Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Altertum

Christenverfolgung im antiken Rom. Die Rechtsgrundlagen der Politik Kaiser Neros im Spiegel von Quellen und Forschung

Titel: Christenverfolgung im antiken Rom. Die Rechtsgrundlagen der Politik Kaiser Neros im Spiegel von Quellen und Forschung

Hausarbeit , 2004 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Michael Alme (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im römischen Kaiserreich war die Christenfeindlichkeit sehr ausgeprägt. Die Christen sahen sich mit vielen Vorurteilen der Bevölkerung konfrontiert, die durch Unwissenheit und Angst geschürt wurden. Das Verhalten der Christen gegenüber den Nicht-Christen führte zu zahlreichen Missverständnissen, und letztlich zur Ablehnung und Verachtung des neuen Glaubens.

Während der Herrschaftszeit des Kaisers Nero (54-68 n.Chr.) nahm die Christenfeindlichkeit ein unvorstellbares Ausmaß an. Unter ihm begannen die ersten staatlichen Christenverfolgungen, bei denen besonders brutal und unerbittlich gegen sie vorgegangen wurde. Als Vorwand der Verfolgungen diente der Brand mehrerer Stadtviertel von Rom im Jahre 64 n. Chr., der den Christen angelastet wurde. Trotz fehlender Beweise, konnte Nero die Christen wegen der angeblichen Brandstiftung verfolgen, verurteilen und mit dem Tode bestrafen.

Diese Arbeit beabsichtigt, unter Berücksichtigung überlieferter Quellen und in Auseinandersetzung mit themenbezogener Literatur und Einbeziehung der unterschiedlichen Standpunkte der Forschung, die Frage der Rechtsgrundlage der Christenverfolgung unter Kaiser Nero zu klären.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rechtsgrundlage der Neronischen Christenverfolgung

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Fragestellung, ob es für die Christenverfolgung unter Kaiser Nero im Jahr 64 n. Chr. eine spezifische Rechtsgrundlage in Form eines Gesetzes oder Edikts gab, oder ob Nero auf bestehende Strafbestimmungen zurückgriff.

  • Analyse der historischen Aufzeichnungen von Tacitus zum Brand von Rom.
  • Untersuchung der soziologischen und religiösen Spannungen zwischen Heiden und Christen.
  • Kritische Würdigung der Korrespondenz zwischen Kaiser Trajan und Plinius dem Jüngeren.
  • Beurteilung der Frage, ob das Christentum bereits im ersten Jahrhundert staatlich verboten war.
  • Einordnung der Christen als Sündenböcke für die Brandstiftung durch Nero.

Auszug aus dem Buch

Die Rechtsgrundlage der Neronischen Christenverfolgung

Der Grund für die erste staatlich angeordnete Christenverfolgung unter Kaiser Nero im Jahre 64 n. Chr., steht unmittelbar mit dem Brand der Hauptstadt Rom in Verbindung.

Die Aufzeichnungen des römischen Geschichtsschreibers Tacitus, sind für die Beantwortung der Schuldfrage des Brandes von Rom und die daraus resultierenden Ursachen der Christenverfolgung von sehr großer Bedeutung. Tacitus beschreibt in seinen Annalen den Verlauf des Brandes, spricht aber auch sogleich die Frage der Ursache bzw. der Schuld an, denn er persönlich zieht mehrere Möglichkeiten in Betracht, durch die der Brand verursacht worden sein könnte.

Als erste Brandursache nennt er den Zufall, doch für Tacitus scheint die Tatsache naheliegender, dass der Brand der Heimtücke des Kaisers zuzuschreiben ist. Für Tacitus existieren unterschiedliche Absichten Neros, das Stadtviertel um den Circus Maximus anzuzünden. Nero begeisterte sich sehr für die Kunst der Schauspielerei, wodurch das Gerücht in der Bevölkerung entstand, der Kaiser befahl den Brand Roms um das Schauspiel der versinkenden Stadt Troja nachzuerleben. Die zweite Absicht sah Tacitus darin, dass Nero durch den Neuaufbau der Stadt als großer Baumeister in die römische Geschichte eingehen wollte. Bei Tacitus und der Bevölkerung bestand also der Verdacht, dass Nero selbst den Brand Roms anordnete.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden die Hintergründe der Christenfeindlichkeit im römischen Kaiserreich dargelegt und der Brand Roms als Auslöser für die erste staatliche Verfolgung unter Nero eingeführt.

Die Rechtsgrundlage der Neronischen Christenverfolgung: Dieses Hauptkapitel analysiert kritisch die Quellenlage, insbesondere die Berichte von Tacitus und den Briefwechsel zwischen Plinius und Trajan, um die Abwesenheit eines speziellen Christengesetzes nachzuweisen.

Schluss: Zusammenfassend wird festgestellt, dass Nero keine neue Gesetzgebung benötigte, da die Christen unter dem Vorwand der Brandstiftung mit bereits bestehenden Mitteln des römischen Strafrechts verfolgt wurden.

Schlüsselwörter

Christenverfolgung, Kaiser Nero, Brand von Rom, Tacitus, Rechtsgrundlage, Plinius der Jüngere, Kaiser Trajan, römisches Strafrecht, Frühchristentum, Religionsgeschichte, Sündenbock, Cognitio extra ordinem, Institutum Neronianum, Religionsfreiheit, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die juristischen Hintergründe der ersten staatlichen Christenverfolgungen unter Kaiser Nero im Jahr 64 n. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Rolle des Brandes von Rom als Vorwand, die gesellschaftliche Stellung der Christen im Römischen Reich und die rechtliche Einordnung ihrer Verfolgung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob für die Christenverfolgung ein spezielles Gesetz existierte oder ob Nero auf bestehende strafrechtliche Instrumente zurückgriff.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die kritische Analyse antiker Primärquellen, insbesondere der Annalen des Tacitus und der Briefe des Plinius, im Abgleich mit moderner historischer Fachliteratur.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Verlauf der Verfolgung unter Nero, der Rolle der Christen als Sündenböcke und dem später geführten Briefwechsel zwischen Plinius und Trajan zur Frage der allgemeinen Strafwürdigkeit des Christseins.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Christenverfolgung, Kaiser Nero, Brand von Rom, Tacitus und Rechtsgeschichte charakterisiert.

Warum diente der Brand von Rom als Auslöser für die Verfolgungen?

Nero benötigte einen Sündenbock, um vom Gerücht abzulenken, er selbst habe den Brand zur ästhetischen Inspiration oder für städtebauliche Zwecke angeordnet.

Welche Rolle spielte der Briefwechsel zwischen Plinius und Trajan für die Beweisführung?

Die Unkenntnis und Unsicherheit von Plinius bezüglich der gesetzlichen Lage beweist, dass es zu dieser Zeit noch kein allgemein gültiges Gesetz gegen das Christentum gab.

Wurde das Christentum unter Nero als "staatsgefährdend" eingestuft?

Die Römer sahen im Christentum einen fremden, "verderblichen" Aberglauben, der die traditionellen Werte bedrohte, doch offiziell wurden die Christen primär als Brandstifter und nicht als religiöse Straftäter verfolgt.

Wie wurden die Christen unter Nero juristisch bestraft?

Die Hinrichtungen entsprachen den römischen Höchststrafen für Brandstifter, wurden jedoch von Nero grausam und theatralisch inszeniert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Christenverfolgung im antiken Rom. Die Rechtsgrundlagen der Politik Kaiser Neros im Spiegel von Quellen und Forschung
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Einführung in die Alte Geschichte
Note
2,3
Autor
Michael Alme (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V319714
ISBN (eBook)
9783668189867
ISBN (Buch)
9783668189874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Christentum Nero Christenverfolgung Rechtsgrundlage Antikes Rom Kaiser
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Alme (Autor:in), 2004, Christenverfolgung im antiken Rom. Die Rechtsgrundlagen der Politik Kaiser Neros im Spiegel von Quellen und Forschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319714
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum