Ziel dieser Arbeit ist es, die notwendigen Grundlagen zum Thema Korruption auszuarbeiten. Zunächst werden grundlegende Begriffe im Zusammenhang mit Korruption definiert, anschließend werden die Ursachen und Folgen der Korruption bei den Unternehmen Daimler und Siemens analysiert. Darauf aufbauend werden die Lehren, die aus solchen Korruptionsaffären gezogen werden können, beleuchtet. Danach folgt ein abschließendes Fazit.
„Du sollst dich nicht durch Geschenke bestechen lassen, denn Geschenke machen die Sehenden blind und verdrehen die Sache derer, die im Recht sind.“
Dieses Zitat aus der Bibel zeigt, dass Korruption nicht erst ein Problem der Neuzeit ist, sondern dass Korruption auch schon in der Antike bestand und die Menschen sich damit bereits auseinandersetzten.
Inhaltsverzeichnis
1 Was ist Korruption
1.1 Definition von Korruption
1.2 Foreign Corrupt Practices Act (FCPA)
1.3 Ursachen für Korruption
1.4 Wie verbreitet ist Korruption?
2 Korruptionsaffäre bei Siemens
2.1 Unternehmen Siemens
2.2 Fall und Folgen der Korruption
2.3 Lehren aus der Korruptionsaffäre
3 Korruptionsaffäre bei Daimler
3.1 Unternehmen Daimler
3.2 Fall und Folgen der Korruption
3.3 Lehren aus der Korruptionsaffäre
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die grundlegende Aufarbeitung des Themenkomplexes Korruption. Dabei werden zunächst theoretische Grundlagen definiert, bevor die Korruptionsaffären bei den Konzernen Siemens und Daimler analysiert werden, um daraus resultierende Lehren für die moderne Unternehmensführung abzuleiten.
- Definition und systemische Ursachen von Korruption
- Funktionsweise des Foreign Corrupt Practices Act (FCPA)
- Analyse der Korruptionsaffäre bei Siemens
- Analyse der Korruptionsaffäre bei Daimler
- Ableitung von Präventionsmaßnahmen für Unternehmen
Auszug aus dem Buch
1.2 Foreign Corrupt Practices Act (FCPA)
Der Foreign Corrupt Practices Act, kurz FCPA, ist ein Bundesgesetz, was 1977 in den USA in Kraft getreten ist, das Zahlungen und Wertgeschenke an ausländische staatliche Amtsträger verbietet, welche den Zweck verfolgen, den Zuschlag für ein Geschäft zu bekommen oder eine Geschäftsbeziehung weiterzuführen. Des weiteren verpflichtet das Gesetz, für alle Unternehmen die an der Börse in den USA notiert sind, eine Buchführung vorzunehmen, welche den Bestimmungen der FCPA entsprechen, bzw. damit abgestimmt sind.
Hauptgrund dafür, warum diese Börsenunternehmen eine Buchführung im Sinne des FCPA durchführen müssen, liegt darin, dass Schmiergeldzahlungen in der Vergangenheit falsch oder sogar gar nicht ausgewiesen wurden. Das neue Gesetz namens FCPA stellt künftig nicht nur das Bezahlen von Schmier- und Bestechungsgeldern unter Strafe, sondern auch die irreführenden und falschen Einträge in der Buchführung der Unternehmen.
Das FCPA Gesetz hat fünf Bedingungen
Wer? (Jeder der für ein Unternehmen handelt, das könne sowohl Mitarbeiter als auch Privatpersonen sein.)
Bestechungsabsicht? (Eine Absicht sich oder dem Unternehmen einen Vorteil zu verschaffen muss gegeben sein und muss mit Vorsatz geschehen.)
Zahlung? (Die Zahlungen müssen eingegangen sein. Des weiteren ist mit Zahlung nicht unbedingt eine Geldzahlung gemeint, es kann sich auch um eine Sach-, Dienst- , oder andere Leistung handeln.)
Empfänger? (Der Empfänger der Leistung ist ein ausländischer Staatsmann.)
Geschäftszweck? (Bestechung muss im Sinne des bestechenden Unternehmens sein, sei es die Verlängerung von Geschäftsbeziehungen oder Generierung von Aufträgen.)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Was ist Korruption: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsdefinitionen vorgenommen, das US-amerikanische Gesetz FCPA erläutert sowie die Ursachen und die globale Verbreitung von Korruption dargelegt.
2 Korruptionsaffäre bei Siemens: Dieses Kapitel stellt das Unternehmen Siemens vor, analysiert die Hintergründe der aufgedeckten Schmiergeldaffären sowie deren juristische Folgen und diskutiert die daraus gewonnenen Erkenntnisse.
3 Korruptionsaffäre bei Daimler: Hier wird die Korruptionsaffäre bei der Daimler AG beleuchtet, inklusive der Klage durch die SEC und der spezifischen organisatorischen Konsequenzen, die das Unternehmen daraus zog.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit von Compliance-Systemen, ethischem Verantwortungsbewusstsein und strukturellen Kontrollmechanismen wie dem Mehr-Augen-Prinzip zur Korruptionsbekämpfung zusammen.
Schlüsselwörter
Korruption, Bestechung, Siemens, Daimler, FCPA, Compliance, Schmiergeld, Wirtschaftsethik, Unternehmensführung, Korruptionsindex, Transparenz, Prävention, Strafzahlungen, Ermittlungen, Konzernstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Korruption in der Wirtschaft, insbesondere mit der Analyse von Korruptionsvorfällen bei zwei großen deutschen Konzernen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Korruption, rechtliche Rahmenbedingungen wie den FCPA, Fallanalysen zu Siemens und Daimler sowie ethische Lehren für die Unternehmenspraxis.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Grundlagen der Korruption zu klären und durch die Analyse konkreter Fehltritte bei Siemens und Daimler präventive Maßnahmen für eine ethisch verantwortungsvolle Unternehmensführung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Fallstudienmethode, bei der die Korruptionsfälle beider Unternehmen anhand von Berichten und rechtlichen Fakten aufgearbeitet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung sowie die detaillierte Untersuchung der Siemens- und Daimler-Affären, wobei jeweils Unternehmensprofile, die Fälle selbst und die resultierenden Lehren gegenübergestellt werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Compliance, Schmiergeldaffäre, FCPA, Unternehmensethik und Korruptionsprävention charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Reaktion von Siemens und Daimler nach dem Bekanntwerden der Korruption?
Während bei Siemens im Zuge der Aufarbeitung zahlreiche Führungskräfte entlassen und die Konzernstruktur grundlegend reformiert wurde, blieb bei Daimler ein Austausch auf Top-Management-Ebene nach dem Vergleich weitgehend aus.
Welche Rolle spielt das „MAKEPROFIT“-System bei Siemens?
„MAKEPROFIT“ war ein unternehmensinternes Verschlüsselungssystem, das Siemens nutzte, um Schmiergeldzahlungen zu tarnen, genehmigen und deren Höhe in internen Dokumenten zu verschlüsseln.
- Quote paper
- Lennart Reinhold (Author), 2014, Foreign Corrupt Practices Act und Korruptionsaffäre bei Siemens und Daimler. Ursachen und Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319814