysiert, wie erste Ansätze in der Weimarer Republik zwar den Grundstein legten, aber aufgrund politischer Instabilität und fehlender Zentralisierung kein einheitliches Reichsnaturschutzgesetz ermöglichten.

Ausgangslage und Entwicklung im Dritten Reich / Hans Klose: Es wird die Instrumentalisierung des Naturschutzes durch das NS-Regime sowie die Rolle von Akteuren wie Hans Klose beleuchtet, die Naturschutzthemen mit nationalsozialistischer Ideologie und Antisemitismus verknüpften.

Der Gesetzestext im Detail: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte inhaltliche Untersuchung der einzelnen Paragraphen des Reichsnaturschutzgesetzes von 1935 und zeigt auf, wie wirtschaftliche und militärische Interessen das Gesetz dominierten.

Fortbestand nach 1945: Das Kapitel erläutert die rechtliche Einordnung des Gesetzes in der frühen Bundesrepublik und dessen langsame Transformation oder Ablösung durch neue naturschutzrechtliche Strukturen.

Fazit: Abschließend wird kritisch diskutiert, ob das Gesetz als genuin „nationalsozialistisches Gesetz“ zu betrachten ist und wie die Aufarbeitung der Rolle beteiligter Akteure nach 1945 stattfand.

Schlüsselwörter

Reichsnaturschutzgesetz 1935, Nationalsozialismus, Hans Klose, Naturschutzgeschichte, Umweltschutz, NS-Ideologie, Landschaftspflege, Weimarer Republik, Naturdenkmal, Rassenideologie, Antisemitismus, Alwin Seifert, Naturschutzvereine, Kontinuität, Umweltgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, die ideologische Ausrichtung und die praktische Anwendung des Reichsnaturschutzgesetzes von 1935 im Kontext des nationalsozialistischen Regimes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Vorläufer der Naturschutzbewegung in Deutschland, die Instrumentalisierung von Natur und Landschaft für NS-Ideologien sowie der Fortbestand dieser Gesetze nach 1945.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den „steinigen Weg“ zum Gesetz von 1935 zu beschreiben und die Frage zu beantworten, warum ein vermeintlich positiver Naturschutz unter einer verbrecherischen Diktatur realisiert werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Gesetzestexte und der Fachliteratur zur Umweltgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vorgeschichte, die Rolle von Schlüsselpersonen wie Hans Klose, eine detaillierte Prüfung des Gesetzestextes und dessen spätere Verwendung in der BRD.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Kernbegriffe sind das Reichsnaturschutzgesetz von 1935, Naturschutzgeschichte, NS-Ideologie, Hans Klose und die wissenschaftliche Debatte um die politische Einordnung dieses Gesetzes.

Welche Rolle spielte Hans Klose bei der Entstehung des Gesetzes?

Hans Klose war maßgeblich als Verfasser des Gesetzestextes an der Ausarbeitung beteiligt und agierte als zentraler Akteur, der versuchte, Naturschutzziele innerhalb der NS-Strukturen umzusetzen.

Wie wurde das Naturschutzgesetz nach 1945 bewertet?

Das Gesetz wurde in der Bundesrepublik lange weitergeführt, wobei eine kritische Aufarbeitung über die Verstrickungen der Naturschutzbewegung in die NS-Ideologie erst über Jahrzehnte hinweg erfolgte.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Naturschutz in der NS-Zeit. Das Reichsnaturschutzgesetz von 1935
Hochschule
Universität Karlsruhe (TH)  (Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale)
Veranstaltung
Umweltschutz und -politik in Deutschland und in Europa
Note
1,0
Autor
(B.A.) Daniel Liebeherr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
31
Katalognummer
V319649
ISBN (eBook)
9783668187351
ISBN (Buch)
9783668187368
Sprache
Deutsch
Schlagworte
naturschutz ns-zeit reichsnaturschutzgesetz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
(B.A.) Daniel Liebeherr (Autor:in), 2010, Naturschutz in der NS-Zeit. Das Reichsnaturschutzgesetz von 1935, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319649
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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