Diese Arbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen:
• Welche ambulanten & stationären Wohnkonzepte eignen sich für die Versorgung von Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz?
• Welche Implikationen oder Konsequenzen hat das für die Pflege im Demenzbereich?
• Werden die pflegerischen Anforderungen in den Demenzwohnkonzepten erfüllt?
Dementielle Erkrankungen stellen sowohl für den betroffenen
Menschen, als auch für sein Umfeld eine große Herausforderung dar. Durch den fortschreitenden Abbauprozess, den Verlust geistiger und motorischer Fähigkeiten, verliert der Mensch zusehends die Kontrolle über sich und seine Umwelt. Leben diese alten Menschen zu Beginn der Erkrankung noch alleine in ihrer gewohnten Umgebung oder bei Angehörigen, wird die Pflege und Betreuung auf absehbare Zeit immer aufwendiger, sodass ein Umzug ins Alten- und Pflegeheim als letzter Ausweg erscheint. Die Versorgung dementiell erkrankter Menschen stellt für diese Einrichtungen eine besondere Herausforderung dar. Schließlich soll die Pflege und Betreuung nicht nur unter dem Aspekt des „satt und sauber“ Prinzips praktiziert werden, sondern unter
würdevollen Bedingungen.
Der Autor klärt in dieser Arbeit, welche aktuellen Demenzwohnkonzepte sich für die Versorgung und Betreuung von schwerstdementen Menschen am besten eignen und welche Vor- und Nachteile jedes Konzept mit sich bringt.
Aus dem Inhalt:
• Milieutherapie
• Integrative und segrative Pflegewohngruppe
• Pflegeoase
• Wohngemeinschaft
• Demenzdorf
Inhaltsverzeichnis
- Danksagung
- Zusammenfassung
- Abstract
- Abkürzungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Glossar
- 1. Einleitung, Problemdarstellung & Aufbau
- 2. Methodisches Vorgehen
- 3. Definition
- 3.1 Altenhilfe
- 3.2 Demenz
- 3.3 Wohnkonzept
- 4. Demenz
- 4.1 Krankheitsbild
- 4.2 Stadien der Demenz
- Vorstadium
- Leichtes Stadium
- Mittleres Stadium
- Schweres Stadium
- 5. Pflegerische Herausforderungen
- 6. Das Betreuungs- und Therapiekonzept der Milieutherapie
- 7. Demenzwohnkonzepte
- 7.1 Integrative Pflegewohngruppe
- 7.2 Segregative Pflegewohngruppe
- 7.3 Pflegeoase
- 7.4 Wohngemeinschaft
- 7.5 Demenzdorf
- 8. Diskussion
- 9. Fazit & Ausblick
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung unterschiedlicher Wohnkonzepte für Menschen mit Demenz. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der verschiedenen Wohnformen und deren Vor- und Nachteile zu liefern, um Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Wahl des optimalen Wohnkonzeptes zu ermöglichen.
- Definition und Charakterisierung des Krankheitsbildes Demenz
- Bewertung der pflegerischen Herausforderungen im Umgang mit Demenz
- Analyse verschiedener Wohnkonzepte für Menschen mit Demenz
- Abwägung der Vor- und Nachteile unterschiedlicher Wohnformen
- Reflexion der Bedeutung der Milieutherapie im Kontext der Demenzpflege
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung liefert einen Überblick über das Thema Demenzwohnkonzepte und die Problematik, die sich aus den steigenden Demenzzahlen und den Herausforderungen der Versorgung ergibt. Das methodische Vorgehen erläutert die wissenschaftlichen Methoden, die zur Recherche und Analyse der verschiedenen Wohnformen verwendet wurden. In der Definition werden zentrale Begriffe wie "Altenhilfe", "Demenz" und "Wohnkonzept" präzisiert.
Das Kapitel "Demenz" befasst sich mit dem Krankheitsbild und den verschiedenen Stadien der Demenz. Die pflegerischen Herausforderungen im Umgang mit Demenzpatienten werden ausführlich behandelt, wobei die Bedeutung des Betreuungs- und Therapiekonzepts der Milieutherapie hervorgehoben wird.
Das Kernstück der Arbeit liegt in der Analyse der verschiedenen Demenzwohnkonzepte. Die Kapitel 7.1 bis 7.5 stellen jeweils eine bestimmte Wohnform vor, beschreiben die jeweiligen Konzepte und bewerten Vor- und Nachteile.
Schlüsselwörter
Demenz, Wohnkonzepte, Pflegewohngruppe, Demenzdorf, Milieutherapie, integrative Pflege, segregative Pflege, Altenhilfe, Pflegerische Herausforderungen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wohnkonzepte eignen sich für Menschen mit fortgeschrittener Demenz?
Geeignet sind unter anderem integrative und segregative Pflegewohngruppen, Pflegeoasen, ambulant betreute Wohngemeinschaften und spezialisierte Demenzdörfer.
Was ist ein "Demenzdorf"?
Ein Demenzdorf ist ein geschütztes Areal, das wie ein normales Dorf gestaltet ist (mit Läden, Friseur etc.), um den Bewohnern ein Maximum an Normalität und Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.
Was versteht man unter Milieutherapie?
Milieutherapie ist ein Behandlungsansatz, bei dem die Umgebung (räumlich und sozial) so gestaltet wird, dass sie den Bedürfnissen der Demenzkranken entspricht und Stress reduziert.
Was ist der Unterschied zwischen integrativer und segregativer Pflege?
Integrative Pflege betreut Menschen mit und ohne Demenz gemeinsam, während segregative Pflege spezialisierte Bereiche ausschließlich für Demenzkranke vorsieht.
Was kennzeichnet eine "Pflegeoase"?
Eine Pflegeoase ist ein spezielles Raumkonzept für Menschen in sehr weit fortgeschrittenen Stadien der Demenz, das durch eine intensive Betreuung in einem gemeinsamen Großraum Einsamkeit verhindern soll.
Welche pflegerischen Herausforderungen bringt Demenz mit sich?
Dazu gehören der fortschreitende Verlust kognitiver und motorischer Fähigkeiten, Orientierungslosigkeit sowie die Notwendigkeit einer würdevollen Pflege jenseits des reinen "satt und sauber"-Prinzips.
- Quote paper
- Daniel Pötter (Author), 2016, Ambulante und stationäre Wohnkonzepte für Menschen mit Demenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319835