Im Folgenden wird, zur Sicherstellung einer umfassenden Betrachtung, das "Macmillan English Dictionary for advanced learners" (MED) besonders im Hinblick auf die dort genannten key features analysiert.
Obwohl es auch weitere Ansätze zu systematischen Beschreibung von Wörterbüchern gibt, erschien der Ansatz von Herbst und Klotz für die angestrebten Zwecke sehr gut geeignet. Zur Illustration der einzelnen Merkmale werden ausschließlich Beispiele aus dem MED verwendet, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht immer komplette Einträge, sondern zeitweise auch nur Ausschnitte von Einträgen abgebildet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Entstehung einsprachiger Wörterbücher
2. Die Merkmale (key features) einsprachiger Wörterbücher
2.1. Angaben zur Frequenz
2.2. Definitionen
2.3. Informationen zur Valenz
2.4. Kennzeichnung von Kollokationen
2.5. Verhältnis zu anderen Wörtern
2.6. Beispiele
2.7. Varietäten
2.8. Angaben zur Aussprache
2.9. Rechtschreibung und Wortbildung
2.10.Benutzerfreundlicher Aufbau
3. Verwendung einsprachiger Wörterbücher im Unterricht
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur und Funktion moderner einsprachiger Wörterbücher am Beispiel des "Macmillan English Dictionary for advanced learners" (MED). Ziel ist es, die didaktischen Potenziale sowie die methodische Aufbereitung lexikographischer Daten für Fremdsprachenlerner aufzuzeigen und Strategien für deren Anwendung im Unterricht zu definieren.
- Historische Entwicklung einsprachiger Wörterbücher
- Systematische Analyse lexikographischer Merkmale (Frequenz, Valenz, Kollokationen)
- Differenzierung zwischen Sprachvarietäten wie British und American English
- Didaktische Konzepte zur Implementierung von Wörterbüchern im Fremdsprachenunterricht
- Methoden zur Verbesserung der Wortschatzarbeit durch korpusbasierte Lexikographie
Auszug aus dem Buch
2. Die Merkmale (key features) einsprachiger Wörterbücher
Herbst und Klotz haben die grundlegenden Merkmale einsprachiger Wörterbücher genauer definiert und beschrieben (Herbst/Klotz 2003). Im Folgenden wird, zur Sicherstellung einer umfassenden Betrachtung, das Macmillan English Dicitonary for advanced learners (MED) bosonders im Hinblick die dort genannten key features analysiert. Obwohl es auch weitere Ansätze zu systematischen Beschreibung von Wörterbüchern gibt, erschien der Ansatz von Herbst und Klotz für die angestrebten Zwecke sehr gut geeignet. Zur Illustration der einzelnen Merkmale werden ausschließlich Beispiele aus dem MED verwendet, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht immer komplette Einträge, sondern zeitweise auch nur Ausschnitte von Einträgen abgebildet werden.
2.1 Angaben zur Frequenz
Über die Verwendungshäufigkeit einzelner Wörter sind erst seit Einrichtung der ersten Korpora fundierte Aussagen möglich. Je größer ein solcher Korpus ist, also je mehr in Form von schriftlichen und mündlichen Äußerungen in ihm erfasst ist, desto zuverlässiger werden die Aussagen über die Frequenz einzelner Wörter. Besonders im Bereich der Kollokationen sind Erkenntnisse hierüber für Wörterbuchbenutzer von großer Bedeutung, gerade wenn das Wörterbuch zur Textproduktion verwendet (vgl. Herbst/Klotz, S. 97). Das MED basiert auf dem World English Corpus, der vom Centre for English Corpus Linguistics (CECL) in den späten 1990ern aufgestellt wurde. Der World English Corpus setzt sich aus drei Teilen zusammen: der general corpus, er enthält schriftliche und mündliche Äußerungen der englischsprachigen Welt, dem learner corpus, er liefert Informationen über Problemfelder von Englisch Lernern, und dem ELT (English Language Teaching) corpus, der hauptsächlich aus der in Schulbüchern und im Unterricht verwendeten Sprache besteht und das Kernvokabular des Englischunterrichts definiert (vgl. www.macmillandictionaries.com, Anhang 1)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Entstehung einsprachiger Wörterbücher: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung von frühen, unstrukturierten Glossaren bis hin zu modernen, korpusbasierten Wörterbüchern für Lernende.
2. Die Merkmale (key features) einsprachiger Wörterbücher: In diesem zentralen Kapitel werden die verschiedenen Funktionalitäten und lexikographischen Aufbereitungsmethoden des Macmillan English Dictionary detailliert analysiert.
3. Verwendung einsprachiger Wörterbücher im Unterricht: Hier werden didaktische Ansätze vorgestellt, wie Lernende im Englischunterricht gezielt den Umgang mit dem Wörterbuch als Werkzeug zum Wortschatzerwerb erlernen können.
Schlüsselwörter
Einsprachiges Wörterbuch, Lexikographie, Macmillan English Dictionary, Korpuslinguistik, Sprachvarietäten, Wortschatzerwerb, Fremdsprachenunterricht, Kollokationen, Wortbildung, Didaktik, World English Corpus, Englisch, Aussprache, Valenz, Lemma.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der lexikographischen Struktur einsprachiger Wörterbücher für Lernende und deren praktischem Nutzen im schulischen Kontext.
Welches Wörterbuch steht im Mittelpunkt der Analyse?
Als zentrales Fallbeispiel wird das "Macmillan English Dictionary for advanced learners" (MED) herangezogen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Ziel ist es, die technischen und inhaltlichen Merkmale des MED zu evaluieren und aufzuzeigen, wie diese zur effektiven Unterstützung des Fremdsprachenlernens beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen analytisch-deskriptiven Ansatz, der auf der Terminologie von Herbst und Klotz basiert, um die Funktionen des Wörterbuchs systematisch einzuordnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Funktionsanalyse des Wörterbuchs (von Frequenzangaben bis zur Benutzerfreundlichkeit) sowie in eine pädagogische Einordnung für den Englischunterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Lexikographie, Korpuslinguistik, Fremdsprachenlernen, Kollokationen und die didaktische Anwendung im Unterricht.
Welche Rolle spielt das "World English Corpus" für das untersuchte Wörterbuch?
Das Korpus liefert die empirische Basis, um Frequenzinformationen und reale Sprachverwendung präzise abzubilden und somit den Lernenden einen authentischen Zugang zur Sprache zu ermöglichen.
Wie werden Sprachvarietäten im MED behandelt?
Das MED unterscheidet explizit zwischen verschiedenen Varietäten, primär British und American English, um Lernenden bei der Differenzierung von Wortschatz und Aussprache zu unterstützen.
Warum ist das "defining vocabulary" für Lernende so wichtig?
Es stellt sicher, dass Definitionen mit einem begrenzten, bekannten Grundwortschatz verfasst sind, was ein "Verlaufen" im Wörterbuch verhindert und die Verständlichkeit maximiert.
Welche konkrete Übungsmethode empfiehlt die Arbeit für den Unterricht?
Die Arbeit schlägt vor, durch gezielte Aufgabenstellungen, wie etwa die "Wörterbuch-Ralley", das Interesse der Schüler zu wecken und die Anwendung verschiedener Wörterbuchfunktionen spielerisch zu trainieren.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2009, Die Merkmale einsprachiger Englischwörterbücher. Analyse des "Macmillan English Dictionary for advanced learners" (MED), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319751