Diese Studie bezweckt, eine Antwort auf die folgende Forschungsfrage zu finden: Warum sind bestimmte Parteien in Deutschland bei den Wahlen erfolgreich und die anderen nicht? Hieraus folgt, dass die abhängige Variable (AV) als der erzielte Erfolg einer Partei bei den Wahlen auf Bundesebene definiert wird.
Der erste zu behandelnde Faktor ist das Wahlversprechen. Als Indikator werden Bundeswahlprogramme der Partei betrachtet und dann werden Statistiken, die ihren Schwerpunkten entsprechen, analysiert. Die zweite Variable, die die Wahlergebnisse beeinflussen kann, sind Massenmedien und soziale Netzwerke. Als Indikatoren dafür dient die Aktivität in sozialen Netzwerken, die durch die Anzahl von Posts und Tweets darin laut einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung gemessen wird.
Um den Zusammenhang zwischen der AV und den UVs festzustellen, werden in dieser Forschung zwei Hypothesen überprüft. Die erste Hypothese lautet: Je mehr Wahlversprechen nicht gehalten werden, desto mehr Wähler verlieren das Vertrauen zur Partei und desto weniger Sitze hat die Partei im Parlament. Die zweite Hypothese besteht darin: Je mehr die Tätigkeit der Partei in sozialen Netzwerken beleuchtet und diskutiert wird, desto mehr Wähler beschließen, dieser Partei ihre Stimme zu geben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Methode
- Analyse der AV: Erzielter Erfolg der Partei bei den Wahlen
- Analyse der UV1: Halten der Wahlversprechen
- Theorie von Anthony Downs
- Empirische Untersuchung der UV1: Halten der Wahlversprechen der CDU und der FDP
- Analyse der UV2: Massenmedien / Soziale Netzwerke
- Theorie von Alan Gerber
- Empirische Untersuchung der UV2: Beleuchtung der Piratenpartei und der Grünen in sozialen Netzwerken
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studie untersucht die Faktoren, die den Erfolg von Parteien bei Wahlen in Deutschland beeinflussen. Die Forschungsfrage lautet: Warum sind bestimmte Parteien in Deutschland bei den Wahlen erfolgreich und die anderen nicht? Die abhängige Variable (AV) ist der erzielte Erfolg einer Partei bei den Wahlen auf Bundesebene. Zwei unabhängige Variablen (UVs) werden untersucht: das Halten von Wahlversprechen und die Aktivität in Massenmedien und sozialen Netzwerken.
- Einfluss von Wahlversprechen auf das Wählerverhalten
- Rolle von Massenmedien und sozialen Netzwerken bei der Wahlentscheidung
- Vergleich verschiedener Parteien in Bezug auf ihre Wahlversprechen und Medienaktivität
- Analyse der Bundestagswahlen 2009 und 2013
- Anwendung von Theorien von Anthony Downs und Alan Gerber
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die abhängige sowie unabhängige Variablen vor. Die Methode beschreibt die Forschungsstrategie und die verwendeten Datenquellen. Die Analyse der AV befasst sich mit dem Kriterium für den Erfolg einer Partei bei den Wahlen, nämlich der Anzahl der Sitze im Bundestag. Die Analyse der UV1 untersucht den Einfluss von Wahlversprechen auf das Wählerverhalten, wobei die Theorie von Anthony Downs als Grundlage dient. Die Analyse der UV2 beleuchtet die Rolle von Massenmedien und sozialen Netzwerken bei der Wahlentscheidung, basierend auf der Theorie von Alan Gerber. Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen.
Schlüsselwörter
Wahlverhalten, Wahlversprechen, Massenmedien, Soziale Netzwerke, Bundestagswahlen, Parteien, Erfolg, Wählervertrauen, Theorien, Anthony Downs, Alan Gerber, Empirische Untersuchung, Vergleichsstudie, Most Similar Systems Design, 5%-Hürde.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind manche Parteien bei Wahlen erfolgreicher als andere?
Die Studie untersucht zwei Hauptfaktoren: Das Einhalten von Wahlversprechen sowie die Präsenz und Aktivität in Massenmedien und sozialen Netzwerken.
Welchen Einfluss haben Wahlversprechen auf die Wähler?
Die Hypothese besagt: Je mehr Wahlversprechen nicht gehalten werden, desto mehr Vertrauen verlieren die Wähler, was zu weniger Sitzen im Parlament führt.
Welche Rolle spielen soziale Netzwerke für den Wahlerfolg?
Eine höhere Sichtbarkeit und positive Diskussionen in sozialen Netzwerken können laut Studie dazu führen, dass mehr Wähler einer Partei ihre Stimme geben.
Welche Parteien wurden empirisch untersucht?
Es wurden unter anderem die Wahlversprechen der CDU und FDP sowie die Medienaktivität der Piratenpartei und der Grünen analysiert.
Welche Theorien bilden die Grundlage der Studie?
Die Arbeit stützt sich auf die Theorien von Anthony Downs (ökonomische Theorie der Demokratie) und Alan Gerber.
- Quote paper
- Artem Vasilyev (Author), 2015, Die Ursachen des wechselnden Wählerverhältnisses in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320022